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JAHRESRÜCKBLICK: DER DEUT SCHE JAHRESRÜCKBLICK 2020


GOLF MAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 20/2021 vom 18.01.2021

Von neuen Herausforderungen, großen Momenten und gesteckten Zielen


Artikelbild für den Artikel "JAHRESRÜCKBLICK: DER DEUT SCHE JAHRESRÜCKBLICK 2020" aus der Ausgabe 20/2021 von GOLF MAGAZIN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: GOLF MAGAZIN, Ausgabe 20/2021

HAPPY SOPHIA: Sophia Popov hatte im August 2020 nach ihrem Sensations- Sieg bei der Women’s British Open allen Grund zum Strahlen. Als erste deutsche Golferin gewann sie ein Major.


Das vergangene Jahr war anders, ungewöhnlich und nahezu verrückt. Das dürfte wohl unbestritten sein. Nicht nur die Sportwelt stand, und steht auch noch streckenweise, still. Viele Tour-Events mussten unterbrochen, verschoben oder gar abgesagt werden. Die Qualifikations- Regularien zu höherwertigeren Folge-Touren wurden teilweise zu Lasten der Spieler ...
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Das vergangene Jahr war anders, ungewöhnlich und nahezu verrückt. Das dürfte wohl unbestritten sein. Nicht nur die Sportwelt stand, und steht auch noch streckenweise, still. Viele Tour-Events mussten unterbrochen, verschoben oder gar abgesagt werden. Die Qualifikations- Regularien zu höherwertigeren Folge-Touren wurden teilweise zu Lasten der Spieler modifiziert. Wer glaubt, dieser Umstand habe sich auf die sportlichen Leistungen unserer deutschen Athleten und Athletinnen ausgewirkt, der irrt. »Unsere deutschen Jungs und Mädels« blieben tapfer, beugten sich den teilweise strikten Reiseverordnungen, um ihrem Job nachgehen zu können – also Golf spielen. In diesem Trubel schrieb Sophia Popov deutsche Golfgeschichte.
Nach diversen Erfolgen auf der kleineren Cactus Tour holte sie sich ihren ersten großen Turniersieg. Und das ausgerechnet bei einem Major-Event. Wie 2020 für unsere deutschen Golf- Profis lief, was sie dieses Jahr erlebt haben und was es für Ziele für 2021 gibt, haben wir 25 Spieler und Spielerinnen gefragt.

Bernhard Langer • EAGLE

Der phänomenale Altmeister tat mal wieder das, was ihm fast immer gelingt: Er brillierte nicht nur beim Masters in Augusta, auch auf seiner Stamm-Tour, der PGA Champions für Profis über 50 Jahre. Ein Sieg, zwei zweite und zwei dritte Plätze, insgesamt zwölf Top-10-Platzierungen bei 15 Turnierstarts. Besser war – mal wieder – keiner! In seiner typischen, bescheidenen Art klingt das bei ihm so: »Insgesamt war meine Saison recht positiv.« Bernhard Langer schließt die Saison auf der PGA Tour Champions zum insgesamt sechsten Mal auf Rang eins ab. Einen weiteren offiziellen Schwab-Cup-Titel bedeutet diese erneut großartige Leistung allerdings (noch) nicht. Aufgrund des verkürzten Turnierkalenders (gespielt wurden 15 von 26 Turnieren) entschieden sich die Verantwortlichen dazu, die Saisons 2020 und 2021 als zusammenhängend zu betrachten, wodurch der nächste Schwab-Cup-Sieger erst im Spätherbst 2021 feststehen wird. Wir sagen: Chapeau, Bernhard!

Schwab Cup 2020: 1

Preisgeld 2020: 1.530.604 US-Dollar

Tour 2021: PGA Tour Champions

Martin Kaymer • BIRDIE

Es geht wieder in die richtige Richtung. Nach den zwei auf dem Papier schwächsten Saisons seiner erfolgreichen Profi- Laufbahn, in denen er über weite Phasen aus den Top 100 der Welt rausgerutscht war, zeigte der 36-Jährige aus Mettmann 2020 größtenteils stabile Leistungen und eine ansteigende Formkurve. Martin Kaymer war für zwei der drei ausgetragenen Majors startberechtigt, verpasste aber sowohl bei der US Open als auch bei der PGA Championship den Cut. Deutlich besser lief es auf der European Tour, wo er insgesamt sechs Top-10-Platzierungen erzielte (u.a. Zweiter beim Andalucia Masters in Valderrama). Für einen Sieg reichte es leider nicht ganz. Seit seinem Major- Titel bei der US Open 2014 hat Kaymer kein Turnier mehr gewonnen. »Im Großen und Ganzen habe ich eine gute Saison gespielt. Es war nach dem Re-Start nicht ganz einfach, wieder ins Turniergeschehen einzusteigen bezüglich der Konzentration und Spielpraxis. Ich habe das aber gut gemacht und einige Top-Tens gesammelt. Von daher war es trotz allem noch eine positive Saison für mich«, bilanziert Kaymer. Uns würde es nicht überraschen, wenn 2021 der Knoten bei Martin Kaymer platzt.

Race to Dubai 2020: 24

Preisgeld 2020: 634.160 Euro

Weltrangliste 2020: 79 (Ende 2019: 125)

Tour 2021: European Tour & PGA Tour

Sophia Popov • HOLE-IN-ONE

Shooting-Star Sophia Popov weiß: »2020 war für mich ein sehr erfolgreiches Jahr.« Mit ihrem Sieg im schottischen Royal Troon Golf Club schrieb sie Golfgeschichte und katapultierte sich im Rolex World Ranking in Lichtgeschwindigkeit nach vorne. Platzierungen 1, 9, 15, 23 etc. und kein verpasster Cut sind die Bilanz der zierlichen 28-Jährigen. »Anfang des Jahres habe ich sehr intensiv an meinem mentalen Spiel gearbeitet«, berichtet Popov. Die zusätzlichen drei spielfreien Monate durch die Pandemie nutzte Popov, um »mich mit der psychologischen Seite des Sports auseinanderzusetzen«. Neben dem mentalen Bereich arbeitete die Deutsch-Amerikanerin am Kurzen Spiel und am Putten. »Bei der Women’s British Open wurde ich dann entsprechend mit einer soliden mentalen Leistung sowie auch sehr gutem Putten mit dem Sieg belohnt. « Wie jede Perfektionistin hat auch Popov an ihrer Leistung etwas auszusetzen: »Wenn es etwas Kleines zu meckern gab, dann war es bezüglich meiner Performance vom Tee. Hier und da war ich nicht ganz zufrieden, aber insgesamt hat es immer wieder zu guten Ergebnissen geführt.« Im Hinblick auf die bevorstehende Saison sagt Popov: »Ich freu’ mich schon sehr auf die Saison 2021, da ich zum ersten Mal einen vollen LPGA-Turnierkalender spielen kann.« Und sie arbeitet daran, sich für die beiden bevorstehenden Team-Events zu qualifizieren – »Solheim Cup für Team Europe und Olympia für Deutschland«. »Natürlich freue ich mich auch noch sehr auf die fünf Majors – zwei davon werde ich zum ersten Mal spielen.« Wir drücken die Daumen und sind gespannt.

LPGA – Race to CME Globe: 82

Preisgeld 2020: 826.672 US-Dollar

Weltrangliste: 26 (Ende 2019: 345)

Tour 2021: LPGA

Stephan Jäger • BIRDIE

Der 31-Jährige feierte dieses Jahr Turniersieg Nummer fünf auf der Korn Ferry Tour, sammelte daneben noch Endplatzierungen zwei und drei und belegte bei der US Open einen beachtlichen 34. Rang. Der Münchner resümiert: »2020 war eigentlich für mich sehr erfolgreich.« Bis auf einen Caddie-Wechsel gab es »eigentlich keine Veränderungen«, erklärt Jäger, wobei er lobend erwähnt, »wir hatten zwei super Monate zusammen«. Jägers Fahrplan für 2021: »Ich spiele ein paar PGATour- Turniere, mit einer kompletten Korn- Ferry-Saison. Im September geht’s dann wieder voll auf die PGA Tour – und im Sommer hoffentlich auch zur BMW Open in Eichenried.«

Korn Ferry Tour 2020: 8

Preisgeld 2020: 390.506 US-Dollar

Weltrangliste 2020: 234 (Ende 2019: 430)

Tour 2021: Korn Ferry Tour & PGA Tour

Alex Cejka • BOGEY

Der in den USA lebende Routinier verlor 2019 seine volle Spielberechtigung für die PGA Tour, kam dort aber dennoch zu einigen Einsätzen. Weitere Starts absolvierte Cejka auf der Korn Ferry Tour. Jeweils ohne große Erfolge. Im Dezember wurde er 50 Jahre alt. Sein Ziel ist nun die PGA Tour Champions zu spielen, auf der er 2021 ein eingeschränktes Spielrecht haben wird. Mit knapp 13,5 Millionen US-Dollar auf der All Time-Money-Liste der PGA Tour steht er am unteren Ende dieser Qualifikationskategorie und wird deshalb in den Wochen mit starken Teilnehmerfeldern nicht direkt (ohne Event-Qualifying) zum Zug kommen. Auf der Korn Ferry Tour genießt er weiterhin ein volles Spielrecht.

FedExCup: 204

Korn Ferry Tour 2020: 215

Preisgeld 2020: 134.854 US-Dollar

Weltrangliste 2020: 796 (Ende 2019: 641)

Tour 2021: PGA Tour Champions, Korn Ferry Tour

Sebastian Heisele • PAR

Heisele (32) absolvierte 2020 seine dritte volle Saison auf der European Tour. Der Zwei-Meter-Hüne, der in Dubai aufwuchs, lieferte eine solide Saisonleistung ab. Rang 110 im Race to Dubai bedeutet das zweitbeste Abschneiden aller deutschen Pros auf der European Tour; nur Martin Kaymer war besser. Heisele selbst schätzt sein Jahr wie folgt ein: »Ich bin sehr zufrieden mit der Saison, von der Konstanz her war es wahrscheinlich mein bisher bestes Jahr auf der Tour, was ja auch mein extrem guter Stroke-Average zeigt. Bei dem ein oder anderen Turnier hat mir am Finaltag ein wenig die Erfahrung gefehlt, um noch mehr herauszuholen; aber das alles zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin!« Privat läuft bei ihm alles bestens: In Dubai hat er sich verlobt.

Race to Dubai: 110

Preisgeld 2020: 184.991 Euro

Weltrangliste: 207 (Ende 2019: 188)

Tour 2021: European Tour

Maximilian Kieffer • BOGEY

Kieffers achte Saison auf der European Tour war – die Jahreswertung betreffend – seine bisher schwächste.
Neun verpasste Cuts bei 18 Starts stehen für den 30-jährigen Rheinländer zu Buche. Sein bestes Ergebnis konnte er bei der Hero Open in England erzielen, die er auf dem geteilten sechsten Rang abschloss. Das Race to Dubai beendete er auf Rang 148. »Mit meinen Ergebnissen bin ich nicht so ganz zufrieden, aber auch nicht unzufrieden. Ich habe einige gute Turniere gespielt. Was gefehlt hat, war die Konstanz; nach einem guten Turnier kam meistens ein schlechtes hinterher, und die großen Rolex-Turniere habe ich nicht gut gespielt«, resümiert Kieffer. Rückblickend entdeckt er im »schwierigen Corona-Jahr« auch positive Seiten: »Es war im ersten Lockdown auch ganz schön, mal längere Zeit am Stück zuhause verbringen zu können und abzuschalten«.

Race to Dubai: 148

Preisgeld 2020: 95.939 Euro

Weltrangliste: 463 (Ende 2019: 397)

Tour 2021: European Tour

Bernd Ritthammer • PAR

Spielte eine Saison »ohne große Highlights «, zeigt sich aber dennoch zufrieden mit dem Jahr. »Mein größtes Problem in der Vergangenheit waren zu viele verpasste Cuts. Das war 2020 anders, ich habe viele solide Wochen auf der European Tour gespielt«, so der 33-jährige Franke. Aufgrund der veränderten Tour-Regularien behält Bernd Ritthammer (trotz Rang 192 im Race to Dubai) für die kommende Saison seine Exemption Category 18 aus dem Vorjahr, die ihm Starts auf der European Tour garantiert. Sein Ziel: dort seinen ersten Sieg einfahren.

Race to Dubai: 192

Road to Mallorca 2020: 54

Preisgeld 2020: 56.722 Euro

Weltrangliste: 426 (Ende 2019: 483)

Tour 2021: European Tour & Challenge Tour

Marcel Schneider • EAGLE

Seine große Stärke im Jahr 2020 war die Konstanz. Lediglich zwei verpassten Cuts auf der Challenge Tour stehen zwei zweite Plätze und ein weiteres Top-10-Ergebnis als Highlights gegenüber. »Ich habe während des Lockdowns weiter an meinen Schwächen gearbeitet und wurde beim Re-Start mit meinem zweiten Platz in Österreich direkt dafür belohnt«, sagt der 30-Jährige. Schneider stieg dank Platz zwei in der Saisonwertung in die erste Liga auf. »Ich freue mich, in der kommenden Saison wieder auf der European Tour spielen zu können und werde hart daran arbeiten, auf dieser zu bleiben und dort auch Erfolge zu sammeln.«

Road to Mallorca 2020: 2

Preisgeld 2020: 125.469 Euro

Weltrangliste: 340 (Ende 2019: 543)

Tour 2021: European Tour

Caroline Masson • PAR

In den letzten Jahren war sie Deutschlands Nummer eins bei den Damen. 2020 wurde sie von Sophia Popov in der Weltrangliste überholt. Masson lebt in Florida und spielt seit 2013 hauptsächlich auf der amerikanischen LPGA Tour. Dort absolvierte sie 2020 eine solide Saison, in der sie nur drei Cuts verpasste. Ihre besten Ergebnisse waren ein geteilter siebter Platz bei der Women’s British Open in Schottland sowie ein geteilter fünfter Platz beim Portland Classic auf der LPGA Tour. »Trotz der langen Corona-Pause und des stark reduzierten Turnierplans bin ich mit der Saison recht zufrieden«, bilanziert Masson. »2021 stehen mit dem Solheim Cup und den Olympischen Spielen Highlights an, bei denen ich natürlich unbedingt dabei sein möchte«, sagt die 31-Jährige, die schon vier Mal zum europäischen Solheim- Cup-Team gehörte.

LPGA – Race to CME Globe: 33

Preisgeld 2020: 299.845 US-Dollar

Weltrangliste: 51 (Ende 2019: 37)

Tour 2021: LPGA

Hurly Long • BIRDIE

Der 25-Jährige vom Golfclub Mannheim- Viernheim hatte sich 2019 als Saisonbester der Pro Golf Tour für die Challenge Tour qualifiziert. Dort erzielte er als Rookie mit dem Sieg bei der Italian Challenge Open auch gleich einen großen Erfolg. Long startete vom fünften Platz der Saisonwertung ins Grand Final auf Mallorca.

Nach einem geteilten 21. Platz fiel er auf den achten Rang zurück und verpasste so den Sprung auf die European Tour leider denkbar knapp.

Road to Mallorca 2020: 8

Preisgeld 2020: 88.804 Euro

Weltrangliste: 302 (Ende 2019: 531)

Tour 2021: Challenge Tour

Alexander Knappe • BIRDIE

In normalen Jahren reicht der neunte Platz in der Saisonwertung aus, um aufzusteigen; ein Sprung, der Alexander Knappe (31) im Jahr 2016 schon einmal gelang. Da im Corona-Jahr 2020 nur fünf statt 15 Pros befördert wurden, heißt es für Knappe in diesem Jahr: »auf ein Neues «. Sein bestes Ergebnis erzielte er ganz am Ende beim Finalturnier der Challenge Tour als geteilter Zweiter. »Insgesamt bin ich zufrieden mit der Saison und meinem starken Abschluss. Wer hätte gedacht, dass wir am Ende noch so viele Turniere spielen können«, sagt Knappe.

Road to Mallorca 2020: 9

Preisgeld 2020: 69.129 Euro

Weltrangliste: 409 (Ende 2019: 891)

Tour 2021: Challenge Tour

Sandra Gal • BOGEY

Seit 2008 spielt die Düsseldorferin auf der LPGA Tour und wanderte auch nach Florida aus. Die überzeugte Vegetarierin verzeichnet auf Instagram knapp 70.000 Follower, doch golftechnisch war es in letzter Zeit ruhig um die 35-Jährige. 2020 nahm Sandra Gal an fünf LPGA-Tour-Turnieren teil und überstand zwei Mal den Cut.
»Dieses Jahr war für mich mehr oder weniger ein Einspieljahr, da ich ja davor ein Jahr Turnierpause hatte«, erklärt die ehemalige Olympionikin. 2019 fühlte sie sich schlapp und ausgelaugt und benötigte eine Pause. Doch hatten »zwei Verletzungen und die allgemeine Covid-Situation viel Einfluss auf mein Trainingspensum «, berichtet Gal. Über den Winter möchte sie am »mentalen Spiel, meinen Wedges und dem Putten« arbeiten. »Ich blicke sehr zuversichtlich auf die kommende Saison.« Wir auch.

LPGA – Race to CME Globe: 154

Preisgeld 2020: 13.476 US-Dollar

Weltrangliste: 261 (Ende 2019: 169)

Tour 2021: LPGA

Esther Henseleit • BOGEY

2019 schrieb sie Golfgeschichte, als sie in ihrem Rookie-Jahr als Proette gleich die Order of Merit der Ladies European Tour gewann und sich parallel dazu auch noch eine Spielberechtigung für die LPGA Tour über die Qualifying School erkämpfte. Auf der deutlich stärkeren LPGA Tour legte sie 2020 einen holprigen Start hin, hatte es durch die Pandemie- Pause und die nach dem Re-Start geltenden Beschränkungen vor Ort aber auch nicht leicht, in dem neuen Umfeld Fuß zu fassen. Besser – wenn auch nicht vergleichbar mit dem Vorjahr – lief es für sie auf der LET. »Leider war mein Putten und damit das Scoring übers Jahr nicht so gut, ich habe viel daran gearbeitet und zum Ende der Saison auch etwas gefunden, das gut funktioniert«, fasst Henseleit (22) ihre Performance zusammen.

LET Race to Costa del Sol: 31

LPGA – Race to CME Globe: 153

Preisgeld 2020: 17.705 US-Dollar (LPGA); 40.954 Euro (LET)

Weltrangliste: 130 (Ende 2019: 132)

Tour 2021: LPGA & LET

Allen John • PAR

Er war 2019 von der Pro Golf Tour auf die Challenge Tour aufgestiegen und behauptete sich dort. »Sportlich gesehen war es ein gutes Jahr für mich, mit einer Top-5-Platzierung, zwei weiteren Top-Tens und dem 29. Rang in der Saisonwertung. Das waren wichtige Teilerfolge auf dem Weg nach weiter oben«, bilanziert John (33).

Road to Mallorca 2020: 29

Preisgeld 2020: 30.226 Euro

Weltrangliste: 547 (Ende 2019: 541)

Tour 2021: Challenge Tour

Olivia Cowan • PAR

»Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal so richtig was an meinem Schwung verändert, was auf jeden Fall eine Herausforderung war«, resümiert die 24-Jährige, die 2019 mit zehn Top-10-Platzierungen eine erfolgreichere Saison hatte. »Das schwierigste an unserer Saison 2020 war, dass wir nie wirklich wussten, ob die Turniere stattfinden werden oder nicht«, erklärt Cowan die Hürden der Reiseorganisation. Mit lediglich einem verpassten Cut bei zwölf gespielten LET-Events, einer Top-10-Platzierung und vier weiteren in den Top 20 liegt eine solide Saison hinter Cowan. Auch dank ihrer Schwungumstellung blickt sie optimistisch in die Zukunft. »Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr ein Turnier gewinne und auf der Order of Merit Ende des Jahres in den Top 3 bin. Das ist mein Ziel.«

LET Race to Costa del Sol: 20

Preisgeld 2020: 47.051 Euro

Weltrangliste: 178 (Ende 2019: 163)

Tour 2021: LET

Laura Fünfstück • BIRDIE

Die Bilanz der 26-Jährigen aus Langen: drei Top-10-Finishes, ein elfter Rang und nur ein verpasster Cut bei zwölf gespielten Einzel-Events. Mit Rang zehn beim Race to Costa del Sol schnitt Fünfstück als beste Deutsche ab. Dabei startete das Jahr mit dem Lockdown holprig für die Neuhoferin – schließlich lebt sie in Deutschland und musste in Anbetracht geschlossener Golfanlagen kreativ werden und sich Putting-Matte und Netz im Wohnzimmer aufbauen –, doch das hat sich gelohnt, wie die Ergebnisse zeigen.

LET Race to Costa del Sol: 10

Preisgeld 2020: 78.045 Euro

Weltrangliste: 209 (Ende 2019: 260)

Tour 2021: LET

Nicolai von Dellingshausen • PAR

Startete in Südafrika mit drei verpassten Cuts hintereinander in die Saison, konnte die Anlaufschwierigkeiten aber in der zweiten Jahreshälfte mit einigen guten Platzierungen wettmachen und die Challenge- Tour-Saison auf einem respektablen 36. Rang beenden. »Ich habe das Gefühl, in diesem Jahr viele Schritte, sowohl spielerisch als auch mental, in die richtige Richtung gemacht zu haben«, bilanziert von Dellingshausen.

Road to Mallorca 2020: 36

Preisgeld 2020: 33.669 Euro

Weltrangliste: 584 (Ende 2019: 588.)

Tour 2021: Challenge Tour

Karoline Lampert • PAR

Die 24-Jährige vom GC St. Leon-Rot hat sich auf der Ladies European Tour etabliert, wie ein 28. Rang in der Saisonwertung zeigt. Lampert fühlt sich bereit für ihren ersten Tour- Titel: »Ich habe viele konstante Runden und solide Ergebnisse gespielt, fühle mich mit meinem Spiel immer wohler und habe auch das Gefühl, in einer guten Woche um den Sieg mitspielen zu können.«

LET Race to Costa del Sol: 28

Preisgeld 2020: 35.763 Euro

Weltrangliste: 293 (Ende 2019: 248)

Tour 2021: LET

Moritz Lampert • BOGEY

Überstand auf der Challenge Tour nur einen Cut. Sein bestes Saisonergebnis erzielte er bei einem Abstecher auf die Pro Golf Tour mit einem geteilten zweiten Platz. »Für mich ist Rhythmus im Turniergolf wichtig, und diesen habe ich leider kaum finden können «, sagt Lampert.

Road to Mallorca: 154

Preisgeld 2020: 5.023 Euro

Weltrangliste: 670 (Ende 2019: 580)

Tour 2021: Challenge Tour

Max Rottluff • BOGEY

Der ehemalige Student der Arizona State University versucht, über die Korn Ferry Tour auf die PGA Tour zu gelangen. Nach der ersten Hälfte der zusammengefassten Saisons 2020 und 2021 und nur zwei überstandenen Cuts steht Rottluff auf Rang 131 der Tour. Um sein Ziel zu erreichen, wird er sich steigern müssen. Dass er es kann, zeigte er mit einem starken vierten Platz im September.

Korn Ferry Tour 2020: 131

Preisgeld 2020: 28.332 US-Dollar

Weltrangliste: 784 (Ende 2019: 914)

Tour 2021: Korn Ferry Tour

Thomas Rosenmüller • EAGLE

Der 23-Jährige war 2020 der dominierende Spieler auf der Pro Golf Tour. Mit insgesamt drei Turniersiegen und dem Spitzenplatz in der Order of Merit geht es für den Münchner 2021 eine Stufe hoch auf die Challenge Tour.

Pro Golf Tour Order of Merit: 1

Preisgeld 2020: 34.683 Euro

Weltrangliste: 352 (Ende 2019: 1165)

Tour 2021: Challenge Tour

Max Schmitt • BOGEY

Mit einem Handicap von +6,6 startete der damals noch kompakter gebaute Spieler des GC Rheinhessen 2018 ins Profilager. Nach einem enormen Gewichtsverlust von über 20 Kilogramm arbeitet Schmitt an »Fitness und Gewichtszunahme«. Das bringe ihm »mehr Stabilität im Schwung«. Wegen der Pandemie und des ständigen Wartens auf Covid-19-Testergebnisse war die Saison emotional eine Berg- und Talfahrt. So konnte Schmitt wegen »verschollener Testergebnisse « nicht nach Südafrika reisen – Umstände, die es in einem »normalen Jahr« nicht gegeben hätte. In den Monaten August und September waren die Leistungen des 22-Jährigen durchwachsen. Durchschnittlich Rang 60 und ein verpasster Cut, bei der Golf in Dubai Championship in Jumeirah mit -18 ein 13. Rang. »Mein Ziel für 2021 ist, mehr Fitness zu machen, da meine aktuelle Schwunggeschwindigkeit eigentlich für einen Körper ausgelegt ist, der mehr wiegt«, erklärt Schmitt.

Road to Mallorca Ranking: 93

Preisgeld 2020: 28.531 Euro

Weltrangliste: 751 (Ende 2019: 716)

Tour 2021: Challenge Tour

Leonie Harm • PAR

Als Amateur-Golferin feierte sie große Erfolge. Leonie Harms (23) Einstand als Profi fiel nun ausgerechnet auf das chaotische und besonders anspruchsvolle Krisenjahr 2020. »Ich blicke mit gemischten Gefühlen auf meine Rookie-Saison zurück«, gibt sie unumwunden zu. »Zwar ist es mir gelungen, bei keinem der acht Turniere, die ich spielen konnte, das Wochenende zu verpassen, aber leider blieben Top-Platzierungen auch aus.« Wir finden: Top 50 auf der Ladies European Tour im Premierenjahr kann sich absolut sehen lassen!

LET Race to Costa del Sol: 49

Preisgeld 2020: 21.044 Euro

Weltrangliste 2020: 672 (Ende 2019: nicht gelistet)

Tour 2021: LET

Marcel Siem • PAR

Bei zwölf Turnieren überstand der vierfache European-Tour-Sieger neun Cuts – zuletzt ein geteilter sechster Platz bei der South African Open. »Natürlich war es für mich zunächst nicht ganz einfach, den Schritt zurück auf die Challenge Tour zu akzeptieren«. Marcel Siem blickt »positiv auf die kommende Saison«. Wehmütig stimmt Siem, dass er 2020 erstmalig seit 1998 »nicht vor deutschen Fans spielen konnte«. Er hofft, »bei der Porsche European Open und der BMW International Open dabei zu sein – denn es gibt nichts Schöneres, als vor deutschem Publikum bei einem großen Turnier abzuschlagen«.

Race to Dubai 2020: 165

Road to Mallorca 2020: 52

Preisgeld 2020: 81.898 Euro

Weltrangliste 2020: 634 (Ende 2019: 878)

Tour 2021: Challenge Tour


Fotos: Getty (18); LET/Tristan Jones (2); GolfsupportNL (2)