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„Ich war unausgeglichen und neidisch!“


SUPERillu - epaper ⋅ Ausgabe 26/2019 vom 20.06.2019

Früher wollte sie sich stets optimieren, heute ist Gerit Kling glücklicher denn je: In der ARD-Serie „Rote Rosen“ ist sie fast täglich im TV zu sehen. Und privat genießt die Schauspielerin mit ihrem Mann Wolfram Becker das Leben


Artikelbild für den Artikel "„Ich war unausgeglichen und neidisch!“" aus der Ausgabe 26/2019 von SUPERillu. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: SUPERillu, Ausgabe 26/2019

Mit dem Unternehmer Wolfram Becker ist die Schauspielerin seit 2016 verheiratet


Gerit (l.) mit ihrer jüngeren Schwester Anja. Die beiden schreiben gerade ein Buch über ihr Zusammenleben


Gerit Kling spielt derzeit in der ARD-Telenovela „Rote Rosen“ (Mo.–Fr., 14.10 Uhr), bald dreht sie wieder für das ZDF


An den Wochenenden lernt Gerit Kling, 54, Text. An den Abenden auch, genauso wie ...

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... während Zugfahrten. „Eigentlich zu jeder Gelegenheit“, erzählt die Schauspielerin, die seit Oktober in Lüneburg für die ARD-Serie „Rote Rosen“ dreht. Noch bis zum 9. August steht sie als Hilli Pollmann vor der Kamera, dann geht es für die Potsdamerin nach Hamburg, ans Set von „Notruf Hafenkante“ (ZDF). Und ab Herbst inszeniert und spielt sie ein Theaterstück, mit dem sie tourt. Langweilig wird’s bei Gerit Kling nicht …

Frau Kling, bisher hat jede Hauptdarstellerin sich erst an das enorme Textpensum bei „Rote Rosen“ gewöhnen müssen. Wie schwer war das für Sie?


„Seitdem ich 50 bin, gehe ich geiziger mit meiner Zeit um!“


Das Textlernen ist tatsächlich eine Herausforderung und anstrengend. Aber ich bin sehr effektiv, habe immer Vorlauf und kann das gut bewältigen. Ich bin sehr fleißig und stets gut vorbereitet.

Sie sind jetzt wochentags Strohwitwe in Lüneburg. Waren Sie schon mal so lange von Ihrem Mann getrennt?

Nein, aber ich rechne immer von Montag bis Freitag. Andere Leute gehen auch wochentags arbeiten. Ich versuche so gut es geht, Zeit mit meinem Mann zu verbringen. In der Woche bin ich extrem gut beschäftigt, sodass sie wie im Flug vergeht

Sowohl Ihre Schwester Anja als auch Sie waren lange liiert, Sie waren verheiratet. Sie beide haben sich getrennt und neue Partner. Wie viele große Lieben gibt’s im Leben?

Das weiß ich nicht. Ich hatte nicht vor, nochmal neu zu heiraten. Das war nicht mein Lebensmodell. Ich bin aber sehr froh, dass ich noch mal so einen lieben und tollen Partner gefunden und ein so schönes Zuhause habe. Ich wollte nicht allein bleiben. Es war ein Wink des Schicksals, dass wir uns gefunden haben.

Sie sind aus dem Familienhaus, in dem Sie mit Ihrer Schwester lebten, ausgezogen. Wie nah sind Sie sich noch?

Immer noch sehr nah. Es sind nur zehn Kilometer zwischen uns.
Unser Umzug hat der Familie sehr gutgetan. Wir haben auf engem Raum zusammengelebt, auf einem Grundstück mit meinen Eltern, in einem Haus mit meiner Schwester. 18 Jahre lang war das wunderschön, aber jetzt sind unsere Kinder fast alle aus den ‚Puschen‘. Und ich finde es schön, dass wir uns besuchen können und nicht jeden Tag übereinander ‚stolpern‘. Wir genießen das beide sehr.

Was haben Sie von Ihrem Mann gelernt?

Wir lernen voneinander und das jeden Tag. Das Leben zusammenzuschmeißen, ist ab einem gewissen Alter nicht mehr ganz einfach. Bei uns lief es problemlos, weil wir uns sehr lieben und uns gut verstehen. Wir genießen unsere Zweisamkeit, die Jahre, die wir miteinander haben. Ich merke aber, dass ich, seitdem ich 50 bin, geiziger mit meiner Zeit umgehe. Ich habe lange überlegt, ob ich die Rolle annehme, weil sie so viel Raum in meinem Leben einnimmt. Früher dachte ich, dass man ewig Zeit im Leben hat …

Sie sagten kürzlich, dass Sie heute glücklicher seien als vor zehn Jahren …

Früher war ich oft unausgeglichen, habe andere und mehr Filme drehen wollen. Und war vielleicht auch mal neidisch auf andere, wenn die eine tolle Rolle hatten, die ich nicht bekommen habe. Ich war unzufrieden, habe an mir, meinem Können, meinem Aussehen, eigentlich an allem gezweifelt. Wollte mich immer optimieren. Den Drang habe ich nicht mehr. Ich fühle und finde mich in allem besser, habe eine innere Schönheit, bin von innen heraus gewachsen. Dafür habe ich zwar lange gebraucht, aber ich fühle mich richtig wohl! Mein Leben ist glücklicher, ich bin angekommen, habe meinen Lebensmittelpunkt neu definiert, fühle mich gelöster, bin mit mir und meinem Beruf im Reinen.


FOTOS: ARD/Thorsten Jander, DAVIDS/Sven Darmer, ddp images