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INTERNATIONAL: AUHAU SAUHAUFEN REAL


Sport Bild - epaper ⋅ Ausgabe 11/2019 vom 13.03.2019

Bei den Königlichen geht es auf dem Platz und in der Kabine drunter und drüber. Wie Trainer-Rückkehrer Zidane jetzt aufräumen muss


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Bildquelle: Sport Bild, Ausgabe 11/2019

Mit „Zuruck in die Zukunft“ aus den Chaos-Wochen. Real Madrid holt Zinedine Zidane (46) als Trainer zuruck. Und erhofft sich von dem Franzosen vor allem eins – Ruhe!

Aus in der Champions League zu Hause gegen Ajax Amsterdam. Aus im Pokal gegen den FC Barcelona. Und auch in der Liga zwolf Punkte Ruckstand auf den Erzrivalen. Innerhalb von nur einer Woche alle Titel-Chancen in die Tonne gekloppt. Dazu zoffen sich Prasident Perez (72) und Kapitan Sergio Ramos (32) sowie die Stars ...

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... untereinander. Aus dem stolzen Real, das im Sommer zum dritten Mal in Folge die Champions League gewann, wurde in Rekordzeit ein koniglicher Sauhaufen!


Sergio Ramos fetzte sich nach dem Aus gegen Ajax mit Klub-Präsident Pérez


Vor Zidane, der den erfolglosen Argentinier Santiago Solari (42) ablost und bis 2022 unterschrieb, liegt eine Menge Arbeit. Sein Vorteil: Er kennt den Verein, war von 2016 bis 2018 Trainer. Sein Ende war allerdings unschon: Er warf hin. Angeblich genervt von den Dauer-Fehden mit Kapitan Ramos. Und davon, dass er bei Transfers kein Mitsprache-Recht hatte. Das soll jetzt plotzlich alles ganz anders werden!

Seine erste Aufgabe wird sein, Real das Minimal-Ziel dieser Saison zu retten: Platz 2. Selbst das wird schwer genug, Atletico Madrid liegt funf Punkte vor dem Stadt-Rivalen. Was er nach der laufenden Saison anpacken muss, sagt Madrid-Kenner Bodo Illgner (51/von 1996 bis 2001 bei Real) zu SPORT BILD: „Er muss die Entwicklung der jungen Spieler und den Umbruch vorantreiben.“

Der Umbruch – das bedeutet auch die Trennung von verdienten Spielern.

★ Sergio Ramos fetzte sich mit Klub-Boss Florentino Perez nach dem peinlichen 1:4 gegen Ajax im Champions-League-Achtelfinale in der Kabine. Perez nannte das Ausscheiden eine „Schande“. Daraufhin soll ihm Ramos ins Wort gefallen sein und gesagt haben, er habe schon vor der Saison gewarnt, dass die Mannschaft nach dem Abgang von Cristiano Ronaldo (34/zu Juventus) einen Sturmer brauche.

Darauf Perez: „Ich schmeise Dich raus!“

Darauf Ramos: „Zahle mir meinen Vertrag aus und ich gehe!“

Der Kapitän ist noch bis 2021 an Real gebunden. Angeblich ist Juventus interessiert.

Auch Isco (26) hatte unter Trainer Santiago Solari seinen Stammplatz verloren. Für das Spiel gegen Ajax war er noch nicht mal im Kader. Also schwänzte er die Abschluss-Besprechung und fuhr nicht mit dem Mannschaftsbus vom Trainingsgelände zum Stadion, sondern im eigenen Auto. Obwohl er sich später bei der Mannschaft entschuldigte, droht ihm eine Geldstrafe. Ob er weitermachen darf, ist unklar.

Neben Flop Gareth Bale (29) ist auch Marcelo (30) Verkaufskandidat. Der Brasilianer ist kein Stammspieler mehr – und sorgt für Ärger. Wie im Training am Samstag, als er seine Kollegen laut spanischen Medien mit dem Spruch „Ihr könnt mir jetzt einen blasen“ beleidigt hat. Kapitän Ramos musste daran gehindert werden, auf Marcelo loszugehen.


Auf der Verkaufsliste steht auch Marcelo. An ihm ist Juventus Turin interessiert


Der königliche Sauhaufen! Selbst Toni Kroos (29) ist bei den Fans in Ungnade gefallen. Der deutsche Nationalspieler spielt eine durchwachsene Saison. Auf die Frage der Zeitung „Marca“, ob sie mit Kroos in die Zukunft gehen wollen, antworteten 60 Prozent der Umfrage-Teilnehmer mit „Nein“.

Aber wer soll Real neben dem Alt-Neu-Trainer Zidane wieder zu guten Zeiten führen? Die Antwort, wie so häufig bei diesem Klub: Teure Stars. Bisher ist Madrid gerüchteweise nur mit Innenverteidiger Éder Militão (21/Porto) einig. Dazu stehen noch ein Stürmer, ein Linksverteidiger und zwei Mittelfeldspieler auf dem Wunschzettel. Pérez weiß, dass er den Fans Spektakel bieten muss. Namen wie Kylian Mbappé (20/PSG), Neymar (27/PSG) oder Eden Hazard (28/ Chelsea) wurden oder werden gehandelt.

Für Illgner müssen neue Stars her. Seiner Meinung nach wurde der Verkauf von Cristiano Ronaldo (34) nicht ausreichend kompensiert: „Seine Tore fehlen ganz einfach. Man konnte davon ausgehen, dass er in jedem Spiel trifft. Da wog es nicht so schwer, dass die Abwehr hier und da Schwächen offenbarte. In diesem Jahr kommt beides zusammen: Vorne fehlen die Tore und hinten die Sicherheit.“

Auf Zidane wartet viel Arbeit…


FOTOS: DPA/Picture Alliance (5), Witters