Weiterlesen mit NEWS. Jetzt testen.
Lesezeit ca. 3 Min.

Ist bei Ihrer Katze der Wurm drin?


Geliebte Katze - epaper ⋅ Ausgabe 10/2021 vom 07.09.2021

GESUNDHEIT & ERNÄHRUNG

Artikelbild für den Artikel "Ist bei Ihrer Katze der Wurm drin?" aus der Ausgabe 10/2021 von Geliebte Katze. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Geliebte Katze, Ausgabe 10/2021

Während man Flöhe und Zecken leicht mit bloßem Auge im Fell erkennen kann, spielt sich das Leben von Würmern (Endoparasiten) im Verborgenen ab. Meist ahnt das Katzenpersonal nichts von ihrer Existenz, schließlich ist der Katze der Untermieter von außen ja nicht anzusehen. Doch verschiedene Studien haben gezeigt, dass Würmer bei Katzen sehr viel häufiger vorkommen als gedacht – sowohl bei den Freigängern als auch bei den Wohnungskatzen.

Welche Würmer machen Katzen zu schaffen?

Für Katzen in unseren Breitengraden sind vor allem folgende Wurmarten von Bedeutung:

Spulwurm: Je nach Region tragen vier bis 35 Prozent der Katzen Spulwürmer in sich. Bei Katzen unter sechs Monaten liegt dieser Wert in der Regel noch höher, da sie sich bereits im Mutterleib und über die Muttermilch mit Spulwürmern infizieren können.

Hakenwurm: Im Schnitt sind rund ein Prozent der Katzen mit Hakenwürmern ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 2,99€
NEWS 30 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Geliebte Katze. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1000 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 10/2021 von Liebe Leserin, lieber Leser!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Liebe Leserin, lieber Leser!
Titelbild der Ausgabe 10/2021 von Wo eine Katze ist, da ist Leben. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Wo eine Katze ist, da ist Leben
Titelbild der Ausgabe 10/2021 von Ein Häppchen in Ehren … … kann niemand verwehren. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Ein Häppchen in Ehren … … kann niemand verwehren
Titelbild der Ausgabe 10/2021 von „Leckerlis wollen erst ein mal gejagt werden“. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
„Leckerlis wollen erst ein mal gejagt werden“
Titelbild der Ausgabe 10/2021 von Alles selbst gemacht : Leckeres & Spannendes!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Alles selbst gemacht : Leckeres & Spannendes!
Titelbild der Ausgabe 10/2021 von Auslöser, Symptome, Therapie Katzen-Allergie. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Auslöser, Symptome, Therapie Katzen-Allergie
Vorheriger Artikel
Alles selbst gemacht : Leckeres & Spannendes!
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel Auslöser, Symptome, Therapie Katzen-Allergie
aus dieser Ausgabe

... befallen; je nach Region liegt der Wert bei bis zu zehn Prozent oder höher.

Bandwurm: Vor allem der Gurkenkernbandwurm (Dipylidium caninum) macht Katzen das Leben schwer; er verbreitet sich durch das Zerkauen und Abschlucken von Flöhen.

Lungenwurm: Lungenwürmer sind eine Wurmart, deren Larven vom Magen-Darm-Trakt ins Lungengewebe wandern und dort heranreifen. Rund 15 Prozent aller Katzen sind betroffen, besonders jagende Freigänger sind eine Risikogruppe.

Was sind die Symptome eines Wurmbefalls?

Je nach Wurmart und Stärke des Befalls können verschiedene Symptome auftreten. Häufige Anzeichen sind Durchfall, Erbrechen, Abgeschlagenheit, struppiges Fell und Abmagerung bei gleichzeitigem Appetit, Juckreiz in der After- Region und bei einem Lungenwurm-Befall eine Entzündung und Verstopfung der Atemwege.

Was hat es mit dem Fuchsbandwurm auf sich?

Der Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) ist ein Parasit, der sich in seinem Endwirt – dem Fuchs – zum geschlechtsreifen Bandwurm entwickelt. Infizierte Füchse scheiden über ihren Kot Wurmeier aus. Diese werden von Mäusen, die auf dem Waldboden nach Nahrung suchen, aufgenommen. Kleinnager dienen dem Fuchsbandwurm als Zwischenwirte, in denen sich die Entwicklung zur Bandwurmfinne vollzieht. Wird die Maus vom Fuchs gefressen, gelangen die Finnen in den Fuchs und werden zu ausgewachsenen Bandwürmern – der Kreislauf beginnt erneut! Nehmen Katzen eine infizierte Maus auf, werden sie genau wie der Fuchs zu einem Endwirt. Während etwaige Symptome erst bei starkem Wurmbefall deutlich werden, besteht bei einer Fuchsbandwurm-Infektion vor allem eine Gefahr für den Menschen, da infizierte Katzen Wurm-eier ausscheiden. Der Mensch ist im Entwicklungszyklus des Fuchsbandwurmes ein Fehlzwischenwirt. Er muss die Wurmeier über den Mund aufnehmen, um sich zu infizieren.Obwohl der Mensch die Infektion nicht selbst an einen Endwirt weitergeben kann, findet in seinen Organen eine Finnenentwicklung satt. Dabei kommt es zu schweren Organschäden, vor allem in Lunge und Leber.Eine Heilung ist kaum möglich. Fleißige Mäusefänger sollten daher regelmäßig entwurmt werden.

Wie oft sollte ich meine Katze entwurmen?

Dies ist eine Frage des individuellen Infektionsrisikos, dem Ihre Katze ausgesetzt ist. Beachten Sie, dass eine Wurmkur nie prophylaktisch wirkt. Grundsätzlich empfiehlt die ESCCAP, ein Verbund aus Parasitologen und Tierärzten:Bei Katzen in reiner Wohnungshaltung: ein bis zweimal jährlich eine Untersuchung einer Sammel-Kotprobe und Entwurmung bei nachgewiesenem Wurmbefall.Bei Freigängern: monatliche Kotuntersuchung und Entwurmung bei positivem Befund.Dabei ist zu beachten, dass ein negativer Befund bei einer Kotprobenuntersuchung keine hundertprozentige Garantie für ein wurmfreies Tier ist.Steckt sich eine Katze mit Wurmeiern an, dauert es je nach Parasiten-Art drei bis sechs Wochen, bis diese im Darm zu geschlechtsreifen Würmern herangewachsen sind. Erst dann werden Eier produziert, die von der Katze ausgeschieden und in einer Kotprobe nachgewiesen werden können. Erfolgt die Untersuchung der Kotprobe zufällig einen Tag vor Ende dieser Präpatenzzeit, kann der Befund negativ sein – und einen Tag später positiv, da die Katze nun Wurmeier ausscheidet.

Wie sieht ein Entwurmungsplan für die Katze aus?

Prinzipiell bleibt es Ihnen überlassen, in welchen Rhythmus die Entwurmung Ihrer Katze erfolgen soll. Folgende Fragen können eine Entscheidung erleichtern:

Hat Ihre Katze (unbeobachteten)Freilauf? Füttern Sie Ihrer Katze regelmäßig rohes Fleisch und Innereien? Hat Ihre Katze die Möglichkeit, Mäuse, Schnecken und/oder den Kot anderer Tiere aufzunehmen?

Befinden sich in Ihrem Haushalt Kinder, Senioren oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem? Wenn ja, haben diese Personen engen Kontakt zu Ihrer Katze? Besteht bei Ihnen ein hundertprozentiger Hygienewunsch bezüglich Ihrer Katze? Wenn Sie eine (oder mehrere) dieser Fragen mit „Ja“ beantworten, sollten Sie über eine Entwurmung Ihrer Katze im 4-Wochen-Rhythmus nachdenken, um die Infektionsgefahr für Mensch und Tier möglichst gering zu halten.

Welche Formen von Wurmkuren gibt es?

Wurmmittel gibt es in Tablettenform, als Spot-on oder Paste zum Eingeben. Auch via Injektion kann entwurmt werden. Nicht jedes Antihelminthikum wirkt gegen alle Endoparasiten, und manche Präparate müssen über mehrere Tage verabreicht werden.In der Tierarztpraxis berät man Sie gerne über das passende Mittel für Ihre Katze.

Sind Hausmittel für die Entwurmung geeignet?

Oft werden chemische Präparate aus Angst vor Nebenwirkungen abgelehnt und „natürliche“ Alternativen bevorzugt. Deren Wirkung konnte jedoch noch nicht wissenschaftlich und in unabhängigen Studien belegt werden. Hinzu kommt, dass Hausmittel wie Knoblauch oder Teebaumöl giftig für Katzen sind. Wer wirklich auf Nummer sicher gehen möchte, lässt sich in der Tierarztpraxis über ein passendes, auf die Bedürfnisse der Katze abgestimmtes Präparat beraten.