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Ist Ihr Hund ein Gassiteufel?


Mein Hund & Ich - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 17.06.2020

Kaum lockt draußen die große weite Welt, vergessen viele Lakritznasen ihre Menschen ganz gerne mal. Doch es geht auch anders. Wir stellen vier Aktivitäten vor, mit denen Sie unterwegs spannend für Ihren Vierbeiner bleiben. So macht Spazierengehen Spaß!


Artikelbild für den Artikel "Ist Ihr Hund ein Gassiteufel?" aus der Ausgabe 4/2020 von Mein Hund & Ich. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Mein Hund & Ich, Ausgabe 4/2020

Ihr Hund ist drinnen ein Engelchen und draußen ein Satansbraten? Nicht verzagen, dieses Problem kennen viele Halter


Warum führt sich mein Hund draußen auf wie der Teufel und drinnen ist er brav wie ein Lämmchen? Eine Frage, deren Antwort eigentlich ganz einfach ist. Draußen ruft die Freiheit, feine Gerüche von anderen Hunden laden unsere Vierbeiner zur ...

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... Spurensuche ein, und auf weiten Wiesen können sie sich richtig austoben.Das Zuhause dagegen gilt für sie eher als Ruhezone, es ist der Futterplatz, und das Interesse des Hundes gilt dem Handeln seiner Halter. Wer auch draußen für seinen Hund interessant sein will, muss sich etwas einfallen lassen. Hunde wollen beschäftigt werden, und mit ein paar Tricks wird der Spaziergang schnell zum gemeinsamen Vergnügen.Zuerst sollten Sie sich überlegen, auf welchen Reiz Ihr Hund am meisten reagiert. Einige bevorzugen ihr Lieblingsspielzeug, andere sind absolute Schleckermäuler und mit einem Leckerchen sofort zu haben. Und was in der Wohnung oder im Garten funktioniert, lässt sich natürlich außerhalb genauso gut umsetzen. Denken Sie sich daher vor dem Spaziergang ein paar Überraschungen für Ihren Vierbeiner aus – und seine Aufmerksamkeit wird Ihnen gehören.Mit einfachem Leckerli-Füttern oder Ballwerfen ist es jedoch nicht getan. Schnell wird sich ein feiner Geruch in die Nase des Vierbeiners schleichen, und es ist vorbei mit der Konzentration. Natürlich sollte der Hund auch zwischendurch mal schnuppern dürfen. Vergessen Sie aber nicht, auch der Spaziergang ist Ihre gemeinsame Zeit und mit dem richtigen Auslastungsprogramm stärken Sie gleichzeitig auch die Bindung zu Ihrem Hund. Konsequent und interessant sein sind hier die Schlüssel zum Erfolg.

1. Such den Dummy!

Hunde mit ihrer feinen Spürnase wollen doch überall ihren Riecher reinstecken. Für Suchspiele während des Spaziergangs ist fast jeder Hund, unabhängig von der Rasse, zu haben. Als Hilfsmittel eignen sich Spielzeuge aller Art (vor allem das beliebteste) oder auch Futterdummys, gefüllt mit seinen Lieblingshappen. Ihr Hund sollte sich bereits zu Hause mit dem Gegenstand vertraut gemacht haben. Der bekannte Geruch wird ihm später bei der Suche im Freien helfen, die Beute leichter zu finden. Für das Suchspiel sollte er bereits apportieren können und auf das Kommando „Bleib“ hören.

Wie wird’s gemacht?

Rufen Sie Ihren kleinen Teufel zu sich und zeigen Sie ihm das gleich zu suchende Objekt. Geben Sie ihm das Kommando „Sitz“, und er wird erwartungsvoll darauf warten, was als Nächstes passiert. Nach dem Signal „Bleib“ entfernen Sie sich ein paar Schritte. Dann platzieren Sie den Dummy so, dass er ihn sehen kann. Sobald er anfangen darf zu suchen, motivieren Sie ihn mit den Worten „Suuuch, suuch“. Freuen Sie sich mit ihm, wenn er das Objekt gefunden hat. Mit der Zeit können Sie die Schwierigkeit erhöhen, indem er nicht mehr sieht, wo Sie die Beute ablegen. Findet er sie nicht allein, helfen Sie ihm bei der Suche. Auf dem Spaziergang bieten sich viele Gelegenheiten, die Suchobjekte in Felsspalten oder hinter Bäumen zu verstecken und so gemeinsam auf Spurensuche zu gehen.

2. Bring den Ball!

Einige Hunde reagieren extrem auf Bewegungsreize. Sobald z. B. ein Ball fliegt, sind sie sofort mit den Gedanken bei dem Objekt. Das können Sie sich zunutze machen. Mit diesem Spiel bekommt Ihr Hund außerdem mehr Bewegung. Damit Ihr Vierbeiner zukünftig zuverlässig den Ball bringt, sollte der Rückruf bereits gut funktionieren.

Wie wird’s gemacht?

Haben Hunde erfolgreich eine Beute gefunden, geben sie diese nicht mehr gerne ab. Sie sollten ihm daher zeigen, dass die Abgabe durchaus lohnenswert ist. Sobald er einen Ball oder ein Spielzeug in Ihre Richtung trägt, loben und streicheln Sie ihn. Erst etwas später nehmen Sie ihm unter dem Kommando „Danke“ vorsichtig die Beute aus dem Maul. Behält er sie für sich, verlocken Sie ihn mit einem Leckerli zu einem Tauschgeschäft. Mit der Zeit können Sie die Schwierigkeit er- höhen und ihn während des Wurfs neben sich sitzen lassen und mit zeitlichen Abstand losschicken.

1. Dummys zu suchen macht (fast) jedem Hund Spaß. Umso besser, wenn sie mit feinen Leckereien gefüllt sind


2. Gemeinsame Ballspiele machen Sie spannend für den Hund und bringen Action in die Gassitour


3. Über jede Hürde!

Wälder und Wiesen bieten meist auf natürliche Weise wundervolle kleine Hindernisparcours. Lässt sich Ihr Hund zudem für Sportarten wie Agility begeistern, können Sie die Übungen auch in den täglichen Spaziergang integrieren. Baumstämme, aber auch kleine Mauern oder Parkbänke eignen sich dabei prima als Trainingsgeräte. Vor Beginn sollte Ihr Hund jedoch die Kommandos „Sitz“ und „Bleib“ sicher beherrschen und auf Zuruf zuverlässig zu Ihnen kommen.

Wie wird’s gemacht?

Anfangs und auch wenn Ihr Hund etwas kleiner ist, beginnen Sie die Übungen mit niedrigeren Hürden. Stellen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Hund dicht vor das Hindernis und bringen Sie ihn ins „Sitz“. Steigen Sie zuerst allein über die Hürden und bleiben Sie auf der an deren Seite dicht dahinter stehen. Nun rufen Sie Ihren Hund zu sich und gehen dabei rückwärts. Reagiert er nicht sofort, können Sie ihn mit Leckerchen zu sich locken. Führen Sie gleichzeitig das Kommando „Hopp“ ein, während er sich im Sprung über das Hindernis befindet.

4. Tricks üben

Hunde, die auf Leckerlis fixiert sind, werden diese Abwechslung lieben. Lassen Sie einfach Ihre Fantasie spielen. Es gibt unglaublich viele Übungen, die beiden, Mensch und Hund, riesigen Spaß machen. Zum Beispiel können Sie ihm das Slalomlaufen beibringen. Voraussetzung dafür ist das Kommando „Sitz“.

Wie wird’s gemacht?

Stellen Sie sich mit den Beinen leicht gegrätscht hin. Ihren Hund führen Sie auf Ihre linke Seite. In der rechten Hand halten Sie ein Leckerli bereit. Für die erste Runde führen Sie Ihren Arm von hinten durch Ihre Beine und locken Ihren Hund somit von vorne hindurch, bis er rechts von Ihnen steht. Dann wechseln Sie die Belohnung in die andere Hand, strecken sie von links hinten durch Ihre Beine und führen Ihren Hund wieder hindurch, bis er wieder auf Ihrer linken Seite zum Stehen kommt. Bei dieser Bewegung geben Sie ihm das Kommando „Acht“. Etwas schwieriger wird es, wenn Sie sich für den Slalom gleichzeitig vorwärts bewegen. Sie beginnen wieder mit dem Hund links von Ihnen. Diesmal machen Sie aber mit dem rechten Bein einen großen Schritt nach vorne und locken ihn unter dem Bein nach rechts und mit dem nächsten Schritt wieder nach links. Führen Sie gleichzeitig das Hörzeichen „Hindurch“ ein. So geht’s dann weiter, Schritt für Schritt.

3. Es müssen nicht immer Sportgeräte sein. In Wald und Flur finden sich meist genügend natürliche Hindernisse für einen Erlebnisparcours


4. Gemeinsame Tricks zu trainieren schweißt zusammen und fördert die grauen Zellen \


KLEINE HELFER FÜR ABENTEUER- SPAZIERGÄNGE

„Chewies Mini Knöchelchen“, verschiedene Geschmacksrichtungen, 1,99 Euro (UVP), im Fachhandel erhältlich, online gesehen bei:www.zoo24.de

„Dog Agility Starter-Set“ von Schecker, für Neueinsteiger und mit Tragetasche, 69,95 Euro,www.schecker.de

„AniOne Ball mit Wurfseil“ von Fressnapf, 3,99 Euro,www.fressnapf.de

„Firedog Futterbeutel“, groß, 9,90 Euro (UVP), in verschiedenen Farben, online gesehen bei:www.hund-und-freizeit.com


Fotos: istockphoto.com (2), Tierfotoagentur (3)