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IFA 2022: Freude über den Restart durch Abwanderungsgelüste der gfu getrübt


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KüchenNews - epaper ⋅ Ausgabe 7/2022 vom 29.04.2022

In einem Artikel, der am 25. April in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschien, wird Volker Klodwig (BSH), Aufsichtsratsvorsitzender der gfu, mit den Worten zitiert: „Mir war klar: Nach dem Motto, wir machen einmal im September in Berlin das Licht an, das reicht nicht mehr aus.“ Denn heute sei es so, sagte Klodwig im Gespräch mit der FAZ, dass eine physische Veranstaltung mit einer digitalen Verlängerung verbunden werde. Es gelte, 365 Tage im Jahr eine Plattform zu nutzen, also Handel und Konsumenten digital ganzjährig und global zu erreichen. „Als Branchenhöhepunkt kommt dann die physische Messe“, wird Klodwig von der FAZ weiter zitiert.

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Bildquelle: KüchenNews, Ausgabe 7/2022

Volker Klodwig: Exorbitante Forderungen der Messe Berlin haben die Verhandlungen gelähmt

Dieses neue Konzept soll ab 2023 nicht mehr die gfu allein und auch nicht die Messe Berlin umsetzen. Denn die gfu hat für die IFA ein neues Konsortium gegründet. Teil davon sind ...

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... die gfu selbst, die Clarion Events aus London und die Beteiligungsgesellschaft Aquila aus Berlin, die dem Unternehmer und früheren Berliner Industrie-und Handelskammer-Präsidenten Werner Gegenbauer gehört. Doch es kommt noch spannender, zumal der ehemalige Berliner Messemanager und IFA­verantwortliche Christian Göke Bestandteil des neuen Konstruktes ist. Über die Abläufe berichtete zuerst der „Checkpoint“­Newsletter des „Tagesspiegel“. „Bei Aquila sitzt nun auch der langjährige Chef der Messe Berlin, Christian Göke, mit am Tisch. Göke war 20 Jahre für das Landesunternehmen tätig und zwischen 2013 und 2020 auch dessen CEO. Nach seinem Ausscheiden hatte er bei Gegenbauers Familienholding Vesica angeheuert, kümmert sich als Generalbevollmächtigter um das Beteiligungsmanagement und ist nach eigenen Angaben auch selbst als Investor tätig. Aus dem Aufsichtsrat der Messe heißt es nun auch, Göke habe mit seinen Kontakten dafür gesorgt, dass sich die gfu anders orientiere, und wirtschafte nun in die eigene Tasche“, berichtete schon am 2. März die Berliner Morgenpost, die ebenfalls wusste, dass der Fall IFA/ Christian Göke es in den Wirtschaftsausschuss des Abgeordnetenhauses geschafft hatte. Mittlerweile werde Gökes Tätigkeit für die Messe von einem Wirtschaftsprüfer durchleuchtet.

Für die Messe Berlin bedeutet dies eine Entmachtung in Sachen IFA und gleichzeitig einen enormen finanziellen Verlust, da sie dann nur noch Vermieter und nicht mehr Veranstalter der Messe ist. Dem Bericht der FAZ zufolge soll die Messegesellschaft „exorbitante zusätzliche Forderungen formuliert“ haben. „Dies hat die Verhandlungen gelähmt“, wird Klodwig zitiert. Obschon es ein Grundsatzpapier zwischen Messe Berlin und gfu gebe, habe man noch keinen neuen IFA­Vertrag abgeschlossen. Wie verhärtet die Fronten zwischen gfu und Berlin sind, wurde am Mittwoch auf der Pressekonferenz zur IFA 2022 deutlich. Zudem gab es am 26. April eine Beratung der im ZVEI vertretenen Gerätehersteller über die Zukunft der IFA.

In einer separaten Frage-und Antwortrunde stellten sich IFA Executive Vice President Jens Heithecker und IFA Director Dirk Koslowski den Fragen der Presse. Die Antworten fielen eher spärlich aus. Jens Heithecker zu der Frage, ob es etwas Neues zu der Partnerschaft mit dem Messemitveranstalter gfu über 2023 hinaus gebe: „In der Tat besteht eine enge Partnerschaft zwischen der gfu und der Messe Berlin seit vielen Jahren auf Basis eines Vertrages. Wir haben versucht, die Messe nach zwei Jahren Pause weiterzuentwickeln. Es gibt Veränderungen bei der IFA und es laufen intensive Vertragsgespräche über die Fortführung, Strategie und Positionierung. Wir arbeiten hier intensiv zusammen.“ Zu den Gerüchten über Abwerbungsversuche von Jens Heithecker durch das neue Konsortium gfu, den Veranstaltungsriesen Clarion Events und die Berliner Beteiligungsgesellschaft Aquila und ob dies auch ihn betreffe, bemerkte Jens Heithecker. „Wir sprechen nicht über Arbeitsverträge, so halten wir es schon immer. Ich arbeite mit Volldampf an der IFA 2022.“

Die IFA 2022 will an den Erfolg im Jahr 2019 anknüpfen, die Messe Berlin gibt sich diesbezüglich optimistisch. Ob und wie ihr das gelingt, wird sich zeigen. Auf konkrete Namen der (Hausgeräte)Aussteller und der bislang gebuchten Ausstellungsfläche wird man sich wohl bis Mitte Juli 2022 gedulden müssen, wenn das traditionelle IFA Innovations Media Briefing stattfindet. Und das Format gfu insights & trends? „Für die gfu können wir nicht sprechen, gehen aber von einer guten Zusammenarbeit aus. Wir sind auf dem Weg.“

Auch wie viele Besucher diesmal erwartet werden, bleibt bis zum Messeschluss ein Geheimnis. „Gezählt wird am Schluss“, so Jens Heithecker. „Sicher nicht so viele wie in den Zeiten vor Corona.“ Es gebe zwar keine Restriktionen mehr für Fachbesucher aus dem Ausland, aber die Quarantänevorschriften wie z. B. in China machten es schwierig.

Der ZVEI steht ebenfalls zur IFA, dazu Werner Scholz, Geschäftsführer der Fachverbände Elektro-Haushalt-Großgeräte, -Kleingeräte und -Hauswärmetechnik im Zentralverband Elektrotechnik-und Elektronikindustrie (ZVEI) e.V.: „Die IFA ist und bleibt die Leitmesse der Hausgerätebranche. Alle bisherigen Veranstaltungen waren sehr erfolgreich. Wir freuen uns sehr auf die Messe Anfang September in Berlin. Die laufenden Gespräche zwischen den Akteuren kommentieren wir nicht.“