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Insektennährgehölze: Mehr Bienengrün bald als Pflegestandard?


TASPO - epaper ⋅ Ausgabe 28/2018 vom 14.07.2018

Der Schutz von Insekten, insbesondere von Bienen, ist derzeit das Topthema. Auch in öffentlichen Bereichen wird eine bestäuberfreundliche Umgebung immer bedeutender. Beispiele aus München und Berlin zeigen, wie es gehen kann. Die Hauptstadt plant sogar, seine Pflegestandards dahingehend anzupassen. VonMarie Schröder


Ein buntblühendes Eldorado für Bienen und andere Insekten. So betitelt das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) in München seinen neu ...

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Bildquelle: TASPO, Ausgabe 28/2018

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... gestalteten Vorgarten. Geplant und umgesetzt wurde das zeitlich begrenzte Projekt namens „Urbeen“ durch Studierende der Technischen Universität München.

Pflanzkästen am Münchener Landwirtschaftsministerium.


Foto: StMELF

Blühwiesen und Wildstauden für Charlottenburg-Wilmersdorf

Blühen und summen soll es bald auch in der Hauptstadt. Berlin investiert zusammen mit der Deutschen Wildtier Stiftung rund 1,7 Millionen Euro, um acht Grünflächen im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf bestäuberfreundlich umzugestalten und die Pflege der Anlagen entsprechend anzupassen.

Wie die Senatsverwaltung mitteilt, läuft das Projekt „Mehr Bienen für Berlin – Berlin blüht auf “ zunächst über fünf Jahre. „Die Schwerpunkte liegen bei der Aufwertung öffentlicher Grün- und Freiflächen, das Einbinden interessierter Akteure und der Öffentlichkeitsarbeit.“

So sollen auf unterschiedlichen Flächen im Bezirk artenreiche Blumenwiesen angelegt, Wildstauden gefördert und Nisthabitate geschaffen werden. Infotafeln an Nisthilfen informieren über das Projekt.

Den Anfang macht die Umgestaltung der Baumannschen Wiese in der Nähe der U-Bahn-Station Ruhleben. Der Startschuss fiel am 5. Juni. Weitere sieben Flächen im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf sollen folgen, darunter auch Mittel- und Seitenstreifen.

„Es wird dringend Zeit, dass wir den Insekten größere Aufmerksamkeit widmen und ihnen einen besseren Lebensraum in der Stadt bieten“, sagt Stefan Tidow, Staatssekretär für Umwelt und Klimaschutz. „Was heute eine ungenutzte Fläche zwischen zwei Straßen ist, soll morgen ein blühender Lebensraum für Wildbienen werden, ergänzt Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung.

Alle Maßnahmen werden auf Alltagstauglichkeit, Kosten und Wirksamkeit für die Insekten geprüft. Ziel sei es, mit vertretbarem Aufwand die Berliner Grünpflege zukünftig flächendeckend insektenfreundlicher zu gestalten und dies als Pflegestandard für die Grünund Freiflächen der Hauptstadt aufzunehmen. Dem Beispiel Charlottenburg-Wilmersdorf sollen künftig weitere Bezirke folgen.

Die Autorin

Marie Schröder,
Fachredakteurin, studierte Journalistin und Medienmanagerin