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Ich will spielen


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Partner Hund - epaper ⋅ Ausgabe 11/2021 vom 06.10.2021

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Bildquelle: Partner Hund, Ausgabe 11/2021

Christina Sondermann

ist vielen Hundebesitzern durch ihr Internetprojekt www.SPASS-MIT- HUND.de, als Buchautorin (u. a. „Das große Spielebuch für Hunde“, inzwischen übersetzt in sieben Sprachen) und als Spiele-Expertin aus dem Fernsehen (WDR Tiere suchen ein Zuhause, VOX hundkatzemaus) bekannt. Ihre Schwerpunkte: einfach umsetzbare, alltagstaugliche Beschäftigungsideen – ein fröhliches und glückliches Miteinander von Hund und Mensch – und aktuelles Hundewissen.

Vom goldenen Oktober bis zum November-Blues mit Schmuddelwetter: Im Herbst ist alles drin! Egal wie das Wetter wird: Mit unseren Spielen wird es für Sie und Ihren Hund bunt – drinnen wie draußen.

Raus in die Sonne!

Lassen Sie Ihren herbstlichen Schönwetterspaziergang zum (noch größeren) Erlebnis werden!

Waldhundespiele

Wenn das Laub unter den Füßen raschelt und die bunten Blätter in der Herbstsonne um die Wette leuchten – dann müssen Sie ...

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... einfach in den Wald! Sie genießen das Spiel der Farben – und Ihr Hund wird einmal mehr erfahren, dass sich nirgendwo sonst Hunde- Hobbys wie Schnüffeln, Klettern oder Buddeln besser miteinander kombinieren lassen. Die Waldhundespiele sind eröffnet!

Kunterbunte Schnüffelkiste: Streuen Sie einige Futterbröckchen im tiefen Laub aus oder versenken Sie darin das Lieblingsspielzeug Ihres Hundes. Dann rufen Sie Ihren Hund herbei und laden ihn zu einer Partie Schnüffel-Buddeln ein. Was das außer viel Spaß noch bringt: Schnüffeln macht ausgeglichen, das Stapfen durch das tiefe Laub ist allerbeste Gymnastik, und Ihr Hund wird sich Ihre superattraktive Belohnung für sein Herbeikommen bestimmt merken.

Meister der Körperbeherrschung: Auf rutsch- und rollfesten einzelnen dicken Baumstämmen (ganze Holzstapel sind natürlich zum Klettern tabu!) können Sie Ihren Hund meist gefahrlos balancieren lassen. Wenn Sie eine Spur von Leckerbissen darüberlegen oder Ihren Hund mit niedriger Hand führen, kann er immer gut sehen, wo er hintritt. Probieren Sie auch folgende Variationen aus:

● Legen Sie eine Futterspur im Zickzack unter Einbeziehung des Baumstamms so aus, dass Ihr Hund bei der Suche ordentlich klettern und immer wieder zu beiden Seiten hoch und runter muss.

● Probieren Sie, ob Ihr Hund auf dem Stamm anhalten oder Sitz machen kann oder sogar wenden kann. Gar nicht so einfach!

● Balancieren Sie mit: Gehen Sie Ihrem Hund voraus und laden Sie ihn vom Baumstamm aus ein, ebenfalls aufzusteigen. Machen Sie gemeinsam die Erfahrung, dass ungewohnte Bewegungsabläufe nicht nur gut für die Fitness, sondern auch bestes Gehirnjogging sind!

Hoch hinaus! Auf in die dritte Dimension! Sorgen Sie dafür, dass sich Ihr Hund bei der Suche nach Futter oder Spielzeug ordentlich recken und strecken muss. Lassen Sie beispielsweise knorrige Wurzeln zu Verstecken werden oder die zerklüftete Baumrinde alter Bäume, etwas über Hundekopfhöhe. Oder Sie spießen Futterstückchen an die Zweige eines (dornenlosen) Strauches.

Baumstumpf-Hopping: Animieren Sie Ihren Hund, auf Baumstümpfe zu klettern, und belohnen Sie ihn dafür. Fragen Sie ihn, ob er darauf auch sitzen, liegen, sich darauf drehen oder Ihnen die rechte und die linke Pfote geben kann. Seien Sie aber nicht enttäuscht, wenn es nicht direkt klappt, denn aus Sicht Ihres Hundes ist das „Sitz“ oder „Pfotegeben“ auf dem Baumstumpf etwas ganz anders als auf dem Boden. Übrigens: Gut möglich, dass Ihr Hund allmählich beginnt, unterwegs nach Baumstümpfen Ausschau zu halten. Wenn Sie Lust haben, führen Sie doch ein Signal (zum Beispiel „Wurzel“) für das Baumstumpf-Hopping ein und probieren Sie, ob Sie mit etwas Übung Ihren Hund auch aus größerer Entfernung raufschicken können.

Geocaching

Der Mensch sucht einen Schatz – und der Hund sucht mit! Und beide verlassen dabei die eingetretenen Pfade und entdecken neue Orte. Das sogenannte „Geocaching“ ist ein geniales geteiltes Hobby für Zwei- und Vierbeiner aller Altersgruppen. In der Stadt genauso wie in der freien Natur. Gutes Herbstwetter mit gemäßigten Temperaturen ist ideal!

● Geocaching ist so etwas wie eine digitale Schnitzeljagd. Der sogenannte „Cache“, der Schatz, ist üblicherweise eine Kunststoffbox (zum Beispiel Frischhaltedose), befüllt mit einem Logbuch und meist auch verschiedenen kleinen Tauschgegenständen. Der Verstecker stellt die Koordinaten in eine der bestehenden Online- Datenbanken ein. Andere Geocacher – Sie zum Beispiel – navigieren dann per Smartphone-App zu dem Schatz. Caches finden sich inzwischen in allen Teilen der Welt – garantiert auch in Ihrem Spaziergehgebiet! Schauen Sie beispielsweise nach unter www.geocaching.com. Dort finden Sie eine umfangreiche Datenbank und eine zugehörige Smartphone-App.

● Aus Hundesicht ist bereits das Navigieren zu den Koordinaten des Verstecks viel interessanter als ein normaler Spaziergang: Auf den meist neuen Wegen gibt es viel zu schnüffeln! Richtig spannend wird es noch mal, wenn die Ziel-Koordinaten erreicht sind. Denn dann müssen Sie so lange im unmittelbaren Umfeld suchen, bis der Schatz entdeckt ist. Die meisten Hunde verstehen die suchenden Blicke und Bewegungen des Menschen sofort richtig – und suchen begeistert mit. Viele Geocacher berichten, dass ihre Hunde ganz schnell gelernt haben, nach den Schatzdosen Ausschau zu halten. Sie können Ihrem Hund das Mitmachen erleichtern, indem Sie zu Beginn übertrieben deutlich suchen. Leiten Sie Ihre Suche mit einem bestimmten Ritual ein (z. B. „Wo ist der Cache?“). Wenn Sie den Cache vor Ihrem Hund gefunden haben: Rufen Sie ihn herbei, freuen Sie sich demonstrativ über den Fund und feiern Sie ihn mit einer kleinen Futterbelohnung für Ihren Hund.

Herbstsonnen-Genusspicknick

Egal, wo Sie unterwegs sind: Ein schönes Plätzchen für ein Picknick in der angenehm wärmenden Herbstsonne werden Sie überall finden. Was das mit

Mit Hund im Wald – was ist erlaubt?

In Deutschland regelt das Bundeswaldgesetz, dass Wald zu Erholungszwecken betreten werden darf. Das gilt auch für die Flächen abseits der Wege. Ob Sie Ihren Hund dabei ableinen dürfen, verrät Ihnen ein Blick in das Wald- bzw. Forstgesetz Ihres Bundeslandes. Einschränkungen können sich auch in ausgewiesenen Schutzgebieten ergeben. Generell gilt: Frei laufende Hunde müssen abrufbar sein und dürfen natürlich nicht wildern – und Rücksicht auf die Tierwelt und andere Erholungssuchende ist zu nehmen. Im Zweifelsfall lassen Sie Ihren Hund im Wald an der Leine. Dem Vergnügen tut das keinen Abbruch. „Spielen“ zu tun hat? Nun, Beschäftigung muss nicht gleich Action sein! Denn während Sie nach Herzenslust entspannen, kann Ihr Vierbeiner ein Hundelieblingshobby ausüben:

● Nehmen Sie einen Rucksack mit. Darin verstauen Sie: eine Decke für sich und Ihren Hund, am besten für Sie beide etwas zu trinken und für Ihren Hund einen Kau-Artikel oder ein Kauspielzeug, mit dem er mindestens 20- 30 Minuten beschäftigt ist. Vielleicht mögen Sie auch für sich einen kleinen Snack mitnehmen?

● Wenn Sie dann auf dem Spaziergang einen besonders schönen, sonnigen und ungestörten Ort entdecken, breiten Sie dort Ihre Decke aus, lassen sich gemeinsam mit Ihrem Hund darauf nieder, servieren die mitgebrachten Snacks für Hund und Mensch und lassen es sich gutgehen.

Positiver Nebeneffekt für Ihren Hund: Ausdauerndes Kauen ist für ihn nicht nur ein Genuss, sondern eine vollwertige Beschäftigung mit gleichermaßen hohem Auslastungs- wie Entspannungseffekt. Wenn Ihr Hund auf diese angenehme Weise beim Picknick Ruhe „übt“, dann hilft ihm das auch, draußen insgesamt entspannter zu sein. Davon profitieren besonders „unruhige Geister“!

… und rein ins Vergnügen!

Machen Sie das Beste aus den grauen Tagen. Wenn es draußen regnet und stürmt, ist bei Ihnen und Ihrem Hund drinnen richtig was los! Abenteuer, Gymnastik, Gehirnjogging: Das Zubehör dazu haben Sie bereits zu Hause!

Indoor-Abenteuer-Schnüffel- Landschaft

Wenn Sie gelegentlich Ihr Wohnzimmer in eine Abenteuer-Schnüffel-Landschaft verwandeln, wird Ihr Hund Schlechtwettertage bald lieben!

● Dafür bringen Sie zunächst ein bisschen kreative Unordnung in den Raum (die dazu führt, dass Sie besonders viele Verstecke zur Verfügung haben): Ziehen Sie die Stühle weg vom Tisch, oder legen Sie sie sogar hin. Verschieben Sie Hundekörbchen, -liegekissen und -decken so, dass sie Engstellen „blockieren“ und beim Passieren überklettert werden müssen. Zum gleichen Zwecke können Sie Besen, Schrubber und Wischmopp dazuholen und quer legen. Wenn Sie darüber hinaus noch ein paar Wolldecken, Kartons und Eimer bereithalten, ist das ideal.

● Dann beginnt das große Verstecken. Nehmen Sie eine Handvoll Futterbröckchen und verstecken Sie sie so, dass Ihr Hund sich bei der Suche möglichst viel bewegen muss: sich strecken und recken, sich biegen und winden, klettern, kriechen oder buddeln, zum Beispiel. Gute Verstecke sind unter den Stühlen oder auf deren Sitzflächen, unter dem Sofa (sodass Ihr Hunde gerade noch drankommt), auf dem Sofa (und dort auf Lehnen und unter Kissen), in den Hundeliegeplätzen (am besten schön versteckt in und unter Decken und Kissen), zwischen ausgelegten Besen und liegenden Stühlen, in zusammengelegten Wolldecken (die Sie als Buddelhaufen auf den Boden legen, unter das Sofa schieben oder locker auf die Sofa-lehne oder auf die Sitzfläche eines Stuhls legen), auf oder etwas über Hundenasenhöhe in Regalen, in Pantoffeln, Eimern oder Kartons …

● Und dann kommt Ihr Hund! Die Futtersuche ist normalerweise selbsterklärend: Ihr Hund riecht die Leckereien und legt los. Wer sich allerdings schwertut, fängt zunächst einfacher an: Für mindestens eine Suche werden die Futterbröckchen breitflächig ausgestreut statt ausgeklügelt versteckt! Ziel ist es, dass der Vierbeiner ausdauernd sucht und nicht ständig erneut dazu ermuntert werden muss.

Dog-Chairing

Vom Sitzmöbel zum Fitnessgerät : Diese Übungen mit Stuhl eignen sich wunderbar auch für eine bewegte Pause im Home-Office mit Hund!

● Stellen Sie sich einen Stuhl mitten in den Raum, sodass zu allen Seiten genügend Platz ist. Rüsten Sie sich mit ausreichend Futterbelohnungen aus, am besten praktisch verstaut in einer Leckerchentasche, die Sie sich umschnallen oder an den Hosenbund clipsen. Holen Sie Ihren Hund herbei und setzen Sie sich auf den Stuhl.

● Jetzt kann’s losgehen. Ihre Aufgabe: Aus dem Sitzen heraus und ohne aufzustehen bringen Sie Ihren Hund dazu, sich in alle erdenklichen Positionen zu begeben, zum Beispiel

● rechts- oder linksherum um den Stuhl zu gehen, um jedes der vier Stuhlbeine zu kreisen, rechts- und linksherum, unter dem Stuhl durchzugehen oder durchzukrabbeln, und zwar von vorne nach hinten, von hinten nach vorne, von links nach rechts, von rechts nach links,

● sich punktgenau unter den Stuhl zu legen oder zu setzen,

● eine Drehung um die eigene Achse (nach rechts oder links) vor Ihnen, neben Ihnen oder hinten Ihnen zu absolvieren,

● die Vorderpfoten auf Ihre Oberschenkel zu legen,

● während Sie auf der Sitzfläche ganz nach vorne rücken: sich durch den „Tunnel“ zwischen Ihren Beinen und den Stuhlbeinen zu bewegen,

● durch Geben eigentlich bekannter Signale (zum Beispiel „Sitz“ oder „Platz“) aus dieser ungewohnten Position heraus – wahlweise nur als Sichtzeichen oder nur als Hörzeichen. Schaffen Sie es, dass Ihr Hund sich vor, rechts neben, links neben oder hinter Sie setzt oder legt?

Spaß an der Leine! Wenn die lange Leine mal nicht für ausgedehnte Spaziergänge genutzt wird, dann könnte sie einen ganz anderen Spaß einleiten. An ihr werden kleine Herausforderungen und Überraschungen aufgehängt!

● Sie brauchen: zwei standfeste Halterungen für Ihre Leine. Das können sein: zwei Personen, zwei Regale, zwei Stühle (aufpassen, dass sie nicht umkippen können) oder auch (für eine kürzere Leinen-Variante) Ihre eigenen beiden Hände. Dazwischen wird Ihre Leine gespannt, in etwa auf Hundenasenhöhe.

● Und jetzt überlegen Sie, was Sie an der Leine alles aufhängen können: nämlich Dinge, in oder an denen Sie Futter oder mit Futter bestückte Packpapierpäckchen deponieren können. Auf unseren Bildern sehen Sie: eine kleine Kiste mit Öffnungen an den Seiten, eine durchlöcherte Pylone, einen kleinen Messbecher, eine Klopapier-Papprolle, einen Gitterball, einen Eimer …

● Sobald Sie das Futter in den Objekten versteckt haben (eingewickelt oder „pur“), darf Ihr Hund ran. Wenn er Startschwierigkeiten hat: Lockern Sie ggf. die Leine, damit die Gegenstände etwas tiefer hängen. Machen Sie Packpapierpäckchen leichter zugänglich, indem Sie das Papier etwas auseinanderziehen.

CHRISTINA SONDERMANN