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INTERVIEW: LECKERLIS, LACHER, LAMPENFIEBER: „Als Hund wäre ich ein Mix aus Border Collie und Terrier”


Martin Rütter Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 24.01.2019

Was ist das eigentlich für ein Gefühl, vor 6000 Menschen zu stehen? Ist jede Show gleich lustig? Was kann man von Hunden lernen? Redakteurin Jessica Kremser war bei Martin Rütters Live-Show in Leipzig und hatte danach noch ein paar Fragen


Waren Sie in Leipzig zufrieden mit Ihrem Auftritt?
Martin Rütter: Die Show in Leipzig war super. Ich war super drauf und die wahnsinnig gute Stimmung im Publikum hat ihr Übriges getan. Danke Leipzig! Natürlich kommt es bei mir durchaus auch mal vor, dass ich nach einem Auftritt denke: „Mist, hier hast du etwas ...

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Waren Sie in Leipzig zufrieden mit Ihrem Auftritt?
Martin Rütter: Die Show in Leipzig war super. Ich war super drauf und die wahnsinnig gute Stimmung im Publikum hat ihr Übriges getan. Danke Leipzig! Natürlich kommt es bei mir durchaus auch mal vor, dass ich nach einem Auftritt denke: „Mist, hier hast du etwas vergessen”. Oder: „Hier hättest du dir mehr Zeit lassen sollen”. Es ist aber nicht so, dass ich dann schlecht gelaunt bin, im Gegenteil: Für mich ist es Ansporn, beim nächsten Mal noch einen obendrauf zu legen. Ich ziehe daraus neue Motivation.

Sind Sie vor dem Auftritt nervös?
Martin Rütter: Wenn früher beim Fußball ein Elfmeter anstand, wollte ich immer schießen. Dabei war ich nie nervös. Natürlich entsteht eine gewisse Aufregung, wenn 6000 Leute warten. Die Aufregung spüre ich erst kurz vor der Show. Ich habe aber keinen trockenen Hals oder so. Den hatte ich, wenn ich in der Schule in Mathe drankam. Bei meinen Shows habe ich selbst so viel Spaß, dass ich kein Lampen - fieber habe.

Müssen Sie Ihr Publikum manchmal weichkochen? Martin Rütter: Auf jeden Fall, das ist aber überwiegend am Anfang passiert. Meinen ersten Auftritt hatte ich vor über 15 Jahren in einer Dorfkneipe vor sieben Leuten – nach der Pause kamen nur drei wieder. Das hat sich glücklicherweise geändert (lacht). Grundsätzlich ist es so, dass Mentalität und Humor je nach Region ja unterschiedlich ausgeprägt sind. Ich freue mich, wenn ich das beim Auftritt aufsaugen kann.

Ein Rat vom Hundeprofifür den Privatmensch Martin Rütter?
Martin Rütter: Die beste Ratgeberin war meine erste Hündin Mina. Von ihr habe ich gelernt, dass ich auch mal Fünfe gerade sein lassen kann. Sie war keine Revoluzzerin, hat nie geknurrt oder gedrängelt. Aber wenn ich ungeduldig wurde, wurde sie ruhiger. Ich wollte sie verändern, musste aber kapieren, das geht nicht. Ich habe Geduld gelernt – und da sind Hunde perfekte Lehrer.

Gab es schon Pannen in der Live-Show, die Sie peinlich fanden? Oder lustig?
Martin Rütter: Auf jeden Fall, die gehören dazu und passieren immer mal wieder. Wir hatten mal den schönen Moment, als ich zum Showbeginn, direkt nach dem Intro, auf die Bühne kam und mein Headset vergessen hatte. Ich quasselte also fieißig drauflos und die Leute hörten keinen Ton. Ein sehr peinlicher, aber auch total schöner Moment.

Gibt es so etwas wie DEN Tipp für alle Hundehalter?
Martin Rütter: Die Menschen solltenvor dem Hundekauf wissen, worauf sie sich beim Abenteuer Hund einlassen. Man sollte sich fragen: Welcher Hund passt zu mir und meinen Lebensumständen? Und: Ich bin ein Verfechter davon, dass alle, die sich einen Hund wünschen, auch im Tierheim vorbeischauen. Unsere Tierheime sind voll mit super Hunden.

Wenn Sie ein Hund wären – welcher wären Sie?
Martin Rütter: Eindeutig ein Mix aus Border Collie und Jack Russell Terrier. Der Collie steht für Kreativität und Arbeitsfreude, gleichzeitig muss da aber auch Abwechslung reingebracht werden. Der Terrier verbeißt sich ja in Ideen. Das ist so das Gemisch bei mir.

Was mögen Sie an Hunden lieber als an Menschen?
Martin Rütter: Nichts. Für mich gilt: Der beste Freund des Menschen ist der Mensch. Wer anderes glaubt, zieht sich aus dem Menschlichsein zurück. Wenn wir aber die verschiedenen Tiere vergleichen, dann passt der Hund am besten zum Menschen. Der Hund kann sich wirklich auf den Menschen einlassen. Dadurch entsteht eine besondere Nähe.


Foto: Guido Engels