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Interview mit Stefan Lohrberg: „Wir setzen Zeichen durch Themen!”


TASPO - epaper ⋅ Ausgabe 10/2020 vom 06.03.2020

Das Trendthema der nächsten spoga+gafa lautet „Nachhaltige Gärten”. Ihr Director Stefan Lohrberg kündigte beim IVG-Medientag an, das Leitthema der größten Garten-Lifestylemesse der Welt gemeinsam mit den Ausstellern und Besuchern zu gestalten. Wir wollten von ihm wissen, was genau damit gemeint ist und wie das auf der Messe aussehen wird.


Artikelbild für den Artikel "Interview mit Stefan Lohrberg: „Wir setzen Zeichen durch Themen!”" aus der Ausgabe 10/2020 von TASPO. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Foto: Koelnmesse


„Wir glauben, dass Nachhaltigkeit in eine andere Erwartungsebene gehoben werden muss.”


Stefan Lohrberg, Director der spoga+gafa, Köln

Herr Lohrberg, warum hat sich die spoga+gafa ausgerechnet das Thema „Nachhaltige Gärtenausgesucht?
Stefan Lohrberg: Wir haben das Thema ganz bewusst gewählt, weil es zwar präsent ist, dieses aber ohne Leitplanken, die dem Markt Themensicherheit geben. Wir glauben, dass Nachhaltigkeit in eine andere Erwartungsebene gehoben werden muss. Aktuell wird vielerorts kommuniziert, dass nur der seine Produkte, sich und somit sein Unternehmen nachhaltig nennen darf, der quasi das volle Erwartungssoll erfüllt und seine Welt komplett gen Sustainable umgekrempelt hat. Wir hingegen glauben und wollen auf der Messe zeigen, dass vielmehr der Weg zählt. Wir werden auch solche Partner herausheben, die sich gerade erst auf den Weg machen. Thematisch gehen wir sehr tief. So werden wir den Besuchern zeigen, was Nachhaltigkeit am POS und in deren Unternehmenszielen leisten und bedeuten kann. Dazu ist es notwendig, das Thema aus der abstrakten Metaebene in die praktische Ebene herunterzubrechen. Denn oftmals erkennt man den Nutzen eines Themas und dessen Chancen erst am Runterbruch in die eigene Relevanzwelt: „What is in for me?” ist eine Frage, die wir beantworten wollen. ...

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Wie beziehen Sie die Aussteller konkret ein?
Lohrberg: Ein erstes sichtbares Zeichen finden die Besucher auf unserem Messeboulevard. Mit einem großen Fragezeichen werden wir dort das Leitthema der Messe – „Nachhaltige Gärten” – begleiten. Wir regen uns damit gegenseitig an, das Thema und die Erwartungen an die Marktteilnehmer zu hinterfragen. Den Ausstellern bieten wir an, auf ihren Ständen mit dem Aushang eines grünen Ausrufezeichen zu signalisieren: „Ich habe eine Antwort, mein Produkt ist bereits auf dem Weg zur Nachhaltigkeit. Ich habe eine Lösung.”

Grenzt das nicht viele Aussteller aus?
Lohrberg: Nein, ganz im Gegenteil. Es geht uns ja nicht um die große, komplette Lösung. Jedes Unternehmen, das sich schon ein Stück auf diesem Weg sieht, bisher aber nur eine Teillösung bieten kann, soll das bekannt machen. Auch das ist uns ein Ausrufezeichen wert. Es gibt Unternehmen, die das Thema Nachhaltigkeit im Verborgenen für sich belegen. Das ist genauso ok, wie es offensiv nach vorne zu stellen. Und um das Thema abzurunden. Es gibt zahlreiche Unternehmungen, die den Weg noch nicht betreten. Auch das ist ok. Jeder darf und soll für sich entscheiden, wann, ob und wie er sich auf die Reise begibt. Diese Aussteller, die sich bis dato noch nicht entschieden haben, sind uns als Messe genauso lieb und bekommen ebenfalls die Aufmerksamkeit, die sie verdient haben und die sie sich zurecht von uns wünschen.

Was macht die spoga+gafa selbst zu diesem Thema?
Lohrberg: Unser Hauptakt ist, dass wir die größte Gartenmesse der Welt mit dem Thema Nachhaltigkeit überschreiben. Wir bieten der Branche somit eine Informations- und Austausch-Plattform, wie sie der Gartenmarkt zu diesem Thema noch nicht erlebt hat. Denn auch in diesem Jahr wollen wir in der Branche Themen setzen und sie im Denken in diese Richtung voranbringen.

Das würde dem Begriff Marktführerschaft eine andere Bedeutung gebenLohrberg: … wenn Sie damit Markt lenkend durch neue Denkanstöße meinen, bin ich sofort bei Ihnen. Aber ich möchte noch auf eine Aktivierung des Themas „Nachhaltige Gärten” hinweisen, welche dem Team der spoga+gafa am Herzen liegt.

Und die wäre?
Lohrberg: Wir planen, im Kölner Süden einen Kleingarten anzumieten und diesen zu einem lebenden Beispiel für die Chancen von Nachhaltigkeit im Garten umzugestalten. Wir möchten damit auch der Branche ein Leuchtturmprojekt bereitstellen, das ihr als Plattform für ihre Kommunikation mit dem Verbraucher zur Verfügung steht. Mit diesem Vorhaben sind wir bei dem örtlichen Kleingartenverein und dem Landesverband der Kleingärtner Nordrhein- Westfalen auf sehr großes Interesse und Unterstützung getroffen.

Wer soll den Garten betreuen, pflegen und nutzen?
Lohrberg: Wir sind da noch nicht ganz am Ende unserer Überlegungen. Es soll auf alle Fälle eine professionelle Pflege geben. Der Garten soll schließlich jederzeit vorzeigbar sein. Wir möchten den Garten zudem als grünen Meetingpoint für Gesprächsrunden nutzen.

Wird die Ausstellerschaft der spoga+gafa einbezogen?
Lohrberg: Wie gesagt, mit dem Garten möchten wir der Branche eine mindestens halbjährige Kommunikationsplattform zur Verfügung stellen. Wir bieten den Ausstellern dabei an, den Garten mit ihren Produkten zu einem nachhaltigen Garten zu gestalten. Hier geht es nicht nur um einhundertprozentig nachhaltige Produkte. Es geht um Produkte, die in Sachen Nachhaltigkeit auf einem guten Weg sind oder den Gedanken des Gartens mittels ihrer Kompetenz oder Beschaffenheit unterstützen. Wir bieten den Ausstellern an, den Garten für ihre Kommunikation mit den Gartenfreunden zu nutzen. Gemeinsam schaffen wir kommunikative Reichweite für die Branche, für die Aussteller und für deren Produkte, um das Thema Nachhaltigkeit auf der ganzen Welt voranzutreiben.

Dann wünschen wir viel Erfolg bei dem Vorhaben. Wir werden sicher Gelegenheit haben, uns den Garten einmal anzusehen.

Der Autor

Matthias Donners, Dipl. ing. agr, freiberuflicher Fachjournalist