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„ICH BIN ZUM ERSTEN MAL SINGLE!“


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Frau im Spiegel - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 29.12.2021

KULTUR

Artikelbild für den Artikel "„ICH BIN ZUM ERSTEN MAL SINGLE!“" aus der Ausgabe 1/2022 von Frau im Spiegel. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Frau im Spiegel, Ausgabe 1/2022

Es kommt selten vor, dass Versandhaus-Erbe Frank Otto, 64, die Türen zu seinem Zuhause öffnet. Doch FRAU IM SPIEGEL durfte den erfolgreichen Medienunternehmer nun in seiner historischen Altbau-Villa in Hamburg besuchen und sprach mit ihm über sein turbulentes letztes Jahr, sein Liebesleben und seine neue Autobiografie.

Ihr Buch „Sinn und Eigensinn“ handelt unter anderem von Ihrer rebellischen Kindheit. Sie sind zum Beispiel dreimal vom Internat geflogen. Hat Ihr Vater, Werner Otto, sich damals Sorgen um Sie gemacht?

Mit meinem Vater verbindet mich eins: Immer Ärger mit den Paukern! Daher hatte er mir gegenüber durchaus Verständnis.

Wie stand Ihr Vater dazu, dass Sie später Ihren eigenen Weg gesucht haben und nicht in sein Versandhaus eingestiegen sind?

Mein Vater war für die damaligen Zeiten ein wirklich moderner Mann. Obwohl er bei mir sicher ein paar Mal mehr schlucken musste, als bei ...

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... meinen Geschwistern. Erstens, weil ich lieber Kunst studiert habe, als in seine Firma zu kommen. Und zweitens, weil ich lange mein Hippie-Leben in Wohngemeinschaften gelebt und mit freier Liebe experimentiert habe.

Wäre eine offene Beziehung heute noch ein Konzept für Sie?

Das kommt auf die jeweilige Partnerschaft an. Jede Beziehung hat andere Facetten, weil zwei Menschen mit verschiedenen Lebensansprüchen zusammenkommen. Grundsätzlich kenne ich aber alle Beziehungsformen und wüsste jetzt nicht, welche ich präferieren würde.

Ihre Mutter hat auch eine Art Hippie-Leben geführt. Wie war denn später – in den letzten Jahren vor ihrem Tod – Ihr Verhältnis?

Ich habe sie beim Sterbeprozess begleitet und das war schon sehr eng und intensiv. In der Phase konnte ich nochmal viel aufholen, was ich als Kind verpasst oder vermisst hatte. Ich bin ja bei meinem Vater großgeworden, weil meine Mutter häufig auf Ibiza war, wo sie auch ihren zweiten Mann kennenlernte, mit dem sie dann aber wieder nach Hamburg zog.

Waren Sie ihr damals böse, weil sie Sie zurückgelassen hat?

Nein, eigentlich nicht. Ich habe mir ja später auch oft Frauen gesucht, die jung Kinder bekommen haben und dann damit nicht klargekommen sind. Die Tochter meiner ersten Freundin habe ich nach unserer Trennung sogar bei mir aufgenommen und sie bis zur Volljährigkeit großgezogen. Sie war für mich wie eine eigene Tochter und wir haben heute noch ganz intensiv Kontakt.

Außerdem haben Sie noch vier leibliche Kinder zwischen 16 und 29 Jahren aus Ihren zwei Ehen. Klappt da das Patchwork-Konzept?

Absolut. Besonders die Kinder sind ein Herz und eine Seele. Da merkt man gar nicht, dass sie „nur“ Halbgeschwister sind.

Sie sprechen im Buch davon, dass Sie mit Ihren Ehen nicht besonders viel Glück gehabt haben. Was war der Grund dafür?

Ich denke, das Leben mit Trauschein fühlt sich ein bisschen anders an, als das ohne. Vielleicht wiegt man sich in der Ehe zu sehr in Sicherheit und strengt sich deshalb nicht mehr so stark an.

Ihre letzte Beziehung mit Model Nathalie Volk endete 2020, als diese sich in einen anderen verliebte. Kam das überraschend?

Ja, das kam schon relativ überraschend. Es zeichneten sich zwar ein paar Probleme in der Beziehung ab, aber mit einer Trennung hätte ich trotzdem nicht gerechnet.

Glauben Sie, die Trennung hatte auch etwas mit dem Altersunterschied zu tun?

Ich glaube, die Bereitschaft, sich so plötzlich in jemanden zu verlieben und mit Vollgas seinen Emotionen hinzugeben, haben besonders junge Menschen. Je älter man wird, desto reflektierter und kritischer guckt man auf andere.

Hat die Trennung Sie sehr getroffen?

Ja, es hat mich damals schon ziemlich mitgenommen. Aber das Schöne an der ganzen Situation war, dass ich sowohl von meinen Ex-Frauen als auch von meinen Kindern einen ganz starken familiären Rückhalt gespürt habe und dadurch gut aufgefangen wurde. Und zum Jahreswechsel konnte ich auch wieder positiv nach vorne schauen.

Haben Sie heute noch Kontakt zu Nathalie?

Ja, wir haben immer noch freundschaftlichen Kontakt. Manchmal hören wir mehrfach die Woche voneinander, dann wieder ein paar Wochen gar nicht.

Stimmt eigentlich das Gerücht, dass Sie während Ihrer Beziehung heimlich in den USA geheiratet haben?

Nein, wir haben da nicht richtig geheiratet. Eher im Urlaub unsere Beziehung zelebriert.

Könnten Sie sich denn ein Liebes-Comeback vorstellen?

Das steht gerade gar nicht zur Debatte, und ich würde das auch für die Zukunft eigentlich ausschließen. Aber ich bin kein Typ, der – nur weil man getrennt ist – einen Menschen, der einem so lange so viel bedeutet hat, aus seinem Leben ausschließt. Ich mag sie ja immer noch sehr gerne und wir hatten viele tolle Erlebnisse und Gespräche zusammen.

Mittlerweile sieht man Sie oft in Gesellschaft von Bankkauffrau Sonja Brugger. Ist sie Ihre neue Freundin?

Ich denke, man sieht mich aktuell in der Gesellschaft von diversen Frauen. Aber ja, tatsächlich auch gerne mit Sonja. Wir kennen uns bereits ein Jahr und sind eng befreundet. Sie ist ein herzensguter Mensch und wir genießen unsere gemeinsame Zeit. Sie wohnt in Süddeutschland, ich im Norden, und immer wenn wir in der Gegend des anderen sind, treffen wir uns. Dennoch sind wir beide weiterhin Single.

Sie resümieren in Ihrem Buch, dass Sie überhaupt zum ersten Mal im Leben Single sind …

Ja, das stimmt. Und ich glaube, das ist auch ein gutes Konzept. Ich sehe aktuell die Vorteile. Ich finde es toll, jetzt nochmal so einen völlig anderen Lebensabschnitt erfahren zu dürfen, in dem man auf niemanden Rücksicht nehmen muss. Und man sich völlig unabhängig überlegen kann, was man mit seinem Leben noch anfangen will.

Aktuell wird ja viel über Flirt-Apps gedatet. Ist das, wenn man so berühmt ist wie Sie, eine Option?

Also ich glaube, auf Tinder sollte ich mich nicht anmelden. Ich bin so privilegiert, und so viele Leute haben das mit der Trennung von Nathalie mitbekommen, dass ich kaum hinterherkomme, mit den Damen, die ohnehin schon an mir interessiert sind, zu kommunizieren.

Ist es nicht schwierig, zu unterscheiden, wer wirklich an Ihnen interessiert ist, und wem es ums Geld geht?

Irgendwann bekommt man einen guten Blick dafür. Als junger Mann war ich da noch unsicherer, weil ich nie genau wusste, was die Motivation der jeweiligen Frau war. Heute erkenne ich das intuitiv.

Und mit wem feiern Sie dieses Jahr Weihnachten?

Traditionell am 1. Weihnachtstag habe ich hier zuhause in Hamburg alle meine Kinder um mich herum. Meine jüngste Tochter schmückt dann immer hingebungsvoll den Tannenbaum und irgendwann läute ich mit der Klingel und dann wird natürlich schön zusammen gegessen. Das ist auch der Tag, auf den ich mich am meisten freue …

SARAH SEITERS