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Im Leben sind sie unsere besten Freunde. Und danach: Kommen Tiere in in den Himmel?


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 04.01.2019

Ja, da sind sich diese Frauchen sicher. Und auch Notker Wolf (78), ehemaliger Abtprimas, glaubt, dass wir sie im Paradies wiedersehen


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Bildquelle: Bild der Frau, Ausgabe 2/2019

Andrea Bertrand und ihr Dackel „Pepper“ (19): „In Gedanken ist auch ‚Plümm‘ noch bei uns“


Wenn die Tiere nicht in den Himmel kommen, möchte ich auch nicht hinein.“ Das stand in einem Brief an mich. Was soll ich darauf antworten?

Wahrscheinlich können wir uns unseren Aufenthaltsort nach unserem Tod nicht aussuchen. Aber ich verstehe, dass ein Mensch mit seinem geliebten Haustier auch nach dem Tod zusammen sein möchte. Wenn unsere Freunde uns dort erwarten, warum dann nicht ...

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... auch jene Tiere, die uns besonders lieb waren? Der Hund, mit dem sich die Kinder gebalgt haben? Das Pferd, an dem man so gehangen hat. Die Katze, die der Mutter im Alter Trost und Freude war?

Nun gut, es stimmt: In den herkömmlichen Vorstellungen vom Himmel kommen keine Tiere vor. Die Maler bevölkern den Himmel bloß mit Seelen und singenden Engeln; er wirkt deshalb immer ein bisschen steril. Mehr los ist in der Hölle, wo die Fantasie der Maler auch Tiere zulässt. Aber ich glaube, dass wir Menschen uns den Himmel mit allen anderen Lebewesen teilen werden, und ich kann mich dabei auf Jesus Christus berufen. Der sagte nämlich zu einem der beiden Männer, die mit ihm gekreuzigt wurden: „Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein.“ Und das Paradies war für Jesus jener Garten Eden, den Gott am Anfang als Ort des vollkommenen Friedens und des vollkommenen Glücks geschaffen hatte – mitsamt Tieren und Pflanzen. Wenn Gott dem ersten Menschen alle Tiere zuführt, damit er ihnen Namen gibt, ist das ein wunderschönes Bild für die innige Beziehung zwischen Gott und seiner Schöpfung, aber auch zwischen Menschen und Tieren untereinander. Und darauf, sagt der Prophet Jesaja, wird es dereinst auch wieder hinauslaufen. Am Ende, verheißt er uns, „wohnt der Wolf beim Lamm; Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe kann sie hüten. Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter, das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange“ – und mit dem Fressen und Gefressenwerden ist es vorbei. Für Jesaja und die anderen Propheten gehörten die Tiere jedenfalls dazu, wenn zum Schluss alles gut wird.

Gott segne Sie!

BUCH-TIPP

„Tiere kommen in den Himmel“ von H. Zöpfl, Rosenheimer Verlag, 12,95 Euro

Andrea (53) über ihre Hündin „Plümm“ (†17): Ich fühle mich ihr immer noch total nah

Vom ersten Atemzug bis zum letzten war „Fressnapf“-Marktleiterin Andrea Bertrand (53) an der Seite ihrer Rauhaardackelhündin „Plümm“ (17): „Ich habe sie auf die Welt geholt – dadurch entstand eine ganz besondere Beziehung zwischen uns.“

Im Oktober, nach fast 18 Jahren, musste sie die Hündin gehen lassen. „Gleichzeitig wollte ich sie immer bei mir haben.“ So wird „Plümm“ kremiert, ihre Asche ist jetzt in einem Keramikhund. „Jeden Morgen lege ich meine Hand darauf, dann fühle ich mich ihr wieder ganz nah.“ Wo „Plümm“ jetzt ist? „Natürlich im Himmel“, sagt Andrea Bertrand. „Es gibt keine Hölle für Tiere. Denn sie sind von Natur aus gut – das Bösartige kommt erst von uns Menschen.“ Deshalb, das wünscht sich Andrea Bertrand, „möchte ich später nicht in den Menschenhimmel, sondern in den Tierhimmel. Da gibt es viele Wiesen, wo alle spielen und kein Konkurrenzkampf herrscht, sondern nur Liebe!“

Glück auf vier Pfoten: Andrea Bertrand mit „Pepper“ und „Plümm“ (u.)


Lea (51) über ihren Hund „Conrad“ (†8): Auf uns wartet ganz viel Glück

Zum Todestag lässt Lea Schenker Herzballons für ihre Hunde steigen


Innige Liebe: Lea Schenker mit Bouvier „Arno“


Bei jedem Gedanken an ihre verstorbenen Hunde „Conrad“ und „Arno“, blickt Lea Schenker (51) aus Bergisch Gladbach nach oben. „Weil ich ganz sicher bin, dass sie dort im Himmel sind, rumtollen, spielen. Und auf mich warten.“

Die ehemalige Tanzlehrerin und Gastronomin ist mit Tieren aufgewachsen. Und der Tod ihres Seelen-Hundes „Conrad“ hat ihr Leben komplett verändert. „Als er starb, haben wir ihn einäschern lassen. Das hat der Tierarzt veranlasst, seine Asche bekamen wir lieblos in einem hässlichen Karton zurück. Ich war schockiert.“

Diese Erfahrung lässt sie nicht los. Und eine Idee entsteht: „Ich kann das besser, ich will Trost bieten.“ Sie belegt Seminare in Trauerbegleitung, macht sich als Tierbestatterin selbstständig. Und weiß: „Egal ob Hamster, Kakadu, Katze, Hund oder Pferd – jeder Verlust ist einzigartig.“ Was sie trifft: „Oft haben die Besitzer das Gefühl, dass sie mit ihrer Trauer allein sind.“ Sie steht ihnen in diesen Momenten bei. „Ich zeige ihnen, dass es zum Beispiel bei Facebook Trauergruppen gibt. Dort merken sie, dass die Trauer um das geliebte Tier normal ist!“

Lea Schenker weiß auch, dass die Sehnsucht nach dem verlorenen Freund bleibt. Ihr selbst hilft dann ein Ritual: „Am Todestag von ‚Conrad‘ nehme ich einen mit Helium gefüllten Ballon, hänge eine kleine Karte mit einer Nachricht an und schicke beides in den Himmel – zu ‚Conrad‘“.

Durch ihren Beruf hat sie etwas gelernt: „Ich habe heute keine Angst vor dem Tod. Ich weiß, dass es ein Wiedersehen gibt – ohne Schmerzen, ohne Leid. Dann gibt es nur Frieden und Glück!“

Wie Menschen um Haustiere trauern

… das wird gerade mit einer großen Studie an der Tierärztlichen Hochschule Hannover erforscht. Vorläufiges Ergebnis: Wenn die Bindung eng war, sind Trauer und Schmerz ähnlich groß wie beim Verlust eines Menschen – und zwar völlig unabhängig davon, um welches Tier es sich handelt.

Dilan (26) über ihre Stute „Palona“ (†25): Unsere Seelen werden sich wiederfinden

„ ‚Palona‘ war mein Seelenpferd“, sagt Dilan über ihre Stute


Den 28. Juli 2012 wird Dilan Ulgur aus Wermelskirchen niemals vergessen: „An dem Tag habe ich meine ‚Palona‘ gekauft. Ich war vorher fünf Jahre lang ihre Reitbeteiligung und wusste: Sie ist mein Seelenpferd.“ Die Stute ist damals schon 20 Jahre alt. „Mir war bewusst, dass uns nicht allzu viele Jahre bleiben werden. Und für mich stand sofort fest: ‚Palona‘ bekommt einen würdigen Abschied!“

Fünf Jahre bleiben Dilan Ulgur und „Palona“ – „und wir haben jede Sekunde zusammen genossen“. Doch eine fortschreitende Verkalkung der Sehne macht ein schmerzfreies Leben für die Stute nicht mehr möglich. „Auch eine OP hat nichts verbessert. Ich konnte ‚Palona‘ nur noch auf eine Art helfen – ich musste sie erlösen lassen.“

So begleitet sie „Palona“ auf ihre letzte Reise nach Holland, lässt sie dort kremieren. Ihre Asche verstreut sie im Meer. „‚Palona‘ hat Wasser geliebt. Und es war immer mein größter Traum, einmal in Holland mit ihr am Meer entlangzugaloppieren. Jetzt kann sie dort für immer frei sein.“

Noch heute, ein Jahr später, spricht Dilan Ulgur jeden Tag von „Palona“. Und ist sich sicher, dass sie ihre Stute eines Tages wiedersehen wird. „Unsere Seelen werden sich treffen – und dann zusammenbleiben. Für immer!“

Der Moment des Abschieds: Die Asche ihrer Stute verstreute Dilan am Meer