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Infarkt-Vorsorge für Frauen


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Frau im Spiegel - epaper ⋅ Ausgabe 3/2023 vom 11.01.2023

Zahl der Woche 47 von 100 Herzinfarkten treffen heute Frauen. Also von wegen reines Männerproblem!

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Bildquelle: Frau im Spiegel, Ausgabe 3/2023

Samantha Abdul, 33

Böse Überraschung

„Herzinfarkt mit 18 Jahren“

Die Tattoo-Künstlerin wurde als Reality-TV-Sternchen durch ihrer Teilnahme am „Bachelor“ bei uns bekannt. In einer Fragerunde auf Instagram verriet die gebürtige Hamburgerin, dass sie bereits in jungen Jahren um ihr Leben bangen musste. Sie erlitt im zarten Alter von gerade einmal 18 Jahren überraschend einen Herzinfarkt.

Wir wähnen uns in Sicherheit. Denn bis zu den Wechseljahren sind Frauen, die nicht rauchen und keine Pille nehmen, durch die Östrogene relativ gut vor Arterienverkalkung und so auch vor einem Herzinfarkt geschützt. Mit dem Abfall der Hormone sieht die Sache allerdings anders aus. Trifft der Super-GAU des Herzens dann eine Frau, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihn nicht überlebt, um ein Drittel höher als bei Männern. Woran ...

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... liegt das?

Die Symptome sind anders: Noch immer wird der weibliche Herzinfarkt in vielen Fällen zu spät erkannt. Denn während Männer dabei meist über Engegefühl und heftige Schmerzen in der Brust klagen, zeigen sich die Warnsignale bei Frauen ganz anders: Sie haben zum Engegefühl in der Brust eher schlimme Schmerzen in Kiefer, Nacken, Rücken oder Oberbauch, oft in Kombination mit Atemnot, Erschöpfung, Schweißausbrüchen, Übelkeit und Erbrechen. Weitere Symptome können Schmerzen oder Ziehen in einem oder beiden Armen sein. Dann sofort die Notruf-Nummer 112 wählen. Beim Herzinfarkt zählt jede Sekunde! Doch so weit muss es nicht kommen. Denn wir können viel für die Gesundheit unseres Lebensmotors in der Brust tun.

Anastacia, 54 Erhöhtes Risiko

„Ich leide an Herzrhythmusstörungen“

Das Schicksal hat die Sängerin gesundheitlich schwer gebeutelt. Erst überstand sie Brustkrebs. Jetzt leidet sie an Herzrhythmusstörungen. Das erhöht ihr Herzinfarktrisiko. Nach Auftritten fühle sie sich erschöpft, berichtete sie. Und sie beschrieb ihre Symptome so: „Manchmal schlägt mein Herz so schnell, als ob ich einen Marathon liefe, obwohl ich mich nur unterhalte.“

Bewegung ist das A und O: Um Herz und Gefäße gesund zu halten, gibt es nichts Besseres als regelmäßiges Ausdauertraining wie Nordic Walking, Joggen, Schwimmen, Radfahren oder Tanzen. Experten empfehlen drei Einheiten à 30 Minuten pro Woche. Selbst bei einer Veranlagung zum Herzinfarkt, also wenn Vater oder Mutter schon einen hatten, reduziert eine gute Ausdauer die Wahrscheinlichkeit für eine lebensbedrohliche Verengung der Herzkranzgefäße um 49 Prozent! Das zeigte eine Studie der Stanford University mit 500 000 Probanden im Alter von 40 bis 69 Jahren.

FRAUENHERZEN SCHLAGEN ANDERS

. Aktionstag GoRed: Machen Sie mit! Mit der Awareness-Aktion am 3. Februar will die Herz-Hirn-Allianz – ein Zusammenschluss von führenden Akteuren des Gesundheitswesens sowie Apothekerinnen – das Bewusstsein für die Herz-Kreislauf-Gesundheit von Frauen steigern. Sie soll Frauen darin bestärken, sich mehr für ihre Gesundheit einzusetzen, und zugleich auch das Bewusstsein (Awareness) dafür in der gesamten Bevölkerung sensibilisieren.

Ziele: Die Herz-Hirn-Allianz will die Aufmerksamkeit für Herzgesundheit bei Frauen in der breiten Öffentlichkeit durch diverse öffentlichkeitswirksame Aktionen steigern. Auch Genderspezifische Symptome, präventive Maßnahmen und Handlungsempfehlungen sollen bekannter werden.

Unerkannte Gefahr: Denn viele Frauen unterschätzen immer noch ihr eigenes Gesundheitsrisiko. Dabei sind auch bei ihnen Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Todesursache Nr. 1.

So können Sie teilnehmen: Tragen Sie am 3. Februar ein rotes Kleidungsstück, ein rotes Accessoire oder einen roten Lippenstift. Dann ein Foto machen und mit „#GoRed – Frauenherzen schlagen anders“ in den sozialen Netzwerken teilen. Je mehr Frauen dabei mitmachen, desto stärker wird das Thema beachtet. Die Gesundheit ist es wert.

Innere Balance ist wichtig: Laut der Deutschen Herzstiftung gilt Stress heute als bedeutsamer Risikofaktor für Herzinfarkte. Meditieren oder eine andere Entspannungsmethode zu erlernen ist also besonders für Frauen ratsam, die schlecht abschalten können. Aber warum schadet der Stress dem Herzen so sehr? Weil der psychische Druck auch den in unseren Adern steigen lässt. Bleibt der Blutdruck dann dauerhaft hoch, verändert sich mit der Zeit die Blutgerinnung. Das begünstigt Verengungen und Verstopfungen in den Blutgefäßen und damit einen Herzinfarkt.

Tschüss, Zigaretten: Für Frauen ist das Rauchen sogar noch gefährlicher als für Männer, warnen dänische Forscher. Sie hatten für ihre Studie gut 20 Jahre lang mehr als 12 000 Einwohner Kopenhagens untersucht. Das Ergebnis: Bei Frauen, die täglich drei bis fünf Zigaretten konsumieren, kann sich das Infarktrisiko mehr als verdoppeln! Denn der Tabak enthalte Stoffe, die das weibliche Hormon Östrogen, das vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schütze, schädigen, so die Studienleiterin Eva Prescott vom Ama-Krankenhaus in Kopenhagen. Das Informationsportal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung kann beim Abschied von den Glimmstängeln unterstützen.

Auf die Werte achten: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts sind mit 53 Prozent etwas mehr als die Hälfte der deutschen Frauen übergewichtig. Dieses Zuviel an Kilos lässt aber laut Auswertung der PROCAM-Studie nicht allein das Herzinfarktrisiko steigen. Problematisch wirkt es sich erst mit den häufigen Begleiterscheinungen des Übergewichts aus: hoher Blutdruck, hohe Blutfettund hohe Blutzuckerwerte. Wer etwas zu viel auf die Waage bringt, tut also gut daran, diese Werte im Auge zu behalten und bei Bedarf behandeln zu lassen. Generell gilt laut Experten: Bei Frauen sollte der Taillenumfang unter 88 Zentimetern liegen. Denn ab da nimmt das innere Bauchfett so Überhand, dass es ungesund fürs Herz wird. Wieso? Weil das sogenannte viszerale Bauchfett wie eine Chemiefabrik jede Menge Botenstoffe ausschüttet, die Entzündungsreaktionen im Körper in Gang setzen und Bluthochdruck fördern.

Doc Caro, 40 Klärt engagiert auf

„Durch Wissen Leben retten“

Carola Holzner, wie die Notärztin aus der Sat.1-Sendung „Einsatz mit Herz“ richtig heißt, klärt auf YouTube und in anderen sozialen Medien engagiert über die Symptome eines Herzinfarkts auf – und wie sich der eines Mannes von dem einer Frau unterscheidet. Ihre Mission: durch Wissen Zeit sparen und dadurch Leben retten.

Gesunde Ernährung, die schmeckt: Crash-Diäten sind jedoch keine gute Idee, um Normalgewicht zu erreichen und zu halten. Denn in der Regel schlägt danach der Jo-Jo-Effekt gnadenlos zu und man bringt mehr Gewicht als je zuvor auf die Waage. Kardiologen raten daher zur langfristigen Umstellung der Ernährung auf mediterrane Kost. Dabei kommt es auf ein günstiges Verhältnis von einfach ungesättigten zu gesättigten Fettsäuren an. Das heißt: Olivenöl, Fisch und Walnüsse gehören fest zum Speiseplan – Fleisch, Wurst und Vollfett-Milchprodukte nur moderat. Basis der Ernährung sind pflanzliche Lebensmittel, also Vollkornprodukte, Gemüse, Hülsenfrüchte, Salate, Kräuter und Obst. Wer abnehmen möchte, sollte bei Letzterem jedoch die zuckerarmen Sorten wählen. Dazu zählen Beeren, Sauerkirschen, Pflaumen, Zwetschgen, Papayas, Kiwis, Grapefruits und Organen. Die mediterrane Ernährung unterstützt nicht nur bei der Gewichtsabnahme. Laut Deutscher Herzstiftung kommen dabei auch Nahrungsmittel auf den Tisch, deren Inhaltsstoffe helfen, Arterienverkalkung vorzubeugen. Also, guten Appetit! ?

ELLEN WARSTAT

Rosie O’Donnell, 60 Unerkannter Infarkt

„Froh, dass ich noch am Leben bin“

Die Schauspielerin hatte einen Herzinfarkt, ohne sich dessen bewusst zu sein. Sie ging erst am nächsten Tag zum Arzt. „Ich bin froh, dass ich am Leben bin,“ postete Rosie O’Donnell daher 2012 auf ihrem Blog „ “. Sie hatte einer Frau aus dem Auto geholfen und dabei Schmerzen in der Brust verspürt, die im Laufe des Tages immer schlimmer wurden. Im Internet habe sie schließlich zu den Symptomen recherchiert und zu Aspirin gegriffen. Das hätte böse ins Augen gehen können.

NEUE KRAFT FÜRS HERZ

Weißdorn als Medizin einzusetzen hat in Europa Tradition. Schon die Römer nutzten seine Blüten, Blätter und Beeren.

Moderne Extrakte Heute wissen wir, dass die wichtigen Inhaltsstoffe vor allem in den Weißdornblättern und -Blüten stecken. Daher werden diese für hochwertige Weißdorn-Extrakte (z. B. Crataegutt, rezeptfrei, Apotheke) verwendet.

Die Wirkung In Doppelblindstudien war der Weißdorn-Spezialextrakt bei leichter Herzschwäche der von Plazebo überlegen. Experimentelle Untersuchungen zeigten, dass er die Kontraktionskraft des Herzens stärkt, den Blutfluss in den Herzkranzgefäßen und im Herzmuskel steigert und den Gefäßwiderstand senkt.