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IN DER KOMFORTZONE


connect - epaper ⋅ Ausgabe 9/2021 vom 05.08.2021

SAUGROBOTER

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Bildquelle: connect, Ausgabe 9/2021

Saugroboter und kombinierte Saug- Wisch-Roboter gehören nach wie vor zu den beliebtesten Smart- Home-Geräten. Und das aus gutem Grund: Nehmen sie uns doch eine der lästigsten Tätigkeiten im Haushalt ab. Auch wenn das Prinzip nicht neu ist, gibt es immer wieder neue Funktionen, die denUmgang mit den fleißigen Putzhelfern noch komfortabler machen. Eine besonders praktische Innovation ist die automatische Absaugstation, die dafür sorgt, dass man den bauartbedingt meist nicht allzu geräumigen Schmutzbehälter des Roboters nicht ständig ausleeren muss, sondern nur noch alle paar Wochen oder gar Monate den Staubbeutel auswechselt. Zunächst hat uns iRobot mit einer solchen „Clean Base“ beglückt. Nun hat der chinesische Hersteller Ecovacs nachgezogen und den beiden von uns getesteten Deebot-Modellen eine Absaugstation spendiert, die nicht nur genauso aussieht wie jene des Roomba-Roboters, ...

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... sondern wie dieser am Namenszu-satz „+“ erkennbar ist. Ganz frisch auf dem Markt ist die Entleerungsstation von Roborock, die standardmäßig ohne Staubbeutel auskommt und einen zusätzlichen Feinstaubfilter mitbringt. Die Geräte von iRobot und Ecovacs bekommen im Test zusätzliche Ausstattungspunkte, weil die Absaugstation ein fester Produktbestandteil ist – nicht so bei Roborock, wo man sie zunächst nur gegen Aufpreis als Sonderzubehör für das Modell S7 erwerben kann.

Smart, aber nicht günstig

Ansonsten lautet das Motto „Evolution statt Revolution“: Denn immer wieder fallen den Herstellern nützliche Features ein, die für effizientere Bodenreinigung sorgen. Ein gutes Beispiel dafür ist die automatische Anhebung des Wischaufsatzes, sodass im Mopp-Betrieb Teppiche nicht mehr umfahren werden müssen.

Beim Blick auf das Teilnehmerfeld unserer Vergleichstests könnte man nun einwenden, dass die Kandidaten mit einer Ausnahme nicht ganz billig sind. Aber wir haben uns grundsätzlich auf Modelle beschränkt, die ein gewisses Maß an Intelligenz mitbringen: Geräte, die per Smartphone-App und Sprachbefehl steuerbar sind, systematische Fahrwege abfahren, Echtzeitkarten erstellen, akustische Statusinfos ausgeben und individuelle Zeitpläne beherrschen. Und solche hochwertigen Ausstattungsmerkmale schlagen sich zwangsläufig im Verkaufspreis nieder.

Die Testverfahren für reine Saugroboter und Modelle mit zusätzlichem Wischaufsatz sind weitgehend identisch. Aufgrund der funktionalen Unterschiede gibt es jedoch kleinere Abweichungen, sodass die Ergebnisse nicht einhundertprozentig miteinander vergleichbar sind. Wertungspunkte gab es für die Kategorien Ausstattung, Bedienung und Navigation sowie Reinigung. Getestet haben wir fünf Saug-Wisch- Kombis, zwei klassische Trockensauger sowie zwei praktische Zusatzgeräte außer Konkurrenz.

Rainer Müller

Ecovacs Deebot N8 Pro+

+

• lasergesteuerte Raumerfassung und Hindernisumfahrung

• automatische Absaugstation

• Teppicherkennung/-umfahrung

• automatische Saugkraftverstärkung für Teppichböden

• jeweils 4 Saug- und Wischstärkestufen

• umfangreiches Zubehör

-

• kein 5-GHz-WLAN

• durchschnittliche Wischleistung

Preis: 699/499 Euro (mit/ohne Absaugstation)

-Urteil: sehr gut (426 Punkte)

■ In der Modellsystematik von Ecovacs ist der Deebot N8 Pro+ in der Mittelklasse angesiedelt. Dafür wird mit 699 Euro eine stolze Summe aufgerufen, die sich allerdings dadurch relativiert, dass die offizielle Preisempfehlung ohne Absaugstation nur noch 499 Euro beträgt – und der Straßenpreis liegt noch deutlich darunter. Vor allem aber verfügt die Saug-Wisch-Kombi über Ausstattungsmerkmale, die vom letztjährigen Topmodell T8 bekannt sind: namentlich True Mapping und True Detect 3D. Diese Technologien sorgen für eine höchst präzise Erfassung der Grundrisse, effiziente Reinigungswege und eine weitgehend funktionierende automatische Hindernisumfahrung. Fährt der Roboter über Teppichböden, wird die Saugleistung automatisch angehoben. Hervorzuheben ist zudem das umfangreiche Arsenal an Ersatzteilen, das der Hersteller mitliefert. Die Reinigungsergebnisse sind in Ordnung, lassen aber durchaus Luft nach oben. Das gilt vor allem für den Wischaufsatz, der bei hartnäckigen Flecken schnell an seine Grenzen stößt. Insgesamt bietet der Deebot N8 Pro+ ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis – wer auf die automatische Absaugstation verzichten kann, dürfte kaum ein günstigeres Gerät finden, das so viel kann.

SAUG-WISCH-ROBOTER

Medion MD S20 SW (MD20011)

+

• systematisches Saugen und Wischen in einem Durchgang

• Zeitpläne und Saug-/Wischstärkestufen in der App definierbar

• großer Staubbehälter, optional mit Staubbeutel nutzbar

• Kanten- und Punktreinigung

• umfangreiches Zubehör

-

• kein speicherbarer Grundriss

• keine Teppicherkennung

• keine Sperrzonen und Reinigungsbereiche definierbar

Preis (UVP): 200 Euro -Urteil: befriedigend (343 Punkte)

■ Der erst Ende Juli veröffentlichte Medion MD S20 SW ist ein Unikat in unserem Vergleich. Das liegt daran, dass dieses Modell nur 200 Euro kostet und damit nicht einmal halb so teuer ist wie der zweitgünstigste Testkandidat. Und allein damit setzt der Aldi-Hoflieferant ein Signal, denn wie bei den hochpreisigeren Konkurrenten handelt es sich um einen Alexakompatiblen Saug-Wisch-Roboter, der sich per App einrichten und steuern lässt, Zeitpläne abarbeitet und dank Zyklon-Technologie gute Reinigungsergebnisse produziert. Der Schmutz wird direkt eingesaugt, zwei Seiten bürsten sorgen dafür, dass an Kanten und Ecken nichts liegen bleibt. Der Auffangbehälter ist ausgesprochen großzügig dimensioniert – auf Wunsch kann man den MD S20 SW sogar mit einem Staubbeutel bestücken. Gefallen hat uns auch das umfangreiche Zubehör im Lieferumfang. Dennoch muss man dem Schnäppchenpreis Tribut zollen, denn es gibt zwar systematische Fahrwege, aber keinen speicherbaren Grundriss, sodass der Raum jedes Mal neu erkundet werden muss. Da sich weder Sperrzonen definieren noch bestimmte Bereiche auswählen lassen, kann man die Putzhilfe nur in Räumen moppen lassen, in denen sich ausschließlich wasserunempfindliche Hartböden befinden.

SAUG-WISCH-ROBOTER

ECOVACS DEEBOT T9+

+

• lasergesteuerte Raumerfassung und Hindernisumfahrung

• automatische Absaugstation

• Teppicherkennung/-umfahrung

• oszillierende Wischplatte für eine sehr gründliche Nassreinigung

• automat. Saugkraftverstärkung

• integrierter Lufterfrischer

• 3D- und WLAN-Abdeckungskarte

-

• kein 5-GHz-WLAN

• nur ein Grundriss speicherbar

Preis: 899/699 Euro (mit/ohne Absaugstation)

-Urteil: sehr gut (451 Punkte)

■ Wie der letztjährige Gesamtsieger Deebot T8 legt auch der Nachfolger T9+ einen überzeugenden Auftritt aufs Parkett – obwohl das aktuelle Topmodell ohne den Namenszusatz „AIVI“ („Artificial Intelligence and Visual Interpretation“) und damit ohne Kamera und künstlicher Intelligenz auskommen muss. Wer seinen Saugroboter nicht auch als fernsteuerbare Überwachungskamera verwenden will, wird das aber kaum vermissen, da der Deebot T9+ auch so mit höchster Präzision zu Werke geht und Hindernissen elegant ausweicht. Statt zwei Wischaufsätzen gibt es nur noch einen – aber der hat es in sich: Dank der oszillierenden Wischplatte lassen sich im Modus „Tiefenschrubben“ selbst angetrocknete Flecken souverän eliminieren. Neu hinzugekommen ist neben der automatischen Absaugstation auch ein eingebauter Lufterfrischer, der alternativ zum Wischaufsatz mit durch die Wohnung fährt – drei verschiedene Düfte stehen zur Wahl. Der Grundriss wird nun optional als 3D-Karte angezeigt, die Möbel lassen sich manuell hinzuplatzieren. In der App darstellbar ist nun auch eine WLAN-Abdeckungskarte, wobei das eher als nette Spielerei durchgeht. Ob der enorme Funktionsumfang des Premium-Roboters den relativ hohen Preis rechtfertigt, muss am Ende jeder für sich selbst entscheiden.

SAUG-WISCH-ROBOTER

ROBOROCK S7

+

• punktgenaue Lidar-Navigation mit Hindernisumfahrung

• Schallwischsystem mit automatischer Moppanhebung für Kurzflorteppiche

• automatische Saugkraftverstärkung für Teppichböden

• je 4 Saug- und Wischstärkestufen

• Absaugstation gegen Aufpreis

-

• kein Zubehör im Lieferumfang

• kurzes Stromkabel

• kein 5-GHz-WLAN

Preis (UVP): 549 Euro -Urteil: sehr gut (451 Punkte)

■ Die Xiaomi-Tochter konnte bereits mit den Modellen S6 und S6 MaxV ordentlich punkten, nun liefern die Chinesen ihr Meisterstück ab. Der Roborock S7 überzeugt sowohl beim Saugen als auch beim Wischen – Letzteres ist seine Paradedisziplin. Bis zu 3000 Vibrationen pro Minute beim sogenannten „Sonic Mopping“ sorgen für eine besonders gründliche Nassreinigung. Mit einem Volumen von 300 Milliliter fasst der Tank zudem deutlich mehr Wasser als die Konkurrenz. Der eigentliche Clou ist aber, dass der Wischaufsatz automatisch um fünf Millimeter angehoben wird, wenn der S7 per Ultraschallsensor einen Teppich aufspürt. Das heißt, es kann nun auch in Räumen, in denen sich Textilböden befinden, in einem Aufwasch gesaugt und gewischt werden. Dennoch lassen sich via App auch Zonen definieren, die bei aktivierter Wischfunktion umfahren werden sollen. Die Saug- und Wischintensität ist in jeweils vier Stärken regulierbar – und zwar separat für jeden Raum. Abgerundet wird der positive Gesamteindruck von durchdachten Features wie der borstenlosen Lamellenbürste, die Haarverwicklungen reduziert, oder der manuellen Steuerung. Als Zubehör ist seit Mitte Juli zudem eine Auto-Entleerungsstation verfügbar, für die 299 Euro Aufpreis fällig werden.

SAUG-WISCH-ROBOTER

iROBOT ROOMBA I3+

+

• Lasernavigation mit präziser Raumerkennung

• automatische Absaugstation

• automatische Anpassung der Saugstärke („Dirt Detect“)

• flexible borstenlose Gummiwalzen

• spezieller Außer-Haus-Modus

• unterstützt 2,4- und 5-GHz-WLAN

-

• keine Sperrzonen und Reinigungsbereiche definierbar

• relativ wenige App-Funktionen

Preis: 699/449 Euro (mit/ohne Absaugstation)

-Urteil: gut (380 Punkte)

■ Bei iRobot gehört es zur grundlegenden Produktphilosophie, dass für Saugen und Wischen zwei verschiedene, auf ihre jeweilige Aufgabe hin optimierte Geräte zuständig sind – obwohl der US-amerikanische Hersteller im unteren Preissegment inzwischen auch mit einer kombinierten Putzhilfe experimentiert. Die Trockenreinigung übernehmen die Roomba-Modelle, um nasses Durchwischen kümmern sich die Braava-Geräte – zusammen kann man sie preisreduziert als Bundles erwerben. Das hier getestete Roomba-Modell markiert den Einstieg in die hochwertige i-Serie, wobei inklusive automatischer Absaugstation dennoch stolze 699 Euro für den i3+ fällig werden. Dafür liefert er ähnlich famose Reinigungsergebnisse wie der teurere Bruder i7+. Dem Herstellerkonzept folgend gibt es kaum Einstellmöglichkeiten in der App, weil der Saugroboter mehr oder weniger alles über seine intelligente Automatik steuert. Eine Besonderheit sind auch die beiden gegenläufig rotierenden, borstenlosen Gummibürsten, in denen sich auch bei längerer Benutzung keine Haare verfangen. Leider lassen sich weder einzelne Räume zur Reinigung auswählen noch Sperrzonen definieren, sodass der Roomba i3+ grundsätzlich immer die komplette Wohnung saugt.

SAUG-WISCH-ROBOTER

ROWENTA X-PLORER SERIE 75 TOTAL CARE

+

• präzise Lasernavigation

• automatische Teppicherkennung mit Saugkraftverstärkung

• Mopping-Aufsatz mit drei verschiedenen Wischtüchern

• hohe Saugkraft

• Definition von Sperrzonen

-

• keine Teppichumfahrung im Wischbetrieb

• keine Regulierung der Wassermenge

• kein 5-GHz-WLAN

Preis (UVP): 460 Euro -Urteil: gut (388 Punkte)

■ Bei der Saug-Wisch-Kombination von Rowenta deutet bereits der Name an, wohin die Reise geht: „Total Care“ steht für spezielle Funktionen zum Reinigen von Haushalten, in denen Haustiere viel Schmutz verursachen. Dazu gehören neben ei- nem Filter, der laut Hersteller bis zu 99,9 Prozent der Staubpar- tikel absorbiert, vor allem die drei mitgelieferten verschiedenfar- bigen Tücher, die sich auf den Wischaufsatz ziehen lassen: ein Standard-Mopp für leicht verschmutzte Hartböden, ein roter sogenannter „Animal-Scub-Mopp“ für die Reinigung hartnäcki- ger Flecken sowie ein grüner elektrostatischer Anti-Allergie- Mopp, der ohne Wasser arbeitet und in dem auch sehr feine Staubpartikel hängen bleiben sollen. Ansonsten bietet der X-plorer Serie 75 alle gängigen Standardfunktionen, die in dieser Preisklasse erwartbar sind: eine recht genaue Navigation mit systematischen Fahrwegen, vier verschiedene Saugstärkestufen, die Definition von Sperrzonen, die umfahren werden, eine Auswahl von zu reinigenden Räumen, ein Smart- Spot-Modus sowie eine automatische Teppich erkennnung samt Turbo-Boost, die jedoch nicht zur Umfahrung von Textilböden beim Wischen genutzt wird. Im Mopp-Betrieb empfiehlt sich die Einrichtung von speziellen No-Go-Areas, damit kein Teppich nass wird.

SAUGROBOTER

NEATO D8

+

• Lasernavigation mit präziser Raumerkennung

• besonders breite Hauptbürste

• kompatibel mit Alexa, Google Assistant, Siri und Apple Watch

• sehr großer Schmutzbehälter

• tadellose Reinigungsergebnisse

• unterstützt 2,4- und 5-GHz-WLAN

-

• keine Bereichsauswahl

• relativ wenige Einstellmöglichkeiten in der App

• hoher Preis

Preis (UVP): 799 Euro

-Urteil: gut (384 Punkte)

■ Neato geht beim Thema Saugroboter einen ganz eigenen Weg. Während die Konkurrenz kreisrunde Putzhilfen produziert, setzt der Pionier aus Kalifornien auf seine bewährte D- Form. Dieses eigenwillige Design ermöglicht es den Modellen von Neato und damit auch dem D8, dass er Ecken und Kanten besonders gründlich reinigen kann. Dank der speziellen Form nimmt die Hauptbürste auch fast die komplette Breite des Saugers ein. Ein weiterer Vorteil der Bauweise ist, dass der D8 mit einem Fassungsvermögen von 700 Millilitern den größten Schmutzbehälter aller Testkandidaten mitbringt. Bemerkenswert ist zudem die Vielfalt der Steuerungsoptionen. Neben der Smartphone-App, der Taste am Gerät selbst und den gängigen Verknüpfungen mit den Sprachassistenten Alexa und Google Assistant gehören dazu auch Siri Shortcuts und die Apple Watch. Ein zusätzliches Plus ist die Unterstützung von 2,4- und 5-GHz-WLAN-Netzen. Auch ohne Teppicherkennung gibt es an der Reinigungsleistung des D8 nichts auszusetzen – zumindest im Turbomodus saugt er höchst akkurat. Sperrzonen sind möglich, der zu reinigende Bereich lässt sich allerdings nicht über einzelne Räume oder Bereiche weiter eingrenzen.

SAUGROBOTER

Fazit

Rainer Müller, Redakteur

Vorjahressieger Ecovacs hat es wieder geschafft: Mit ihrem aktuellen Topmodell konnten die Chinesen erneut den Testsieg davontragen. Das war allerdings eine höchst knappe Angelegenheit, denn nur dank der Zusatzpunkte für die neu hinzugekommene automatische Absaugstation gelang es dem Deebot T9+, im Gleichschritt mit dem punktgleichen Roborock S7 durchs Ziel zu gehen. Für Letzteren gibt es seit Kurzem zwar auch eine Entleerungsstation, die aber nicht zum Lieferumfang gehört und für knapp 300 Euro hinzugeordert werden muss. Die Xiaomi-Tochter punktet mit durchdachten Details wie der automatischen Moppanhebung für Teppiche.

Ein knappes „sehr gut“ verdient sich das günstigere Ecovacs-Modell Deebot N8 Pro+, während sich die Saug-Wisch- Kombi von Rowenta sowie die reinen Saugrobotermodelle von iRobot und Neato mit der Verbalnote „gut“ begnügen müssen. Eine besondere Erwähnung verdient sich der nagelneue MD S20 SW von Medion. In der Punktewertung kann er zwar nicht ganz mithalten, dafür ist er gnadenlos günstig.