Lesezeit ca. 5 Min.
arrow_back

In Dauersch leife


Logo von tip Berlin TV & Streams
tip Berlin TV & Streams - epaper ⋅ Ausgabe 20/2022 vom 28.09.2022

Drei sehr unterschiedliche Menschen finden sich erst in einer Zeitschleife wieder und dann zueinander Fotos: ZDF und Boris Laewen; ZDF und Dynamic; rbb / Studiocanal / Frederic Batier Die Apokalypse beginnt an diesem Montag – und wiederholt sich dann alle 24 Stunden. Immer und immer wieder. Was uns „Und täglich grüßt das Murmeltier“ in einer komödiantischen Liebesverfilmung zeigt, passiert bei „Another Monday“ in böse, dunkel und hoffnungslos. Moritz Becker (Ben Münchow) springt eines Nachts in Selbstmordabsicht aus dem Fenster. In der gleichen Stadt setzt sich Freya Hüller (Susanne Bormann) am Morgen des 12. September in ihr Auto und verlässt ihre Familie. Im Krankenhaus tritt währenddessen die hochschwangere Sophie Nolting (Alina Stiegler) ihren Dienst an und verliert einen ihrer Patienten. In den Momenten, als für alle drei Charaktere ein Leben beendet sein wird oder ein neues beginnen ...

Artikelbild für den Artikel "In Dauersch leife" aus der Ausgabe 20/2022 von tip Berlin TV & Streams. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.
Drei sehr unterschiedliche Menschen finden sich erst in einer Zeitschleife wieder und dann zueinander
Weiterlesen
epaper-Einzelheft 2,49€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von tip Berlin TV & Streams. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1050 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 20/2022 von Offene Fragen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Offene Fragen
Titelbild der Ausgabe 20/2022 von Sissi rev isited. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Sissi rev isited
Titelbild der Ausgabe 20/2022 von Kino in der Kiste. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Kino in der Kiste
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
Sissi rev isited
Vorheriger Artikel
Sissi rev isited
Kino in der Kiste
Nächster Artikel
Kino in der Kiste
Mehr Lesetipps

Drei sehr unterschiedliche Menschen finden sich erst in einer Zeitschleife wieder und dann zueinander Fotos: ZDF und Boris Laewen; ZDF und Dynamic; rbb / Studiocanal / Frederic Batier Die Apokalypse beginnt an diesem Montag – und wiederholt sich dann alle 24 Stunden. Immer und immer wieder. Was uns „Und täglich grüßt das Murmeltier“ in einer komödiantischen Liebesverfilmung zeigt, passiert bei „Another Monday“ in böse, dunkel und hoffnungslos. Moritz Becker (Ben Münchow) springt eines Nachts in Selbstmordabsicht aus dem Fenster. In der gleichen Stadt setzt sich Freya Hüller (Susanne Bormann) am Morgen des 12. September in ihr Auto und verlässt ihre Familie. Im Krankenhaus tritt währenddessen die hochschwangere Sophie Nolting (Alina Stiegler) ihren Dienst an und verliert einen ihrer Patienten. In den Momenten, als für alle drei Charaktere ein Leben beendet sein wird oder ein neues beginnen könnte, fängt für sie alles wieder von vorne an – sie befinden sich in einer endlosen Zeitschleife. Als Freya und Moritz aufeinander treffen und erfahren, dass sie gleichermaßen in dieser Zeitschleife gefangen sind, beginnen die beiden mit der Suche nach einem Auslöser und nach weiteren Betroffenen. Dabei stoßen sie auf Sophie. Alle Figuren stecken in ihren eigenen Schicksalen fest und erleben von Tag zu Tag ihren persönlichen Horror, der immer schlimmer wird. Schließlich entdecken Freya und Moritz, wie sie Menschen in den 24-Stunden-Loop mit hineinziehen können. Von da an unterscheiden sie zwischen Erwachten und Amnesisten. Die Frage ist nun: Welche Seite ist die Gute und was will wer für welche Personen verantworten? Es ist eine dystopische Welt, die da über die Mattscheibe flimmert, gleichzeitig werden auf metaphorischer Ebene Themen unseres Alltags behandelt: Wie steht das Individuum zur Gesellschaft, wie verhält es sich, wenn Entscheidungen von „da oben” getroffen werden? Und was, wenn es uns am Ende doch gemeinsam so ergeht – bilden wir dann wieder eine Gesellschaft, und wie sieht diese aus? Was Regisseur Nathan Nill nach dem Buch von Maximillian Baumgartner inszeniert hat, ist die Idee einer Welt, die die Menschen auf neue, unbekannte Art und Weise zusammenbringt. Baumgartner zeigt mit seiner ersten Filmreihe Talent zur Darstellung einer mehrschichtigen Geschichte. Susanne Bormann dagegen druckst in ihrer Rolle zunächst unnötig viel herum und auch Ben Münchow muss sich erst warm spielen, gewinnt aber ab Folge Zwei Mut zur Charakterdarstellung. Ab da an ist es möglich, sich auf das Gedankenkonstrukt einer Welt einzulassen, die am Ende realistischer scheint, als es uns vielleicht lieb ist. LUISA-MARIE KAUZMANN ZDF Mediathek ab 30.9., 6 Folgen à ca. 45 Min. ••••○ Fotos: ZDF und Kerstin Stelter; WDR / Beta Film; WDR / ITV; ZDF / ARTE / Shai Skiff / Nizan Lotem; Beta Film / ARD; rbb / record film; Wonge Bergmann für Alte Oper Frankfurt am Main; ZDF und Constanze und David Schmitt In falschen Händen THRILLER Kinder können einem ganz schön auf die Ketten gehen, das weiß jeder, der welche hat. Und sie sind ganz schlecht für die Karriereplanung. Darum sind Nika (Pegah Ferydoni, Foto re.) und ihr Mann Tom ziemlich froh, als sich unversehens das scheinbar perfekte Kindermädchen Manu (Katharina Schlothauer) in ihr Leben drängt und ihnen die Sorge um Sohn Leo (Sole Inan Actes, li.) abnimmt. Doch irgendwas scheint mit der jungen Manu nicht zu stimmen. Ruhig inszeniertes Psychodrama von Mark Monheim („Alles Isy“). ZDF Mediathek bis 2.9.2023 ••••○ Ivie wie Ivie DRAMA „Ist es dir eigentlich egal, dass deine Freund:innen dich Schoko nennen? Nennst du deine beste Freundin dann Vanille?“ Naomi (Lorna Ishema), ebenso afrodeutscher Herkunft wie Ivie (Haley Louise Jones), vor deren Leipziger Wohnungstür sie auf einmal steht, stellt sich als Halbschwester vor und berichtet, dass ihr gemeinsamer Vater gerade beerdigt werde. Naomi ist direkt, stellt unaufgefordert Fragen, sodass Ivie sich plötzlich darüber klar wird, wie sehr sie sich in ihrem Alltag positivem Rassismus ausgesetzt sieht. Das ungleiche Schwesternpaar sucht nach den gemeinsamen Wurzeln und nähert sich an. Insbesondere Jones gelingt es leider mitunter nicht, in ihrer Figur zu überzeugen – ansonsten ein gelungener Film mit Nachdenk-Potential. LMK ZDF Mediathek bis 9.11., 109 Min. ••••○

Die Apokalypse beginnt an diesem Montag – und wiederholt sich dann alle 24 Stunden. Immer und immer wieder. Was uns „Und täglich grüßt das Murmeltier“ in einer komödiantischen Liebesverfilmung zeigt, passiert bei „Another Monday“ in böse, dunkel und hoffnungslos.

Moritz Becker (Ben Münchow) springt eines Nachts in Selbstmordabsicht aus dem Fenster. In der gleichen Stadt setzt sich Freya Hüller (Susanne Bormann) am Morgen des 12. September in ihr Auto und verlässt ihre Familie. Im Krankenhaus tritt währenddessen die hochschwangere Sophie Nolting (Alina Stiegler) ihren Dienst an und verliert einen ihrer Patienten. In den Momenten, als für alle drei Charaktere ein Leben beendet sein wird oder ein neues beginnen könnte, fängt für sie alles wieder von vorne an – sie befinden sich in einer endlosen Zeitschleife.

Als Freya und Moritz aufeinander treffen und erfahren, dass sie gleichermaßen in dieser Zeitschleife gefangen sind, beginnen die beiden mit der Suche nach einem Auslöser und nach weiteren Betroffenen. Dabei stoßen sie auf Sophie. Alle Figuren stecken in ihren eigenen Schicksalen fest und erleben von Tag zu Tag ihren persönlichen Horror, der immer schlimmer wird. Schließlich entdecken Freya und Moritz, wie sie Menschen in den 24-Stunden-Loop mit hineinziehen können. Von da an unterscheiden sie zwischen Erwachten und Amnesisten. Die Frage ist nun: Welche Seite ist die Gute und was will wer für welche Personen verantworten?

Es ist eine dystopische Welt, die da über die Mattscheibe flimmert, gleichzeitig werden auf metaphorischer Ebene Themen unseres Alltags behandelt: Wie steht das Individuum zur Gesellschaft, wie verhält es sich, wenn Entscheidungen von „da oben” getroffen werden? Und was, wenn es uns am Ende doch gemeinsam so ergeht – bilden wir dann wieder eine Gesellschaft, und wie sieht diese aus?

Was Regisseur Nathan Nill nach dem Buch von Maximillian Baumgartner inszeniert hat, ist die Idee einer Welt, die die Menschen auf neue, unbekannte Art und Weise zusammenbringt. Baumgartner zeigt mit seiner ersten Filmreihe Talent zur Darstellung einer mehrschichtigen Geschichte. Susanne Bormann dagegen druckst in ihrer Rolle zunächst unnötig viel herum und auch Ben Münchow muss sich erst warm spielen, gewinnt aber ab Folge Zwei Mut zur Charakterdarstellung. Ab da an ist es möglich, sich auf das Gedankenkonstrukt einer Welt einzulassen, die am Ende realistischer scheint, als es uns vielleicht lieb ist.

LUISA-MARIE KAUZMANN

ZDF Mediathek ab 30.9., 6 Folgen à ca. 45 Min. ••••○

In falschen Händen

THRILLER Kinder können einem ganz schön auf die Ketten gehen, das weiß jeder, der welche hat. Und sie sind ganz schlecht für die Karriereplanung. Darum sind Nika (Pegah Ferydoni, Foto re.) und ihr Mann Tom ziemlich froh, als sich unversehens das scheinbar perfekte Kindermädchen Manu (Katharina Schlothauer) in ihr Leben drängt und ihnen die Sorge um Sohn Leo (Sole Inan Actes, li.) abnimmt. Doch irgendwas scheint mit der jungen Manu nicht zu stimmen. Ruhig inszeniertes Psychodrama von Mark Monheim („Alles Isy“).

ZDF Mediathek bis 2.9.2023 ••••○

Ivie wie Ivie

DRAMA „Ist es dir eigentlich egal, dass deine Freund:innen dich Schoko nennen? Nennst du deine beste Freundin dann Vanille?“ Naomi (Lorna Ishema), ebenso afrodeutscher Herkunft wie Ivie (Haley Louise Jones), vor deren Leipziger Wohnungstür sie auf einmal steht, stellt sich als Halbschwester vor und berichtet, dass ihr gemeinsamer Vater gerade beerdigt werde. Naomi ist direkt, stellt unaufgefordert Fragen, sodass Ivie sich plötzlich darüber klar wird, wie sehr sie sich in ihrem Alltag positivem Rassismus ausgesetzt sieht. Das ungleiche Schwesternpaar sucht nach den gemeinsamen Wurzeln und nähert sich an. Insbesondere Jones gelingt es leider mitunter nicht, in ihrer Figur zu überzeugen – ansonsten ein gelungener Film mit Nachdenk-Potential. LMK

ZDF Mediathek bis 9.11., 109 Min. ••••○