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IM FOKUS Dornier Do 17 Ursprung & Geschichte Modern und vielseitig


FLUGZEUG CLASSIC - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 13.01.2020

Mit der Dornier Do 17 erhielt die deutsche Luftwaffe im Frühjahr 1937 eines der damals fortschrittlichsten Kampfflugzeuge, die Zeit der Behelfsbomber war vorbei. Leistung, Kampfwert und Flexibilität der Maschine wuchsen laufend


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Bildquelle: FLUGZEUG CLASSIC, Ausgabe 2/2020

Die Do 17 Z war nicht nur die kampfund leistungsstärkste, sondern zugleich die artenreichste Version. Sie kam als Bomber, Aufklärer und Nachtjäger zum Einsatz. Wesentliches Merkmal war der vergrößerte Besatzungsraum Foto DEHLA


Die Planung für die Dornier Do 17 begann 1932, getarnt als zweimotoriges Schnellverkehrsflugzeug. Ziel war jedoch von Beginn an ein mittelschwerer Bomber ...

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... modernster Bauart. Dornier erhielt im März 1933 den Auftrag für die ersten beiden Prototypen. Das erste Flugzeug, die Do 17 C (V1), entstand ab Anfang Juli 1933. Als Antrieb dienten ihm BMW-VI-Reihenmotoren (je 750 PS Höchstleistung). Fortgesetzte Änderungen verzögerten den Erstflug der V1 bis zum 23. November 1934.

Die Dornier Do 17 A (V2) folgte als zweiter Prototyp am 5. Mai 1935 – sie wurde im Herbst kurz von der Deut- schen Luft Hansa AG erprobt und, kaum überraschend, als ungeeignet für deren Zwecke eingestuft.

Artenreiches Flugzeug

Am 30. Mai 1936 feierte das Musterflugzeug der Do 17 E-1, die als erste Bomberausführung ab Herbst in Serie ging, Erstflug. Sie hatte BMW-VI-7,3-Motoren (Startleistung je 750 PS) und trug 500 Kilogramm Bombenlast. Voll beladen betrug die Reichweite knapp 600 Kilometer, die Höchstgeschwindigkeit lag bei 355 km/h. Drei MG 15 bildeten die Defensivbewaffnung. 328 Maschinen, darunter einige E-2 und E-3, verließen die Dornier- sowie die Henschel-Werke. Die Do 17 E fungierte als Basis des Fernaufklärers Do 17 F-1. Außer zusätzlichen Tankbehältern im Bombenabteil und der Kameraausrüstung war er baugleich zum Bomber. 77 Stück lieferte man mindestens ab Frühjahr 1937 aus. Ihre Feuertaufe erhielten Do 17 E und F im Spanischen Bürgerkrieg. Gleichfalls auf Grundlage der Baureihe E entstand 1937 die Do 17 K zum Export nach Jugoslawien; 70 Stück kamen von Dornier beziehungsweise waren Lizenzbauten.

Die Do 17 M-1 mit Bramo-323-ASternmotoren (je 900 PS Startleistung) löste ab Mitte 1937 die Do 17 E bei den Kampfverbänden ab. Sie war 365 km/h schnell und die Bombenlast auf 1000 Kilogramm verdoppelt, wenngleich zu Lasten der Reichweite. Zur Abwehr gab es vier MG 15. 200 Maschinen lieferte Dornier aus. Die Do 17 M-1 war Ausgangspunkt der Fernaufklärer P-1 und P-2 mit BMW 132 N-1 (865 PS Startleistung).

Konkurrenzvergleich

Der Erstflug der Do 17 P fand am 18. Juni 1938 statt. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs hatten sie ihre Vorgänger an vorderer Linie verdrängt. 330 Stück fertigte man bei Dornier, bei Siebel in Halle, dem Hamburger Flugzeugbau (HFB) sowie bei Henschel.

Schnellste Do 17

Die letzte, vielseitigste und am meisten produzierte Baureihe war die Do 17 Z. Ihr Besatzungsraum fiel deutlich größer aus, die Bugpartie wurde entsprechend umgestaltet. Begleitend wuchs die Abwehrbewaffnung auf sechs MG 15. Während Bramo 323 A die Z-1 antrieben, hatten alle folgenden Ausführungen stärkere 323-P-1-Motoren (1000 PS Startleistung). Das Musterexemplar der Z-Serie hob angeblich erstmals im März 1938 ab. Es gab neun verwirklichte Unterversionen: die Bomber Z-1 und Z-2 (Letztere ist mit bis zu 421 km/h die schnellste aller Do-17-Ausführungen) sowie Z-5 und Z-9. Dazu kamen die Nachtjäger Z-7 und Z-10, der Aufklärer Z-3, der Wettererkunder Z-6 und die Schulversion Z-4. Die Do 17 verließ bei Dornier, Henschel, HFB und Siebel die Werkhallen. Ihre Produktion endete im Frühsommer 1940 nach 913 Maschinen.

Die Ablösung bei den Kampfgeschwadern setzte zum Frühjahr 1941 ein. Bei mehreren verbündeten Luftstreitkräften flogen Do 17 indessen noch länger. Mit der Do 215 entstand in den Jahren 1938/39 ein zweiter, zum Export bestimmter Ableger mit DB-601-Aa-Reihenmotoren (je 1175 PS Startleistung). Die Ausfuhr der Do 215 kam nie zustande, stattdessen requirierte die Luftwaffe alle 101 Flugzeuge.

Dornier Do 17 Z-2

Aufklärer Do 17 F-1 mit Reihenmotoren BMW VI 7,3


Erste Serienversion mit Bramo-Sternmotoren: Do 17 M-1


Die Do 17 Z-2 galt als die schnellste Bomberausführung


Fotos (2) DEHLA

Foto via Chapman