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Intersektionale Mädchenarbeit und Intersektionale Soziale Arbeit


Betrifft Mädchen - epaper ⋅ Ausgabe 3/2021 vom 02.07.2021

Herausforderungen

Die Mädchenarbeit gehört zu den pädagogischen Angeboten, die aus der Landschaft der Kinder- und Jugendhilfe nicht mehr weg zu denken ist. Als inzwischen etabliertes Handlungsfeld hat sie sich Ende der 1970er und in den 1980er Jahren im Kontext der Frauenprojektebewegung in Abgrenzung zur als männlich dominiert geltenden Jugendarbeit entwickelt (vgl. Wallner 2013). Die Prinzipien der Mädchenarbeit, wie Betroffenheit, Parteilichkeit, Autonomie, Ressourcenorientierung und Geschlechtshomogenität gelten als emanzipatorisch-feministische Leitorientierungen, die Mädchen und junge Frauen dabei unterstützen sollen, ein selbstbestimmtes Leben jenseits männlicher Begrenzung sowie Be- und Abwertung zu ermöglichen und damit einen Beitrag zur Beendigung patriarchaler gesellschaftlicher Strukturen zu leisten.

Vor dem Hintergrund der Weiterentwicklung feministischer Debatten und Theoretisierungen ...

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... sowie dem Erstarken weiterer emanzipatorischer Bewegungen sind feministische Soziale Arbeit und Mädchenarbeit stets herausgefordert, ihre Perspektiven zu erweitern. Vor allem zwei Entwicklungen fordern sie dabei auf besondere Weise heraus, weil sie geeignet sind, die Prinzipien der Mädchenarbeit auf derart radikale Weise in Frage zu stellen, dass die Perspektive eines emanzipatorisch-feministischen Ziels von Mädchenarbeit unerfüllbar zu sein scheint: Erstens sind das theoretische Weiterentwicklungen im Kontext des Sozialkonstruktivismus, des Poststrukturalismus und der Postcolonial Studies, die die Vorstellung eines Kollektivsubjekts ‚Frau‘ in Frage stellen. Durch die Herausarbeitung von Intersektionalitäten wird insgesamt die Fokussierung auf einzelne Differenzkategorien wie etwa Geschlecht, Herkunft oder Klasse als problematisch bezeichnet und dafür plädiert, die Wechselwirkungen zwischen den Differenzkategorien stärker und konsequenter zu berücksichtigen. Zweitens sind das soziale Wandlungsprozesse, wie die Einführung der sog. ‚Ehe für Alle‘ und die Einführung der sogenannten ‚Dritten Option‘ im Personenstandsrecht, die zu einer zumindest partiellen Relativierung von Zweigeschlechtlichkeit und Heteronormativität geführt haben (vgl. Groß 2021). Diese Entwicklungen haben inzwischen zu theoretischen und handlungspraktischen Weiterentwicklungen in der (queeren und feministischen) Sozialen Arbeit geführt, die zunehmend die Vielfalt von Mädchen-Sein in den Blick nehmen.

Gleichzeitig erleben wir heute ähnlich wie in der Zeit der Entstehung der Mädchenarbeit ein gesellschaftliches Klima, in dem Mädchen nach wie vor sexistischen Anrufungen und Gewalt ausgesetzt werden, in denen geschlechtsstereotype und heterosexistische Normierungen für Sozialisationsprozesse hoch relevant sind und in dem nach wie vor Mädchen und Frauen Care-Tätigkeiten zugewiesen werden sowie Ansprüche auf gleichberechtigte Teilhabe an Macht und Kapital nach wie vor uneingelöst bleiben. Mehr noch: das Erstarken rechter Denkweisen und Strömungen hat einen misogynen und antifeministischen Diskurs bis tief in die Mitte der Gesellschaft weiter etabliert. Wir befinden uns also in einem Spannungsfeld, in dem queer-feministische herrschaftskritische Positionen notwendig bleiben und gleichzeitig die solidarische Versammlung unter den Begriffen Frauen und Mädchen immer prekärer werden.

Die Prinzipien Betroffenheit und Parteilichkeit

Dieses Spannungsfeld wird deutlich, wenn man die Prinzipien der Mädchenarbeit erneut auf ihre Gültigkeit befragt. Mit dem Prinzip der Betroffenheit fasst die Mädchenarbeit die gemeinsame Betroffenheit der Fachkraft und der Nutzerin von (hetero-)sexistischen gesellschaftlichen Strukturen und Gewaltverhältnissen. Aus dieser gemeinsamen Betroffenheit bezieht sie ihr solidarisches Selbstverständnis der Fachkraft mit der Nutzerin, in dem die Fachkraft parteilich für die Bedürfnisse und Interessen der Nutzerin auf sozialpolitischer Ebene sowie auf pädagogischer Interaktionsebene agiert. Zudem verweist das Prinzip der gemeinsamen Betroffenheit auf die Idee, dass die Fachkraft sich selbst als Identifizierungsangebot mit Vorbildcharakter anbietet – die Pädagogin kann den Mädchen zum einen von den gesellschaftlichen Normen abweichende Formen von Weiblichkeit zur Identifizierung anbieten und zum anderen Bewältigungsstrategien vorleben, die sie selbst im Umgang mit diesen gesellschaftlichen Normen aber auch Strukturen entwickelt hat.

Die diesen Prinzipien innewohnenden Grundannahmen sind theoretisch wie empirisch brüchig geworden (vgl. u. a. dazu bereits ausführlich Plößer 2005). Mädchen und Frauen sind als intersektional positionierte Subjekte durch verschiedene Macht- und Herrschaftsverhältnisse hervorgebracht, was ihre gemeinsame Betroffenheit von Machtund Herrschaftsverhältnissen in Frage stellt. Innerhalb der Gruppe derer, die als Mädchen oder Frauen bezeichnet werden, gibt es sehr unterschiedliche Betroffenheiten von Macht- und Herrschaftsverhältnissen wie zum Beispiel Rassismen, Klassismen, Heterosexismen und darüber hinaus auch davon abgeleiteten Privilegien bzw. hierarchische Differenzen, die durch die Postulierung von gemeinsamer Betroffenheit geradezu verschleiert werden.

Dem Prinzip der Betroffenheit geht zudem die Idee einer natürlichen Zweigeschlechtlichkeit voraus, weil davon ausgegangen wird, dass Gewaltverhältnisse, die mit Geschlecht verbunden sind, zu Lasten von cis-Mädchen 1 und cis-Frauen gehen. Unter der Berücksichtigung von geschlechtlicher Vielfalt muss aber vielmehr davon ausgegangen werden, dass auch die Gewalttätigkeit der Gesellschaft gegen nicht-binäre, trans*-und intergeschlechtliche Menschen, die durch die Konstruktion der heteronormativen Zweigeschlechtlichkeit und „Zweikörpergeschlechtlichkeit“ (Gregor 2021) von Formen geschlechts- spezifischer Gewalt betroffen sind, in der Mädchenarbeit in ihrer weitgehenden Fokussierung auf cis-Mädchen nicht berücksichtigt werden. Es stellt sich die Frage, ob Mädchenarbeit ihren Fokus langfristig erweitert, wie es in Teilen der Praxis der Mädchenarbeit durchaus auch bereits gehandhabt wird, oder ob sie sich lediglich auf einen Teilbereich der Auswirkungen von mit Geschlecht verbundenen Macht- und Herrschaftsverhältnisse fokussieren und beschränken will.

Intersektionale Perspektiven und Herausforderungen

Gerade die Mädchenarbeit hat eine lange Tradition in der Sichtbarmachung von Binnendifferenzen innerhalb der Gruppe derer, die als Mädchen bezeichnet werden. So hat sie schon früh darauf verwiesen, dass die Vielfalt der Mädchen sich gerade dort besonders entfalten kann, wo die doing-gender Prozessen innewohnende identitäre Abgrenzungsarbeit gegenüber denjenigen, die als Jungen bezeichnet werden, in sogenannten geschlechtshomogenen Räumen entfällt. Impulse antirassistischer Mädchenarbeit haben darüber hinaus früh darauf verwiesen, dass Mädchen von unterschiedlichen Herrschaftsverhältnisse betroffen sind (vgl. Arapi/Lück 2005, Arapi 2013).

Mit dem Paradigmenwechsel in der Geschlechterforschung, intersektionale Wechselwirkungen zwischen Differenzkategorien wie Geschlecht, Herkunft, Alter, Klasse, Sexualität etc. verstärkt in den Blick zu nehmen, ließen sich die Perspektiven der Mädchenarbeit konsequent weiterdenken. Diese Perspektive ermöglicht es, den herrschaftskritischen Impetus von Mädchenarbeit unter aktualisierten Bedingungen, Erkenntnissen und Reflexionen zu stärken. Mit dem auf Kimberlé Crenshaw (1989) zurückgehenden Begriff der Intersektionalität wird gezeigt, dass Differenzkategorien nicht isoliert betrachtet werden können.

Es gibt kein Geschlecht ohne Herkunft, keine Klasse ohne Köper und keine Sexualität ohne Alter. Subjekte sind durch mehrere Differenzkategorien gleichzeitig gesellschaftlich positioniert und auf je sehr spezifische Weise von Privilegierung oder Teilhabe betroffen. Dabei können Positionierungen sich durch die Wechselwirkungen von Differenzkategorien verändern, verstärken oder auch relativieren. Nach Winker und Degele (2009) ist die Anzahl der Differenzkategorien grundsätzlich unbegrenzt aber insbesondere vier Differenzkategorien entscheiden ihrem Ansatz nach über Teilhabe und Ausschluss auf der strukturellen Ebene unserer kapitalistischneoliberalen Gegenwartsgesellschaft: Geschlecht, Klasse, Körper und Race/ Herkunft. Winker und Degele differenzieren in ihrem Intersektionalitätsansatz insgesamt drei Ebenen, auf denen die Wechselwirkungen von Differenzkategorien sich zeigen: Die Ebene der sozialen Strukturen (v.a. Gesetze, Gender-Pay Gap etc.), die Ebene der symbolischen Repräsentationen (z. B. Bilder und Normen, wie sie in Medien reproduziert werden) und die Ebene der Identitätskonstruktionen (Konstruktionen der eigenen Identität in Abgrenzung von Anderen). Diese Differenzierung der Ebenen ist für die Analysefähigkeit einer intersektionalen Perspektive besonders hilfreich und kann für die Konzeptionierung innerhalb der Sozialen Arbeit genutzt werden (vgl. Schrader/von Langsdorff 2014). Von den auf struktureller Ebene wirksamen Differenzkategorien leiten Winker und Degele vier zentrale Herrschaftsverhältnisse ab: Heterosexismen, Klassismen, Bodyismen und Rassismen. Diese vier Herrschaftsverhältnisse sind in der Ebene der sozialen Strukturen begründet, wirken aber auf allen drei Ebenen. Mit dieser Perspektive kann Intersektionalität als Analyseinstrument zur Rekonstruktion gesellschaftlicher Verhältnisse und genutzt werden und damit auch die Rekonstruktion der Lebenswelten von Nutzer*innen ermöglichen. Zugleich kann eine intersektionale Perspektive auch dabei helfen, die Konzeptionierung von Angeboten in der Sozialen Arbeit zu hinterfragen und weiterzuentwickeln, um den Ansprüchen emanzipatorischer Sozialer Arbeit gerecht zu werden (vgl. Riegel 2012).

Intersektionalität als Analyse- und Interventionsstrategie umfasst dreierlei (dazu ausführlich Groß 2014): A) Intersektionale Zielgruppenanalyse der konkreten Zielgruppe im Sozialraum, um im Sinne einer Bedarfsanalyse ein Angebot für die Nutzer*innen entwickeln zu können, dass Pauschalisierungen einerseits und Ausgrenzungen andererseits verhindert. Die Analyse der Nutzer*innen und deren Betroffenheit und Verwobenheit mit Differenzkategorien und Ungleichheitsverhältnissen wäre dafür maßgeblich. (B) Selbstreflexion der Fachkräfte in Bezug auf eigene Verstrickungen in intersektionale Ungleichheitsverhältnisse und (C) Interventions- und Handlungskonzepte, also konkrete Strategien der Intervention in intersektionale Ungleichheitsverhältnisse auf den verschiedenen Ebenen Soziale Strukturen, Identitätskonstruktionen und Symbolische Repräsentationen. Für den Aspekt der Interventions-und Handlungskonzepte kann eine intersektionale Perspektive sich grundlegende Leitfragen stellen:

• Welche Identitätskonstruktionen werden in den Einrichtungen und durch das Handeln oder Nicht-Handeln der Fachkräfte ermöglicht oder ausgeschlossen?

• Welche Symbolischen Repräsentationen werden in den Einrichtungen und durch die Fachkräfte intendiert oder nicht intendiert eingesetzt und reproduziert?

• Welche Sozialen Strukturen werden in der Einrichtung reproduziert und welche Strukturen werden eingesetzt, um Subjektbildungsprozesse zu unterstützen?

Mit diesen Leitfragen kann sich Intersektionale Soziale Arbeit, und in dieser die Mädchenarbeit, weiterentwickeln. Auch in der Mädchenarbeit ist das Phänomen bekannt, dass Nutzende und Fachkräfte sich nicht immer automatisch solidarisch miteinander identifizieren und lediglich Betroffene von Herrschaftsverhältnissen sind, sondern dass auch in diesen Räumen heterosexistische, bodyistische, klassistische und rassistische Abgrenzungen untereinander eine Rolle spielen und durch Nutzerinnen und Fachkräfte mitkonstruiert werden. Nutzende und auch Fachkräfte können Betroffene oder Privilegierte von Herrschaftsverhältnissen sein, weshalb eine gemeinsame Reflexion und eine klare Positionierung gegen Ausgrenzungen und Diskriminierungen besonders wichtig sind. Pädagogische Angebote, die die intersektionalen Verwobenheiten verdeutlichen, können dabei helfen, sich mit diesen Herrschaftsverhältnisse auseinander zu setzen und gegenseitigen Respekt und die Achtung von Differenz zu fördern.

Fazit und Ausblick

Mädchenarbeit heute ist genauso relevant und notwendig, wie sie es schon in der Zeit ihrer Entstehung gewesen ist, denn ihre Ziele und ihr herrschaftskritischer Impetus ist nach wie vor bedeutsam in der Landschaft der Sozialen Arbeit. Eine dem Selbstverständnis nach und in ihren Konzeptionen sich dezidiert als intersektionale Mädchenarbeit verstehende pädagogische Praxis kann heute viele Impulse – die in der Mädchenarbeit seit langem bestehen – aufgreifen, muss sie aber meines Erachtens systematisch weiterdenken. Intersektionale Soziale Arbeit kann viele Gesichter haben, viele Schwerpunkte setzen und lokal spezifische Angebote entwickeln – was sie verbindet ist die Perspektive auf Macht- und Herrschaftsverhältnisse, die mit Geschlecht verbunden sind und die für jugendliches Aufwachsen relevant sind – das ist vieles und sicher nicht unterkomplex.

Dabei wäre sich die Frage zu stellen, ob die kritische Reflexion von Geschlechterund Sexualitätsnormen (Heterosexismen) sowie Körpernomen (Bodyismen) auch die Infragestellung einer Norm der Zweikörpergeschlechtlichkeit umfasst und das Angebot der Mädchenarbeit auch für intergeschlechtliche und transgeschlechtliche Jugendliche in Gänze oder durch partielle Angebote weiterentwickelt wird. Leitend für die Weiterentwicklung der Mädchenarbeit könnten entweder die Konkretisierungen der Zielgruppe sein, in dem Sinne, dass formuliert wird, Mädchen sind alle, welche sich als Mädchen identifizieren oder eine Hinwendung zur Formulierung einer Intersektionalen Jugendarbeit, die nicht mehr Mädchen als Identitätskategorie aufruft, sich aber im Kontext und in der Tradition der Mädchenarbeit versteht. Setzt die erste Perspektive an Identität an und begrenzt diese zugleich, fokussiert die zweite Perspektive das Herrschaftsverhältnis und adressiert Alle, die von heteronormativen Geschlechternormen und -stereotypen betroffen sind und marginalisiert werden.

Der Weg der permanenten Infragestellung der eigenen Grundannahmen und Prinzipien vor dem Hintergrund des Zieles einen Beitrag zu einer herrschaftsfreien Gesellschaft zu leisten und den Nutzenden dafür diskriminierungsfreie Räume zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit und ihrer Handlungsfähigkeit zu entwickeln, ist notwendig, manchmal schmerzhaft, lustvoll und ermächtigend.

Anmerkungen

1 Die Vorsilbe „cis“ bedeutet, dass die Person sich in Übereinstimmung mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht befindet.

Literatur

Arapi, Güler 2013: Mädchenarbeit in der Migrationsgesellschaft. Betrifft Mädchen, 26 (2), 57–64

Arapi, Güler/Lück, Sabine Mitja 2005: Mädchenarbeit in der Migrationsgesellschaft.

Eine Betrachtung aus antirassistischer Perspektive. Bielefeld: Mädchentreff Bielefeld e.V. Zugriff am 10.04.2017. Verfügbar unter http://www.maedchentreff-bielefeld.de/ download/girlsactbuchkomplett.pdf

Crenshaw, Kimberlé 1989: Demarginalizing the Interection of Race and Sex: A Black Feminist Critique of Antidiscrimination Doctrine. In: The University of Chicago Legal Forum, 139- 167

Gregor, Joris A. 2021: Intergeschlechtlichkeit als Kategorie zur Reflexion von Geschlechtlichkeit in der Sozialen Arbeit. In: Groß, Melanie/Niedenthal, Katrin (Hg): Geschlecht: divers. Die „Dritte Option“ im Personenstandsgesetz – Perspektiven für die Soziale Arbeit. Bielefeld, 73-90

Groß, Melanie 2014: Intersektionalität. Reflexionen über theoretische und konzeptionelle Perspektiven für die Jugendarbeit. In: von Langsdorff, Nicole (Hg): Intersektionalität und Jugendhilfe. Berlin/Toronto, 170-183

Groß, Melanie 2021: Die ‚Dritte Option‘. Gendertrouble im Gefüge des Sozialen und die Herausforderungen für die Soziale Arbeit. In: Groß, Melanie/Niedenthal, Katrin (Hg): Geschlecht: divers. Die „Dritte Option“ im Personenstandsgesetz – Perspektiven für die Soziale Arbeit. Bielefeld, 45-60

Plößer, Melanie 2005: Dekonstruktion ~ Feminismus ~ Pädagogik. Vermittlungsansätze zwischen Theorie und Praxis. Königstein/ Taunus

Riegel, Christine 2012: Intersektionalität in der Sozialen Arbeit. In: Bütow, Birgit/Munsch, Chantal (Hg): Soziale Arbeit und Geschlecht. Herausforderungen jenseits von Universalisierung und Essentialisierung. Münster, 40- 60

Schrader, Kathrin/von Langsdorff, Nicole 2014: Im Dickicht der Intersektionalität. Münster

Wallner, Claudia 2013: „Wie Gender in die Soziale Arbeit kam“ Ein Beitrag zur Bedeutung feministischer Mädchenarbeit für die Geschlechterperspektive und zum Verständnis moderner Genderansätze. In: Sabla, Kim-Patrick/Plößer, Melanie (Hg): Gendertheorien und Theorien Sozialer Arbeit. Bezüge, Lücken und Herausforderungen. Opladen/Berlin/Toronto

Winker, Gabriele/Degele, Nina 2009: Intersektionalität. Zur Analyse sozialer Ungleichheit. Bielefeld

Melanie Groß ist Professorin für Jugendarbeit an der Fachhochschule Kiel. Ihre Schwerpunkte liegen in der Jugend- und Geschlechterforschung.