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IFH/Intherm: Treff punkt für alle


IKZ Haustechnik - epaper ⋅ Ausgabe 7/2018 vom 03.04.2018

Ein Interview mit Wolfgang Becker über die Bedeutung der Fachmesse IFH/Intherm 2018 für jeden einzelnen Besucher und für die gesamte SHK-Branche


Wolfgang Becker führt die oberste baden-württembergische SHK-Handwerksvertretung. Als Hauptgeschäftsführer kennt er die Belange der angeschlossenen Mitgliedsbetriebe sehr genau. Daher ruft er Handwerksunternehmen, aber nicht nur die, zu einem Besuch der IFH/Intherm in Nürnberg auf. Die IKZ-HAUSTECHNIK sprach mit ihm darüber, welches Gewicht der süddeutsche Branchentre. für die Zukunft eines Betriebes hat.

IKZ-HAUSTECHNIK: Momentan sind die Auftragsbücher des ...

Artikelbild für den Artikel "IFH/Intherm: Treff punkt für alle" aus der Ausgabe 7/2018 von IKZ Haustechnik. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: IKZ Haustechnik, Ausgabe 7/2018

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IKZ-HAUSTECHNIK: Momentan sind die Auftragsbücher des SHK-Handwerks so voll wie wohl seit Jahrzehnten nicht mehr. Da mag es dem einen oder anderen Unternehmer in den Sinn kommen, eher Aufträge abzuarbeiten als die IFH/Intherm zu besuchen. Warum sollte er dennoch die Messe besuchen?
Wolfgang Becker: Zunächst einmal ist es erfreulich, dass es dem SHK-Handwerk derzeit insgesamt ziemlich gut geht und die meisten Betriebe nicht über Auftragsmangel klagen müssen. Doch der erfolgreiche Unternehmer nutzt gerade diese guten Zeiten, um aus dem Hamsterrad ‘rauszukommen und sich um die Zukunft des Betriebes zu kümmern. D‘rum würde ich die Argumentation einfach umdrehen. Gerade weil die Betriebe so ausgelastet sind und die Zeit knapp ist, lohnt sich der Besuch auf der Messe. Nirgendwo gibt es so viele Informationen auf einmal wie auf einer IFH/Intherm. Im täglichen Arbeitsstress bleibt den Unternehmern doch kaum Zeit, um sich über neue Produkte zu informieren, Ideen für pfiffige Dienstleistungen zu kreieren oder sich mal intensiv mit Berufskollegen auszutauschen. Da ist es schon sinnvoll, sich einen oder zwei Tage ‘rauszunehmen, um neue Impulse zu gewinnen.

„Heute ist schon morgen.“ – Wolfgang Becker steht zur gleichnamigen Themenfläche, die die Möglichkeiten der Digitalisierung zeigt.


IKZ-HAUSTECHNIK: Das hört sich zwar vielversprechend an. Aber lassen Sie uns tiefer und konkreter in die Struktur der IFH/ Intherm blicken: Welches Standardprogramm bietet die Messe?
Wolfgang Becker: Die SHK-Branche steht vor großen Herausforderungen. Stichworte wie Klimaschutzplan 2050, Energiewende, Digitalisierung und die Konsequenzen aus dem demografischen Wandel sind aktuelle Themen, die Handwerker, Vertreter von Industrie und Handel, Verantwortliche der Wohnungswirtschaft, Planer und Architekten auf Trab halten.

Auf der IFH/Intherm zeigen rund 600 Aussteller, darunter alle Marktführer, innovative und zukunftweisende Produkte und Leistungen. Wo hat man denn schon Gelegenheit, so geballt Informationen zu bekommen und so viele Ansprechpartner kontaktieren zu können? Ob regenerative Heizsysteme, ganzheitliche Badsanierung, ressourcenschonende Trinkwasseraufbereitung, digitale Büroorganisation oder smarter Kundenservice – als Fachmesse für Sanitär, Heizung, Klima und Erneuerbare Energien greifen wir alle Themenbereiche auf, die Perspektiven bieten und die Betriebe weiterbringen.

IKZ-HAUSTECHNIK: Das ist also das normale Angebot, mit dem Sie das SHK-Handwerk für einen Besuch begeistern wollen. Gibt es besondere Highlights, die erwähnenswert sind?

Wolfgang Becker: Ich bin überzeugt, die IFH/Intherm bietet für jeden ein High-light. Nicht allein die Ausstellung, auch die Vortragsforen und Themenflächen sind perfekte Austauschplattformen. Der Bundesverband der deutschen Heizungsindustrie (BDH), der ja auch ideeller Träger der Messe ist, präsentiert zum Beispiel auf der neuen Themenfläche „Innovative Heizungstechnik“ den EEBUS-Demonstrator. Gezeigt wird, wie mit Fokus auf die Wärmepumpe das Zusammenspiel der Komponenten in einem Haus der Zukunft funktionieren könnte.

IKZ-HAUSTECHNIK: Sie sprachen gerade die Foren an. Was hat es damit auf sich, für wen wird da was geboten?
Wolfgang Becker: Die Idee, die hinter den Themenflächen und Vortragsforen steckt, ist ganz einfach: die Kompetenzen und das Know-how der sowieso anwesenden Fachleute zu nutzen, damit die Besucher von der Messe auch im Sinne der Fortbildung und des Wissenstransfers profitieren. So referieren im Forum „Handwerk“ Experten in 20 bis 30-minütigen Vorträgen speziell für Fachhandwerker über SHK-Themen. Praxisnah, kurz und knackig geht es beispielsweise um Brandschutz, Wohnraumlüftung und Wasseraufbereitung. Das Forum „Energieeffizientes Bauen“ wird der Treff punkt für Architekten, Fachplaner und Experten der Bauwirtschaft. So ist wirklich für jeden etwas dabei.

IKZ-HAUSTECHNIK: Herr Becker, Sie hatten bereits eben einen Begriff genannt, der momentan in aller Munde ist: Digitalisierung. Wie es scheint, besteht Nachholbedarf, was das Wissen und erst recht die Umsetzung in der SHK-Branche betrifft. Wie ist hier das Angebot der IFH/Intherm aufgestellt?
Wolfgang Becker: Das ist richtig. Die Digitalisierung verändert auch unsere Branche. Von der Planung eines Projektes über die Abwicklung des Auftrags bis hin zur Kundenbetreuung und dem Marketing spielen neue Technologien eine immer größer werdende Rolle für den Unternehmenserfolg. Unter dem Motto „Heute ist schon morgen.“ zeigen wir auf der Themenfläche und im Forum „Digital vernetzt“ in Halle 3A am Stand 3A.323, welche Möglichkeiten die Digitalisierung eröffnet. Damit die Besucher sich besser orientieren können, gibt ein spezieller Flyer einen Überblick über Aussteller, die digitale Produkte und Lösungen zeigen.

IKZ-HAUSTECHNIK: Die IFH/Intherm ist für den Süden, die Mitte und den Osten die wichtigste SHK-Messe auf regionaler Ebene. Was macht sie so bedeutsam?
Wolfgang Becker: Es ist die SHK-Regionalmesse Nummer 1 in Deutschland für Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen und Sachsen. Wir bieten eine starke Messe mit einem umfassenden Gesamtangebot. Das Messezentrum Nürnberg ist optimal erreichbar und mit den acht Hallen groß, aber nicht so riesig, dass man sich nicht mehr zurecht findet.

Gleichzeitig sind für die Betriebe von den meisten Ausstellern die regionalen Ansprechpartner vor Ort. Insofern ist es eigentlich die Mischung aus regionaler Nähe bei gleichzeitig breiter Produktpalette. Die Bedeutung und den Erfolg der Messe belegt auch die Marktforschung: Bei der letzten IFH/Intherm vor zwei Jahren gaben 92 % der Besucher aus dem Handwerk an, dass sie auch 2018 wieder dabei sein werden, wenn sich die Messetore öffnen.

IKZ-HAUSTECHNIK: Stichwort Messebesucher: Von Monteuren hört man wenig, wenn es um die IFH/Intherm geht. Aber sie sind es doch gerade, die einen ganz engen Draht zum Endkunden haben. Kommen sie zu kurz auf der IFH/Intherm?
Wolfgang Becker: Wenn Sie die vielen Angebote der Messe betrachten, die ich aufgezählt habe, dann wird schnell deutlich, dass die IFH/Intherm wirklich für jeden etwas bietet. Wir haben unsere Mitgliedsbetriebe außerdem dazu motiviert, ihren Mitarbeitern den Messebesuch zu ermöglichen und sie aktiv mit einzubinden. So lassen sich beispielsweise Aufgaben gut aufteilen, sei es die Besuche bei bestimmten Ausstellern oder aber das Zuhören bei einem speziellen Vortrag. Und nach der Messe kann man sich dann austauschen und das Wissen weitergeben. Insofern ist die IFH/Intherm nicht nur perfekte Informations- und Weiterbildungsplattform, sondern es ist auch aus Motivationssicht sehr wertvoll, den Mitarbeitern einen Besuch zu ermöglichen.

Weil von den meisten Ausstellern die regionalen Ansprechpartner vor Ort sind, ist für Wolfgang Becker die IFH/Intherm eine Mischung aus regionaler Nähe bei gleichzeitig breiter Produktpalette.


IKZ-HAUSTECHNIK: Dann blicken wir jetzt zu einer weiteren, potenziellen Besuchergruppe aus dem SHK-Handwerk, die ganz jungen Monteure: die Auszubildenden. Wie sprechen Sie den Berufsnachwuchs an?

Im Rahmen der Messe freut sich Wolfgang Becker auf den Ausscheidungswettkampf zu den EuroSkills 2018: Es treten die besten Klempner und Anlagenmechaniker gegeneinander an.


Wolfgang Becker: Speziell für Auszubildende informieren die Meisterschule Nürnberg, die Innung Nürnberg/Fürth und die Hochschule Esslingen über Ausund Weiterbildung in allen SHK-Gewerken. Auf der Themenfläche „weiter@Bildung“ wird es außerdem richtig spannend, wenn die besten Klempner und Anlagenmechaniker gegeneinander antreten und um die Teilnahme bei den Euro Skills kämpfen. Auf der IFH/Intherm entscheidet sich nämlich, wer vom 26. bis 28. September 2018 für Deutschland zu den Europameisterschaften der Berufe nach Budapest fahren darf. Den Besten über die Schulter zu blicken ist nicht nur spannend und lehrreich, sondern zugleich motivierend. Die Messe hilft aber auch Azubis, eine Idee zu bekommen, was es in dieser spannenden Branche alles gibt. Das weitet den Blick und bringt die eigene Persönlichkeit voran.

IKZ-HAUSTECHNIK: Die SHK-Landesverbände Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt sind auf einem gemeinsamen Stand vertreten. Was erwartet den Besucher bei Ihnen?
Wolfgang Becker: Wir haben in Halle 4 am Stand mit der Nummer 100 einen Gemeinschaftsstand, bei dem wir in diesem Jahr übrigens erstmals auch das „Forum Handwerk“ mit integriert haben. Die Mitarbeiter der Fachverbände stehen für Fragen zu den Bereichen Technik, Recht, Betriebswirtschaft, Bildung und Umweltschutz bereit. Wer sich die Produkte und Artikel einmal genauer anschauen möchte, die die Fördergesellschaften anbieten, kann das ebenfalls tun.

In erster Linie wollen wir aber ein Treffpunkt und eine optimale Kommunikationsplattform für Betriebe und Innungen sein. Bei uns am Gemeinschaftsstand können sie sich bei einer kleinen Erfrischung austauschen und sich eine Pause vom Messetrubel gönnen. Für Mitglieder haben die verschiedenen Fachverbände jeweils noch eine zusätzliche Überraschung parat.

Natürlich sind wir auch für SHK-Betriebe vor Ort, die bisher nicht Mitglied in einer Innung sind. Sie informieren wir gerne über die Vorteile, welche eine Mitgliedschaft in der Berufsorganisation bringt.

www.ifh-intherm.de