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In fünf Jahren kommt das Aus für den Euro


Sachwert Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 3/2018 vom 07.06.2018

Marc Friedrich und Matthias Weik erklären, warum Sie jetzt handeln sollten.


Artikelbild für den Artikel "In fünf Jahren kommt das Aus für den Euro" aus der Ausgabe 3/2018 von Sachwert Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Sachwert Magazin, Ausgabe 3/2018

Sehen Sie bei Wirtschaft TV das komplette Interview von Marc Friedrich und Matthias Weik.


Herr Weik, Herr Friedrich, in Ihrem aktuellen Newsletter schreiben Sie etwas sehr Provokantes, nämlich, in 5 Jahren ist der Euro Geschichte. Erklären Sie uns das.
Einfach alle Währungsunionen in der Geschichte der Menschheit sind ausnahmslos gescheitert und der Euro ist definitiv keine Ausnahme. Das sehen wir an den verzweifelten Versuchen der Notenbanken, das Konstrukt des Währungsexperiments Euro künstlich am Leben zu erhalten. Da wäre ...

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Herr Weik, Herr Friedrich, in Ihrem aktuellen Newsletter schreiben Sie etwas sehr Provokantes, nämlich, in 5 Jahren ist der Euro Geschichte. Erklären Sie uns das.
Einfach alle Währungsunionen in der Geschichte der Menschheit sind ausnahmslos gescheitert und der Euro ist definitiv keine Ausnahme. Das sehen wir an den verzweifelten Versuchen der Notenbanken, das Konstrukt des Währungsexperiments Euro künstlich am Leben zu erhalten. Da wäre die historischen Nullzins-Phase, wir Bürger werden schleichend enteignet, Aufkaufprogramme mit aktuell schon 2,2 Billionen Euro Volumen und jetzt auch noch sowohl die Europäische Einlagensicherung als auch die Vergemeinschaftung der Schuldenall diese Warnsignale zeigen deutlich, dass wir im Endspiel sind. Die Munition der Notenbanken geht langsam zur Neige. Aus diesem Grunde haben wir jetzt erstmal öffentlich gesagt, dass wir bis Ende 2023 das Ende der Gemeinschaftswährung erwarten.


»Eigentlich sollte der Bürger auf die Straße gehen und sagen, jetzt reicht es endlich!«


Wie sehen Sie die aktuelle Entwicklung in der EU, gerade in Ungarn?
Wir hatten ja jetzt erstmal die Wahl in Italien, bei der Euro- und EU-skeptische Parteien die Mehrheit erreicht haben. Jetzt wurde auch in Ungarn Herr Orban im Amt bestätigt. Auch hier haben die EU-Gegner die absolute Mehrheit erreicht. Es gibt einen Wandel in Europa. Das mit Ungarn können wir noch stemmen, aber wenn sich der Wind in Italien dreht und das Land aus der EU und aus der Währungsunion austreten möchte, haben wir ein Riesenproblem. Dann war es das mit dem Euro. Italien geht es definitiv nicht besser. Das Land an der Adria ist der klare Verlierer unter dem Euro. Wir sehen keinerlei wirtschaftlichen Aufschwung, der eine Änderung der Stimmung im Land rechtfertigen würde. Abgesehen davon schwappt auch die Flüchtlingskrise immer mehr nach Italien und das Land hat massive Probleme.


»Die Munition der Notenbanken geht langsam zur Neige.«


Wie sehen Sie denn die Haftungsunion? Machen die Bürger das mit? Werden sie das schlucken?
Sie werden vor vollendete Tatsachen gestellt. Macron möchte es und es geht mal wieder um die Rettung Europas unserer Wertegemeinschaft. Dafür wirbt auch Frau Merkel mit ernster Miene vor laufender Kamera. Wir müssen an einem Strang ziehen, den Euro retten, denn ohne Euro gibt es Europa nicht. In Salamitaktik wird man uns das weis machen. Der Bürger wird in Angst gehalten und es wird natürlich wieder funktionieren. Aber eigentlich sollte der Bürger auf die Straße gehen und sagen, jetzt reicht es endlich! Wir werden tagtäglich enteignet. Das Inkrafttreten der europäischen Einlagensicherung ist der Zeitpunkt, zu dem man spätestens das Geld vom Konto nehmen sollte, denn dann lässt sich der Countdown zählen, wann die erste Bank in Südeuropa umkippt und vor allem die deutschen Sparer dafür blechen müssen.

Herr Draghi geht in Rente. Was erwarten Sie?
Nichts Positives. Ob Jens Weidmann wirklich kommt, wird sich herausstellen. Ändern wird sich nichts. Die Süd europäer haben mittl erweile die Mehrheit und werden Entscheid ungen durchdrücken, die uns wehtun werden. Wir werden keine markanten Zinserhöhungen in Europa sehen, denn nehmen wir mal an, wir hätten einen Zinssatz von fünf Prozent, wie sollte sich Griechenland, Portugal oder auch Italien an den Märkten refinanzieren? Wir bräuchten für Deutschland eigentlich einen solchen Zinssatz, aber wir sehen keine Änderung am Markt.

Sie haben mal ein sehr erfolgreiches Buch geschrieben, „Der Crash ist die Lösung“. Sind sie da heute näher dran oder weit davon entfernt?
Viel, viel näher! Es wird die Lösung sein, weil kein Politiker sich hinstellen wird um zu sagen, „okay, das mit dem Euro war eine blöde Idee“, oder „wir müssen das zurückfahren“ oder „wir haben Fehler begangen“. Die werden uns erst davon berichten, wenn es zu spät ist. Erst wenn das Auto vor die Wand gefahren ist, werden wir das mitbekommen. Dann wird man natürlich versuchen den Schaden zu begrenzen. Aber noch ist Zeit, dass der Privatbürger, der Investor, sein Vermögen in Sicherheit bringt und sich darauf vorbereitet. Das Zeitfenster wird aber nicht größer, sondern eher kleiner. Man sollte jetzt die Weichen stellen.

Vielen Dank Herr Weik und Herr Friedrich.


Bild: WTV, Depositphotos/stocksnapper