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IBM-Mitarbeiter mit Mac-Rechner sind produktiver als Windows-Nutzer


Computerwoche - epaper ⋅ Ausgabe 48/2019 vom 18.11.2019

IBM setzt intern zunehmend auf Apple-Endgeräte. Jetzt fühlt sich das Unternehmen durch eine eigene Untersuchung bestätigt: Die Mac-User im Haus sollen produktiver und loyaler sein als die Windows-Fraktion.


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Dass sich IBM Scharmützel mit Microsoft liefert, ist nichts Neues. CIO Fletcher Previn hat nun auf der User-Konferenz des auf Geräteverwaltung spezialisierten Anbieters Jamf noch einmal nachgelegt mit seiner Feststellung: Mitarbeiter mit Mac-Rechnern liefern bessere Ergebnisse.


Auf der Jamf Nation User Conference 2019 in Minneapolis, auf der sich vor allem Jamf-Kunden aus dem Spektrum der Apple-Administratoren treffen, sorgte IBM-CIO Fletcher Previn als Gastredner für Schlagzeilen. Er präsentierte eine IBM-interne Untersuchung, wonach Mitarbeiter mit Macintosh-Rechnern nicht nur seltener kündigen, sondern auch eine bessere Leistung zeigen als solche mit Windows-Equipment.

Previn legte Zahlen vor, denen zufolge in den regelmäßigen internen Leistungsbeurteilungen MacOS-Anwender die Erwartungen deutlich häufiger überträfen als Windows-Nutzer. Auch im Vertrieb fielen die Ergebnisse besser aus: Die hochwertigen Sales-Abschlüsse, die MacOS-Nutzer erreichten, seien um durchschnittlich 16 Prozent umfangreicher als die von Windows-Anwendern.

Mac-User bleiben eher im Unternehmen

Die Wahrscheinlichkeit, dass Anwender von Apple-Hardware das Unternehmen verlassen, ist dem CIO zufolge um 17 Prozent geringer als die Kündigungsrate von Mitarbeitern mit Windows-PCs. Außerdem sollen die Apple-Freunde genügsamer mit der von IBM bereitgestellten Third-Party-Software sein: Nur fünf Prozent verlangen laut Previn zusätzliche Software, von den Windows-Usern zeigten elf Prozent entsprechende Begehrlichkeiten.

Der IBM-Manager berief sich auf die regelmäßige Befragung Hunderttausender Mitarbeiter und fragte süffisant in die Runde: „Wann war eigentlich der Zeitpunkt, als es plötzlich akzeptabel wurde, zu Hause wie die Jetsons zu leben und bei der Arbeit wie die Flintstones?” Damit setzte er die Apple-Welt mit der Hightech-Utopie der beliebten US-Zeichentrickserie „The Jetsons” aus den 60er Jahren gleich – und den Windows-Kosmos mit der steinzeitlichen Feuerstein-Familie. „Unser Ziel ist es, eine produktive Arbeitsumgebung für IBMer zu schaffen und deren Arbeitserlebnisse kontinuierlich zu verbessern. Deshalb haben wir 2015 ein Programm aufgelegt, wonach Mitarbeiter ihre Arbeitswerkzeuge selbst auswählen dürfen.”

Geringere Kosten für technischen Support

2015 begann bei Big Blue auch das Programm MIBM, das den Mac-Rechnern und anderen Apple-Systemen breiten Zugang ins Unternehmen gewährte. IBM behauptete schon damals, deutlich geringere Kosten für den technischen Support aufwenden zu müssen. Rund 200.000 MacOS-Geräte werden heute laut Previn bei IBM von sieben Helpdesk-Mitarbeitern supportet, für die gleiche Zahl an Windows-Geräten müsse eine 20-köpfige Mannschaft parat stehen. IBM zahlt demnach 186 Prozent mehr für den Windows- als für den Mac-Support.

Für Microsoft sind die Aussagen des IBM-Managers durchaus bedrohlich: Anfang 2020 endet der Support für Windows 7, viele Unternehmen haben die Migration auf Windows 10 vor der Brust und könnten Apple-Geräte als Alternative heranziehen. Apple gibt sich alle Mühe, in den Unternehmen Fuß zu fassen und seine Softwarepartner mitzunehmen. Beispielsweise stellte der auf Geräteverwaltung spezialisierte Anbieter Jamf auf seiner Hausmesse ein neues Endpoint-Security-System namens „Jamf Protect” vor, das Sicherheitsprofis einen „tiefen Einblick in die Flotte der Mac-Rechner” geben und zudem helfen soll, Bedrohungen zu erkennen und damit umzugehen.


Foto: IBM

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