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IM BÜRO GES TALK: »Mein Kollege wollte mich entführen«


Grazia - epaper ⋅ Ausgabe 24/2018 vom 07.06.2018

Er fragte sie nach einem Date. Sie wollte sich aber nicht mit ihm treffen. In seinem Kopf gehörte sie ihm jedoch längst. Ihrebeklemmende Geschichte teilt eine junge Frau Im Netz


IN SEINEM PINKEN TAGEBUCH SCHRIEB ER ALLES MINUTI ÖS AUF. Was seine Kollegin an dem Tag trug („Braunes Wickelkleid mit silberner Schnalle am Gürtel. Schuhe mit Sieben-Zentimeter-Absätzen, ebenfalls braun. Etwas zu viel Mascara.“) oder wie ...

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Bildquelle: Grazia, Ausgabe 24/2018

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IN SEINEM PINKEN TAGEBUCH SCHRIEB ER ALLES MINUTI ÖS AUF. Was seine Kollegin an dem Tag trug („Braunes Wickelkleid mit silberner Schnalle am Gürtel. Schuhe mit Sieben-Zentimeter-Absätzen, ebenfalls braun. Etwas zu viel Mascara.“) oder wie er sich fühlte („Ich hoffe, du genießt deinen Urlaub, meine Süße. Aber du fehlst mir schrecklich.“). Sie, die sich im Netz zum eigenen Schutz MiriLouDoesItToo nennt, sitzt drei Jahre lang im Büro genau neben ihm – und hat lange keinen blassen Schimmer, dass ihr Kollege sie stalkt. Erst als die Amerikanerin ihren Job wechselt, eskaliert die Situation. Auf der Internetplattform Imgur postet MiriLou-DoesItToo Bilder der Notizen und schreibt dazu: „An meinem letzten Arbeitstag war mein Sitznachbar wegen eines Arzttermins später im Office. Ich konnte mich nicht verabschieden. Andere Arbeitskollegen erzählten mir aber, dass er komplett zusammengebrochen ist, als er herausfand, dass ich gekündigt habe und nicht wieder komme.“ Daraufhin besorgte er sich die Adresse seines Opfers bei der Personalabteilung und campte ein ganzes Wochenende vor dem Haus der Frau, die er so begehrte. „Glücklicherweise war ich das Wochenende nicht in der Stadt. Irgendwann hat jemand die Polizei informiert, und er musste, was auch immer er geplant hatte, aufgeben“, beschreibt die Frau ihren Leidensweg. „Am nächsten Tag kam ich wieder, und vor meinem Briefkasten lag der ganze Kram: Ein riesiger Plüschbär, Blumen, Süßigkeiten und die Tagebücher.“ In denen fantasiert ihr ehemaliger Kollege über eine Zukunft der beiden als Paar. Dass MiriLouDoesItToo zu Hause bleiben wird, wenn sie erst einmal Kinder kriegen, „schließlich wurden Frauen dafür gemacht“. Oder welche tollen TV-Shows er ihr zeigen wird. Richtig gefährlich wurde es, als der Mann sich von seiner Kollegin verlassen fühlte, weil sie den Arbeitsplatz wechselte. Er schreibt: „Ich werde nicht ohne dich sein. Ich werde dir bis ans Ende des Universums folgen. Ich werde dich finden und dir helfen zu verstehen.“

Ständig beobachtet: Wenn der Arbeitsplatz zur Stalking-Hölle wird


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MiriLouDoesItToo erwirkte eine einstweilige Verfügung gegen ihren Peiniger. Der schaurige Höhepunkt folgte prompt. „Er hat gegen die Verfügung verstoßen und versuchte, mich zu entführen, damit er mir seine Liebe beweisen kann“, erinnert sich die Frau. Inzwischen sitzt der Mann im Gefängnis, und MiriLouDoesIt-Too ist in eine andere Stadt gezogen.

Was ihr passiert ist, kann sie jetzt mit Humor sehen, „dank einer tollen Therapie und ein paar super Medikamenten“.


FOTOS: GETTY IMAGES, ARCHIV