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IMM COLOGNE 2020


Licht + Wohnen - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 17.02.2020

Wie wir wohnen, ist uns wichtig. Immer mehr Menschen denken darüber nach, wie sie nachhaltiger leben und wohnen können, wo sie wohnen, mit wem sie wohnen, wie ihre Wohnung aussehen soll, damit sie sich dort wohlfühlen, und was die Einrichtung ihrer Wohnung über sie aussagt. Die internationale Einrichtungsmesse imm cologne ist ein Spiegelbild aktueller Einrichtungstrends und repräsentiert den Einfallsreichtum der Möbelmacher.


Artikelbild für den Artikel "IMM COLOGNE 2020" aus der Ausgabe 1/2020 von Licht + Wohnen. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Licht + Wohnen, Ausgabe 1/2020

Das Atelier Haußmann zum Thema Natürlicher Wohnen.


Fotos: Köln-Messe IMM

Medien und Messen sind die Orte, in und an denen der Diskurs über die Gestaltung unserer Lebensbereiche ...

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... stattfindet und Impulse erhält. Auf der internationalen Einrichtungsmesse imm cologne werden immer die unterschiedlichsten Richtungen, in die sich das Wohnen entwickelt, abgebildet - zum einen in den Präsentationen der Aussteller und zum anderen in den Sonderausstellungen, Wettbewerben, Diskussionen und Foren für Publikum und Kreative.

Hier wird wie sonst nirgends deutlich, welche Bedürfnisse und Sehnsüchte mit der Gestaltung des Wohnraums verknüpft werden. Aktuell wird das Interior Design immer wohnlicher, und das Thema Gemütlichkeit scheint die Gestaltung nicht mehr nur des privaten Wohnens, sondern auch weiter die Objektund Hospitality-Bereiche zu dominieren. Nach dem Bad wird nun auch das Entree als Gestaltungsobjekt entdeckt. Der Wunsch nach einem gut gestalteten Interior-Design scheint um so größer zu werden, je mehr man sich auf wenige, qualitativ gute Ausstattungselemente beschränken muss - oder möchte.

Denn auch die bewusste Beschränkung auf weniges ist einer der Trends, die das zeitgenössische Interior Design prägen.

Ähnlich wie in der Mode scheint man sich von einem „Immer-mehr-und-immer-Billiger“ zugunsten einer relativen Qualitätsorientierung zu bewegen. Dabei gibt es zwei sich stilistisch und qualitativ unterscheidende Hauptrichtungen: Während die von der Designszene geprägte Einrichtungskultur weiterhin eine reduzierte, eher schlichte Formensprache mit natürlichem Ausdruck und Materialien bevorzugt, wird in traditionelleren wie in modischen Einrichtungswelten nach mehr Glamour gesucht! Es soll edel sein, von originellem Ausdruck und klassischem Charme.

„Wohnen“ wird wichtiger. Häufig entscheidet es auch darüber, wie das Leben organisiert wird - mit Konzepten wie Co-Working und Co-Living, Patchwork- Haus oder Urban Gardens. Deshalb wird auch geprüft, woran man sich bindet, und man sieht lieber zweimal hin, bevor man sich für ein gutes Stück entscheidet.

Qualitätsorientierung muss ja auch nicht gleich bedeuten, dass man nicht nach Schnäppchen sucht. Wo der eine nach dem Preis forscht, recherchiert der andere nach dem Vorleben des Möbelstücks - nach Materialherkunft, nach Recyclingsfähigkeit und der allgemeinen Unbedenklichkeit in Bezug auf Natur, Klima und Sozialstandards. Einig sind sich alle darin, dass wir besser wohnen wollen - komfortabler und schicker, raumoptimierter, farbiger, smarter und nachhaltiger

Die European Press Conference zur imm cologne 2020 fand im September 2019 in Athen statt. Messelogo in Leuchtschrift.


Originelle Sitzbank aus Holz war beim Neuheitenrundgang zu entdecken am Stand „Made in Italy“ zum Thema „Natürlicher Wohnen“.



„Auch Möbel mit einer hohen Designqualität versprechen einen nachhaltigen Effekt .“


Label Produkties B.V. LABEL Vandenberg aus den Niederlanden präsentierte „grünes Wohnen“.


NATÜRLICHER WOHNEN

Immer mehr Menschen versuchen ernsthaft, ihr Konsumverhalten zu verändern, um eine Trendwende zu einer nachhaltig agierenden Gesellschaft anzustoßen. Konsumentscheidungen in Bezug auf Mobilität, Handy oder Ernährung genauso wie auf Möbel, werden stärker unter dem Aspekt der Klimaneutralität bewertet. Damit wird die Geschichte hinter dem Produkt - das Storytelling - immer wichtiger. Im Wohnbereich werden damit nicht nur aus Gründen der Wohnlichkeit, sondern auch aus ökologischen Überlegungen gerne natürliche Materialien wie z.B. Vollholz eingesetzt. Unterstützende Deko-Items wie Pflanzen, naturbelassene Stoffe und Indoor-Gewächshäuser werden wichtige Ausstattungselemente bei der Gestaltung einer Wohnung und sind zudem als Statements gedacht. Auch Möbel mit einer hohen Designqualität versprechen einen nachhaltigen Effekt.

Holz und Naturmaterialien, aber auch Leichtbauund Recycling-Werkstoffe und werden überall eingesetzt, wo sie funktional sind - d.h. auch bei Produkten, die standardmäßig aus anderen Materialien hergestellt werden. Bambus wird als Holzalternative genauso ausprobiert wie kunststoffverstärktes Papier als lederartiger Bezugsstoff. Flechtwerk aus Rattan, Weide oder Bambus bringen Wintergarten-Feeling ins Haus. Die Sehnsucht nach einem natürlichen Wohnen hält den Trend zu skandinavischem Design am Leben - wird er doch mit naturnahem, unkompliziertem und ursprünglich-rustikalem Lifestyle assoziiert, der in dem traditionell schlichten und im 20. Jahrhundert kultivierten Design seinen Ausdruck findet.

GRÜNER WOHNEN

Viele suchen zunehmend die Nähe zur Natur: Keine Neubauwohnung wird mehr ohne Balkon gebaut, und Wohnungen mit Garten- oder Terrassenanschluss werden gerade in den Innenstädten hoch gehandelt. Diese Touchpoints mit der Natur werden nun auch zum integralen Bestandteil des Wohnens, und die Terrasse wird zum zweiten Wohnzimmer. Mit dem Trend „Indoor - Outdoor“ sehen wetterfeste Outdoormöbel heute nicht nur aus, als ob sie aus dem Wohnzimmer kämen - sie werden auch dort benutzt! Edle Materialien und Hightech-Textilien machen es möglich, sie auch im Innenbereich einzusetzen. Ein Unterschied in der Ästhetik ist im oberen Preissegment kaum noch auszumachen. Bei den neuen Indoor-Outdoor-Möbeln gleicht sich auch der Nutzungskomfort immer mehr an. Bei den Outdoor-Farben scheint die Farbe Grau den Zenit überschritten zu haben - auf der Messe spoga-gafa in Köln hat sich Weiß als Grundfarbe für Outdoor-Möbel in Position gebracht.

Das italienische Unternehmen emu zeigte originelles Design zum Thema „GRÜNER WOHNEN“.


Die Möbel, die zu diesem Trend passen, ähneln zum Teil denen aus dem Trend zum Natürlicher Wohnen: Bambus und Flechtwerkmöbel sind angesagt, aber auch Flechtsessel aus Hightechmaterialien und modischere Akzente sind opportun. Pflanzen finden sich als Accessoires nicht nur in Töpfen, sondern auch auf Tapeten wieder, die Farbe Grün ist in sämtlichen Schattierungen zu finden.


„Einig sind sich alle darin, dass wir besser wohnen wollen: komfortabler, schicker, raumoptimierter, farbiger, smarter und nachhaltiger.“


Nardi stellte Gartenmöbel zum natürlichen Wohnen aus: Der mit Designpreisen ausgezeichnete Gartenmöbelhersteller nimmt alte Ware zurück, recycelt sie und macht Pflanzboxen daraus.


Zum Thema „smarter Wohnen“ wurde ein Tisch gezeigt, der an die Decke gezogen werden kann, wenn er nicht mehr benötigt wird.


SMARTER WOHNEN

Können wir Kräuter per App züchten? Übernimmt ein Computer die Pflege von Pflanzen zur Verbesserung des Raumklimas? Hat das Klima Auswirkungen auf Gebäudeinstallationen? Übernimmt eine smarte Steuerung beim Verlassen des Hauses das Ausschalten von Licht und Kaffeemaschine? Die smarten Anwendungen werden immer vielfältiger, verlässlicher und einfacher in der Handhabung, und sie können immer genauer auf die konkreten Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt werden. Dabei werden die smarten Technologien immer häufiger auch zum integralen Bestandteil der Architektur. Ob computergesteuerte Optimierung der Raumluft, innovative Steuerung und Nutzung vom Dusch-WC oder die antizipierende und energieoptimierende Steuerung der Raumtemperatur - die smarte Technologie wird zunehmend in unsere Wohnkultur integriert.

Leuchten, die als Bluetooth-Lautsprecher dienen; Nachttische mit kabelloser Handy-Ladestation; Schränke, die die Stimmungsbeleuchtung übernehmen; Spiegelschränke mit Multimedia-Funktion, Tische, die sich unserem Bewegungs-Soll entsprechend verstellen lassen und Sofas, die sich die individuelle Lieblings-Sitzposition merken; Leuchten, die uns beim Einschlafen helfen und Betten, die uns beim Schnarchen sanft in eine andere Position komplimentieren - Technologie wird zum integralen, möglichst unauffälligen Bestandteil des Möbels.

EFFIZIENTER WOHNEN

Steigende Mieten und kleinere Wohnungen werden den Bedarf nach platzsparenden Möbeln weiter vorantreiben. Die erste Trendwelle der Aufräum- und Verzichts-Ästhetik hat uns aus den USA und Asien bereits erreicht - Konsumverzicht und die Beschränkung auf wesentliche Dinge des Lebens sind Strategien, um in der Wohnung Ordnung zu schaffen. Und die wird von immer mehr Menschen als äußerst wohltuend empfunden. Ordnung ist angesagt und damit wieder alles andere als „uncool“. Qualität statt Quantität könnte so für viele die richtige Einrichtungsphilosophie sein, zumal sie auch dem Wunsch nach natürlichem Wohnen entgegenkommt.

Seit einiger Zeit im Trend sind kleine und kompakte Sofas und Sessel, deren Design sich häufig an klasischen Typologien orientiert.

Hind RABII aus Belgien zeigte seine effektvollen Leuchten zum Thema „Dekorativer Wohnen, Pure Editions“.


molo aus Kanada stellte sich mit diesem Design vor.


KOMFORTABLER WOHNEN

Wir sind es uns wert! Komfort wird in jeder Wohnung (und sei sie noch so klein) großgeschrieben - vor allem im Schlafzimmer. Aber auch in Bad- und Sitzmöbel wird investiert. Zum Komfort zählen zudem einige Standards der Haustechnik - Stichwort beheizter Autositz, beheiztes oder gekühltes Zimmer.
Im Trend liegen kompakte, designorientierte Sitzmöbel, wie zum Beispiel 2-Sitzer oder Armlehnstühle, im oberen Angebotssegment.
Hier wird besonderer Wert auf die Ergonomie gelegt. Konsolentisch, Wandablagen oder Kleinregale sorgen nicht nur für Ordnung im Alltag, sondern sind integraler Bestandteil des Interior Designs. Und eine komfortable Hängematte findet nicht nur im Garten ihren Lieblingsplatz.

COR zeigte im Bereich „Farbiger Wohnen“ diesen gemütlichen Sessel.


Nach den Hockern bekommen nun auch die Bänke - mit und ohne Rückenlehne - eine weiche Polsterauflage und ergänzen Küche und Essbereich um ein wohnliches Highlight. Bei den Sofas geht der Trend zur bodenfernen Plattform, welche die Polster auf ein höheres Niveau hebt, sowie zur Individualisierung und Verstellbarkeit. Auch integrierte Beistelltische sind ein Thema.

GRENZENLOSER WOHNEN

Die Anforderungen ans Wohnen verändern sich derzeit rasant. Mehr anspruchsvolle Single-Wohnungen bei knappem Raumangebot und ein Lifestyle, der Freiheit von Konventionen auch bei der Einrichtung sucht, verstärken den Trend zu großzügigen Einraum- Wohnungen mit Loft-Feeling. Dazu kommen je nach Bedarf ein bis zwei Schlaf- oder Arbeitszimmer. Das Ineinanderfließen der Räume führt zu einem Bedarf an multifunktionalen Möbeln, die Wohnbereiche markieren oder solche voneinander abgrenzen.

Von de Sede stammt diese ausdrucksvolle und gemütliche Sitzlandschaft.


Seriplighting aus Portugal zeigte dekorative Beleuchtungsmöglichkeiten.


Ligne Roset zeigt „Grenzenloses Wohnen“ in Pastelltönen.


Küche und Wohnen verschmelzen, das Bad bleibt eher separat - wenn auch, zumindest im Hochpreisbereich, gerne „en suite“ und ein bisschen größer. Statt separater Zimmer zeigen moderne Wohnungen ein offenes Raumgefüge, und kleinteilige Altbauten werden durch das Entfernen von Wänden „durchgelüftet“.

Wintergärten und ausgebaute Dachgeschosse erschließen helle Räume, und großzügige, idealerweise schwellenlos zu öffnende Fensterfronten erweitern den Raum auch optisch nach außen.

Bis auf Einbauschränke sind hier überwiegend Solitärmöbel angesagt - durchgängige Kollektionen und Schrankwände im Wohnzimmer beschweren das Freiheitsgefühl zu sehr, ein Mix & Match ist besser geeignet. Dafür müssen die Solitäre aber auch gut kombinierbar sein. Die richtige Balance im Design zu finden - eigenständig, aber nicht extrovertiert, gefällig, aber nicht langweilig - ist die Kunst dieser Möbel mit Klassiker-Qualitäten.

Multifunktionale Möbel sind z.B. Tische, die als Ess- und Arbeitsplatz überzeugen sowie freistehende Sofas und Schränke, die als Stauraum und Wand fungieren. Raumtrenner, die beidseitig Funktionen ermöglichen (wie etwa den schwenkbaren, von zwei Seiten nutzbaren Bildschirm integrieren) und mobile Möbel für Indoor und Outdoor - das sind die Heros für ein grenzenloses Wohnen.

FARBIGER WOHNEN

Unter den Farbtrends im Interior Design ist Braun sicherlich die Farbe mit der stärksten Wirkung, denn sie kann sowohl neutral als auch avantgardistisch eingesetzt werden. Insgesamt sind die Brauntöne für die Gemütlichkeit verantwortlich und daher derzeit sehr populär. Während es zwischen Greige über Taupe bis Mooreiche sehr harmonisch zugeht, können Kombination etwa von Nougat-Braun mit anderen, meist gedeckten Farben (also nicht pastell oder neon eingesetzten) von Orange bis Türkis auch durchaus mutig sein.

Sonniges Gelb zeigte das dänische Unternehmen SOFTLINE im Bereich „Farbiger Wohnen“.


Aber ob nun mit Grün, Rosa, Lila oder Braun - mit Farben kommt auch Glamour in die Wohnung. Dunkle, an Art Deco oder die dänische klassische Moderne erinnernde Holztöne mit Gold, Messing oder anderen Metallic-Akzenten auf üppigen Teppichen stehen für Luxus pur. Während sich das Interior Design insgesamt gerne dunkel gibt - über Dunkelgrün und -blau bis hin zu schwarz - bleibt der minimalistische Einrichtungsstil den helleren und natürlicheren Tönen treu. Avantgardisten bekennen sich mit bunt kombinierten Primärfarben zu weißer Grundfarbe zur Bauhaus-Tradition. Doch insgesamt wird die Einrichtungswelt durch eine intensiv eingesetzte Farbigkeit farbiger. Auch die Einfarbigkeit wird zunehmend zugunsten von Mustern aufgegeben.

DEKORATIVER WOHNEN

Wohnen ist heute neben der Kleidung Ausdrucksmittel Nummer 1. Wir sind nicht nur, was wir tragen, sondern auch, wie wir wohnen. Das macht jedes dekorative Element zu einem Statement. Basis für jeden Eyecatcher ist ein Raum zum Wirken. Eine aufgeräumte Optik und dekorative Elemente müssen sich also nicht widersprechen.


„Unter den Farbtrends im Interior Design ist Braun sicherlich die Farbe mit der stärksten Wirkung, denn sie kann sowohl neutral als auch avantgardistisch eingesetzt werden. Insgesamt sind die Brauntöne für die Gemütlichkeit verantwortlich und daher derzeit sehr populär.”


„Farbiger Wohnen“ mit INTERIOR DESIGN MOMENTS.


pulpo, Dekorativer Wohnen, Pure Editions, Halle 3.2


Tonon aus Italien präsentierte sehr originell das „farbige Wohnen“.


Lifestyle und Dekoratives wird inszeniert - an den Wänden, in den Textilien, auf dem Boden … oder auch (gerne beleuchtet) hinter Glas. Jedes Element und jedes Möbel ist gleichzeitig Deko-Element. Bevorzugt werden daher Solitärprodukte vor homogener Einrichtung mit Möbeln einer Kollektion.

Leuchten passen sich jedem Einrichtungsstil an und werden zunehmend als optisches Highlight des Raums eingesetzt - was in den 70er-Jahren der rollbare Klapptisch war, ist heute die Designer-Leuchte.

Auch Spiegel werden gerne wie Bilder als Gestaltungselement eingesetzt: Klassiker dabei ist der kreisrunde Spiegel in allen Varianten; dabei werden Spiegel oft grafisch (also stark zweidimensional) umgesetzt und bringen Tiefe in das Zimmer. Als Zementoder Metro-Fliese mutieren Fliesen vom lahmen Bodendecker zum coolen Highlight an Küchen-Bar, besonderen Wandpartien oder im Entree. An den Wänden sind es klein- wie großformatig gemusterte Tapeten, die einen Raum zum veritablen Kunstwerk machen, auf dem Boden sorgen Teppiche mit geometrischen Mustern, floralen Elementen oder grafischen Spielereien für Akzente - auch hier wieder als Solitärprodukt. Ovale Formen stechen besonders hervor, und unter den Möbeln ist das Sideboard bei weitem das dekorativste: nicht nur als Präsentationsfläche, sondern auch als Typ.

Informationen: www.imm-cologne.de

INFO

Die nächste Internationale Möbellmesse imm cologne findet vom 18. bis 24. Januar 2021 in Köln statt.

Zum Relaxen auf farbigen Möbeln lud auch AMES ein.