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IPM: Neues bei den Topfpflanzen


GB Gärtnerbörse - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 20.04.2019

Auf der Internationalen Pflanzenmesse (IPM) in Essen waren blühende und grüne Topfpflanzen auch in diesem Jahr wieder in breiter Vielfalt zu sehen. So hatten Morel, Schoneveld Breeding und Varinova auffallende Cyclamen mitgebracht. Am Stand der PlusPlants-Gruppe gab es Teepflanzen und weitere Besonderheiten. Auch Cultivaris zeigte Spezialitäten aus dem Topfpflanzen-Sortiment.Heinrich Dreßler hat sich bei diesen IPM-Ausstellern umgesehen.


Artikelbild für den Artikel "IPM: Neues bei den Topfpflanzen" aus der Ausgabe 5/2019 von GB Gärtnerbörse. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: GB Gärtnerbörse, Ausgabe 5/2019

Morel: Metalis mit silbrigem Laub


Breiter Rand: ‘Halios Litchi Rose’


Isabelle André mit ‘Rebelle Rot’


DerCyclamen -Züchter Morel (F-Fréjus) wartete mit der noch ...

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DerCyclamen -Züchter Morel (F-Fréjus) wartete mit der noch experimentellen Metalis-Serie auf, die 2020 auf den Markt kommen soll. Ihre Besonderheit sei das silbrige Laub, erklärte Guy Schertzer.

Die sechs Farben in der Mischung würden uniform aufblühen. Es handelt sich um einen Midi-Typ, vergleichbar mit Premium. Die Pflanzen seien eher für das Zimmer geeignet.

Breiter hellerer Rand

Rosafarbene Blüten mit einem breiten helleren Rand zeigt die noch experimentelle Sorte ‘Halios Litchi Rose’. Bisher gab es diesen Blütentyp nur als Curly-Variante mit gewelltem Blütenblattrand (‘Halios Curly Litchi Rose’). Die Neuheit eignet sich nach Schertzers Angaben auch für größere Töpfe sowie für die späte Kultur.

Zu den Flower Trials im Juni 2018 hatte Morel die neuen Sorten ‘Halios Rebelle Rot’ und ‘Halios HD Rebelle Rot’ vorgestellt. Auf der IPM war ihnen eine Präsentation im Stil einer alten Auto- und Motorradwerkstatt gewidmet. Mit dem Testanbau im vergangenen Jahr seien die Gärtner zufrieden gewesen, berichtete Schertzer. Der Name „Rebelle“ habe auch beim Handel Interesse ausgelöst, was der Züchter so nicht erwartet habe. Jetzt gebe es ein eigenes Etikett.

Bei ‘Rebelle Rot’ seien die Blüten -stiele etwas länger als bei der kompakteren HD-Schwestersorte. Bei geringerer Einstrahlung seien sie bei beiden Rebelle-Sorten kürzer.

Die im vergangenen Jahr vorgestellte Indiaka-Serie mit besonderer Blütenzeichnung bietet Morel in begrenzten Mengen an, um den Preis stabil zu halten, obwohl mehr Saatgut zur Verfügung steht.

Schirmförmige Blüten

Cyclamen mit neuartiger Blüte hatte Schoneveld Breeding (NL-Wilp) zur IPM mitgebracht. Die Djix-Sorten bilden schirmförmige Blüten mit einem farblich abgesetzten kleineren oberen Kelchblatt-Schirm.

Derzeit gebe es von Djix nur begrenzte Saatgutmengen, aber 2020 sollen die zwei Sorten in Weinrot und Dunkellachspink (Dark Salmon Pink) voll verfügbar sein, sagte Kulturberater Hay Lamers. Saatgut und Jungpflanzen seien etwas teurer, aber auch für den Gärtner sei ein höherer (bis doppelter) Preis zu erwarten, zum Beispiel 1,50 Euro für den 10,5er-Topf.

Schoneveld: Djix in zwei Farben


Kompakt: Donatello, hier in Weiß


Varinova: Mini-Cyclamen ‘Aloha’


Schoneveld setze bei der Djix-Serie auf eine Kombination aus Produkt und Marketing, so Lamers. Anbau und Absatz sollten zwischen Jungpflanzenlieferant, Gärtner und Einzelhandel abgestimmt sein, geplant seien entsprechende Verträge. So dürfe der Gärtner Übermengen nicht über die Uhr vermarkten. Als Mindestmenge für Produzenten nannte Lamers 5000 Stück. Zwischen Aussaat und Ernte würden bei dieser frühen Serie mit Carino-Genetik 27 Wochen liegen. Geeignet seien 9er- bis 12er-Töpfe, ideal sei der 10,5er-Topf. Die Blütezeit liege zwischen Oktober und Januar. Weitere Djix-Farben sollen folgen, insgesamt werden es voraussichtlich fünf.

Bei den Standard-Farben wies Lamers auf die neue Mini-Cyclamen -Serie Donatello mit sieben Farben hin. Vom Wuchstyp her entspreche sie der Verano-Serie, bilde aber silbriges Laub. Dieses Merkmal habe es in Verbindung mit kompaktem Wuchs bisher am Markt nicht gegeben, so Lamers.

Sweet Kisses im Handel

BeiPrimula obconica Touch Me und Pricanto führt Schoneveld in diesem Jahr die neue Bezeichnung „Sweet Kisses“ ein, die den Absatz im Einzelhandel erhöhen soll.Primula obconica Touch Me Mini sei durch zwei Neuzugänge inzwischen in fünf Farben erhältlich und bilde damit eine vollständige Serie, sagte Lamers. Ein Gärtner in Rain am Lech habe sie als erster in Deutschland angebaut und sei sehr zufrieden.

Die kompakte Topfranunkel-Serie Dwarf lässt sich ohne Hemmstoff kultivieren – Gärtner seien von ihr „begeistert“, berichtete Lamers. Neu ist hier die Sorte ‘Light Pink’.

Wie eine Muschel geformt

Varinova (NL-Bleiswijk) präsentierte seineCyclamen -Serien mit Beispielpflanzen. ‘Shine Deep Rose’ und ‘Shine Purple’ komplettieren die Merita-Serie im Midi-Format auf jetzt elf Farben, erklärte Carolien Klein. Ganz neu sei ‘Aloha’, eine reichblütige Mini-Cyclamen -Sorte mit besonderer Blütenform: Die Petalen sind wie eine Muschel geformt. Die Blüten sind rot-weiß, eine rosa-weiße Variante sei in Arbeit. Samen von ‘Aloha’ sollen ab 2020 verfügbar sein.

Jürgen Bäumer (links) und Peter Aldenhoff präsentierten Teepflanzen im Topf


Tee aus eigener Ernte

Teepflanzen im Topf für die heimische Ernte zeigten Peter und Bernd Aldenhoff (Schermbeck) am Stand der Plus-Plants-Gruppe (Bargfeld-Stegen).

Für die Produktion der Teepflanzen und die exklusive Vermarktung in Deutschland hätten sie eine Lizenz von Special Plant Zundert aus den Niederlanden. Johan Jansen habe diesen Tee nach achtjähriger Versuchsarbeit selektiert und das Produkt entwickelt, sagte Peter Aldenhoff. In den Niederlanden werden die Pflanzen unter „Tea by me“ vermarktet, in Deutschland als „mein Heimat Tee“. Weitere Produzenten gebe es in Frankreich und im Vereinigten Königreich, sodass kurze Wege zum Verbraucher gegeben seien.

Besonderheit derCamellia sinensis -Selektion sei die Frosthärte bis minus 10 °C, sagte Aldenhoff. Weitere Selektionen seien in der Entwicklung. Der Verbraucher könne die Pflanze im Topf oder im Kübel, im Garten oder im Wintergarten halten, ebenso im Zimmer. Im Freien können die Pflanzen bis zu zwei Meter hoch werden, auch lassen sie sich als Hecke ziehen. Geerntet werden die jüngsten Blätter, aus denen sich grüner oder schwarzer Tee machen lässt. Geplant sei eine Webseite mit Anbau- und Verwendungstipps. In den Niederlanden seien die Teepflanzen sehr gefragt, auch im Hinblick auf das Trendthema Urban Gardening.

Aldenhoff will in diesem Sommer 10.000 Pflanzen im 12er-Topf als Fertigware produzieren, im Herbst sollen dann 15er- und 21er-Töpfe folgen. Dabei erhalte er Unterstützung von seinem niederländischen Lizenzgeber Zundert, der auch die Jungpflanzen liefere. Im 12er-Topf dauert die Kultur etwa sieben Monate.

Das anfallende Stutzmaterial werde getrocknet, zu verschiedenen Tee -mischungen mit Kräutern und/oder Früchten verarbeitet und im Einzelhandel zusammen mit den Pflanzen angeboten, um diese am Verkaufspunkt aufzuwerten. Die Produktion ist noch nicht biozertifiziert, dies soll in ein bis zwei Jahren der Fall sein.

Exklusive Produkte

Aldenhoff produziert nach wie vor Azaleen, hat aber seine Palette nach eigenen Angaben erweitert, vor allem um exklusive Produkte in hoher Qualität. Zum Sortiment gehörenCampa -nula Addenda,Hibiscus Longlife von Graff aus Dänemark undPentas Rising Star aus vegetativer Vermehrung. Für diese Pflanzen sei er Exklusivproduzent in Deutschland, sagte Aldenhoff. Diese „Top-Produkte“ seien bereits gut im Markt etabliert. Hinzu kommtHelianthus ‘Sunfinity’, wie diePentas von Syngenta Flowers. Diese Pflanzen seien bienenfreundlich und mit einem entsprechenden Label gekennzeichnet.

Kein direkter Preisvergleich

Jürgen Bäumer, Koordinator bei Plus-Plants und Verkäufer bei Aldenhoff, wies auf weitere Topfpflanzen am PlusPlants-Stand hin, die von Betrieben aus der Gruppe erzeugt wurden. Ein Ziel sei es, möglichst viele Produkte exklusiv aus deutschem Anbau im Sortiment zu haben, um innovative Pflanzen ohne direkten Preisvergleich anbieten zu können.

‘Little Frosty’ ist bei sechs PlusPlants-Betrieben im Anbau


Unter „Greeasy“ bietet Engels einen Sukkulentenmix an


Manfred Rieke: PflückBar-Gemüse


Garry Grüber: Brotfruchtpflanze


Richard Petri: Marketing für Ulu!


So werde ‘Little Frosty’ exklusiv in Deutschland von sechs PlusPlants-Betrieben angebaut. Auf diese mehrjährige silbrige Strukturpflanze für den Herbst habe es auf der IPM sehr positive Resonanz gegeben, sagte Bäumer.

Unter dem Begriff „Greeasy“ (Green &; Easy) bietet der Betrieb Engels einen Sukkulentenmix an.

Das bekannteCampanula Addenda-Sortiment mit guter Genetik war bisher nur aus niederländischer Produktion erhältlich. Bei PlusPlants ist es im 12er-Topf, später auch im 10,5er-Topf erhältlich.

Hedera „Easy Ivy“ aus dem Betrieb Lüske in Bawinkel ist seit Herbst 2018 am Markt. Die Efeupflanzen aus Freilandproduktion werden in einem Topf oder einer Ampel mit Wasserspeicher vermarktet.

Die Hortensie ‘Diva Fiore’ bietet Plus-Plants-Mitglied Artmeyer jetzt auch als Rohware an, sowohl für die Gruppe als auch für externe Produzenten. In das Unternehmen von PlusPlants-Mitglied Manfred Rieke ist Sohn Marco nach seinem Bachelor-Gartenbaustudium eingestiegen und hat ein neues Segment eingeführt. Unter dem Begriff „PflückBar“ bietet Rieke jetzt Topfgemüse (unter anderem Tomaten, Paprika, Chili, Gurke) im 14er-Topf mit standfestem, hochwertig wirkendem Terracotta-Übertopf an, das im Mai mit Fruchtbehang in den Handel kommen soll. Balkongemüse werde ansonsten viel aus den Niederlanden importiert, erklärte Bäumer. Riekes Ziel sei eine kunststofffreie Produk -tion mit Papptöpfen und Holzstäben. Für die Gemüsesparte sei bei Erfolg ein Gewächshaus-Neubau vorstellbar, erklärte Manfred Rieke.

Sehr großes Interesse

Mit einigen Besonderheiten wartete Cultivaris (Heidesheim) auf der IPM auf. Garry Grüber wies aufHydrangea ‘Runaway Bride’ hin. Das Interesse an dieser „Girlanden-Hortensie“, die neuartige Produktformen wie Kas -kaden und Ampeln erlaube, sei sehr groß – „sie schlägt ein wie eine Bombe“, so Grüber.

Vorteil der weiß blühenden, wüchsigen Sorte aus der Züchtung von Ushio Sakazaki sei, dass sich aus allen vorjährigen Seitenknospen Blüten vom Tellertyp bilden. Die remontierende, reichblütige Züchtung stehe im Frühsommer in Vollblüte und blühe terminal bis zum Herbst weiter. Die ausladenden Pflanzen zeigen eine schöne Herbstfärbung, so Grüber. Fertigware soll ab diesem Frühjahr im Handel sein. Weitere Farben seien in Arbeit, außerdem Sorten dieses Typs mit ballförmigen Blüten.

Brotfruchtprojekt

Bei der unter dem Namen Ulu!vorgestellten GrünpflanzeArtocarpus altilis , dem Brotfruchtbaum, besteht eine Verbindung zu dem von Grüber vor fast zehn Jahren initiierten Brotfruchtprojekt, in dessen Rahmen bereits 110.000 Brotfruchtbäume in 45 tropische Länder geliefert worden sind, um die Ernährung der Menschen vor Ort zu verbessern.

Insgesamt zehn Sorten werden für das Projekt angebaut, sagte Grüber. Eine davon war durch die schöne Stellung des großen, gelappten Laubs, die gute Verzweigung und die kurzen Internodien aufgefallen. Sie kam dann bei einem niederländischen Grünpflanzenproduzenten in den Testanbau. Grüber berichtete, dass sich die Selektion als gut geeignet im Hinblick auf Produktion, Transport sowie Haltbarkeit im Handel und beim Endverbraucher erwiesen habe. Bei Versuchen der Universität Leiden/NL war sie unter den fünf besten Zimmerpflanzen zur Luftreinigung.

Für jede zehnte verkaufte Topfpflanze werde ein Brotfruchtbaum an Kleinbauern in den Tropen gespendet, sagte Grüber. Außerdem gehen 50 Cent pro Pflanze nach Samoa, das Herkunftsgebiet der Pflanze in der Südsee. Ulu!sei die hawaiianische Bezeichnung für den Brotfruchtbaum.

Geschichten gehören dazu

Die Marketingmaßnahmen für Run -away Bride und Ulu!liegen in den Händen von Richard Petri. Bei Culti -varis gehe es meist auch um eine Geschichte zu den Pflanzen, sagte er. Petri war bis 2018 bei Selecta one tätig, zuletzt als Marketingleiter, und hat sich nun mit der RiPlant AG (Weiler-Simmerberg) selbstständig gemacht. Er bietet Dienstleistungen im Bereich

Marketing an. Partner sorgen für die visuelle Umsetzung der Konzepte. Marketing habe viel mit Planung und Strategie zu tun, sagte Petri. Er halte emotionale Marken für wichtig, wie das Beispiel der Topfnelke ‘Pink Kisses’ von Selecta one zeige. Innovationen seien mehr als nur neue Genetik. Ein gutes Marketing für Einzelprodukte könne andere Pflanzen mitziehen, meinte Petri. Wie der Industrieverband Garten (IVG) nach der IPM mitteilte, betreut Petri seit Februar dieses Jahres die neue Fachabteilung Profigartenbau des IVG im Rahmen eines dauerhaften Mandates.

Prämierte Grünpflanze

Eine weitere auffällige Grünpflanze am Cultivaris-Stand warBlechnum brasiliense ‘Copper Crisp’, gezüchtet von Luen Miller aus Kalifornien/USA. Der Farn gewann im IPM-Neuheitenschaufenster in der Kategorie „Grüne Zimmerpflanze“. Die Einführung sei schon seit Jahren geplant, erklärte Grüber. Sie scheiterte bisher an der Verfügbarkeit von Jungpflanzen. Jetzt sei es aber gelungen, Meristemkul -turen anzulegen, sodass es ab 2020 Jungpflanzen geben werde. Die Sorte komme im Zimmer auch mit wenig Licht zurecht. Die gerüschten Wedel seien zunächst kupferrot und später dunkelgrün. Mit den Jahren bilde die Pflanze einen kurzen Stamm.

Zantedeschia aethiopica ‘Green Zebra’ fällt durch ihr gestreiftes Laub auf. Grüber berichtete, dass pro verkaufter Pflanze dieser Sorte eine Spende an eine Waldorfschule in der Nähe von Kapstadt in Südafrika gehe. Aus diesem Land stamme die Sorte, die die typischen weißen Blüten bilde.

Kompakt und standfest

Von der Baumschule Bailey aus Georgia/ USA kommtHydrangea Endless Summer. Zur IPM präsentierte Bailey am Cultivaris-Stand als Neuheit ‘Summer Love’, die Grüber als „beste Endless Summer-Sorte“ bezeichnete. Die remontierende, himbeerrot blühende Hortensie sei kompakt und standfest, sie benötige keinen Hemmstoff.

Vitex ‘Flip Side’ ist eine interspezifische Hybride, die Natalia Hamill, Entwicklungsmanagerin bei Bailey, als reichblütig beschrieb. Die Blüten dieses Mönchspfeffers, die bis Oktober erscheinen, seien steril, daher sei die Pflanze nicht invasiv. Der Duft der Blüten locke Insekten an, darunter Schmetterlinge. Die gut verzweigende, schnittverträgliche Pflanze wachse ausladend, sagte Hamill. Das Laub ist an der Unterseite purpurrot.

Die Pflanze sei winterhart bis USDA-Klimazone sieben, also mindestens bis minus 12 °C. Wenn die Triebe zurückfrieren, treibe sie aus dem Wurzelstock wieder aus.Vitex ‘Flip Side’ gewann im IPM-Neuheitenschaufenster in der Kategorie „Kübelpflanze“.

Prämiert: Blechnum ‘Copper Crisp’


Beste Kübelpflanze: Vitex ‘Flip Side’


Fotos: Heinrich Dreßler