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Jagen, an der Leine ziehen & Co


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Partner Hund - epaper ⋅ Ausgabe 1/2023 vom 07.12.2022
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Bildquelle: Partner Hund, Ausgabe 1/2023

Frauke Burkhardt

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Mit diesem Beitrag möchte ich Ihnen Mut machen, dass auch Sie es schaffen können, dass ein oder andere Erziehungsdilemma in den Griff zu bekommen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und auch, wenn Sie des Öfteren schon einmal das „Erziehungshandtuch“ werfen wollten – bleiben Sie dran, bleiben Sie entspannt, atmen Sie tief durch. Schauen wir doch einfach gemeinsam, was die gängigsten Stolpersteine im Zusammenleben mit einem Hund sind. Wie immer gilt – es gibt nicht DIE Methode, die alles sofort heil macht. Es gibt aber Menschen wie mich, die versuchen, den ein oder anderen hilfreichen Impuls zu setzen, damit es für Sie da draußen besser wird.

Ihr Hund zieht an der Leine ...

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In allen Fällen gilt – ausatmen! Es gibt, und da haben wir großes Glück, keine „dummen“ Hunde und auch keine, die es uns extra heimzahlen wollen, dass wir sie an der Leine führen wollen/ müssen. Somit liegt es an uns, das gewünschte Verhalten zu fördern. Was so viel bedeutet, dass alles, was Ihr Hund richtig macht, mit Lob und Anerkennung gefeiert wird und Dinge, die „nerven“, nicht unnötig wichtig gemacht werden sollten. Denken Sie daran, Ihr Hund macht Dinge nicht falsch, weil er gegen Sie ist, sondern weil er noch nicht versteht, wie Sie es lieber hätten. Es geht da- rum, dass wir uns nicht in Meckereien und Dauer-NEINS verstricken, wenn wir doch etwas Schönes, nämlich das Leinegehen, erarbeiten wollen. Eine gelassene, positive Grundstimmung ist das A und O, wenn es um Wissensvermittlung geht.

Nun konzentrieren wir uns auf „Hörbi“, der zu Hause für Anwesenheit gefüttert wird und dem täglich der Prinzenstatus attestiert wird. Zu Hause ist alles hübsch und sobald die Haustür aufgeht, fliegt das Krönchen vom Kopf und das Supermancape wird umgeschnallt. Denn wer ganztags hofiert wird, der ist wichtig und lässt sich draußen bestimmt nichts erzählen. So zerrt der Superheld seine Menschen von A nach B, hat überall was zu schnuppern und wenn dann noch der Hundekumpel aus dem Eckhaus auftaucht, na da muss der Halter aber die Füße in die Hand nehmen. Los geht’s und das hilflose „Nein, Aus, Fuß, Fuß“ hört sich für den zerrenden Hörbi an wie „Ja, weiter so, gib Gummi!“. Denn wenn das „Nein, Aus, Fuß, Fuß“ wirklich ernst gemeint wäre, dann würde der Halter ja nicht weiter hinter Hörbi herrennen, oder? So stellt es sich für Hörbi dar. STOP! Wir spulen zurück, denn die Geschichte wird so kein gutes Ende nehmen und macht mich schon beim Schreiben ganz nervös.

Sorgen Sie für Klarheit, auch wenn Sie Ihren Hund vergöttern und alles für ihn tun würden, Ihr Hund wird es aushalten, wenn Sie konkret etwas von ihm einfordern. Wenn Ihr Hund zukünftig nicht zuerst durch die Haustür brettern darf, sondern hinter Ihnen warten muss, bis er die Erlaubnis bekommt, Ihnen nach draußen zu folgen, ein Lob und evtl. sogar noch einen Keks bekommt, na da wird der Vorteil für Hörbi und Kollegen schnell sichtbar, oder? So wie man das Haus verlässt, so läuft der ganze Spaziergang – ich sag’s nur mal! Sorgen Sie für Klarheit. Viele Hundehalter glauben, dass Leinegehen erst draußen mit dem Wort „Fuß“ beginnt – dem ist nicht so!

Es geht weniger um die Leine als um das Übernehmen von Verantwortung. Ich kümmere mich um ALLES! Drinnen und besonders draußen. Ihr Hund sollte lernen, Ihnen zuzutrauen, dass Sie Schutz und Sicherheit bieten können. Welche Führungspersönlichkeit hat schon Probleme damit, einen schnöden Hausflur zu beanspruchen? Na? Sehen Sie den Zusammenhang?

Körpersprachliches Blockieren der Haustür, den Hund zurückschicken, damit er weiß, wer den Raum (Flur) verwaltet, und schon haben Sie den Fuß in der Tür zur Leinenführigkeit. Draußen geht es dann genauso weiter. Sie sagen, „Hey, du darfst da schnuppern und dich lösen“, alles fein, denn Sie bestimmen ab jetzt, wann die Freizeit beginnt und wann sie endet. Nicht Ihr Hund. Etablieren Sie ein Hörzeichen fürs Leinegehen. Wann immer Ihr Hund so läuft, wie Sie es als Leinegehen definieren, sagen Sie z.B. „Bei“ oder auch „Fuß“, untermauern Sie das auch gerne mit einem Keks und vergessen Sie nicht, dass Hunde nicht stundenlang konzentriert neben uns den Zirkusclown geben können. 20 Meter nett und gut geschafft– fertig ist die Lektion. Lösen Sie das Leinegehen auf, damit Ihr Hund weiß: „Ah, da ist wieder diese Freizeit, auf die ich warten musste!“. Entspannung ist wichtig.

Natürlich ist es ein Drama, wenn der Hund schon auf 50 Meter auf zwei Beinen einem entgegenkommenden Hund lauthals Kloppe androht. Aber auch hier ist’s wie im Flur. Sie verwalten die Welt da draußen, und je konsequenter Sie Ihrem Hund signalisieren, dass Sie die Gefahr selbst regeln können, umso mehr wird Ihre Führung von ihm als kompetent erachtet. Üben Sie, wenn es noch arg holpert, nicht auf einer überfüllten Hundewiese, sondern suchen Sie sich reizarme Wege. Steigern Sie alles langsam und ja, wenn der Erzfeind kommt und der Kontrollverlust droht – Rückzug zugunsten des eigenen Hundes, es mal „umkeksen“, weil man morgens um 6:00 Uhr einfach keinen Nerv hat – so what?

Solange Sie die Entscheidung treffen, dass es heute so und so läuft, haben Sie die Führung. Bleiben Sie handlungsfähig und entscheidungsfreudig. Machen Sie das Leinegehen interessant. Wenn es Ihnen Freude bereitet, dann überträgt es sich auch auf Ihren Hund.

Richtungswechsel, Tempiwechsel und Lob für super Verhalten. Nutzen Sie Ihre Körpersprache und blockieren Sie Ihren Hund, wenn er wieder Schwung holt, um Sie zu überholen. Ein konsequentes Inden-Weg-Stellen und klarmachen, dass nicht nur der Flur, sondern auch der Waldweg Ihnen gehört, kann die Dynamik Ihres Hundes schnell beeinflussen. Kurze und knackige Lektionen auf dem Spaziergang, dann wird’s werden.

Der Hund bleibt nicht allein

Nun hat Hörbi zwar begriffen, dass er draußen aufmerksam auf seinen Halter achten sollte, damit er (also Hörbi) nicht immer in die Leine marschiert, aber dennoch glaubt Hörbi noch nicht so ganz, dass sein Halter wirklich allein klarkommt. Also wird drinnen umdekoriert, sobald Hörbi allein bleiben muss. Gardine als Couchüberwurf – super Idee, findet Hörbi! Hunde sind nicht gerne ohne ihre Halter, das macht für sie einfach keinen Sinn. Es gibt Hunde, die stolpern bei diesem Thema über ihre fehlende Frusttoleranz. Gruß an die Prinzen und Prinzessinnen, die wenig bis keine Grenze kennen. Wer das Zepter auf der Couch schwingt, der erlaubt seinen Hofnarren, sprich seinen Menschen, nicht unbedingt, dass sie sich entfernen dürfen. Es erklärt sich von selbst, nicht wahr?

Die Gruselkinder, die immer Sorge haben, dass der Halter, wenn er den Raum verlässt, in ein Loch fällt, sind beim „Ich geh ohne dich!“-Szenario herausfordernd. Lieber mit dem Halter in das Loch fallen, als allein zurückbleiben. Es gibt viele Persönlichkeitstypen, aber wie auch oben schon beschrieben – es geht stets um „Wer trägt für wen die Verantwortung?“.

Üben Sie in kleinen Schritten, wenn Ihr Hund Stress mit der Einsamkeit hat. Können Sie den Raum verlassen, ohne dass Ihr Hund aufgeregt hinterherkommt? Erlauben Sie ihm, dass er überall dabei ist, weil er das so gerne mag? Na? Bestimmen Sie noch selbst oder hat Ihr Hund Sie schon um den Finger gewickelt? Oftmals schleicht sich so etwas ein und solange es nur ein wenig stört, dass Hörbi beim Fernsehabend unaufgefordert den besten Sofaplatz einnimmt und in den Werbepausen wachend vor der Klotür lauert, bis sein Mensch endlich wieder „bei Fuß“ steht – solange es „nur etwas stört“, denken viele, es sei nicht so schlimm. Aber dann kommt ggf. die eine Veränderung im Alltag und dann heißt es „Hörbi, sei schön brav, bin in drei Stunden retour!“.

“ Sorgen Sie für Klarheit, auch wenn Sie ihn vergöttern. Er wird es aushalten. ”

Dann nervt es gewaltig! Warum? Weil 5 von 8 Nachbarn sich beschweren, da der Hund das Mehrfamilienhaus zusammenjault. Lassen Sie es nicht dazu kommen und üben Sie kleinschrittig, damit Ihr Hund in Ruhe lernen kann.

Sie gehen allein zum Kühlschrank. Wackelt der Hund hinterher, dann schicken Sie ihn einfach zurück in sein Körbchen oder einfach aus der Küche.

Sie können das alles allein! Ihr Hund muss sich nicht sorgen, wenn Sie durch die Wohnung turnen und er dazu nicht eingeladen wird. Er darf gerne auf seiner Decke liegen und entspannen, während Sie ins Bad gehen. Sollte Ihr Hund Ihnen anfangs folgen wollen, dann blockieren Sie ihn körpersprachlich und schicken ihn ruhig, aber konsequent retour. Bleiben Sie entspannt, er muss lernen und das braucht Zeit und viele Wiederholungen. Irgendwann geht’s dann zur Mülltonne und aus fünf Minuten werden dann 15 und wenn Sie den Bogen zu Beginn nicht überspannen und darauf achten, dass Sie keinen Freudentanz aufführen, nur weil Ihr Hund Sie für drei Minuten in die Waschküche gelassen hat – dann ist der Drops bald gelutscht.

Sie wollen, dass Ihr Hund das Alleinsein als normal empfindet, daher verfallen Sie nicht in eine Keksparade, wenn Sie beim Üben nach zwei Minuten wieder zur Haustür hereinkommen. Es ist normal, dass der Halter geht und auch, dass er zurückkommt.

Frustrationstoleranz

Wie schon angemerkt, gibt es Prinzen und Prinzessinnen, die in ihrem Leben wenige bis gar keine Grenzen kennengelernt haben. Woher sollen sie also wissen, was den Halter stört, was erwünscht oder verwirrend, denn wenn er die Vorhänge zur Hundedecke umfunktioniert, dann ist es bei der ollen Zeitung dagegen, die er stibitzt und zerkaut, sind unerwünscht ist? In Hörbis Fall ist es sehr ein Drama, seine Menschen entspannt. Komisch findet Hörbi das schon. Es geht beim Grenzensetzen um Fairness. Denn was macht es mit dem Hund, wenn er an einem Tag gestraft wird fürs Zerstören und am anderen lächeln die Halter milde und sind verzückt, weil Hörbi so putzig den Sportteil zerkaut. Grenzen setzen bedeutet, einen sicheren Rahmen schaffen. Seien Sie verbindlich und verlässlich. Was heute NEIN ist, ist morgen auch ein NEIN. Diskutieren Sie nicht mit Ihrem Hund, der es ja nicht wissen kann. Üben Sie lieber zu Hause, z. B. mit einer Hausleine. Soll der Hund nicht aufs Sofa, dann schimpfen Sie nicht zornig „Nein, das habe ich dir schon zig mal gesagt!“, sondern nehmen Sie z. B. kommentarlos die Hausleine, führen den Hund vom Sofa und gut ist’s. Ihr Hund probiert sich aus, er muss für sich auch erst herausfinden, wo denn diese Grenzen sind. Es braucht einfach Geduld und viel Konsequenz.

“ Ich kann alles erlauben, wenn ich es auch verbieten kann! ”

So einfach ist das. Wichtig ist, dass aus dem angestrebten Miteinander kein Gegeneinander wird. Denn natürlich entsteht Frust, wenn man seinen Willen nicht bekommt. Kennen wir doch alle. Und irgendwohin muss der Hund mit seinem Dampf im Kessel. Schaffen Sie Alternativen und Zeit für Entspannung. Wenn es heute viel ums „Runter vom Sofa“ oder „Raus aus der Küche!“ ging und Ihr Hund hat es super angenommen, na dann, raus in die Natur und Kopf freimachen. Wohlbehagen auslösen, schnuppern, toben oder einfach nur mal kuscheln. Dann kommt auch kein neuer Frust auf.

Läuft alles, haben Sie für sich und Ihren Hund das perfekte Miteinander gefunden, na dann kann man auch mal fünfe gerade sein lassen. Aber bis dahin – bleiben Sie verbindlich!

Jagen – weg war er!

Hunde, die alles in der Nase haben, den Blick fest am Horizont und wenn es gut läuft auch noch züchterisch selektiert wurden um zu jagen, sind herausfordernd für ihre Halter. Keine leichte Aufgabe, diesen Kandidaten beizukommen, teilweise auch einfach unlösbar. Es steht und fällt alles mit dem Bemühen und dem Verständnis am anderen Ende der Leine. Es ist beinharte Arbeit und erfordert Durchhaltevermögen. Der jagdlich motivierte Hund hat davon jede Menge, da muss man schritthalten können.

Es geht darum zu verstehen, was den Hund triggert, wo sind seine Vorlieben und wie können Sie hier ggf. über eine Alternative etwas mentale Erleichterung schaffen? Jagen lässt sich nicht durch Ignorieren lösen. Es ist körperliche Arbeit und schneller zu denken als der flotte Jäger ist nicht ganz einfach. Es braucht einen klaren Plan. Talente lassen sich nicht abtrainieren und so sind Dinge wie Suchen und Apportieren eine gern genutzte Variante, um das jagdliche Talent etwas zu bedienen. Es geht aber primär darum, die Welt für den Hund mit viel Außenfokus kleiner zu machen, die Umwelt gut zu verwalten und genau zu wissen – was erlaube ich und was nicht. Darf mein Hund, der den Hasen hetzen will, den Waldweg rechts und links verlassen oder begrenze ich das Ganze. Bis wohin ist es erlaubt? Ein Meter rechts und links oder drei Meter?

Es geht um viele Entscheidungen, die Sie für sich treffen müssen, damit Ihr Hund lernt, dass Sie einen Plan haben, verlässlich sind und Ihr Wort gilt. Wurfspiele mit fliegenden Dummies sind für Bewegungsjäger sicher kontraproduktiv. Kann ich den Hund von einem Dummy auf halber Strecke zurückrufen? Na dann ist’s gut, aber wenn nicht, dann spiele ich mit dem Feuer und fördere eventuell ein Verhalten, das ich im Alltag extrem störend finde.

Die Welt klein machen bedeutet bei mir, dass ich meinem Hund nicht zuschaue, wie er den flitzenden Hasen hinterherstarrt, sondern daran arbeite, dass er z. B. hinter mir wartet, mir stets zugewandt ist, sich ansprechen lässt und lernt, es mit mir auszuhalten. Denn unerlaubt jagen ist nicht! Ich stehe auch nicht minutenlang am Waldrand und beobachte meinen Hund, wie er sich auf einer Fährte festsaugt, bis er mit Vollgas in die Leine donnert.

Warum sollte er sich erst mit der Nase wo festsaugen, wenn ich ihn dann drei Minuten später dafür massiv zurechtweisen muss? Vorausschauend agieren, schnell eine Alternative anbieten oder klipp und klar das Verhalten abbrechen. Sie als Halter sind kein Statist, sondern Entscheidungsträger. Tut es mir leid, dass der Jagdhund nicht jagen darf? Ja natürlich. Aber schlimmer ist es, wenn er ungebremst auf der Bundesstraße seinem ausgelebten Talent erliegt, oder? In diesem Sinne – bleiben Sie gelassen, aber konsequent!

FRAUKE BURKHARDT