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IN SCHÖNHEIT STERBEN


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GRIP - epaper ⋅ Ausgabe 7/2021 vom 08.10.2021

[ PORSCHE MACAN GTS ]

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Nein. Luchse haben wir nicht gesehen – das heißt „Lofoten“ nämlich auf deutsch übersetzt. Nicht mal ein Elch hat sich auf der nordnorwegischen Inselgruppe, die rund 80 Archipele umfasst, blicken lassen. Dafür etwas, was bald wohl noch seltener ist: ein Porsche Macan mit 440 wunderbaren Verbrenner-PS. Denn die Stuttgarter bringen die nächste Generation ihres „kleinen“ SUV ab 2023 als vollelektrischen Zeitgeistentertainer, auch wenn die ottomotorbestückten Altvorderen parallel noch ein bisschen weiterfahren dürfen.

Wie üblich greifen wir zum stärksten Derivat und rechnen mit dem Macan Turbo – bekommen aber „nur“ den GTS. Der Grund: Das ist der neue Turbo. Der neue Macan S dagegen bekommt den Motor aus dem alten GTS, der Einstiegs-Macan erstarkt allerdings tatsächlich mit neuem Motor.

Oder anders ausgedrückt: Der Macan kommt mit Vierzylinder- Turbo-Reihenmotor samt 265 PS und 400 ...

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... Nm maximalem Drehmoment, was den Sprint von 0 auf 100 km/h in 6,2 Sekunden gelingen lässt und eine Höchstgeschwindigkeit von 232 km/h ermöglicht. Der neue Macan S wird nun vom 2,9-Liter-V6-Biturbo befeuert, der 380 PS leistet (plus 26 PS im Vergleich zum „alten“ Macan S, 520 Nm), womit das Auto in 4,6 Sekunden sprintet und 259 km/h schnell ist. Die Maschine im Macan GTS leistet folgerichtig 440 PS und 550 Nm, was einen Sprint von 4,3 Sekunden (mit Sport-Chrono-Paket) ermöglicht und ihn 272 km/h rennen lässt. Alle drei Modelle besitzen serienmäßig Allradantrieb und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Und warum wurde nicht auch der Turbo nochmal stärker? „Der Motor ist schlicht ausgereizt,“ sagt Porsche-Ingenieur Stephan Lenschow, „und so haben wir die stärkste Ausprägung mit dem sportlichsten Macan zusammengefügt.“

Also rein in den pytongrünen GTS, der sich farblich kaum von dem satten Grün der Lofoten abhebt. Um es gleich zu beichten: Mit den wenigen Neuerungen innen und außen ist nicht der Macan der Star, sondern die Lofoten. Es gibt wenige noch schönere Gebiete auf der Erde als diese 1227 Quadratkilometer, auf der sich rund 24.000 Einwohner verlaufen. Nach jeder der vielen Landstraßenkurven haut einem der jeweils neue Ausblick die Ventile aus dem Hirn, und dass Ampeln nur vor einspurigen Brücken existieren, gaukelt dem Sportwagenfahrer das Paradies auf Erden vor.

Doch gemach – vor dem Angasen haben die norwegischen Behörden das Tempolimit gestellt. Maximal 80 km/h ist erlaubt, und es wird kolportiert, dass man für lange dunkle Jahre in irgendeinem Felsenkerker verschwindet, wenn man bei Tempoüberschreitung von mehr als zehn km/h erwischt wird. Außerdem wäre es bei möglicher Höchstgeschwindigkeit von 272 km/h auch sonst ein kurzes Vergnügen: Die Inselgruppe erstreckt sich über rund 200 Kilometer, so dass man in weniger als einer Stunde durch wäre. Alles Theorie, denn die Hauptschlagader namens E10 windet sich heftig wegen im Wege stehender Felsformationen.

Und so rollen wir zivilisiert über mehr oder weniger gesunde Asphaltbänder, nicht ohne hier und da auch mal Charnockite, Gabbro, Paragneisen und ein paar Eklogiten zu touchieren (granitähnliche und magmatische Gefüge, teils plutonischen Ursprungs, aber auch metamorphoses Gestein mit Gneisstruktur). Klar könnte der Macan GTS viel mehr und viel schneller, aber unsere Ehrfurcht vor dem Wagen wird dann doch ein wenig getrübt durch die Ehrfurcht vor der Gegend. Und davon gibt es viel auf den Lofoten.

Da Sie aber zweifellos ein Automagazin in den Händen halten und kein Reisefachblatt, hier doch noch ein paar konkrete Informationen zum zweiten Facelift des Macan der ersten Generation: Allen drei Modellen wurde eine verfeinerte Fahrwerksabstimmung zuteil dank neu angepasster Dämpferkennlinien des Porsche Active Suspension Managements, das beim Macan S und beim GTS serienmäßig an Bord ist. Nur der GTS verfügt serienmäßig über eine neue Sport-Luftfederung – die Luftfeder ist vorne um zehn und hinten um 15 Prozent steifer ausgelegt, was der Fahrdynamik zugutekommen soll. Die Karosserie wurde um zehn Millimeter tiefer gelegt.

Die neue Front glänzt bei Macan und Macan S mit einem Einleger in Wagenfarbe, beim GTS ist sie schwarz – wie auch andere Elemente rundum. Sie soll durch aufrechtere Linien der seitlichen Lufteinlässe breiter wirken, die Parksensoren verschwinden in den aerodynamisch geänderten Airblades. Markenzeichen bleibt die seitlich übergreifende Motorhaube, neu geformt wurden die Hauptscheinwerfer mit LED-Technik. Das Heck wird mit dem nun durchgehenden LED-Leuchtenband der Optik der Rückenansichten anderer Porsche-Modelle angepasst. Die Heckleuchten haben die Vierpunkt-Markenidentität erhalten, der neu gestaltete Diffusor betont die Sportlichkeit ebenso wie die Abgasendrohre im Heckunterteil. Und sonst? Nur noch neue Räder – von 19 bis 21-Zoll je nach Modell.

Innen gibt es mehr Touch-Flächen als vorher, der Getriebewählhebel ist geschrumpft (aber immer noch recht groß), eine Analog-Uhr hat nun jeder Macan serienmäßig dabei. Wer sich in Supercars auskennt, wird entdecken, dass der der Mode-Schalter mit dem Sport-Response-Button (beinhaltet im optionalen Sport-Chrono-Paket) aus dem 918 Spyder stammt. Spender des optionalen GT-Lenkrades mit 360 Millimeter Durchmesser und Leder- oder Alcantara-Bezug ist der Porsche 911.

Weitere nette Annehmlichkeiten bringt übrigens das GTS-Paket mit, das auch nur für den GTS zu haben ist und natürlich in unserem Testwagen steckt: unter anderem 18-Wege-Sportsitze, Carbon im Innenraum, Race-Tex-Ausstattung mit mehr Leder, Kontrastnähte und GTS-Schriftzüge in Wagenfarbe.

FACTs

Porsche Macan GTS

V6-Biturbo

2.894 cm3

324 kW (440 PS) bei

5.700-6.600/min

550 Nm max. bei

1.900-6.600/min

Siebengang-Doppelkupplung

Allradantrieb

4.726/1.927/1.596

L/B/H mm

1.960 kg

0-100 km/h in 4,5 s

272 km/h Vmax

88.264 Euro

GRIP Faktor

Drivestyle ★★★★☆

Performance ★★★★☆

Preis 200,60 €/PS

Tatsächlich bringt uns der neue Macan GTS auf den Lofoten nicht an die Grenzen unseres Fahrkönnens und somit auch nicht in den Genuss seines jüngsten technischen Feinschliffs, die Schönheit der Inseln kratz allerdings an den Grenzen unserer normalerweise urban ausgerichteten Aufnahmefähigkeit. Aber wie es so ist im Leben, irgendwann muss man den Blick von der Natur loseisen und ihn der Preisgestaltung widmen: Der Basis-Macan wird wie erwartet teurer, er kostet nun 62.917 Euro statt 59.591 Euro zuvor. Da der neue S (71.723 Euro) jetzt kräftemäßig dem alten GTS (77.223 Euro) entspricht, wird er auf den ersten Blick günstiger. Der Macan Turbo kostete 91.922 Euro, der ihn ersetzende facegeliftete gleichstarke Macan GTS wird für 88.264 Euro angeboten. Dafür muss der Kunde beim neuen Topmodell auch auf so etwas wie eine serienmäßige Volllederausstattung verzichten.

Wir plädieren übrigens schon mal jetzt vehement für die Präsentation des E-Macan erneut auf den Lofoten. Schon alleine dadurch hätte das Auto bei uns einen Gneis im Brett.

[ FORD BRONCO RIPTIDE PROJECT ]

BRONCO FÜRS GELÄNDE

Nach den letztjährigen Konzepten Bronco OG und Bronco + Filson Wildland Fire Rig ist nun das neue Bronco Riptide-Projektfahrzeug für spontane Outdoor-Abenteuer konzipiert. Wenn das Dach abgenommen, Türen entfernt und durch Rohrtüren ersetzt werden, gibt es viel Open Air. Basierend auf dem 2021 Bronco-Viertürer verfügt der Riptide über 35-Zoll- Schlamm-Terrain-Reifen, die an 17-Zoll-Werksrädern montiert sind. Perlenschlösserringe, Dana AdvanTEK-Electronic-Lock verriegelnde Vorder- und Hinterachse, ein hochdurchlässiges Federungssystem mit Bilstein-Langwegstoßdämpfern sowie das exklusive „Bronco Terrain“-Manage- ment-System gehören ebenfalls dazu. Angetrieben wird das Auto von einem 2,7-Liter-EcoBoost-Motor mit Zehngang-SelectShift-Automatikgetriebe samt Trail Control, Trail One-Pedal-Drive und Trail Turn Assist. Mehr Infos:

Ford.com/Bronco

[ LAND ROVER DEFENDER V8 BOND EDITION ]

BOND FÜR JEDERMANN

Kürzlich feierte der neue Bond-Streifen „Keine Zeit zu sterben“ (englischer Titel: „No Time To Die“) endlich seine Premiere in den deutschen Kinos. Jetzt gibt es dazu von Land Rover ein Sondermodell: den Land Rover Defender V8 Bond Edition. Das auf 300 Exemplare limitierte Sondermodell ist als 90er oder 110er lieferbar – und kommt dezent und geheimnisvoll, mit einem erweiterten Black Pack sowie 22-Zoll-Rädern in Luna Gloss Black, Bremssätteln in Xenon Blue und vielen weiteren exklusiven Details. Für den standesgemäßen Antrieb sorgt der kürzlich vorgestellte Kompressor-V8 des Land Rover Defender V8 mit satten 386 kW (525 PS) Leistung. Preis: 134.300 Euro für den 90er, 137.900 Euro für den 110er.

www.landrover.de/james-bond-film/index.html