Lesezeit ca. 9 Min.
arrow_back

IN WILDER GESELLSCHAFT


Logo von TAUCHEN
TAUCHEN - epaper ⋅ Ausgabe 111/2022 vom 25.10.2022

MALEDIVEN

Artikelbild für den Artikel "IN WILDER GESELLSCHAFT" aus der Ausgabe 111/2022 von TAUCHEN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: TAUCHEN, Ausgabe 111/2022

Dass gestreifte Haie einmal Menschen aus aller Welt auf ihre Heimatinsel locken und für einen Geldsegen sorgen würden, hätte sich Vadoo vor fünf Jahren niemals träumen lassen. »Ich erinnere mich noch an ihren Geruch, als Haie bei uns noch gefangen wurden«, erzählt die in der Schweiz lebende Malediverin in mehr als passablem Deutsch. »Unsere Eltern haben uns nichts Großartiges von ihnen erzählt oder dass sie gefährlich sind. Sie waren einfach da im Meer, ganz selbstverständlich.« Wenn Vadoo »einfach da« sagt, dann klingt das sehr viel akzeptierender als das Hickhack um die Rückkehr einiger Wölfe hierzulande. Denn nur von ein paar Raubtieren vor der zehn Kilometer langen Küstenlinie Fuvahmulahs zu sprechen, liefe an der Realität vorbei. Nirgendwo sonst auf der Erde lebt eine fünfstellige Einwohnerzahl Tür an Koralle mit einer dreistelligen, möglicherweise vierstelligen Zahl der gestreiften ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 4,19€statt 5,99€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von TAUCHEN. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1050 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 111/2022 von LIEBE LESERINNEN UND LESER,. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
LIEBE LESERINNEN UND LESER,
Titelbild der Ausgabe 111/2022 von FUNDAMENTE DES LEBENS. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
FUNDAMENTE DES LEBENS
Titelbild der Ausgabe 111/2022 von GEBURTSHILFE FÜR KORALLEN. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
GEBURTSHILFE FÜR KORALLEN
Titelbild der Ausgabe 111/2022 von DIE KORALLENEXPERTIN VOM ROTEN MEER. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
DIE KORALLENEXPERTIN VOM ROTEN MEER
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
» WIR WOLLEN ZEIGEN, DASS ES FUNKTIONIERT … «
Vorheriger Artikel
» WIR WOLLEN ZEIGEN, DASS ES FUNKTIONIERT … «
TAUCHEN & KLIMASCHUTZ
Nächster Artikel
TAUCHEN & KLIMASCHUTZ
Mehr Lesetipps

... Topräuber. In friedlicher Eintracht, wenn man von den Beschwerden einiger Fischer absieht. Für Tigerhaie ist die Insel am Südende der Malediven zugleich Paarungsgebiet und Kinderstube, sodass Halbtonner ebenso auftreten wie Jungtiere. Tendenz bei Letzteren eindeutig steigend. Weil die Insel einst ein Atoll war, fehlt ein Saumriff, weshalb Schwärme von Bonitos, Thunfische und Segelfische unmittelbar vor der steil abfallenden Inselküste auftreten. Speziell ein von UNESCO und Regierung geschütztes Schelf namens »Farikede«, das vor dem Südende der Insel gut zwei Kilometer weit in den Ozean ragt und im 60-Meter-Bereich an drei Seiten in die Tiefsee abstürzt, ist ein Tummelplatz von neun Hai-Arten wie aus dem Fachliteratur-Bilderbuch: Im flacheren Bereich schwirren Riffhaie umher, unterhalb von 30 Metern haben im Winterhalbjahr die größeren Silberspitzenhaie das Sagen. Im selben Bereich suchen viele Fuchshaie Putzerstationen auf. Und Jagdrudel von Hammerhaien folgen den kalten Tiefenströmungen aufs Riff. Doch der größte Räuber kreuzt in warmen Meeren tagsüber meist im Dämmerlicht, so wie an den Flanken von Farikede. Allerdings legten die Fischer über Jahre hinweg eine Duftspur, indem sie ihren Fang auf dem Rückweg filetierten und so die Tigerhaie aus ihrer natürlichen Umgebung unmittelbar vor die Hafeneinfahrt lockten. Als dann Taucher ins Wasser und zur Überraschung einiger auch mit allen Gliedmaßen wieder hinausstiegen, lag nicht nur Begeisterung, sondern auch der Geruch von Geld in der Luft.

FUVAHMULAH BOOMT

Einige Zeit wurde Fuvahmulah als Geheimtipp gehandelt und von Safari- oder Speedbooten vom Addu-Atoll aus angefahren. Aber spätestens mit der ersten Tauchbasis vor Ort wurde der »Tiger Beach des Ostens« publik. Wo es vor vier Jahren genau ein Gästehaus gab, haben Urlauber 2022 insgesamt 21 Unterkünfte mit 42 Betten zur Auswahl. Und noch vor Ende des Jahres sollen fünf weitere eröffnen. Fünf Tauchbasen gibt es mittlerweile auf der Insel, die sechste steht kurz vor der Eröffnung. Und auch bei einer Safari durch die südlichen Atolle gehört eine Audienz bei der getigerten Prominenz beinahe schon zum Pflichtprogramm. Alle wollen zu den Tigern, die dort günstiger zu »haben« sind als auf den Bahamas und verlässlicher als in Südafrika. Im Umkehrschluss kostet ein Tauchgang bei den Haien etwa 80 US-Dollar. Bei zwei Slots pro Tauchbasis am Tag und Platz für 15 Gästen auf dem Boot kommt ein Vielfaches eines durchschnittlichen Monatslohns auf den Malediven zusammen.

HAIE BRINGEN WOHLSTAND

Für die Einwohner, die rund um die Insel munter surfen, baden und auch speerfischen, sind die Tigerhaie ein Geschenk des Himmels. Trotz ihres Paradies-Images sind die Malediven am Ende des Tages ein Land der Dritten Welt, und nach dem Tourismus als wichtigste Einnahmequelle kommt erst einmal lange gar nichts, ehe der Fischfang an zweiter Stelle folgt. Als Präsident Ibrahim Mohamed Solih im April auf die Insel kam, um den Fortschritt beim Bau asphaltierter Straßen zu begutachten, hing über dem Eingang zum Rednerpult ein lebensgroßer Tigerhai aus Holz. So, als wolle man unterstreichen, dass der gestreifte Räuber Straßen, Fortschritt und Wohlstand erst ermöglicht. Und so ähnlich ist es auch. Über 90 Prozent des Tourismus verdankt Fuvahmulah seinen Tigerhaien. Mehr als 40 Restaurants, Saftbars und Coffeeshops, Supermärkte, Fluglinien, Roller- und Fahrradverleih, Obststände, Läden und der Naturpark an einem der Süßwasserseen: Sie alle profitieren von den Menschen, die wegen der Tigerhaie kommen. Ohne die Haitauchgänge würde die außergewöhnlich schöne und vielfältige Insel schnell wieder in Dornröschenschlaf verfallen, und täglich drei Flüge in die Hauptstadt Malé wären passé. Derzeit sieht es genau umgekehrt aus. Fuvahmulah boomt, und seitens der Politik ist kaum ein Tritt auf die Bremse erkennbar. Falls sich das nicht ändert, der asiatische Tourismusmarkt die Insel für sich entdeckt und die Landebahn für größere Flugzeuge verlängert würde, wäre eine Wiederholung der Geschichte von Ras Mohammed, Sipadan oder Hurghada vorprogrammiert. Wenn bis dahin nichts Einschneidendes passiert.

AUF DAS »WIE« KOMMT ES AN

Das Prozedere an der Fütterungsstation ist heute noch dasselbe wie vor Jahren: Tauchbasis- oder Safarischiff-Personal kauft die fleischigen Karkassen großer Thunfische oder Bonitos von den Fischern und kutschiert gefüllte Fischtonnen und Taucher bis etwa hundert Meter vor die Hafeneinfahrt. Sobald die Urlauber vom Riff zurück zum Hafen getaucht sind, im Korallenschotter einen Platz von Guides/Sicherheitstauchern zugewiesen bekommen haben und mit Haistock als »vertikale Barriere« in Lauerhaltung gehen, plumpsen die Köder ins Wasser. Die grüne Blutwolke lockt innerhalb von Minuten die ersten Tigerhaie an, sofern sie nicht eh schon da sind. Schließlich haben fünf Tauchbasen je zwei Slots pro Tag, und hinzu kommen die Kreuzfahrtschiffe. Wirklich jagen müssen die Tiere nicht mehr. Und das Erlebnis ist ein absoluter Augenöffner – etwas, das man seinen Lebtag nicht vergisst.

Was sich aber verändert hat, ist die Zahl der Haie und die Zahl und auch Art vieler Gäste: An Spitzentagen, an denen sich zu den Tauchbasen auch viele Safariboote gesellen, sind von 8 bis 16.30 Uhr durchgängig Köder im Wasser, und auf der »Manege« treiben halb abgenagte Gräten. Wenn Sashimi tonnenweise serviert wird, können zwischen zehn und 20 Tigerhaie den Hang aus der Tiefe emporschweben – alte Mamas, die das Spektakel »kennen« und eh die Ruhe weghaben, aber auch jüngere Tiere, die launischer sein können. Kommt Futterneid auf, kippt die Stimmung. Und gelegentlich, wenn die Tiere zu nah kommen, zwischen Taucher schwimmen und in ihrem Verhalten an Wespen am Sonntagskuchen erinnern, ist der Tauchgang vorbei. Meist ist alles prima, und doch hat sich ein problematischer Jahrmarkts-Faktor eingeschlichen: Haie werden grundlos angefasst von Guides wie Gästen. Thunfischköpfe werden unter Felsen versteckt, damit Kunden, die fotografieren oder filmen – also fast alle – möglichst lang und möglichst nah den offenen Hai-Rachen mit den Schildkrötenpanzerknacker-Zähnen einfangen können. Eine asiatische frischgebackene Taucherin wird von zwei Guides unter dem Arm zur Manege transportiert und weiß angesichts des Hai-Karussells kaum, wie ihr geschieht. Zwei Taucher sitzen mitten im Riff und ein Schnuppertaucher, der zehn Minuten nach dem Sprung ins Wasser dankend zurück an Bord ist. Während 50 Meter von der Futterstelle entfernt kleine Kinder plantschen, nutzen einige Apnoe-Taucher den freien Slot einer ausgefallenen Ausfahrt und tauchen zu den Tigern in acht Meter Tiefe hinab. Und an der Oberfläche fahren Schiffe in den Hafen ein und aus. Zugegeben: All diese Dinge passieren nicht jeden Tag, sondern haben sich so im Verlauf von zwei Wochen ereignet. Aber sie zeigen einen bedenklichen Respektverlust. Und auch einen gewissen Realitätsverlust, wenn Urlaubstaucher es Profis gleichtun wollen, die hunderte oder gar tausende Tauchgänge mit Haien unter‘m Bleigurt haben, weil es auf Youtube eben so leicht ausschaut. Das gilt aber auch für Freeclimbing oder das Fliegen einer A-320. Die Gäste werden übersichtlich in einer Reihe »angeordnet«. Aber Sicherheitstaucher können nicht immer überall sein. Und nicht jeder Taucher versteht die Körpersprache eines Hais oder hat überhaupt die nötige Ruhe dazu, wenn ein Fisch gewordenes U-Boot mit einem Thuna-Kopf im Maul so nah vorbeischwimmt, dass man die Schuppen auf der Haut zählen könnte.

DIE RESPEKT-FRAGE

Gelegentlich erschrocken darüber, was Leute heute wollen oder glauben zu können, ist auch Basisleiter Saeed Mohamed. »Ich hatte mal eine Influencerin hier, die für ein paar Fotos auf Instagram mal eben mit den Tigerhaien schnorcheln wollte – übrigens nackt, hier auf den Malediven«, berichtet der Tauchpionier der Insel kopfschüttelnd. »Jemand, der das Tigerhai-Tauchen auf den Bahamas gut kennt, schlug mir vor, die Tiere von Hand zu füttern und ähnliche Dinge zu machen. Als ich sagte, dass sowas bei uns nicht in Frage kommt, bekam ich nur zu hören, dass ich ein Trottel sei und auf viel Geld verzichte.« Um eine Überfüllung zu vermeiden, wurde die Netto-Tauchzeit an der Manege selbst auf eine halbe Stunde beschränkt, wobei es bei den Terminen wie überall zu Pannen und Diskussionen kommt, und im Wasser mehrere Tauchergruppen um die Logenplätze buhlen. Mit den Tauchbasen könne man sich notfalls per Handy arrangieren. Aber mit den Safarischiffen sei es schwieriger und unübersichtlicher, meinte Saeed. »Obwohl wir als Guides an Bord kommen und die Dinge erklären, machen sie oft einfach, was sie wollen.« Der Tigerhai-Stundenplan, so meinte er, ließe den Betrieb von zehn Tauchbasen zu. Mit dem Schönheitsfehler, dass mancher die Raubtiere pauschal als Kätzchen missversteht – obwohl die einzelnen Tiere sich durchaus unterschiedlich verhalten. Und das durchaus täglich, je nach Zahl der Artgenossen und Menschen und anderer Faktoren wie der Sichtweite.

Wie der Hai den Mensch sieht, beantwortet er ja leider nicht. Aber an Taucher gewöhnt haben sich viele der Tiere und näher als noch vor zwei Jahren kommen sie auch. »Ich sage das allen Leuten, bevor sie dort ins Wasser springen: Es kann sein, dass sich ein Tigerhai eure Kamera schnappt. Dann lässt man sie besser los und verliert sie. Und anfassen ist sowieso tabu«, meint Marcus Hauck von der Tauchbasis-Kette DivePoint, die eine deutschsprachige Dependance vor Ort betreibt. Auch er ist der Meinung, dass sich die vielen Haie an die Taucher gewöhnt haben. Dabei gäbe es Lösungen zur Entschärfung problematischer Situationen, ehe nach etlichen Beinahe-Unfällen das Unvermeidliche passiert und ein Missverständnis zwischen Mensch und Tier dramatische Folgen nach sich zieht. Eine Möglichkeit wäre eine zentral auf dem Plateau angeordnete »Baitbox«, die das Umhertreiben größerer Fischstücke zwischen Tauchern verhindert – ganz unabhängig davon, ob die Haie am Ende nach dem Auftauchen auch für die Show »entlohnt« werden oder nicht. Im Idealfall in Verbindung mit Verhaltenskodex und eine Besucher-Obergrenze seitens der maledivischen Regierung, so wie etwa am Walhai- und Manta-Hotspot Hanifaru Bay. Auch Marcus Hauck teilt diese Einschätzung, obwohl wohl kein Unternehmer staatliche Einschränkungen wirklich mag: »So etwas wäre in meinem Sinne. Aber ich glaube, es wird nicht passieren, bevor sich ein Unfall ereignet«, meint der Schwabe. »In Hanifaru musste auch ein Walhai von einem Außenborder aufgerissen werden, bevor man tätig wurde.« Bauchschmerzen bereitet nicht nur ihm eine Tauchbasis, die mehrfach Meeresbiologin und Marketingprofi Ocean Ramsey eingeladen hatte, um von ihrer Freitauch-Expertise mit Großen Weißen und Tigerhaien zu profitieren. Die geschulten Guides fassen nun auch »ihre« Tigerhaie an und leiten sie unter den Augen und Kameralinsen der Kundschaft mit der Hand an der Schnauze vorbei. Notfalltechniken für erfahrene Taucher als salonfähiges Unterhaltungsmoment – allzu weit weg vom Serengeti-Spaziergang zu den lieben Löwen mit Steak in der Hand ist das nicht. Im Tauziehen um Superlative bleibt die Sicherheit auf der Strecke. Unabhängig davon, dass ein durchschnittlicher Urlauber ein Tier nicht so gut »lesen« kann wie jemand, der viele hundert Stunden mit Haien verbracht hat, und kein Guide Kontrolle hat über Gäste, die auch einfach mal spontan den Arm ausstrecken, um den Hai zu streicheln, bietet besagte Basis neuerdings Freitauchen mit Tigerhaien im Blauwasser an. Selbst der südafrikanische Tauchprofi Walter Bernardis, der Jahrzehnte lang und vielleicht länger als jeder andere Mensch mit Tigerhaien geschnorchelt ist und in diesem Jahr Fuvahmulah besucht hat, mahnt zur Zurückhaltung: »Den Tieren scheint es nichts auszumachen, wenn Menschen mit ihnen interagieren. Aber ich würde nicht jeder »Barbie« empfehlen, zu denken, sie sei Ocean Ramsey. Auch wenn viele Haie kaputte Zähne haben vom Beißen in die Steine, unter denen die Köder oft versteckt werden, nähme das ein böses Ende.« Die Grundsatzfrage bleibt: Wie nah ist denn nah genug? Wenn – oder eher – sobald ein wirklich schwerer Unfall passiert, fällt das gesamte Kartenhaus in sich zusammen. Das Unterwasserparadies rund um Fuvahmulah und auch die Einheimischen mit ihrer einmaligen Chance auf Wohlstand verdienen Besseres als kurzsichtiges Handeln für den schnellen Dollar.

Text & Fotos: Daniel Brinckmann

Nachtrag:

Am 2. Mai 2022 kam DivePoint-Basisleiter Mohamed Saeed bei einem privaten Tauchgang vor Fuvahmulah ums Leben. Während sein Buddy eine schwere Dekompressionskrankheit überstanden hat, konnte der Körper Saeeds trotz einwöchiger Suche der Küstenwache zu Luft und im Wasser nicht gefunden werden. »Für seine Familie und auch für mich ist die Situation schrecklich. Einen Haiunfall schließen wir aber zu hundert Prozent aus«, sagt DivePoint-Geschäftsführer Marcus Hauck, der selbst bei der Suche dabei war und nun vorübergehend die Basisleitung übernommen hat. Von dieser Stelle auch vom TAUCHEN-Team unser Beileid an Mohamed Saeeds Familie und die Hinterbliebenen.