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IN ALLER KÜRZE


AnlegerPlus - epaper ⋅ Ausgabe 6/2020 vom 04.07.2020

DAX/Euro

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Bildquelle: AnlegerPlus, Ausgabe 6/2020

MARKT Die Aktienmärkte bleiben erstaunlich gelassen angesichts der Angst vor einer zweiten Coronawelle – der DAX stabilisiert sich über 12.000 Punkten, in Amerika notiert die Technologiebörse NASDAQ sogar schon wieder auf neuen Rekordständen.

Von neuen Rekordständen ist der DAX noch ein gutes Stück entfernt. Aktuell lautet die Devise eher: „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“. Momentan sei der Index jedenfalls in einer Tradingrange zwischen 12.180 und 12.430 Zählern gefangen, urteilte die HypoVereinsbank. Nachhaltige Trends dürften sich erst bei einem Ausbruch aus dieser Spanne wieder bilden. HSBC Trinkaus & Burkhardt lobte aber immerhin das bereits erreichte Verlaufshoch von 12.616 Punkten und sah die Zielmarke von 12.913 Zählern weiterhin intakt. Die Helaba warnte allerdings vor einem erneuten Test der 200-Tagelinie bei 12.151 Punkten, zumal Aktien inzwischen selbst gegenüber Staatsanleihen nur noch eine unterdurchschnittliche Risikoprämie aufwiesen.

Auch der MDAX hatte im Juni wieder einen Gang runtergeschaltet. Wichtig sei jetzt der Bereich zwischen 25.060 und 25.670 Punkten, so die Analysten von Lynx Broker, dann bleibe das positive Chartbild intakt und ein Ausbruch auf neue Rekordstände sei weiter möglich. Beim Chartbüro von Dr. Hans-Dieter Schulz sah man das anders: Das Abprallen am Widerstand von 26.400 Punkten sei negativ zu werten, zumindest eine kurzfristige Abwärtsbewegung dürfte dadurch ausgelöst worden sein mit einem ersten Kursziel von 24.500 Zählern.

Beim TecDAX hätte es mit neuen Rekordständen beinahe schon geklappt – und die Charttechniker bei godemode-trader.de entwarfen sogar schon ein Ausbruchsszenario mit einem Kursziel von 3.585 Punkten. Doch der Absturz der Wirecard-Aktie habe dieses Szenario wieder zunichte gemacht, zeigte man sich enttäuscht. Noch enttäuschter waren die Kollegen von Lynxbroker: Da der TecDAX nun genau am alten Hoch wieder nach unten gedreht habe, sei nicht auszuschließen, dass das eine größere Korrekturwelle auslöst.

Der Euro hat seinen kurzen Ausflug auf über 1,14 US-Dollar zwar schon wieder beendet. Die 200-Tage-Linie bei 1,1028 US-Dollar dürfte aber nicht noch einmal getestet werden, glaubt die Helaba. Allerdings würde die Angst vor einer zweiten Coronawelle tendenziell dem Dollar als klassischer „Fluchtwährung“ helfen, räumte sie ein. Dem hält die Oberbank entgegen, dass die Bekämpfung der Pandemie in Europa effektiver sei als in den USA. Auch charttechnisch deute das Durchstoßen der 50-Tage-Linie durch die 200-Tage- Linie nach oben auf langfristig weiter steigende Kurse hin. (-sm)

Tops/Flops Juni 2020

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Bildquelle: AnlegerPlus, Ausgabe 6/2020

Quelle: finanzen.net│Stand: 24.6.2020

INDEX Während die anderen deutschen Aktienindizes ihre Erholungsbewegung im Juni fortsetzten, ist der TecDAX im vergangenen Monat bis zum Redaktionsschluss um satte 7 % eingebrochen. Die Schuld daran trug allein das Indexschwergewicht Wirecard.

Gewinner: Alle Monatsgewinner im TecDAX notierten im Juni zweistellig im Plus, an erster Stelle die Aktie von Nordex, nachdem die Bundesregierung ein neues Gesetz zum Ausbau der Windenergie beschlossen hatte. SAP-Aktien reagierten positiv auf die erfolgreiche Einführung der Corona-App, die von der Firma zusammen mit der Dt. Telekom entwickelt worden war. Die beiden Halbleiterwerte AIXTRON und Siltronic wurden von starken Quartalszahlen des US-Riesen Microchip angetrieben. Und die Telekom profitierte zudem von der Meldung, dass Softbank die Anteile an T-Mobile USA an die Bonner veräußern möchte.

Verlierer: Größter Verlierer im Index war nach dem Bilanzskandal Wirecard – die Aktie schaffte am 18. Juni sogar den zweithöchsten Tagesverlust eines DAX-Wertes überhaupt. Verliererplatz zwei geht an CANCOM, nachdem die Firma fürs zweite Quartal vor deutlichen Belastungen durch die Coronapandemie warnte. Bei CompuGroup Medical drückte eine Kapitalerhöhung zu 64 Euro je Aktie den Kurs. freenet-Titel litten unter negativen Analystenkommentaren. Bei Sartorius vermiesten ebenfalls die Analysten die Stimmung: LBBW und UBS sprachen Verkaufsempfehlungen aus. (-sm)

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