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INSEL DER ABENTEUER


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REISE & PREISE - epaper ⋅ Ausgabe 2/2022 vom 05.04.2022

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Bildquelle: REISE & PREISE, Ausgabe 2/2022

Stolz auf seine zwei Kätzchen ist dieses vanuatische Mädchen

Hart an der Datumsgrenze, gute drei Flugstunden östlich von Australien, tauchen mitten im unendlich scheinenden Türkis der Südsee 83 weit versprengte Inseln auf. Smaragdgrüne Kleckse, umrahmt von leuchtenden Sandstränden und knallbunten Korallenriffen: ein Paradies für Taucher, Surfer und Segler. Sieben Inseln liegen direkt auf dem zirkumpazifischen Feuergürtel. Der Yasur auf der pechschwarzen Insel Tanna schleudert bis zu 500-mal täglich glühende Lava aus seinem gewaltigen Krater und gilt deshalb als fleißigster Vulkan der Erde. Für die Touristen ist er natürlich eine Attraktion. Aber bei weitem nicht die einzige: Beim Naghol auf Pentecost Island stürzen sich junge Männer vom Volk der Sa, gehalten nur von Lianen an den Fußgelenken, kopfüber von wackeligen, bis zu 20 Meter hohen Holztürmen, um eine gute Yams-Ernte zu erwirken. Sie riskieren dabei Kopf und Kragen, denn sie springen über Land ab und ...

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... nicht über Wasser.

»Ich war gerade 14 Jahre alt, als Queen Elizabeth II. im Februar 1974 unser Dorf Bunlap besuchte. Obwohl es eigentlich noch zu früh im Jahr war, wurde ihr zu Ehren eine Naghol-Zeremonie abgehalten. Anfangs ging alles gut, aber als John Mark ganz oben vom Turm sprang, riss eine der Lianen. John schlug kopfüber aus bald 20 Metern im Boden ein und war sofort tot. Königin Elizabeth wirkte für einen Moment wie versteinert und verließ dann abrupt und wortlos mit ihrer Entourage die Lichtung im Wald«, erzählt Silas Buli, als wäre es gestern geschehen. »Ein paar Jahre später kam dann ein junger neuseeländischer Student namens A.J. Hackett vorbei. Er nahm genau Maß und entfachte auf der Basis unseres Naghols den weltweiten Boom des Bungee Jumpings.« Früher wurde nur einmal jährlich gesprungen, damit die Götter eine reiche Yams-Ernte schenken. Heute wird gesprungen, sobald die Lianen saftig und stabil genug sind, meist zwischen April und Juni. Schon die kleinen Jungen drängt es an den Turm. Der Sprung ist ein Beweis ihres Mutes und ein Initiationsritus. Nach dem ersten Sprung von der untersten Plattform wirft die Mutter in einem symbolischen Akt das Lieblingsspielzeug des Sohnes weg.

An den Sprungtagen herrscht reger Flugverkehr über der Pfingstinsel. Dutzende kleiner Propellermaschinen hoppeln dann über die bucklige Graspiste des Lonorore-Airports, der einzig aus einer windschiefen Bude besteht. Bebe, den hier alle nur »Doctor« nennen, nimmt die Besucher in Empfang. Er ist sowas wie logistischer Direktor, spiritueller Supervisor und oberster TÜV-Beamter in Personalunion. Er verteilt die Touristen auf die Pick-ups. Bestimmt, wer von wo springen darf und kontrolliert letztlich auch den ordnungsgemäßen Zustand des Turms. Der vom Dorf Rangsuksuk dürfte an die 20 Meter hoch sein. Die massiven Tropenholzknüppel werden nur von Lianen und Bastschnüren zusammengehalten. Gesprungen wird von sieben Plattformen, die Lianen baumeln bereits vor- bereitet herab. Im Steilhang, wo die Springer landen, wurde lediglich die Erde mit Spaten und Stöcken aufgelockert. »Nicht für viel Geld würde ich da runterspringen«, raunen sich die Touristen zu. Doch die Sa vertrauen auf ihr überliefertes Wissen, ihre faszinierende Materialkenntnis und vor allem den positiven Vibe der Geister. Tote gab es schon lange nicht mehr und wenn sich doch mal einer die Knochen bricht, sorgt Bebe für den Arzt und hilft der Familie über die Runden.

Beim Lianenspringen mischen sich Tradition und Kommerz

Vom heftigen Tropenschauer unbeeindruckt, postieren sich die Sa-Frauen hinter dem Turm. Oben ohne, nur mit einem Grasrock bekleidet, singen und tanzen sie mit wild wippenden Brüsten. Die Männer – alle nur mit Bipis, traditionellen Penisbinden aus Kokosblättern, bekleidet – stehen etwas abseits und stimmen mit ein. Der erste Springer, ein Novize von etwa zehn Jahren, erklimmt die unterste Plattform. Helfer fixieren die Lianen mit ihren aufgespleißten Fasern an seinen Knöcheln. Urplötzlich verstummt der Gesang. Der Junge verkündet lautstark sein gutes Gewissen und springt kopfüber von knapp fünf Metern in die Tiefe. Die Lianen spannen sich rechtzeitig, bremsen den Sprung noch in der Luft. Schon klatscht er in die vom Wolkenbruch matschig gespülte Erde des Steilhangs. Sofort eilen Helfer heran. Richten den Taumelnden auf. Leuchtend weiß strahlt sein Gebiss aus dem völlig mit Matsch verklumpten Gesicht.

»Natürlich ist das Naghol mittlerweile kommerziell, und klar – es geht dabei um viel Geld und soziales Prestige. Aber das macht es kein bisschen weniger gefährlich oder gar ernsthaft. Die Tabus sind immer noch strikt«, erklärt Silas Buli und schlägt dabei mit der Handkante auf die geballte Faust. »Keine Frau darf sich dem Turm während des Baus nähern. Und Sex ist an den Tagen vor dem Sprung tabu. Wir Älteren glauben nicht, dass die Liane damals schuld an John Marks Tod war. Er kam damals schnell noch von einer anderen Insel, verbrachte die Tage vorher bei seiner Familie... mit seiner Frau... und er sprang in einer Badeshorts.«

DER AUTOR EMPFIEHLT

Einstimmung auf die Reise per Film Vanuatu ist hierzulande kaum bekannt. Etwas Aufmerksamkeit erfuhren die Insulaner erstmals durch den Kinofilm »Tanna«, der auf der Biennale 2015 in Venedig den Publikumspreis gewann und für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert war. Es handelt sich um eine Mischung aus Dokumentar-und Spielfilm. Thema ist der Zwang der Stammeskultur zur arrangierten Heirat, dem sich 1987 auf Tanna mehrere Paare durch Selbstmord entzogen. Im Film widersetzt sich ein Liebespaar dem Brauch: Romeo und Julia in der Südsee quasi. Der Film wurde komplett in Vanuatu gedreht, es treten nur Laiendarsteller auf, die Landschaftsaufnahmen sind grandios. Der Regisseur Bentley Dean lebte mit Frau und beiden Söhnen über sieben Monate in der Dorfgemeinschaft von Yakel. Die Fotos der Hauptdarsteller aus Venedig, mit ihrem Pflanzenschmuck und den Penisköchern, gingen um die Welt. Der Film ist bei Amazon als DVD und Blu-ray erhältlich (€ 17 bzw 34).

Vom Baumhaus zum »Drive-in-Vulkan«

Szenenwechsel: Kelson Hoseas Baumhaus schwebt zwölf Meter über der Erde. Die Stufen sind steil, der Komfort überschaubar. Wer nachts raus muss, sollte die Taschenlampe nicht vergessen. »Ich habe leider auch keinen Flatscreen in meiner 'Jungle Oasis'«, erklärt der stämmige Kelson mit dem Händedruck eines Schraubstocks und lacht dröhnend.

Von der Veranda fällt der Blick direkt auf den südwestlichen Kraterrand des 361 Meter hohen Stratovulkans Yasur. Der »Leuchtturm der Südsee«, wie ihn James Cook bei seiner Entdeckung 1774 nannte, schleudert seit über 800 Jahren glühende Lavafontänen in den Himmel. Und während Kelson noch ein paar Flaschen kaltes Bier auf die Veranda bringt, klettert hinter dem Yasur der Vollmond über dem satten Regenwald empor. Nein, einen Fernseher wird hier keiner vermissen.

»Der Yasur auf Tanna Island ist der fleißigste Vulkan der ganzen Welt.«

Mit 560 km² ist Tanna etwa so groß wie Ibiza. Schon die Anfahrt vom Airport zu Kelson's »Jungle Oasis« ist ein Abenteuer. Für die knapp 30 km über Pässe und durch Flüsse braucht der hochhackige Allradwagen bald zwei Stunden. Doch am Visitor Center, keine 150 Meter von Kelsons Baumhaus entfernt, geht die Jeep-Rallye erst richtig los. Glitschige Urwaldschneisen, exponierte Knüppelpfade und dampfende Aschefelder lassen einem auf der Ladefläche des Pick-ups die Haare zu Berge stehen. Vom Parkplatz sind es dann nur noch wenige Minuten Fußmarsch bis zum Kraterrand. Nirgends auf der Welt kommt man so einfach und so nah an einen aktiven Vulkan heran, was dem Yasur auch den Beinamen »Drive-in-Volcano« beschert hat. Der Dauerbrenner im Pazifik funktioniert wie ein Schweizer Uhrwerk. Bis zu 500 Eruptionen täglich – und das ist absoluter Weltrekord – veranstalten ein gewaltiges Feuerwerk. .

Vanuatu leidet besonders unter dem Klimawandel

»Vanu... was?« , hieß es bis vor Kurzem noch, wenn man von dem ehemaligen Kondominium Neue Hebriden sprach. Von 1906 an wurde das Territorium gemeinsam von Großbritannien und Frankreich verwaltet, bis es am 30. Juni 1980 seine Unabhängigkeit erlangte und zur Republik Vanuatu wurde. Traurige Berühmtheit brachte dem Inselarchipel im Mai 2015 der Zyklon »Pam«. Der Tropensturm der Kategorie 5 mit Windgeschwindigkeiten um 300 km/h verwüstete ganze Dörfer und kostete viele das Leben. Nicht nur Vanuatus damaliger Präsident Lonsdale war der Meinung, dass die Erderwärmung zum Ausmaß der Zerstörung beigetragen hatte. Im April 2020 folgte Zyklon »Harold«, ebenfalls ein Tropensturm der Kategorie 5, und verursachte Schäden in Millionenhöhe. Zusätzlich brach durch die Pandemie der Tourismus als Einnahmequelle weg. Vanuatu braucht Geld. Das besorgt sich die Regierung derzeit auch mit dem schnellen Verkauf der Staatsbürgerschaft, die 130.000 Dollar kostet – und zugleich den visumfreien Zugang zur EU verschafft. Das Geschäft läuft gut, doch dem lukrativen Handel mit »goldenen Reisepässen« will die EU-Kommission nun einen Riegel vorschieben. Für Vanuatu ist die Situation prekär. Die in der Werbung oft als »glücklichste Menschen der Welt« verklärten Ni-Vanuatu leiden massiv unter dem Klimawandel und dem damit verbundenen Anstieg des Meeresspiegels. Zahlreiche Dörfer mussten bereits komplett umgesiedelt werden.

Wo sich Robinsons und Schildkröten wohlfühlen

Im »Tranquility Resort« auf Moso Island, eine Bootstunde westlich der Hauptinsel Efate, werden derzeit noch Südseeträume wahr. Hier kommen Möchte-gern-Robinsons, Strandfans, Taucher und Naturfreunde auf ihre Kosten. Sun Tey, 32, aus Malaysia hat nur eine einzige Drohnenaufnahme von Moso auf Instagram gesehen und sich sofort in die Insel verliebt. »Die World Heritage Sites fürTaucher rings um Lelepa und Eretoka sind schon eine Klasse für sich. Doch mein Herz hängt an der Turtle Rookery«, gesteht sie seufzend. »Wir fangen die Hawksbill-Babys gleich nach dem Schlüpfen am Strand ab und päppeln sie erstmal bis auf 2,5 kg Gewicht auf. Das erhöht die Überlebenschancen dieser bedrohten Art enorm«, erklärt sie enthusiastisch, während sie eimerweise Papayas, einen beliebten Snack der Schildkrötenbabys, schnibbelt. »Wenn dann alles gutgeht, kehren sie nach vielen Jahren und Tausenden von Seemeilen wieder zurück, um hier selbst ihre Eier abzulegen.« Bleibt zu hoffen, dass es den Strand dann auch noch gibt.

INFO

Fläche: 83 Inseln mit 12.189 km², verteilt auf 860.000 km², Einwohner: 303.000, Hauptstadt: Port Vila (52.000 Einw.), Religion: 84 % Christen (davon 70 % Protestanten), Zeitverschiebung: + 10 Std. im Winter, + 9 Std, im Sommer, Netzspannung: 230 V, 50 Hz, Adapter erforderlich

REISEPLANUNG

Einreise

Für ein kostenloses Einreisevisum, das einen Aufenthalt bis zu 30 Tagen ermöglicht, reicht für EU-Bürger und Schweizer ein sechs Monate über die Abreise hinaus gültiger Reisepass. Über die Öffnung für den Tourismus nach Corona informiert die Regierung von Vanuatu auf www. covid19.gov.vu.

Gesundheit

Empfehlenswert ist Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis. Malaria-Prophylaxe ist empfehlenswert, je nach Region und Jahreszeit. Informieren Sie sich beim Tropeninstitut. Die medizinische Versorgung entspricht nicht dem europäischen Standard, bei Notfällen kann sich der Abtransport von den entlegenen Inseln schwierig gestalten. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholklausel ist empfehlenswert.

Geld

Währung ist der Vatu (VUV). € 1 = 120 VUV (Stand 3/22). Daneben werden meist auch australische oder neuseeländische Dollar akzeptiert. Geldautomaten gibt es in den touristischen Zentren (Port Vila). In größeren Hotels, Restaurants oder bei Touranbietern kann fast immer mit Kreditkarte bezahlt werden. Wer in einem Kastom Village nächtigt, benötigt Bargeld.

DER BESONDERE TIPP

Besuch in einem »Kastom Village« Mit Kastom werden die überlieferten melanesischen Bräuche und Riten auf Vanuatu bezeichnet. Auf den Hauptinseln können Touristen in einem Kastom Village am ursprünglichen Leben der Einheimischen teilnehmen. In Kastom Shows werden den Besuchern Werkzeugbau, Jagd-und Fischmethoden, aber auch Tänze und Gesang demonstriert. Im Ekasup Cultural Village außerhalb der Hauptstadt Port Vila kostet die zweistündige Show € 32 (www.ekasuptours.com). Abenteuerlustige Traveller können im Yakel Village auf Tanna (wo der Oscar-nominierte Film gedreht wurde) auch in schwindelerregend hohen Baumhäusern mit sehr bescheidenem Komfort übernachten und direkt am Dorfleben teilnehmen (www.tanna.travel/en/ yakel-custom-village).

Beste Reisezeit

Kühler und trockener ist es von Mai bis Oktober mit Tagestemperaturen um 26 °C. In unseren Wintermonaten wird es heißer und schwül und die Zyklongefahr nimmt zu.

Kommunikation

Die Kreolsprache Bislama ist die offizielle Sprache, aber mit Englisch und Französisch kommt man gut durch. Die Vorwahl ist +678, Gratis-WLAN gibt es mittlerweile in zahlreichen Cafés, ansonsten empfiehlt sich eine zweite Sim-Karte lokaler Provider für erstaunlich guten Empfang auch auf entlegenen Inseln.

Geografie

Die 83 Inseln Vanuatus erstrecken sich über 1.300 km im Südpazifik. Die meist vulkanischen Eilande ragen mit einer Landfläche von 12.189 km² aus dem Wasser. Die touristischen Hauptinseln sind Efate (Hauptstadt Port Vila), Espiritu Santo, Malekula, Pentecost, Tanna und Ambrym.

Unterwegs

Airporttransfer: Die größeren Airports werden mit Bussen und (Sammel-)taxen bedient, bei den kleineren (oft nur Graspisten im Busch) stehen Pick-up-Trucks parat (um € 5). Inlandflug: Kurze Flüge von Insel zu Insel sind auf Vanuatu so normal wie bei uns eine Fahrt mit dem Bus. Air Vanuatu und viele kleinere Airlines (www.airvanuatu.com, www. airtaxivanuatu.com) verbinden teils mehrfach täglich die größeren Inseln für € 50–125/Strecke (Koffer bis 10 kg plus Handgepäck). Preisbeispiele oneway von Port Vila mit Air Vanuatu: Pentecost € 100, Espiritu Santo € 125, Tanna € 110. Auf den Inseln: gibt es stets Taxis und günstigere Sammeltaxis zu sämtlichen Sehenswürdigkeiten. Zahlreiche Agenturen bieten zu allen Arten von Outdoor-Aktivitäten sinnvolle Pakete mit Flug, Transfers und Verpflegung an. Mietwagen machen nur auf den Hauptinseln eingeschränkt Sinn, weil viele der abenteuerlichen Routen schwer zu finden sind und nur mit solider 4x4-Fahrpraxis machbar sind. Für Transfers werden somit immer Wagen mit Fahrer angeboten.

UNSERE HOTELTIPPS

Ob ein wackeliges Baumhaus in schwindelerregender Höhe oder ein Luxusbungalow am Strand mit top Service – in Vanuatu ist alles möglich.

Efate: +++10 Minuten vom Stadtzentrum von Port Vila liegt die »Fatumaru Lodge«, ein kleines familiäres Boutiquehotel mit melanesisch dekorierten Studios und Apartments und einem eigenen Strand mit gemütlichen Hängematten zwischen Kokospalmen (www. fatumaru.com, +678-23456, Seafront Studio ab € 149).

++++»The Havannah« am Samoa Point hat 17 luxuriöse Villas nur für Erwachsene – ideal für Honeymooner (www.thehavannah.com, +678-35600, Garden Villa ab € 586 VP).

+Auf Moso Island (neben Efate) bietet das »Tranquillity Island Resort« ein sehr einfaches Robinson-Crusoe-Leben in einer Handvoll Strandhütten auf einer Trauminsel, dazu eine Tauchschule und eine Schildkrötenaufzuchtstation (www.tranquillitydive. com, Hütte ab € 91, Vollpension € 38/Pers.).

Espiritu Santo: +++Kleine Bungalows (ohne Küche), ein Day-Spa, ein idyllischer Palmengarten, ein ruhiger Strand, ein aufmerksames Team und gehobene Küche: Im »Aore Island Resort« bei Luganville stimmt alles (https://aoreislandresorts.com, +678-36705, EZ/DZ ab € 175).

Pentecost: +Das »Noda Guesthouse« in Waterfall Village gehört Silas Buli, einem Naghol-Insider (www. pentecostisland.net/noda, +678-7727394, nodaguesthousewaterfall@gmail.com, Bungalow für 2 Pers. € 50 VP). Gekocht wird mit Zutaten von den eigenen Feldern und Bäumen. Den Transport vom Flughafen organisiert Silas.

Tanna: +Für alle, die den Vulkan Yasur Tag und Nacht sehen wollen, sind die Baumhäuser und Bungalows des »Jungle Oasis« von Kelson Hosea eine feine Adresse, zudem gibt es gute, frische Inselküche, einfach und grandios (www.vanuatu.travel/en/jungle-oasis, +678-5448228, Hütte oder Baumhaus für 2 Pers. € 40–80).

FLÜGE BUCHEN

Am besten nach Singapur (ab € 500) und von dort mit Fiji Airways nach Vanuatu (ab € 632). Alternativ mit United Airlines nach Los Angeles, mit Fiji Airways nach Nandi und von dort nach Vanuatu (ab € 1.710).

FLUG AB € 1.132

World-Of-Flights.de

Essen & Trinken Port Vila:

1 Fangfrische Kokoskrabben, Fisch und auch Fleisch vom Grill mit Bergen von Reis und Gemüse gibt es an den Imbissbuden auf dem Markt (große Portionen, ab € 8). »Kesorn’s Exotic Thai Kitchen« serviert grandiose Curry-Gerichte (€ 15), pan-asiatische Meeresfrüchte-Spezialitäten (€ 19), wunderbare Drinks (www. exotic-thai.com). Zu den Spezialitäten im Gourmet-Tempel »L'Houstalet« gehören Langusten und Kokoskrabben (€ 39), Wildtauben und Flughund in Weinsoße (je € 22), es gibt aber auch Pizzen und vegetarische Menüs (Dinner ab € 20). Ausgezeichneten Bio-Kaffee und ein nettes kleines Café hat die Kafferösterei Tanna auf Efate (https://de-de.facebook.com/tannacoffeecentral).

Highlights und Aktivitäten Ausflüge: Ein Besuch des 2 Naghol auf Pentecost Island und einer des Vulkans Yasur auf Tanna wird von diversen Veranstaltern angeboten. Ein Naghol-Paket mit Hin-und Rückflug am gleichen Tag kostet um € 350, ein Ausflug nach Tanna zum Vulkan Yasur mit Baumhausübernachtung um € 450. Segeltörn: Beim Coongoola Day Cruise auf einer 23 m langen Holz-Segeljacht wird auch die 3 Schildkrötenstation auf Moso Island besucht (€ 90, Start in Havannah Harbour auf Efate, www. tranquillitydive.com/coongooladay-cruise).

Tauchen & Schnorcheln: Unweit vor Santo Espiritu liegt das Wrack der »USS President Coolidge«. Am »Million-Dollar-Point« versenkten die Amerikaner Trucks, Kräne und Planierraupen, als sie nach dem 2. Weltkrieg abzogen. Außerdem gibt es auch Dutzende schöne Riffe zu erkunden (Tauchgang ab € 70, Schnorcheltour ab € 15, www.pacific dive.net).

Sicherheit

Die Kriminalitätsrate ist gering.

Auskünfte

www.vanuatu.travel

Reiseführer

»Vanuatu & New Caledonia«, Lonely Planet 2016, € 16.

Ausgewählte Reiseveranstalter

Pacific Travel House (www.pacifictravel-house.com, 089-5432180); Horizont Fernreisen (www.horizontfernreisen.de, 0234-9117575); Karawane (www.karawane.de, 07141-28480).