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Internethandel im Wandel: ÖDET UNS ONLINE-SHOPPING AN?


Grazia - epaper ⋅ Ausgabe 36/2019 vom 29.08.2019

Shop oder Flop? Gerade meldete wieder eine große deutsche Fashion-Plattform Insolvenz an. Wer im Netz bestehen will, muss den Kunden mittlerweile mehr bieten als ein gutes Sortiment


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KLAR, ONLINE AUF TRENDJAGD ZU GEHEN ist praktisch, weil man sich nicht die Hacken abläuft und zu jeder Zeit alles eintüten kann. Aber es kann auch unglaublich nervig sein. Man denke nur an die Retouren, weil man wieder mal zur ...

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KLAR, ONLINE AUF TRENDJAGD ZU GEHEN ist praktisch, weil man sich nicht die Hacken abläuft und zu jeder Zeit alles eintüten kann. Aber es kann auch unglaublich nervig sein. Man denke nur an die Retouren, weil man wieder mal zur Sicherheit drei Größen bestellt hat. Ächz. Außerdem wird’s im Netz vor lauter Stores immer unübersichtlicher. Wer hat sich nicht schon mal auf der Suche nach einem bestimmten Piece an den Rand eines Nervenzusammenbruchs gescrollt?

Für Online-Shops wird’s daher immer wichtiger, aus der Masse herauszustechen. Sie müssen den Kunden etwas bieten: mehr Spaß, ein Erlebnis, virtuelle Anproben, schöne Bilder, besonderen Service – sonst wird der Shop zum Flop.

Immer mehr Firmen wie der spanische Moderiese Inditex investieren in kreative virtuelle Konzepte. Auf zara.com finden sich für jede neue Kollektion aufwendig produzierte Modefotostrecken, wie man sie aus Hochglanzmagazinen kennt. Hinzu kommen Filme. Außerdem setzt Zara – ganz im Sinne des Zeitgeists – auf Vielfalt bei der Modelauswahl. Stichwort: Diversität. Genau das erwarten die Kunden 2019 auch. Und bleiben daher auch gerne mal länger auf der Website. Das Luxuslabel Gucci launchte im Juni eine App, mit der man Schuhe via Augmented Reality anprobieren kann. Interaktivität macht Spaß – und animiert zum Kauf. Zara und Gucci denken weiter und machen damit alles richtig: Schließlich kaufen 75 Prozent der Deutschen regelmäßig im Internet ein, am häufigsten Kleidung und Schuhe. Aber: Jede sechste Bestellung wird wieder zurückgeschickt. Die Retourenquoten sind hoch und dementsprechend auch die Kosten für die Unternehmen. Das bekam jetzt auch der Münchner Luxus-Online-Shop stylebop.com zu spüren. 2016 zählte der noch zu den stärksten deutschen Händlern, jetzt musste Geschäftsführer Mark Ralea Insolvenz anmelden. Die Erlöse seien um mehr als ein Viertel gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Und das, obwohl Stylebop It-Brands wie Jacquemus, Off-White oder Versace führt und jede Woche neue Teile eintrudeln. Ein Blick auf die trostlos gestaltete Website lässt das Problem jedoch erahnen. Produkt reiht sich an Produkt, präsentiert an Models, deren Kopf gar nicht im Foto zu sehen ist, für manche Produkte gibt es erst gar keine Tragebilder. In Zeiten von Instagram, Influencern & Co. ein No-Go, schließlich verbinden die Kunden ihre neuen Teile auch mit einer gewissen Ästhetik, einem Look und individuellen Gesichtern. Wie heißt es im Marketing-Sprech so schön?Content is Key! Bedeutet: Eine kreative Aufmachung ist oft noch wichtiger als das Produkt selbst. Wer also 2019 nicht in gute Inhalte investiert, muss wohl mit den Konsequenzen rechnen …