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Im Test: Hama DIT2100MSBT: Digitale Hi-Fi-Komponente


Digital Fernsehen - epaper ⋅ Ausgabe 10/2019 vom 06.09.2019

Wer eine Hi-Fi-Komponentenanlage sein Eigen nennt, der liebäugelt möglicherweise auch mit dem Empfang von Digitalradio über DAB Plus. Doch die meisten Anlagen kommen immer noch nur mit herkömmlichem UKW-Tuner daher. Mit dem Hama DIT2100MSBT kann man das leicht ändern.


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Bildquelle: Digital Fernsehen, Ausgabe 10/2019

Das Digitalradio DIT2100MSBT von Hama im 19-Zoll-Format ist ein reiner Tuner, der mit einem entsprechenden Verstärker verbunden werden muss. Am besten passiert dies natürlich digital, sofern der Audioreceiver über einen solchen Eingang verfügt. Hier bietet der Tuner wahlweise den Anschluss per optischem Digitalkabel über S/PDIF oder ein ...

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... koaxiales Digitalkabel über einen Cinch-Ausgang an. Ansonsten stehen natürlich auch analoge Ein- und Ausgänge zur Verfügung. Frontseitig verfügt das DIT2100MSBT über ein farbiges 2,8-Zoll-TFT-Display in der Gerätemitte. Das sieht schick aus und verleiht dem Tuner eine hochwertige Note. Ebenfalls positiv: Zahlreiche Bedienelemente an der Frontseite erlauben die Steuerung des HIFI-Tuners auch ohne Fernbedienung, die sich aber natürlich ebenfalls im Lieferumfang be- findet und bauähnlich mit den schon von anderen Hama-Digitalradios bekannten Signalgebern ist.

Front-Anschlüsse

Der Audio-Eingang ist übrigens genau wie der Kopfhörerausgang an der Front platziert. Das mag in manchen Situationen durchaus sinnvoll sein, häufig ist diese Konstellation aber auch wiederum unpraktisch – zumindest, wenn es nur einen Eingang gibt wie im Falle des Tuners von Hama. Denn oft soll hier dauerhaft eine Verbindung (zum Beispiel zum PC) hergestellt werden und das sieht dann rein optisch nicht so besonders aus. Natürlich gibt es wiederum auch andere Situationen, wo eben nur kurzzeitig eine Verbindung mit einem externen analogen Gerät hergestellt werden soll. Eine durchaus praktische Alternative wären demnach zwei Eingänge gewesen – nämlich einer vorn und einer hinten. Verfügbar ist der Tuner übrigens wahlweise in Schwarz oder Silber und lässt sich so farblich auf die vorhandenen Komponenten abstimmen. Besonders edel wirkt dabei die silberne Version, die wir bei uns auch im Test haben.

Ausstattung

Technisch hat der Tuner alles zu bieten, was derzeit an moderner und älterer Empfangstechnik verfügbar ist. In erster Linie sind dies das DAB und DAB-Plussowie UKW-Radio. Aber auch Internetradio kann empfangen werden. Ferner bietet das DIT2100MSBT eine Anbindung über Bluetooth sowie das Abspielen von Medien lokal über USB und im Heimnetz via DLNA. Damit stellt das Gerät sozusagen die ultimative mediale Erweite rung für alle Audioanlagen dar, die eben noch nicht über diese Funktionen verfügen. Zur Verbindung des Tuners mit dem Heimnetzwerk gibt es rückseitig auch eine Netzwerkbuchse. Wahlweise kann die Verbindung in das Netzwerk über ein Netzwerkkabel oder auch via WLAN im Dualband erfolgen. Dabei ist auch eine Schnellverbindung über WPS möglich. Insgesamt drei Antennen werden an den Tuner angeschraubt: Zwei kleinere für WLAN und Bluetooth sowie eine größere Teleskopantenne für den Radioempfang. Wird die Antenne weggelassen, kann auch eine externe Antenne – also beispielsweise eine Zimmer- oder Außenantenne angeschlossen werden. Somit ist der Tuner relativ gut ausgestattet zur Integration in bestehende HIFI-Komponentenanlagen. Auf den ersten Blick etwas überflüssig verfügt der Tuner auch über eine Lautstärkeregelung. Diese dient einerseits der Pegelanpassung und damit Angleichung an die restlichen Komponenten der Anlage oder als direkte Lautstärkeregelung bei der Nutzung reiner Aktivlautsprecher ohne weiteren Verstärker. Auch eine Tonregelung in Form eines Equalizers gibt es beim Tuner. Auch diese macht in erster Linie bei der Nutzung von Aktivlautsprechern Sinn. Da viele Hi-Fi-Komponentensysteme über eigene Klangregelungen verfügen.

Screenshots

Die im automatischen Suchlauf gefundenen digitalen Radiosender werden alphabetisch in einer Senderliste abgelegt


Der Tuner verfügt über einen eigenen Equalizer und damit eine von der Anlage unabhängige Klangregelung


Radiobetrieb

Hier hat der Nutzer wie üblich die Wahl zwischen Digitalradio (DAB bzw. DAB Plus) und analogem UKW. Leider ist ein Mischbetrieb nicht vorgesehen, sprich: Die vorhandenen 30 Speicherplätze lassen sich wie üblich nicht gemischt belegen. Dafür stehen dann aber zusammen 90 Speicherplätze (je 30 für Digitalradio, UKW und Internet) zur Verfügung, was in der Regel ausreichen sollte. Zusätzlich gibt es ja beim Internetradio noch die Möglichkeit, beliebig viele Favoriten online zu verwalten. Leider gibt es am Tuner selber keine Direktwahltasten. Stattdessen erfolgt die Auswahl der Favoriten über einen „Preset-„Drehregler. Immerhin gibt es auf der Fernbedienung Direktwahltasten für die ersten neun Favoritensender. Beim ersten Start von Digitalradio wird wie üblich ein automatischer Suchlauf durchgeführt und die gefundenen Sender in einer Kanalliste abgelegt. Natürlich bietet der Tuner die üblichen Komfortfunktionen wie Radiotext und zusätzliche grafische Informationen, die vom empfangenen Sender übertragen und auf Wunsch auch als Vollbild dargestellt werden. Etwas Schwierigkeiten hatten wir im UKW-Modus. Hier soll es zumindest einen halbautomatischen Suchlauf geben, der den jeweils nächsten starken Sender findet. Durch Druck auf die Taste „Navigation“ kann dieser gestartet werden. Leider stoppte der Suchlauf aber stets nur einige Megahertz höher und wir hörten nur weißes Rauschen. In den Suchlaufeinstellung war die Einstellung aber korrekt auf „Nur starke Sender“. Am Ende blieb uns nichts anderes übrig, als die Sender manuell anzusteuern. Das Feintuning und ein manueller Suchlauf in 5-KHz-Schritten ist durch ebenfalls durch Drehen der Tuning-Taste möglich. Das Frequenzband reicht übrigens von 87,50 MHz bis 108 MHz.

Internetradio

Dank der Anbindung an das Netzwerk ist auch der Empfang tausender Internetra- diosender problemlos möglich. Der Zugriff ist hier auf mehrere Arten möglich. Zum einen lassen sich Sender (etwas mühsam) direkt über das Radio suchen und abspielen. Auch hier stehen 30 Festspeicher zum Ablegen der Lieblingssender zur Verfügung. Da es etwas umständlich ist, den gewünschten Sender aus der großen Auswahl herauszufinden, bietet sich zum anderen auch der Zugriff via App an. Diese nennt sich Undok und ist kostenlos für iOS und Android erhältlich. Hier können Sender auch direkt gesucht und abgespeichert werden. Die dritte Variante ist wohl am komfortabelsten.

Screenshots

Auch beim Empfang von Internetrado werden Grafiken und Zusatzinformationen zum Sender übertragen und angezeigt


Die Wiedergabe von Netzwerkmedien ist über den Musikabspieler und dort den Menüpunkt „Gemeinsame Medien“ möglich


Internet-Favoritenverwaltung

Unter www.dab.satlounge.de ist hierzu eine einmalige Registrierung des Gerätes erforderlich. Anschließend kann über die Weboberfläche eine zusätzliche Senderliste mit eigener Ordnerarchitektur gepflegt werden. Diese ist allerdings unabhängig von der bereits vorhandenen Senderliste im Tuner und wird über Menü/Senderliste/Meine Favoriten abgerufen. Der Vorteil: Werden mehrere Radios online registriert, sind die so erstellten Kanallisten auf allen angemeldeten Geräten verfügbar. Das sorgt für deutlich mehr Übersicht bei den Senderlisten für Internetradios.

Medienwiedergabe

Abseits des Radioempfangs bietet das Gerät auch weitere Wiedergabefunktionen. Am komfortabelsten klappt das wohl, wenn ein Smartphone oder Tablet direkt via Bluetooth gekoppelt wird. Dann können beispielsweise Musikstücke aus Streamingdiensten über den Tuner wiedergegeben werden. Leider klappt hier wieder nur die Übermittlung der eigentlichen Audio-Dateien. Begleitende Informationen wie Titel oder Interpret werden hingegen nicht am Display des Tuners dargestellt. Wer über einen Spotify-Account oder einen Zugang zu Amazon Music verfügt, kann auf diese Dienste sogar direkt mit der integrierten Spotify-Funktion oder der Amazon-App des Tuners zugreifen. Hierzu gibt es jeweils einen Extra-Menüpunkt. Das klappt allerdings nur mit kostenpflichtigen Premium-Accounts von Spotify. Bei Amazon Music können auch die kostenlosen Prime-Accounts genutzt werden. Die Vorgehensweise unterscheidet sich etwas von Spotify. Zunächst muss die App Undok installiert und das Radio verbunden sein. Anschließend kann man die Koppelung im Menüpunkt „Amazon Music“ vornehmen und anschließend Songs, Playlists und andere Audio-Inhalte von Amazon nutzen. Die Bedienung erfolgt dabei wahlweise über den Tuner selber oder etwas bequemer über die Undok-App. Praktisch: Sowohl Spotify (Premium) als auch Amazon Music übertragen bei der Wiedergabe Titel, Interpreten und CD-Cover auf das Radiodisplay. Schließlich lassen sich Medien noch über DLNA aus dem heimischen Netzwerk oder über einen angeschlossenen USB-Datenträger wiedergeben. Während die Übermittlung von Grafiken (zum Beispiel das Albumcover) über DLNA klappt, wenn diese im Musikordner abgelegt sind, funktioniert das über USB nicht. Der etwas ungünstig an der Vorderseite angebrachte analoge Eingang in Form einer 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse erlaubt schließlich noch den Anschluss analoger Quellen wie beispielsweise einen PC.

Multiroom und App

Die App Undok hatten wir bereits kurz angerissen. Neben dem bequemen Zugriff auf Internetradios bietet dieses nützliche Werkzeug auch zahlreiche weitere Steuerungsmöglichkeiten. Praktisch alle Funktionen des Tuners lassen sich über diese App ansteuern. Sogar ein Firmwareupdate kann über das Smartphone gesucht und eingespielt werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, mehrere passende Geräte zu einem Multiroom-System zusammenzufassen. Auch das klappte im Test einwandfrei, sodass wir beliebige Quellen über mehrere Räume hinweg mit mehreren multiroomfähigen Radios wiedergeben konnten. Die Geräte vernetzen sich dabei untereinander über das heimi- sche Netzwerk. Für einen störungsfreien Betrieb ist – sofern möglich – die Anbindung über Netzwerkkabel zu empfehlen. Auch sollte den im Multiroom befindlichen Radios eine feste IP zugeordnet werden, damit das DHCP-Release nicht Unterbrechungen beim Streaming verursachen kann. Übrigens sind auch zwei Weckzeiten programmierbar. Inwiefern das bei einem reinen Hi-Fi-Hybridtuner in der Praxis wirklich Sinn macht, muss allerdings jeder Nutzer für sich selber entscheiden.

Fazit

Wer seine HIFI-Komponentenanlage mit modernsten Streaming- und Digitalradiofunktionen nachrüsten möchte, findet mit dem DIT2100MSBT von Hama ein passendes Gerät, welches sich optimal integrieren lässt. Gut gefallen haben uns die zahlreichen Möglichkeiten vom Streaming bis hin zur digitalen Radiowiedergabe. Praktisch ist die Möglichkeit, via Multiroom mehrere Radios gleichzeitig anzusprechen. Damit erweist sich das Hybridradio als sinnvolle Ergänzung jeder bestehenden Hi-Fi-Komponentenanlage.

Der Tuner von Hama verfügt über zahlreiche Anschlüsse und lässt sich daher problemlos in Anlagen integrieren. Besonders signifikant sind die Antennen für Radio, WLAN und Bluetooth. Alle Antennen sind abnehmbar



Bilder: ©Zffoto-Fotolia.com, Auerbach Verlag