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IMMERGRÜNE Stars im Garten


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Lust auf Natur - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 10.12.2021

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Bildquelle: Lust auf Natur, Ausgabe 1/2022

Statt der nicht winterharten Säulenzypresse (Cupressus sempervirens) pflanzt man besser den Säulenlebensbaum (Thuja occidentalis ?Smaragd?) für ein mediterranes Flair im Garten

Nadelgehölze sind pflegeleicht und gedeihen mit relativ wenig gärtnerischem Aufwand. Diese Eigenschaften sollten jedoch nicht dazu verführen, zu viele Koniferen zu pflanzen. Vielmehr geht es bei der Gestaltung des Gartens darum, Nadelgehölze als tragendes Gerüst gezielt einzusetzen und eine ausgewogene Mischung an unterschiedlichen Pflanzen zu verwenden.

Um das Gartenbild abwechslungsreich zu gestalten, gibt es Exemplare mit hell- oder dunkelgrünen, stahlblauen oder goldgelb getönten Nadeln im Handel. Auch in ihren Größen variieren Nadelgehölze stark. Hierbei kann man sich zwischen kriechenden und bodenbedeckenden Exemplaren sowie zwischen kleinen, mittelgroßen bis sehr großen Wuchsformen entscheiden. Darüber hinaus gibt es Nadel - gehölze mit flachem Wuchs und herabhängenden Zweigen sowie solche, die schmale Säulen bilden.

Man kann Nadelgehölze in Form erziehen oder auf gezüchtete Exemplare ...

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... zurückgreifen. Von der Kugel über den Kegel und die Säule bis zum Quader. Während Thujen und Eiben sich durch einen regelmäßigen Schnitt zu einer Kugel formen lassen, sind Kugel-Kiefer (Pinus mugo ‘Mops’), Kugel-Korktanne (Abies lasiocarpa ‘Green Globe’) und Kuschel-Lebensbaum (Thuja occidentalis ‘Teddy’) als Kugeln gezüchtet. Sie benötigen keinen Formschnitt und können als Hochstamm oder als Solitärgehölz in die Beete gepflanzt werden.

SCHÜTZENDE HECKEN

Hecken aus Nadelgehölzen werden häufig gepflanzt, um sie als Grundstücksgrenze oder Sichtschutz einzusetzen. Mit Nadelgehölzen als Raumteiler lässt sich der Garten in grüne Zimmer aufteilen. Hier dienen sie auch als Kulisse, um die Stauden in den Beeten eindrucksvoll ins Licht zu rücken. Im Herbst kann mit ihnen die imposante Herbstfärbung der Gräser und mancher Laubgehölze wirkungsvoll abgebildet werden. Hecken aus immergrünen Nadelgehölzen lassen zudem den Boden weniger rasch austrocknen, brechen den Druck des Windes und bieten kälteempfindlichen Pflanzen einen schützenden Hintergrund.

Für einen ruhigen Hintergrund ist die Europäische Eibe (Taxus baccata) gut geeignet. Ihr tiefgrünes Nadelkleid bringt Zwiebelblumen, Blütenstauden und Gräser sehr schön zur Geltung. Eine Eibenhecke lässt sich auch mit Solitärgehölzen wirkungsvoll kombinieren. Im Frühling sehen davor blühende Bäume und Sträucher, wie zum Beispiel Zaubernuss, Felsenbirne und Japanische Zierkirschen beeindruckend aus. Um eine bis zu drei Meter hohe Hecke zu formen ist die Eibe bestens geeignet. Sie ist ein wertvolles Gehölz, das viele Vorteile bietet: als gute Alternative zum Buchsbaum ist sie wenig empfindlich gegenüber Trockenheit und Schädlingen. Zudem ist sie das ideale Formschnittgehölz, das beliebig gestutzt werden kann. Die Eibe ist äußerst robust, kann sehr alt und groß werden. Wenn eine alte Eibe verkahlt, lässt sie sich durch einen Rückschnitt verjüngen. Wird sie bis in das alte Holz zurückgeschnitten, treibt sie wieder aus. Diese Eigenschaft ist vor allem für kleine Gärten relevant, wo Hecken nicht ausladend wachsen sollen.

Bis auf wenige Ausnahmen, wie die Lärche (Larix decidua, L. kämpferi), die Sumpfzypresse (Taxodium distichum) und der Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides) sind alle Nadelgehölze immergrün.

ASIA-FLAIR

Eine andere Art von Formgehölzen sind Bonsais. Sie sind wertvolle Unikate, die aus heimischen Nadel - gehölzen jahrzehntelang in Fachbetrieben von professioneller Gärtnerhand formiert wurden. Bonsais verleihen einem Garten ein asiatisches Ambiente. Neben der Waldkiefer (Pinus sylvestris) ist auch die Bergkiefer (P. mugo) dafür geeignet. Die Gehölze werden in Baumschulen als Hochstämme angeboten und sind im Kübel auf der Terrasse oder im Kiesbeet ein imposanter Blickfang. Darüber hinaus werden auch kompakte Sorten angeboten wie zum Beispiel P. sylvesris ‘Fjell Kissen’ mit kissenartigem Wuchs oder die Blaue flache Zwergkiefer (P. sylvestris. ‘Martham’), die sich durch einen halbkugeligen und polsterartigen Wuchs auszeichnet. Das 50 bis 100 Zentimeter große Gehölz beeindruckt als Solitär, eignet sich aber auch für die Kübelbepflanzung.

Für eine hohe Hecke sind auch die Kegel-Eibe (Taxus baccata ‘Overeynderi’), der Abendländische Lebensbaum (Thuja occidentalis), die Kanadische Hemlocktanne (Tsuga canadensis) sowie Arten und Sorten der Scheinzypresse (Chamaecyparis) geeignet. Bei Letzterer hat man die Wahl zwischen frischgrünen, goldgelben und stahlblauen Nadeln. Für niedrige Hecken bis maximal zwei Meter Höhe steht die Japanische Zwerg-Eibe (Taxus cuspidata ‘Nana’) zur Wahl.

MEDITERRANES AMBIENTE

Um eine mediterrane Atmosphäre im heimischen Garten zu schaffen ist, die Zypresse ideal. Die aus den Mittelmeerländern bekannte Säulen-Zypresse (Cupressus sempervirens) ist allerdings für viele Regionen nicht zu empfehlen, da sie sehr frostempfindlich ist. Alternativ bietet sich Thuja occidentalis ‘Smaragd’ an. Mit ihrem säulenförmigen Wuchs und dem smaragdgrünen Blätterkleid, die der Zypresse aus der Toskana ähnlich sieht, übersteht sie selbst die härtesten Winter. Aufgrund ihres langsamen Wuchses muss sie nur alle zwei bis drei Jahre gestutzt werden.

VIELFALT AN ARTEN & SORTEN

Der Teppichwacholder (Juniperus communis ‘Hornibrookii’) und der Kriechwacholder (Juniperus communis ‘Repanda’) eignen sich gut als Bodendecker zur Begrünung von Heideund Steingärten. Die Zwergkiefer (Pinus mugo ‘Pumilio’) mit ihrem polsterartigen Wuchs wird häufig bei der Gestaltung von asiatisch inspirierten Gärten verwendet.

Der Zwergige Kugel-Lebensbaum (Thuja occidentalis ‘Danica’) ist ein gut verzweigter, 60 bis 80 Zentimeter hoher Strauch, der vielseitig einsetzbar ist, etwa in einer Gruppe im Beet oder als Paar im Kübel vor dem Hauseingang. Die kugelige, später breit kissenförmige Kugel-Kiefer (Pinus mugo ‘Mops’) ist ein langsam wüchsiges Nadelgehölz, das sich als Beeteinfassung oder im Pflanzkübel verwenden lässt.

Großwüchsige Nadelgehölze wie Bergkiefer, Lärche, Urweltmammutbaum oder Atlaszeder (Cedrus atlantica) eignen sich nur für große Gartenanlagen, dort sollten sie ausschließlich als Solitär verwendet werden. Dazu zählt auch die Gelb-Kiefer (Pinus poderosa), ein imposanter Baum, der bis zu 25 Meter groß wird, ebenso die Korea- Tanne (Abies koreana), ein bis zu 15 Meter hoher Baum mit etagenförmigen, flachwachsenden Ästen, die ein dichtes Nadelkleid aufweisen. Besonders reizvoll an diesem Nadelgehölz ist der reiche und dichte Besatz mit Zapfen, die vor der Reife prächtig violett-purpur gefärbt sind.

Text und Fotos: Andrea Christmann

BITTE BEACHTEN:

Bei der Pflanzung von größer wachsenden Nadelbäumen ist zu bedenken, dass diese nach zwei bis drei Jahrzehnten entfernt werden müssen, da sie aufgrund ihrer Größe den Proportionen des Gartens nicht mehr angemessen sind.