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IFH: Mit Vollgas ins Messejahr


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sanitär + heizung news - epaper ⋅ Ausgabe 8/2022 vom 06.05.2022

„Wenn man den Blick auf die aktuellen gesellschaftlichen Umbrüche richtet, wird klar, dass ein Umdenken stattfinden muss. Ein Weiter-so wie bisher ist für uns alle nicht mehr möglich. Darum haben auch wir unsere Ziele für die IFH/Intherm neu definiert. Direkte Gespräche auf Augenhöhe sind jetzt besonders wichtig, um gemeinsam neue Lösungsansätze zu finden und die Umsetzungsmöglichkeiten auszuloten“, sagt Dieter Dohr, Geschäftsführer der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, der Veranstalterorganisation der IFH/

Intherm. „Mit der Messe bieten wir das qualitative Netzwerk für die SHK-Branche in Präsenz, das mittlerweile weit in die virtuelle Welt hineinreicht und den Radius über das Messegelände in Nürnberg hinaus erweitert.“ Insgesamt sind an den vier Messetagen rund 39.000 SHK-Branchenakteure (Gesamteintritte von Besuchern, Ausstellern, Medienvertretern) persönlich zusammengekommen. 341 ...

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Sandra Hunke ? Model, Influencerin und Installateurin ? war auf der IFH ein beliebtes Fotomodell, hier am Stand von Grünbeck
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... Aussteller haben die IFH/Intherm als Gelegenheit wahrgenommen, um ihre neuen Lösungen vorzustellen, Reaktionen einzufangen und Feedback zu bekommen. Vor vier Jahren waren es noch 611 Aussteller.

Es folgt ein Messerundgang, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

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Die Formel 1-Simulation am Stand des italienischen Herstellers von Kugelhähnen und Fittings Bonomi war besonders beim SHK-Nachwuchs beliebt.

Creativ-Bad

Während der Corona-Pandemie ist Creativ-Bad „auf der Welle positiv mitgeschwommen“, wie der geschäftsführende Gesellschafter Dr. Marcus Diedrich es formuliert. Der Badmöbel-Hersteller aus dem sauerländischen Hallenberg hat sich klar positioniert. „Wir vermarkten uns als Manufaktur“, so Diedrich. So gehört das Unternehmen dem Verband Deutsche Manufakturen e.V. an – als einziges aus der SHK-Branche. Zwar hat auch Creativ-Bad einige Serien. Doch über 70 Prozent der Produkte werden auf Kundenwunsch individuell aus der Serie heraus gefertigt. Natürlich ist auch Creativ-Bad von den aktuellen Problemen der Wirtschaft betroffen. Um die hohen Energiepreise auszugleichen, gehen die Sauerländer einen eigenen Weg. „Wir erheben 30 Euro Energiekostenzuschuss pro Lieferung“, erläutert Diedrich das Konzept. Lieferprobleme hingegen hat der Badmöbel-Hersteller nicht. Die Versorgung mit Spanplatten, die in so manch anderer Branche ein Problem ist, habe man sichergestellt, betont der Geschäftsführer. Die Folgen des Krieges in der Ukraine hat Creativ-Bad hautnah erfahren. „Unser Spediteur hat uns mitgeteilt, dass acht seiner Fahrer von einem Tag auf den anderen gekündigt haben, um in der Ukraine für ihr Heimatland zu kämpfen“, erzählt Diedrich. Lieferfähig ist Creativ-Bad aber dennoch weiter. Und geschäftliche Verbindungen nach Russland und in die Ukraine gibt es nicht. „Wir haben schon vor Jahren entschieden, uns klar auf Deutschland und Österreich zu konzentrieren“, erläutert Dr. Marcus Diedrich. Zur Messe in Nürnberg präsen- tiert der Badmöbler ein neues Design sowie mehr barrierefreie Produkte.

Geberit

„Überraschend voll“ war es bei Geberit schon am Vormittag des ersten Messetages. Die Handwerker drängten sich am Stand des Vollsortimenters. Als Neuheit zeigte die deutsche Vertriebsgesellschaft des Schweizer Konzerns unter anderem Spiegelschränke mit verschiedenen Lichtmodi. Sie gehören ebenso wie neue Badmöbel zur Erweiterung der Badserie „Geberit ONE“. Michael Schröder, Leiter Produktmanagement Badezimmersysteme der Geberit Vertriebs GmbH, führte einen Spiegelschrank in einem dunklen Raum auf dem Messestand vor. „Gesteuert werden kann das Licht über die App, am Gerät oder über eine Tastatur an der Wand“, erläutert er. Mit zusätzlichen Deckenspots könne zudem ein Lichtkonzept für das ganze Bad entwickelt werden, ergänzt er. Ein zentrales Thema ist natürlich auch bei Geberit die Digitalisierung. Dabei stehen Services für den Handwerker im Fokus, wie Projektmanager Software Johannes Schuler betont. „Auf der neuen Website haben wir die vielen Helferlein gebündelt, sodass sich Handwerker und Planer nicht auf der Homepage verlieren“, erklärt er. Dort gebe es etwa Bemusterungsvorschläge, bei denen die Kompatibilität immer gegeben ist. Zum 1. Juli dieses Jahres ergänzt Geberit mit dem neuen Geberit Hygienespülmodul Intervall für den Unterputz-Spülkasten das bisherige Sortiment der Hygienespülungen für einen regelmäßigen Wasseraustausch. Seit April 2022 bietet das Sanitär-Un- ternehmen neue Ablaufgarnituren mit Fertigbausets für Badewannen an. Sie sollen dank vereinheitlichter Komponenten die Sicherheit bei der Montage erhöhen.

Badea

Gleich zwei neue Kollektionen – nämlich die aus 2021 und 2022 – hatte Badea aus Löhne in Ostwestfalen mit nach Nürnberg gebracht. Diese konnten nach der langen Messepause erstmals einem größeren Publikum gezeigt werden. „Bei den Entwicklungen haben wir ganz stark auf das Handwerk gehört“, berichtet Verkaufsleiter Jens Terbeck. Alle Platten bei den Badmöbeln gibt es jetzt in 38 und 25 Millimeter Stärke, weil der Trend zu dünneren Sichtseiten gehe. Auch barrierearm ist für Badea selbstverständlich ein Thema. „Das Geschäft läuft gut“, sagt Terbeck. „Wir haben eine super Mannschaft.“ Mit den Zulieferern habe es keine Probleme gegeben. Dabei profitiere Badea auch von der Kooperation mit dem Schwesterunternehmen Bauformat Küchen, das ebenfalls zur baumann group gehört. „Wir waren immer lieferfähig“, versichert Terbeck. Nur einmal habe es etwas längere Lieferzeiten gegeben, was aber am Auftragsaufkommen gelegen habe. Ganz neu im Programm des Badmöbel-Herstellers sind jetzt auch Armaturen. Zehn verschiedene Modelle bietet Badea an. „Der Installateur möchte es stressfrei haben“, begründet Jens Terbeck das Zusatzangebot. Badea-Möbel haben das deutsche Umweltzeichen „Blauer Engel“. Dafür setzen die Ostwestfalen ausschließlich auf Holzwerkstoffe aus nachhaltiger Forstwirtschaft und auf emissionsarme Lacke. Die Mehrheit der Lieferanten kommt aus der Region und wirtschaftet nach vergleichbaren Umweltstandards , betont Badea.

Brötje

Ein neues Gesicht gab es am Stand von Brötje. Janosch Gebauer ist seit dem 1. April PR-Manager des Unternehmens aus Rastede. Gebauer kam aus der Veranstaltungsbranche zur Heiztechnik. Dort ersetzt er Melanie de Filippi, die Brötje vor zwei Jahren verließ. Als Neuheit zeigte Brötje ein Update seines Bestsellers BLW NEO B. Die Neuauflage der bodenstehenden Luft-/Wasser-Wärmepumpen lässt sich komfortabler installieren denn je, so Brötje. Mit dem neuen Heizsystem BZS 24/700 setzt Brötje auf die Brennstoffzellen-Technik. Sie verringert nach Angaben des Unternehmens den hauseigenen CO2 -Ausstoß um bis zu 50 Prozent. „Die smarte Hybridanlage verwandelt Erdgas in Raumwärme und liefert auf emissionsarme Weise Elektrizität“, betonen die Norddeutschen.

Grünbeck

„Menschen persönlich zu treffen, ist wichtig. Und Produkte wieder anzufassen, ist ebenso wichtig“, freut sich Matthias Wunn, Leiter Marketing und Kommunikation bei Grünbeck in Höchstädt, dass endlich wieder eine Regionalmesse stattfindet. Nicht zuletzt gelte das auch für die jungen Menschen, die am „Azubi-Tag“ in die Nürnberger Messehallen geströmt sind. „Wir sind lieferfähig“, betont Wunn. Das eine oder andere Bauteil sei zwar schwer zu beziehen, meint er, aber der Spezialist für Wasseraufbereitung habe keine Probleme mit den Lieferanten. „Wir sind froh, dass es gut läuft“, so der Marketingleiter. Das Geschäft in Russland hat Grünbeck eingestellt. Aber dies sei nur von geringem Umfang gewesen. Neben dem klassischen Portfolio zeigte Grünbeck auch Systemanlagen für den Schwimmbadbereich. Mit der neuen Mess-und Regelanlage spaliQ Professional vereinfacht der Wasseraufbereitungsspezialist Grünbeck den hygienischen Betrieb jedes privaten Schwimmbads und Whirlpools noch weiter. Die Anlage regelt automatisch die optimale Zugabe der Pflegeprodukte und lässt sich via Smartphone oder Tablet bedienen. Zudem weitet Grünbeck die Einsatzmöglichkeiten der chemikalienfreien Eliminierung von Krankheitserregern im Wasser per UV-Licht erneut aus. Auch das Thema Heizungsschutz werde immer wichtiger, betont Matthias Wunn. Nicht zuletzt hat Grünbeck die Digitalisierung weiter vorangetrieben.

Burgbad

Keine neue Kollektion aus dem Jahr 2022 gab es bei Burgbad, Schmallenberg, zu sehen. Das hatte seinen Grund. Die Messen in den vergange- nen Jahren hätten gefehlt, erläutert Bianca Strier vom Burgbad-Marketing. Deshalb warte der Badmöbler nicht auf die Messen, sondern arbeite nach seinem eigenen Konzept. „Wir bringen die Neuheiten heraus, wenn wir sie haben und richten uns nicht an Messeterminen aus“, so Strier. Gleichwohl war für die Messebesucher einiges neu, wie etwa die Design-Serie Lin20. Diese ist grifflos und verzichtet auf alles Überflüssige. Dazu ist sie variabel. „Die Möbel sind untereinander austauschbar“, erläutert Strier. Die Waschtische gibt es jetzt in drei verschiedenen Tiefen. „Unsere Lieferfähigkeit ist gut“, betont Strier. Für ganz eilige Kunden hat Burgbad ein Schnelllieferprogramm. „In drei bis vier Tagen sind die Badmöbel ab Werk beim Besteller“, versichert Bianca Strier. Auch Burgbad legt zudem immer mehr Wert auf Nachhaltigkeit. Der Hersteller von Badmöbeln im hochwertigen Segment ist seit 2016 klimaneutral. Seit 2015 ist Burgbad Mitglied des Global Compact der Vereinten Nationen (UNGC). Und seit Januar 2022 gehören die Sauerländer dem Netzwerk B.A.U.M. e.V. an. Dieses setzt sich für eine lebenswerte Zukunft durch nachhaltiges Wirtschaften ein.

Kludi

Auch der Armaturenspezialist Kludi, Menden, ist voll lieferfähig, wie der für die Pressearbeit zuständige Dr. Carsten Tessmer betont. Allerdings sei die Kostensituation in diesen unsicheren Zeiten schwierig. Die Sauerländer präsentierten in Nürnberg einige Neuheiten. So wurde die vor zwei Jahren eingeführte Serie „Nova Fonte“ jetzt erweitert. Zu den drei Stilausprägun- gen Classic, Puristic und Déco sind die Einhandmischer Nova Fonte Pura hinzugekommen. „Pura bietet die ideale Einheit zur Nova Fonte Serie und vollendet damit unser in der Armaturenwelt einzigartiges Konzept, das Architekten und Badplanern eine enorme Gestaltungsvielfalt in ästhetischer Perfektion ermöglicht“, erklärt Arndt Papenfuß, Geschäftsleiter Marketing der Kludi Gruppe.

Zehnder

„Wir sind total happy, dass wir hier sind“, sagt ein gut gelaunter Heiko Braun. Der Geschäftsführer der Zehnder Deutschland GmbH fügt hinzu: „Unsere Mannschaft hat darauf hingearbeitet. Die Stimmung ist gut!“ „Nach innen und nach außen“, ergänzt Frank Radinic, Direktor Gruppenmarketing bei der Zehnder Group in der Schweiz, der sich ebenfalls nach Franken aufgemacht hatte. Zwei erfolgreiche Jahre habe Zehnder in Deutschland gehabt, berichtet Braun. Die größte Herausforderung sei natürlich die Lieferfähigkeit gewesen. „Aber wir haben es geschafft, dass der Betrieb läuft“, so Braun. Auch aktuell gehen die Geschäfte nach den Worten des Geschäftsführers gut. Erfreulich sei zudem die Entwicklung bei den Heizkörpern. So habe Zehnder Wärmepumpen-geeignete Heizkörper im Programm. Auf die Entwicklung einer klassischen Wärmepumpe hat der Heizkörper-und Lüftungshersteller verzichtet. Stattdessen bringt Zehnder mit dem „ComfoClime Q System“ eine reine Luft/Luft-Wärmepumpe auf den Markt, die speziell für Fertig-und Niedrigst-Energiehäuser geeignet ist. „ComfoClime Q“ kann lüften, heizen, kühlen und Warmwasser erzeugen. „Im Lauf des Jahres ist das System verfügbar“, erklärt Heiko Braun. Unter dem Motto „Pure Living – Gesundes Wohnen mit Zehnder“ zeigte das Unternehmen in Nürnberg alles rund um die Thematik „Wohngesundheit“. In den vier Pure Living-Räumen – Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer und Bad – präsentierte Zehnder seine neuesten Lösungen in den Bereichen Komfortlüftung und Design-Heizkörper.

Schlösser/heinrichschulte

Die Unternehmensgruppe De Gruyter /Stach, zu der Schlösser, heinrichschulte, Puteus und Werner Schütz gehören, hat Zuwachs bekommen. Während der Pandemie ist die Gruppe auf Einkaufstour gegangen. So wurde zunächst eine Schleiferei in Iserlohn übernommen, wie Geschäftsführer Olaf Stach berichtet. Anschließend kauften die Olper das Unternehmen Unatherm im benachbarten Reichshof im Bergischen Land. Das 1965 gegründete Familienunternehmen stellt Rohre für Fussbodenheizungen her. „Wir haben uns damit ein weiteres Standbein geschaffen“, so Stach. Unatherm bleibe als Unternehmen eigenständig innerhalb der Gruppe. „Die letzten zwei Jahre waren spannend, anstrengend und anders“, bilanziert Stach die Zeit der Pandemie. Aber die Gruppe habe alles gut überstanden. Sehr stark hat Schlösser/heinrichschulte zudem in die Digitalisierung investiert. Der Geschäftsführer kündigte zugleich einen weiteren Schritt an, nämlich eine neue Galvanik. Die Mannschaft am Messestand war gut gelaunt: „Wir sind froh, dass wir hier sind“, betont Olaf Stach.

Schell

„Nachhaltigkeit ist für Schell kein Lippenbekenntnis“, betont Jens Gebers, Marketingleiter des Olper Armaturenherstellers. „Wir haben jetzt auch auf abfallfreie Produktion umgestellt“, ergänzt er. So werden in der Produktion sämtliche anfallenden Messingspäne und -grate gesammelt und dem Messinghersteller zurückgegeben. Entwickelt wurde das CradletoCradlePrinzip – von der Wiege bis zur Wiege – bereits in den 1990er Jahren. Es zielt darauf ab, in einem Wirtschaftssystem idealerweise alle Stoffe und Materialien unendlich einsetzbar zu machen, sodass keinerlei Abfälle entstehen. Eigene Ladesäulen für E-Autos, sowie der sparsame Einsatz von Papier und Wasser gehören ebenfalls zum Thema Nachhaltigkeit. Auf der IFH stellte Schell erstmals seine Küchenarmaturen vor. „Damit erweitern wir unser Wassermanagement-Programm“, erläutert Gebers. Lieferbar sind die Armaturen bereits seit eineinhalb Jahren, konnten jedoch wegen Corona auf keiner Messe gezeigt werden. Die Küchenarmatur „Grandis E“ vermeidet durch Hygienespülungen Wasser- stagnation und kann sowohl per Einhebelmischer als auch per berührungslosem Infrarot-Sensor bedient werden. Vor allem ist die neue Schell Küchenarmatur digital vernetzbar. Gedacht ist die Armatur vor allem für die gewerbliche Anwendung, wie Gebers sagt, also in Bürogebäuden, Hotels oder Restaurants, in Pflegeeinrichtungen, Veranstaltungshallen, Kindergärten oder Schulküchen. Seine Kunden kann der Armaturenhersteller „relativ gut“ bedienen. Jens Gebers: „Wir schrammen immer an der Lieferfähigkeit lang.“

Richter+Frenzel

„Haben Sie schon den Stand von Richter+Frenzel gesehen?“, wurden wir einige Male auf der IFH gefragt. Die Ausstellung mit der Marke VÉO war eigentlich nicht zu übersehen, doch dass VÉO zum süddeutschen Großhandel gehört, war erst auf den zweiten Blick erkennbar. Jetzt wurde die neue Serie YUNA mit Badräumen im Japandi-Style präsentiert. Bei der Serie trifft nordischer Purismus auf japanische Achtsamkeit, wie es in der Werbung heißt. „VÉO versteht sich als Marke von Experten für Experten. Denn VÉO können Installateure zu ihrer eigenen Marke machen. Sie haben die Möglichkeit, schnell und einfach VÉO Vermarktungspartner zu werden“, wirbt die Marke um das Fachpublikum. Im ausliegenden Prospekt werden die Markenpartner groß herausgestellt: Kludi, GSI, GKI, Emco, Provex, Vasco und Sanipa. Ganz unten im Kleingedruckten heißt es dann: „Erhältlich bei Richter+Frenzel“. Die Marketingstrategie ist auf der IFH gelungen. Die Produkte der Marke VÉO gibt es ab Herbst 2022 exklusiv beim SHK-Großhändler Richter+Frenzel, so VÉO in einer Pressemitteilung.

Dallmer/Jung Pumpen

Ihre neue Kooperation präsentierten Dallmer-Chefin Yvonne Dallmer und Dr. Andreas Kämpf, Marketingleiter von Jung Pumpen, in Nürnberg. Mit der neuen Bodenablaufpumpe Plancofix Connect haben die beiden Unternehmen Jung Pumpen und Dallmer eine gemeinsame Entwässerungslösung auf den Markt gebracht. Jung Pumpen hat eine extrem flache Bodenablaufpumpe entwickelt, die das Duschabwasser sehr leise in die vorhandene Abgangsleitung pumpt. Das Design der Duschrinne wurde von dem Arnsberger Entwässerungsspezialisten Dallmer realisiert. „Wir haben mit Jung Pumpen einen Partner gefunden, der nicht nur die Pumpentechnologie beherrscht, sondern auch einen Kundenservice hat, der für diese Produkte deutschlandweiten Wartungs-und Reparaturservice abdeckt“, freut sich Geschäftsführerin Yvonne Dallmer. Beide Unternehmen werden unabhängig voneinander die Produkte über den SHK-Großhandel vertreiben. „Die Design-und Entwässerungskompetenz der Marke Dallmer für die Weiterentwicklung unserer Plancofix-Serie gewinnen zu können, war ein echter Glücksfall“, bestätigt Dr. Andreas Kämpf. „Das technische Highlight ist die geringe Aufbauhöhe des Gehäuses mit 75 mm. Das eröffnet uns einen riesigen Anwendungsbereich im Altbau, wo der Bodenaufbau in der Regel sehr flach ist, aber dennoch stolperfreie Duschbereiche umgesetzt werden sollen.“ Neben dem Kooperationsprojekt zeigte Dallmer unter anderem den neuen Bodenablauf CeraDrain. Und mit den matt lackierten Rosten der „ColourCollection“ setzt der Entwässerungsexperte nun auch in der Dusche unübersehbare Farb-Highlights.

Nordholm

„Die Kunden rennen uns die Bude ein“, freut sich Jan Brusius von Nordholm über die große Nachfrage nach den Wandpaneelen des Herstellers aus dem siegerländischen Freudenberg. Nordholm produziert die Wandund Bodenpaneele für das Bad im Maß von 1.230 mal 2.800 mm. „Ein Maß, ein Preis“ lautet die Devise. „Die Platten lassen sich einfach schneiden oder bohren – ganz ohne Staub“, so Brusius. Verlegt werden sie wie Fliesen. Dadurch könne sich der Installateur ein Zubrot verdienen und brauche sich nicht mehr mit dem Fliesenleger abzustimmen, beschreibt Brusius einen Vorteil. Die Paneele gibt es in 24 Dekors aus den Bereichen Stein, Holz, Metall und Pure. Die Steinplatten etwa bestehen zu 70 Prozent aus Marmor und zu 30 Prozent aus Kunststoff. Die Siegerländer, die zweistufig am Markt agieren, arbeiten nach den Worten von Brusius viel mit Fertighausherstellern zusammen.

VitrABad

„Die Resonanz ist positiv und wir hatten gute Gespräche. Es war eine richtige Entscheidung, hier zu sein“, betont Markus Bieletzki, Head of Marketing Central Europe bei VitrA Bad, Köln. Das zur türkischen Eczacibasi Gruppe gehörende Unternehmen ist mittlerweile Komplettanbieter. So wer- den auch Unterputz-Spülkästen für das Dusch-WC angeboten. „Dabei profitieren wir von unserer Mutter in der Türkei“, erklärt Bieletzki. Ein neues Dusch-WC mit App-Steuerung hat VitrA ebenfalls zur IFH mitgebracht. „Ab Ende des Jahres wird es auch mit einer Sprachsteuerung über Siri oder Alexa zur Verfügung stehen“, so der Marketingleiter. Beim Design der Sanitärkeramik-Kollektion Liquid fällt auf, dass sie gegen den Trend sehr abgerundet sind. Dafür hat VitrA den bekannten Designer Tom Dixon engagiert. Er hat schon für große Marken wie Adidas und IKEA gearbeitet. Die Entwürfe Dixons stehen im Museum of Modern Art und im Victoria and Albert Museum. Liquid ist die erste Badkollektion von Tom Dixon, die inspiriert ist von viktorianischen Badwelten, Pop Art und Kinderzeichnungen: Armaturen bietet VitrA in fünf Farben an. Die Produkte des Badausstatters können nach dem Motto „mix and match“ konfiguriert werden. Die Geschäfte laufen nach Bieletzkis Worten gut: „Wir sind auf Wachstumskurs, sowohl in Deutschland, als auch als Gruppe.

Stiebel Eltron

Die Nachfrage nach Wärmepumpen spürt das Holzmindener Heiztechnikunternehmen Stiebel Eltron deutlich. „Die Anfragen von Endkunden nach Angeboten für Wärmepumpen haben sich seit Kriegsbeginn gegenüber dem Vorjahr vervierfacht“, berichtet Pressesprecherin Katharina Gröne. Und sie fügt hinzu: „Wir haben derzeit mehr Rückenwind als je zuvor.“ Unter dem Motto „Fossil raus, Wärme- pumpe rein – einfacher als gedacht“ unterstützt Stiebel Eltron die Fachhandwerker. „Die gesteigerte Wärmepumpen-Nachfrage müssen wir mit einfachen, flexiblen Systemen bedienen“, erläutert Frank Jahns, Geschäftsführer der Stiebel Eltron-Vertriebsgesellschaft, das Ziel. „Der Austausch der alten Heizung gegen eine Wärmepumpe muss für den Fachhandwerker ähnlich übersichtlich sein wie der Tausch Kessel gegen Kessel.“ Handwerker bekommen die passende Unterstützung dazu durch Schulungen, Kundendienst und Vertrieb des Unternehmens. Mit der Wärmepumpen-Service-App bekommen Handwerker Unterstützung direkt an der Wärmepumpe. So präsentierte Stiebel Eltron auf der IFH/Intherm standardisierte Systemlösungen für eine schnelle Installation von Luft-und Erdwärmepumpen im Neubau und Bestand. Die flexiblen Komplettpakete enthalten bereits alle erforderlichen Systemkomponenten für eine schnelle, unkomplizierte und platzsparende Wärmepumpen-Installation. Weitere Fokusthemen des Messeauftritts waren effiziente Haustechniklösungen in den Bereichen Warmwasserbereitung und Lüftung.

Georg Fischer

Ein völlig neues Konzept verfolgt Georg Fischer (GF) mit seinem Messestand. „Hier ist alles digital auf Plattformen zu sehen“, erläutert Marketingleiter René Habers. Produkte gibt es kaum. „Wir wollen Kommunikation schaffen“, so Habers weiter. Deshalb hat GF nicht nur Installateure und Planer, sondern auch Influencer und Podcaster zur IFH eingeladen. „Wir versuchen, alles auf links zu drehen. Ob es klappt, muss sich zeigen“, meint Habers. „Messe ist für uns heute Event und Community. Mit unserem Standkonzept haben wir unsere analoge Präsenz auf der IFH/Intherm mit der digitalen Welt verbunden und so ein neues Messeerlebnis geschaffen, von dem wir nachhaltig die nächsten Monate noch profitieren“, erklärt Marketingleiter René Habers. Produziert wurde live auf der Messe im Podcast und TV-Studio, teils in hybriden Veranstaltungen mit zugeschalteten Experten. Zu hören und zu sehen sind die Beiträge noch über die IFH/Intherm hinaus, individuell und rund um die Uhr abrufbar. Die Kernstrategien von GF sind nach den Worten von Deutschland-Vertriebsleiter Daniel Friedrich die Digitalisierung des Trinkwassers und Nachhaltigkeit. Letzteres werde auch durch den Messestand umgesetzt. Produkte, die jeder kenne, zur Messe zu transportieren, sei eben nicht nachhaltig. Doch ganz ohne Produkte ging es auch bei GF nicht. Am Ende des Standrundgangs wurden einige präsentiert.