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Iss doch mal anders!


Ratgeber Frau und Familie - epaper ⋅ Ausgabe 10/2021 vom 24.09.2021

FOODBLOGS VORGESTELLT

Eine Umstellung auf vegane Ernährung ist nicht unbedingt einfach. Und weil die zwei Blogger Nadine Horn und Jörg Mayer von Eat This! das wissen, helfen sie mit ihren tollen veganisierten Rezepten sowohl Neueinsteigern als auch routinierten pflanzenbasierten Essern.

Auf ihrem Blog www.eat-this.org sammeln die zwei Hobby-Köche und Vollzeit-Veganer dabei alles, was in ihrer Küche stattfindet.

Vegan ist mehr als nur Gemüse – es sind pflanzliche Glücksgefühle

Seit zehn Jahren beglücken die Blogger ihre Rezept- Fans und haben inzwischen drei vegane Kochbücher veröffentlicht. Wer sich aber einmal auf ihrem Blog umgesehen hat, stellt schnell fest, dass Nadine und Jörg nicht nur stur Rezepte veröffentlichen. Mit ihren Anleitungen nehmen sie Neu-Veganer an die Hand und zeigen, dass Käse nicht aus Kuhmilch sein muss, um würzig-lecker zu sein. Dass man Pflanzendrinks einfach selbst ...

Artikelbild für den Artikel "Iss doch mal anders!" aus der Ausgabe 10/2021 von Ratgeber Frau und Familie. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Ratgeber Frau und Familie, Ausgabe 10/2021

Einfach, lecker ? vegan! Nadine & Jörg experimentieren gerne, aber auch Pasta gehört zu den absoluten Wohlfühl-Gerichten
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... herstellen kann. Und wie köstlich eifreies Rührei aus Tofu ist. Zudem helfen die zwei mit zahlreichen Tipps auch dabei, wie vielseitig die vegane Küche sein kann. Bester Beweis sind die drei Rezepte, die wir auf den folgenden Seiten für Sie vorbereitet haben.

Welche Veganer-Klischees sind eurer Meinung nach völlig veraltet?

Alle! Nein, im Ernst, wir sind glücklich, dass sich die allermeisten Klischees über die letzten Jahre praktisch in Luft aufgelöst haben.

Nichtsdestotrotz wurmt uns die nach wie vor aktuelle Diskussion um die Bezeichnung von Fleischersatzprodukten, ob eine Tofuwurst nun Wurst heißen darf und so weiter. Und auch das Thema Kosten wird immer noch heiß diskutiert. Nein, wir ernähren uns nicht nur von Mandelmus und anderen teuren Superfoods. Natürlich gönnen wir uns hin und wieder auch mal besondere Produkte wie vegane Würstchen oder natürlich auch einen Burger, der Großteil unseres Kühlschranks ist aber immer mit saisonalem Gemüse und Kräutern gefüllt – und die sind ja eigentlich sogar recht günstig.

Was würdet ihr Neu-Veganern raten, damit es leichter geht?

Einfach anfangen. Klar, das Studieren von Lebensmitteletiketten mag am Anfang etwas fordernd sein, aber man hat relativ schnell raus, welche Lieblingsprodukte aus Versehen ohnehin schon immer vegan waren. Und ganz ehrlich: Niemand reißt einer Person, die sich neu dazu entschließt, ab sofort vegan leben zu wollen, den Kopf ab, wenn dann versehentlich doch mal ein unveganes Produkt im Einkaufswagen landet. Das ist uns allen schon passiert.

Mit welchen Rezepten habt ihr euer veganes Leben begonnen?

Gute Frage, das ist jetzt doch schon etwas länger her. Da waren auf jeden Fall auch ein paar der alten, eher „alternativeren“ Kochbücher ohne Rezeptbilder dabei, garantiert das ein oder andere von PETA und anderen Organisationen. Auch das Internet gab damals schon einiges her. Abgesehen davon haben wir schon immer überlegt, wie wir tierische Zutaten altbekannter Rezepte durch rein pflanzliche ersetzen können. Die strikte Trennung von veganen und unveganen Rezepten gibt’s bei uns nicht, es kommt immer auf die Kreativität bei der Zubereitung an.

Wie entwickelt ihr neue Rezepte?

Das ist völlig unterschiedlich.

Manchmal wird man von einer Zutat inspiriert, vielleicht einem saisonalen Gemüse, manchmal von einem neuen Gewürz. Wir schauen uns gerne Dokumentationen über verschiedene Länder - küchen an und besitzen auch viele unvegane Kochbücher und überlegen uns, wie man das ein oder andere Rezept oder die ein oder andere Komponente rein pflanzlich umsetzen könnte. Und dann geht es in die Küche zum Experimentieren.

Welcher Promi-Koch inspiriert euch und mit wem wollt ihr mal zusammen kochen?

Die einfachere Frage wäre vielleicht, wer uns nicht inspiriert, denn von beinahe jeder Köchin und jedem kann man sich Tipps und Tricks abschauen. Wir mögen Kenji Lopez-Alt sehr, so wie die YouTuberin Maangchi. Die, wie auch wir, keine klassische Promi- Köchin, aber eben großer Teil des kulinarischen Internets ist. Die beiden wären sicher auch klasse Tischgenossen.

Seid ihr lieber Gastgeber oder Gäste bei einer Essenseinladung?

Beides. Aber um ganz ehrlich zu sein: Wenn sich der alltägliche Job um die Küche dreht, lässt man sich auch gerne mal bekochen.

Was macht am meisten Spaß am Bloggen – und was am wenigsten?

Am meisten natürlich, dass wir einfach unser Hobby zum Beruf machen konnten. Am wenigsten, dass das Hobby häufig auch mal in den Hintergrund rückt, wenn es darum geht, bürokratische To-dos abzuarbeiten, wenn die Technik mal nicht so läuft, wenn die E-Mail-Inbox aus allen Nähten quillt und so weiter.

Wie ergänzt ihr zwei euch in der Küche?

Eigentlich gar nicht. Einer von uns muss das Ruder übernehmen, der andere ist Helfer, andernfalls ist Chaos quasi programmiert.

An welches Gericht habt ihr euch bisher noch nicht rangetraut?

Ich würde nicht sagen, dass wir uns an etwas noch nicht herangetraut haben. Es stehen aber noch einige Rezepte auf der To-cook- Liste, zu denen wir einfach noch nicht gekommen sind oder dieetwas mehr Recherche und Experimente erfordern. Wir möchten zum Beispiel schon lange die mit Suppe gefüllten chinesischen Dumplings Xiao Long Bao ausprobieren. Bei der Zubereitung uss man auf einige Dinge achten, beispielsweise muss die Suppenfüllung erst gelieren, damit sie überhaupt in den Teig gewickelt werden kann.

Und welches Experiment ist schrecklich schief gegangen?

So manches Backrezept ging schon in die Hose. Backen ist aber häufig eher eine wissenschaftlichgenaue Arbeit, während wir der Meinung sind, dass beim Kochen viel Freiraum für Kreativität und Spontanität besteht.

Was ist euch bei Kochbüchern besonders wichtig?

Das Gefühl, beziehungsweise das Gesamtpaket. Schöne Bilder zu jedem Rezept, die Lust aufs Nachkochen machen und natürlich, ob die Rezepte den Geschmack treffen.

Was ist das denkbar leichteste vegane Rezept, dass es gibt?

Spaghetti mit Tomatensoße. Auch wenn man die Soße zelebriert, wie in unserem Rezept zu Spaghetti al pomodoro – das kriegt jeder hin und schmeckt allen.

Text & Interview von Anne Sutter

Vegane Lasagne

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten für die Bolognesesoße:

150 ml Wasser

120 g sojagranulat

1 Gemüsezwiebel

2 Möhren

2 stangen sellerie

4 eL Olivenöl

2 eL sojasoße

4 eL tomatenmark

3 Knoblauchzehen

1 ½ eL brauner Zucker

2 Zweige thymian

½ tL gerebelter Oregano

600 g tomatenpassata

100 ml Gemüsebrühe

50 ml rotwein salz, Pfeffer

Für die Bechamelsoße:

3 eL vegane Butter

30 g Mehl

300 ml sojadrink

60 g Cashews

1 Knoblauchzehe

3 eL Hefeflocken

1 tL salz

100 ml Wasser

Außerdem:

1 Auflaufform,

30 x 20 cm etwas Öl für die Form

8 Lasagnenudelplatten

¼ Bund Petersilie

Das Wasser aufkochen und das Sojagranulat etwa 15 Minuten einweichen. Zwiebel, Möhren sowie Sellerie schälen und klein würfeln.

In einer Pfanne zwei Esslöffel Öl erhitzen, das Sojagranulat bei hoher Hitze 10 Minuten unter Rühren scharf anbraten. Anschließend mit Sojasoße ablöschen, aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen.

Das übrige Öl in die Pfanne geben und das geschnittene Gemüse 2 Minuten bei mittlerer bis hoher Hitze anrösten. Tomatenmark zufügen, Herd auf niedrige bis mittlere Hitze stellen und 2 Minuten karamellisieren lassen. Knoblauch schälen, fein hacken und zusammen mit dem angebratenen Sojahack, braunem Zucker und den Kräutern unterrühren. Mit Tomatenpassata, Gemüsebrühe und Rotwein ablöschen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Soße bei niedriger Hitze und mit Deckel 30 Minuten köcheln lassen, ab und zu umrühren.

In der Zwischenzeit für die Bechamelsoße die vegane Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen und nach und nach unter Rühren Mehl zufügen. Unter ständigem Rühren 1 Minute rösten.

Sojadrink mit den übrigen Zutaten fein pürieren und die Mehlschwitze damit ablöschen. Kurz aufkochen und anschließend 5 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen. Anschließend vom Herd nehmen und beiseitestellen.

Den Ofen auf 200° C vorheizen.

Auflaufform mit etwas Olivenöl einpinseln. Anschließend nacheinander Bolognesesoße, Bechamel und Nudelplatten übereinanderschichten. Drei Mal wiederholen und mit einer Schicht Bechamel abschließen. 45 – 50 Minuten backen. Mit Petersilie bestreut servieren.

30 min Garzeit: 65 min | Backzeit: 45 min

Pro Portion ca.: E: 26 g; F: 36 g; KH: 66 g; 723 kcal (3021 kJ); 5,5 BE

Carrot Dogs

(Rezept für 4 Portionen)

Zutaten für die Dogs:

4 große Möhren

2 eL Olivenöl

4 eL sojasoße

8 eL Apfelessig

1 tL Liquid smoke

1 tL Knoblauchpulver

½ tL schwarzer Pfeffer

½ tL salz

½ tL geräuchertes Paprikapulver

½ tL Fenchelsamen

Für die Toppings:

Sauerkraut

Essiggurken

Gurkenrelish

grober senf

gewürfelte tomate

gewürfelte Zwiebel

Peperoni

Dijonsenf

Eisbergsalat

vegane Mayonnaise

Rot- und spitzkraut veganer

Joghurt

gewürfelte Avocado

Jalapenos

Mais

Koriander

Außerdem:

1 eL Olivenöl für den

Grillrost

4 Hot Dog Buns

Die Möhren schälen, ein bisschen in Wurstform schnitzen und 15 Minuten in kochendem Wasser garen.

Die noch heißen Möhren zusammen mit den übrigen Zutaten für die Marinade in eine Frischhaltebox geben und über Nacht im Kühlschrank marinieren lassen.

Den Grill frühzeitig anheizen. Den Rost mit etwas Öl einpinseln. Die Möhren aus der Marinade nehmen und auf den heißen Grill legen. 4 Minuten je Seite grillen.

Für den „New York Hot Dog“ das Brötchen mit Sauerkraut, fein gehackten Essiggurken oder Gurkenrelish belegen und mit grobem Senf toppen.

Für den „Chicago Hot Dog“ das Brötchen mit einer längs geviertelten Essiggurke, Tomaten- und Zwiebelwürfeln und einer ganzen Peperoni belegen und mit Dijon- oder Hot Dog Senf toppen. Für den „San Francisco Hot Dog“ das Brötchen mit Eisbergsalat und Tomatenwürfeln belegen und mit veganer Mayonnaise toppen.

Für den „Atlanta Hot Dog“ das Brötchen mit fein gehacktem und mit Salz und Apfelessig mariniertem Rot- und Spitzkraut belegen und mit ungesüßtem, veganen Joghurt toppen.

Für den „L. A. Hot Dog“ das Brötchen mit Tomaten- und Avocadowürfeln, eingelegten Jalapeños und Mais belegen und mit frisch gezupften Korianderblättern toppen.

30 min | Marinierzeit: 12 h

Pro Dog (ohne Toppings) ca.: E: 2 g; F: 7 g; KH: 9 g; 118 kcal (491 kJ); 0,8 BE

Dreierlei fermentierter Cashew-Käse

(Rezept für 3 Laibe)

Zutaten für den Käse:

250 g Cashewkerne

50 ml kaltes Wasser

3 probiotische Kapseln (vegan)

1 tL Knoblauchpulver

2 eL Hefeflocken

1 eL Zitronensaft

2 tL Meersalz

Für die Toppings:

je 1 eL schwarzer & weißer Peffer, grob gemahlen

1 tL Paprikapulver

2 eL getrocknete Blüten mit Kräutern der Provence

2 eL Dill 1 tL schnittlauch ½ tL Zitronenzesten

Außerdem: 1 Käsetuch

Die Cashewkerne mindestens 2 Stunden in reichlich warmem Wasser einweichen. Anschließend abgießen. Cashewkerne mit Wasser und dem Inhalt der probiotischen Kapseln glatt pürieren. Die Masse in eine saubere Schüssel füllen und mit einem sauberen Küchentuch abgedeckt bei Zimmertemperatur 24 – 48 Stunden reifen lassen.

Masse mit Knoblauchpulver, Hefeflocken, Zitronensaft und Salz mischen. Anschließend in ein Käsetuch geben und überschüssige Flüssigkeit ausdrücken und mindestens 8 Stunden im Kühlschrank abtropfen lassen. Es kann sein, dass hier nur noch wenig Flüssigkeit austritt, das ist in Ordnung.

Für die Pfefferkruste, schwarzen und weißen Pfeffer sowie Paprika- pulver mischen. Für die Kräutertoppings jeweils getrocknete Blüten und Kräuter der Provence und gehackten Dill, Schnittlauch und Zitronenzesten vermischen.

Käsemasse mit der Hand zu Laiben formen und mit den Gewürzen und Kräutern ummanteln. Mindestens 1 Stunde vor dem Servieren im Kühlschrank zum Festwerden kalt stellen. Mit Crackern servieren. Der Käse hält sich in Käse- oder Butterbrotpapier gewickelt im Kühlschrank 5 Tage.

40 min | Einweichzeit: 2 h

Ruhezeit: 48 h + 9 h

Pro Laib ca.: E: 15 g; F: 40 g; KH: 38 g; 580 kcal (2411 kJ); 3,2 BE