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INTERNATIONAL: In Bedrängnis


Siegessäule - epaper ⋅ Ausgabe 1/2021 vom 29.12.2020

In Ungarn werden LGBTI*-Rechte zunehmend untergrabenund andere europäische Staaten scheinen dabei weitgehend tatenlos zuzusehen. Das Recht von trans* Personen, ihren Geschlechtseintrag zu ändern, wurde abgeschafft, nun hat die Regierung unter Viktor Orbán LGBTI*-feindliche Definitionen von Familie und Geschlecht in die Verfassung eingeschrieben. SIEGESSÄULE hat mit ungarischen Queers gesprochen, wie es ihnen in der derzeitigen Lage geht


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Foto: Pride 2019 in Budapest


Erik Erdős ist eine von sehr wenigen geouteten trans Personen in Ungarn. Und er ist einer der wenigen, die öffentlich aktivistisch ...
Das Jahr 2020 ist ein sehr trauriges für die LGBTI*-Community in Ungarn. Immer mehr queere Menschen, die die Möglichkeit dazu haben, verlassen das Land. Im März, zu Beginn der Pandemie, legte das ungarische Parlament das sogenannte saláta törvény (wörtlich: Salatgesetz) vor, also ein Omnibusgesetz. Teil davon ist der Paragraf 33, der festschreibt, dass das bei der Geburt zugewiesene Geschlecht auf der Geburtsurkunde nicht mehr änderbar ist. Erik, der bereits eine Hormonersatztherapie begonnen hat, und alle anderen trans* und inter* Personen in Ungarn haben also kein Recht mehr darauf, ihren Geschlechtseintrag angleichen zu lassen. Das Gesetz wurde im Mai 2020 verabschiedet. „Als der Paragraf 33 durchkam, hatte ich das Gefühl, dass alles in mir zusammenbricht”, sagt Erik. „Ich habe solche Angst, dass ich niemals meinen richtigen Namen auf meinem Perso lesen kann.” Die einzige Möglichkeit, die trans* Personen in Ungarn nun haben, ist, einen weniger eindeutig gegenderten Vornamen zu wählen – innerhalb des für das Geburtsgeschlecht vorgesehenen Rahmens. Namen, die für mehrere Geschlechter verwendet werden könnten, sind auch verboten. Deshalb entscheiden sich viele trans* Männer in Ungarn zum Beispiel für den Namen „Alexandra”, der sich mit „Alex” abkürzen lässt. ...

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