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»Ich bin eine Kämpfernatur«


Bergsteiger - Das Tourenmagazin - epaper ⋅ Ausgabe 8/2020 vom 11.07.2020

Die mehrfache Eiskletter-Weltmeisterin Ines Papert, 46, ist heute mehr an grosen Wanden als an Eisfallen unterwegs und das weltweit. Als Herausforderung sucht sie sich unbestiegene Gipfel, neue Routen und Expeditionen ins Unbekannte. Mit dem Bergsteiger sprach sie uber Risiko, Ehrgeiz und Heimat


BERGSTEIGER: Frau Papert, normalerweise sind Sie viel unterwegs. Wie sind Sie bislang durch die Corona-Zeit gekommen?

INES PAPERT: Der Beginn des Lockdowns hat mich ziemlich runtergezogen. Ich musste mein Alaska-Projekt mit meinem Partner Luka Lindič absagen, Vorträge dort auf unbestimmte Zeit verschieben und ...

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Bildquelle: Bergsteiger - Das Tourenmagazin, Ausgabe 8/2020

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... komplett umdenken. Mit etwas Abstand stelle ich fest, dass mir die Zeit gut getan hat. Ich wurde quasi gezwungen, mein Leben zu entschleunigen. Endlich einmal viel Zeit zu Hause zu verbringen, auch mit der Familie, war gut für die Seele. Dadurch ist mir aufgefallen, wie unruhig die ganzen Jahre waren und wie sehr sich mein Leben ums Klettern und Reisen gedreht hat. Das Packen vermisse ich überhaupt nicht.

Womit beschäftigen Sie sich?

Berchtesgaden neu zu entdecken, hat sich gelohnt. Das Potenzial für neue Routen ist noch lange nicht ausgeschöpft. Endlich können Luka und ich mit voller Energie an unserem Projekt in Kroatien (Istrien) arbeiten, wir renovieren zwei Steinhäuser nahe dem Klettergebiet Kompanj. Die Idee, dort später Klettercamps anzubieten, gibt uns Zuversicht für die Zukunft. Dennoch freue ich mich auf unsere nächste Expedition, hoffentlich 2021 wirklich nach Alaska

Was nehmen Sie mit aus dieser Zeit

Die Wertschätzung einer intakten Familie und die Dankbarkeit, an einem der schönsten Orte der Welt zu leben. Meine Heimat Berchtesgaden hat nun einen noch höheren Wert für mich

Sie sind nach Ihrem Umzug nach Bayern zum Bergsport gekommen. War das Fügung?

Das war nicht ganz zufällig. Ich wollte wegen des Skifahrens in die Berge. Ich komme ja aus dem Flachland, aber einmal im Jahr waren wir im Riesen- oder Fichtelgebirge Skifahren. In Berchtesgaden habe ich schnell gemerkt, dass mich Pisten nicht mehr so interessieren. Durch meine Arbeit in der Reha-Klinik habe ich viele neue Freunde gefunden, die mich zum Bergwandern und dann auf Skitouren mitnahmen. Im nächsten Sommer kamen dann schon schwierigere Touren wie die Watzmann-Überschreitung - meine erste richtige Bergtour. Aber ich war ziemlich überfordert, hatte solche Angst vor der Ausgesetztheit. Auch heute fühle ich mich auf Graten nicht so wohl, ich habe lieber eine Wand neben oder vor mir. Das ist irgendwie geblieben

Fragen Sie sich manchmal, wie Ihr Leben verlaufen wäre, wenn Sie nicht nach Berchtesgaden gegangen wären

Nein. Das musste einfach so sein. Ich hätte mir damals nie vorstellen können, jemals zu klettern, schon gar nicht, auf solch einem Niveau. Aber gewisse Dinge im Leben fügen sich einfach. Da hat man gar nicht so viel Einfluss. Es war schon ein großer Schritt, nach Bayern zu gehen. Ich war 19, so alt wie mein Sohn heute, Emanuel klebt viel mehr an seinem Umfeld, an seiner Heimat. Aber ich war nie so gebunden, habe gesagt, ich schaue mal und wenn es mir nicht gefällt, dann gehe ich woanders hin

Sie wollten die neue Reisefreiheit wahrnehmen.

Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass wir hart gekämpft haben für den Mauerfall und die Wiedervereinigung. Wir ha- ben als Familie unter dem Eingesperrtsein, dem kontrollierten Leben gelitten. Meine Eltern waren schon recht revolutionär, sie sind mit uns viel gereist, in dem kleinen Rahmen, der uns möglich war. Nicht entscheiden zu können, wohin ich als nächstes gehe, war das Schlimmste - neben der fehlenden Meinungsfreiheit

Schon vor dem Mauerfall in den Westen zu gehen, wäre keine Option gewesen?

Das wäre uns irgendwie feig vorgekommen. Meine Eltern haben sicher darüber nachgedacht, aber so hätten sie daheim nichts verändert. Sie haben beschlossen, wir kämpfen und riskieren dafür einiges. Abhauen war ja auch nicht so einfach und nach einem Ausreiseantrag hätten sie viele Jahre der Schikane ertragen müssen, und auch die Kinder hätten in der Schule Nachteile gespürt. Das wollten meine Eltern nicht. Wir sollten so wenig wie möglich mitbekommen von den Miss- oder Umständen. Ich war 16, als die Mauer fiel, und meine Schwester und ich waren mit auf den Demos. Diese friedliche Auseinandersetzung war das Schöne

Ist Politik immer noch wichtig für Sie?

Für mich ist das Klettern wichtiger. Ich beschäftige mich mit Politik, bin aber nicht politisch aktiv. Durch die vielen Reisen haben wir viel Kontakt zu politischen Themen weltweit

Warum ausgerechnet Eisklettern?

Ich weiß es nicht. Ich mag den Umgang mit der Ausrüstung, habe keine übergroßen Ängste, die mich blockieren oder zurückschrecken lassen. Mit den vorhandenen Ängsten muss ich mich auseinandersetzen. Eisklettern ist eine ganz eigene Art, Fotos: Thomas Senf, Archiv Papert/Lindič sich fortzubewegen: das kraftvolle Schlagen, das Durchziehen, wie dich langsam die Kräfte verlassen, aber du noch nicht ganz oben bist, und die mentale Stärke, denn das Meiste ist ja im Kopf. Diesen Moment zu spüren, es doch irgendwie nach oben zu schaffen, das habe ich beim Eisklettern stärker gefühlt als beim Felsklettern, wo ein kleiner technischer Fehler reicht und es ist vorbei. Beim Eisklettern kannst du deine Kämpfernatur ausleben und ich glaube, ich bin eine Kämpfernatur.

Eisklettern wirkt sehr martialisch, aber Sie haben mal gesagt, dass Sie mit dem Eis unterwegs sind. Ist das eine speziell weibliche Herangehensweise?

Ja, es ist wichtig, dem Eis so zu begegnen, dass man es nicht zerstört. Viel Kraft ist nicht immer die Lösung, es braucht auch Gefühl für die Materie. Mich fasziniert die Vorstellung, dass das Eis eine glatte Wand ohne Griffe in kletterbare Linien verwandelt, allein durch kalte Temperaturen, die hoffentlich noch eine Weile anhalten. Wegen der Klimaerwärmung müssen wir allerdings immer kreativer werden. Das Eis macht mir den Weg nach oben einfach. In Passagen ohne Eis ist es viel schwieriger, weil du viel präziser sein musst, es ist auch oft viel komplexer, die Sicherungen unterzubringen. Aber das macht es auch spannend

Mittlerweile sind Sie ja öfter in großen Wänden und an hohen Bergen unterwegs

Im klassischen Wasserfallklettern habe ich schon so viel gemacht, dass es mich als persönliches Ziel kaum mehr reizt. Das mache ich noch ab und zu aus Freude. Aber mein Ehrgeiz packt mich mittlerweile bei alpinen Eislinien, die sich wie am Mount Fay in Kanada durch die Wand ziehen. Eine große Wand zu bewältigen, ist spannend. Bei Erstbegehungen weißt du nie, wie es sich entwickelt, ob du einen Weg findest. Der Reiz ist zu spüren, das wird eng, vielleicht schaffe ich es, vielleicht nicht, und die Grenze auszuloten, wo man es gerade noch schafft.

Sie brauchen den Nervenkitzel?

Was passieren könnte, geht mir schon im Kopf herum. Aber damit muss ich leben. Ich werde vor einer großen Begehung nie den nötigen Schlaf finden. Aber wenn ich einsteige, habe ich mich entschieden, und dann rollt das Ganze. Dann bin ich auch abgelenkt und denke nicht ständig nach. Am Ende muss man realistisch sein. Das Restrisiko ist immer mit dabei, und je mehr du dich in exponierten Wänden bewegst, umso größer ist es.

Wie gehen Sie damit um?

Man muss nicht alles machen. Ich habe beschlossen, dass ich Qualität will statt Quantität. Das war ein Prozess, der sich über mehrere Jahre entwickelt hat. Meine gefährlichsten Jahre waren die am Anfang. Ich wollte immer, auch schlechtes Wetter hätte mich nie gebremst. Aber jetzt habe ich einen anderen Zugang, das heißt auch: umkehren können. Das tut zwar immer noch weh, aber das wird so bleiben

Welchen Anteil hat bei solchen Entscheidungen, dass Sie Mutter sind?

Gute Frage. Als der Manu klein war, war das sicher noch anders. Aber grundsätzlich habe ich immer gedacht, ich habe ein Recht drauf, gesund zu bleiben und lange zu leben. Es war nie in erster Linie, dass mir der Gedanke eingeschossen kam: »Daheim wartet ein Kind auf mich, ich muss überleben.« Sondern mich hat eher ein unbewusster Überlebensinstinkt begleitet. Wahrscheinlich habe ich wegen des hohen Risikos auch nie Expeditionen in ganz große Höhen gemacht. Und auch weil ich einfach nicht so lange von zu Hause weg sein konnte.

Sie waren schon in einigen gefährlichen Situationen. Welche ist Ihnen am meisten in Erinnerung geblieben?

Zwei Erlebnisse will ich nicht noch mal erleben. Als Mayan Smith-Gobat und ich in Patagonien versuchten, »Riders on the Storm« frei zu klettern, hatten wir unglaublich hohe Temperaturen. Die Null-Grad-Grenze war weit über Gipfelniveau. Wir lagen im Portaledge und versuchten zu schlafen, da hörten wir ein Geräusch, als würde ein Kühlschrank auf uns zufallen. Immer lauter werdend. Auf einmal ratschte es und dann war es still. Ein Stein hatte unser Portaledge aufgeschlitzt und war neben meinem Bein gelandet - und das war nur ein Teil des Felsblocks. Dass das Portaledge kaputt war, das war das Eine. Das andere war die Erkenntnis, dass du sogar im Schlaf erschlagen werden kannst. Wir haben überlegt, ob wir umkehren, haben uns aber entschieden, Richtung Gipfel zu starten. Um schnell von dem Ort, an dem der Steinschlag anscheinend am gefährlichsten war, wegzukommen, haben wir uns nicht mehr darauf fokussiert, die Route frei zu klettern.

Ines und die Extreme

1 Wo sonst kein Mensch hinkommt: Eisklettern am Hydnefossen, Norwegen, Hemsedal 2 Am Morgen danach: unbequemes Biwak während der Begehung von »Lost in China« am Kyzyl Asker mit ihrem Partner Luka Lindič

Huber-Route: Scaramouche 8a, Westwand des Hohen Göll, bei der freien Begehung 2016


Und das zweite Mal

War an der Shishapangma. Das war eigentlich noch schlimmer, da dachte ich, jetzt ist es vorbei. Es war meine erste Expedition an einen Achttausender und ich wollte auf keinen Fall über den Normalweg. Luka hatte schon Expeditionen auf 8000er unternommen und so haben wir uns für die Südwand entschieden. Auf über 6000 Meter sind wir überraschend in Schneefall gekommen. Frühmorgens gegen vier löste sich über unserem Camp die ganze Flanke und rutschte auf unser Zelt. Wir haben das rechtzeitig gehört und sind aus dem Zelt geflüchtet, aber unsere ganze Ausrüstung war weg. Wir mussten also das Zelt ausgraben. Wir buddelten stundenlang, bis wir im ersten Tageslicht alles beisammen hatten. Dann wollten wir nur noch runter

Ein ziemlicher Schock

Zweimal so knapp überlebt zu haben, regt schon zum Nachdenken an. Wie planst du dein künftiges Leben? Keiner von uns will sterben, kein Berg der Welt ist es wert zu sterben. Wir haben beide eine lange Pause gebraucht nach der Expedition, vom Alpinismus in großer Höhe sowieso, aber es hat auch lang gedauert, bis wir wieder Lust hatten, die Eisgeräte auszupacken und im Winter bergsteigen zu gehen. Das hat echt eingeschlagen

War‘s das für Sie mit den Achttausendern?

Ich hätte es schon gern mal gespürt. Mir fehlt diese Erfahrung. Als komplette Bergsteigerin war der Wunsch da, aber ich war vielleicht nicht bereit, genug dafür zu kämpfen, zu leiden. Diese Geschichte hat mir gezeigt, dass das nicht meine Welt und einfach eine Nummer zu groß ist. Zu viel unkalkulierbares Risiko. Wahrscheinlich bin ich auch nicht gemacht für die große Höhe. Bis etwa 7000 geht es mir relativ gut, da kann ich schnell sein und technisch schwierig klettern. Wenn es höher geht, fehlt mir irgendetwas. Aber es gibt ja viele spannende Ziele bis 7000 Meter


»Nicht entscheiden zu können, wohin ich als nächstes gehe, war das Schlimmste - neben der fehlenden Meinungsfreiheit.«


Ansonsten sind Sie ja schon sehr ehrgeizig. Sie haben mal geschrieben: »Aufgeben ist nicht meine große Stärke

Grundsätzlich wohl schon. Training und Wille hat einen großen Anteil an dem, was ich mache, obwohl ich nach Gefühl und nicht so zielstrebig nach Plan trainiere wie andere. Ich glaube nicht, dass ich ein besonderes Talent bin, muss ich ehrlich sagen. Ich habe mir alles sehr hart angeeignet und arbeite immer wieder an meinen Schwächen. Der Kopf kann viel bewirken, denn am Ende ist es nicht nur die körperliche Fitness. Wenn es mir körperlich nicht gut geht, wenn ich will, aber nicht kann, ist das für mich extrem schlimm

Sie sind ganz schön hart zu sich.

Luka und ich haben vor Kurzem überlegt, ob unsere Herkunft aus osteuropäischen Ländern eine Art Abhärtung gegenüber dem Leben bewirkt hat. Wir haben hier heute alles, warum soll ich das wissentlich aufgeben und mich diesen Strapazen, dieser Kälte aussetzen? Wir haben nicht in Armut gelebt, aber es gab zum Beispiel keine warme Dusche. Einmal die Woche wurde der Ofen eingeheizt und dann konnten wir hintereinander alle in der gleichen Wanne baden. Man wird schnell verwöhnt und möchte, dass es so bleibt, aber ich fi nde es wichtig, das Gewohnte zu verlassen, um es wieder zu schätzen. Deswegen zieht es mich auf Expeditionen.

Franziska Haack interviewte Ines Papert bei einem treff en der L owa-Athleten. Mit Ines als Seilpartnerin und von ihr inspiriert, traute sie sich auch mal in eine schwierigere route.


Zur Person Ines Papert

Ines Papert wurde 1974 in der Lutherstadt Wittenberg geboren. Mit 19 Jahren zog die ausgebildete Physiotherapeutin nach Berchtesgaden, wo sie zum Bergsport kam. Schnell machte sie als Eiskletterin Karriere. Zwischen 2000 und 2006 holte sie vier Weltmeistertitel und dreimal den 1. Platz im Gesamtweltcup. Beim Ouray- Eiskletterfestival 2005 setzte sie auch gegen die gesamte mannliche Konkurrenz durch. Seit ihrem Ruckzug aus dem Wettkampfgeschehen widmet sich Papert ganz ihren Projekten in Eis und Fels. Mit ihrem Lebenspartner Luka Lindič gelang ihr 2016 die Estbegehung von ≫Lost in China≪ am Kyzyl Asker in Kirgistan/China (1200m, ABO, WI 5, M 6). Weitere Erfolge waren 2013 die Erstbesteigung des Sechstausenders Likhu Chuli I in Nepal, 2015 die freie Begehung von ≫The Hurting≪ in Schottland, mit XI, 11, eine der schwierigsten Eis-Tradrouten der Welt und die erste (freie) Begehung der ≫Schwarzen Madonna“≪ (8a) am Untersberg in den Berchtesgadener Alpen. Ines Papert hat einen neunzehnjahrigen Sohn, Emanuel.


Fotos: Thomas Senf, Archiv Papert/Lindič