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Jessica SCHWARZ


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Grazia - epaper ⋅ Ausgabe 36/2022 vom 01.09.2022

INTERVIEW

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Bildquelle: Grazia, Ausgabe 36/2022

DASS DIE SCHAUSPIELERIN („BIO-HACKERS“, „DAS PERFEKTE GEHEIMNIS“) ZWEI HOTELS BESITZT und neuerdings auch ein Glamping-Resort in Portugal, ist bekannt. Aber wussten Sie, dass Jessica Schwarz (45) eine begeisterte (und „sehr gute“) Autofahrerin ist? Klar, dass wir aus Anlass ihres neuen Roadmovies ein extrem PS-lastiges Interview für sie vorbereitet haben…

In Ihrem Roadmovie „Over & Out“ düsen drei Frauen mit dem Auto durch Italien, aber ausschließlich Sie sitzen die ganze Zeit am Steuer. War Ihnen das recht?

Sehr sogar, mir macht Autofahren nämlich viel Spaß. Es stand im Drehbuch, dass Lea, die ich spiele, immer fährt. Vorher haben sie mich aber sicherheitshalber gefragt, ob ich auch eine gute Autofahrerin bin. Ich dachte nur so: Jaaaa…

Sie fahren also sehr gut?

(lacht) Jedenfalls fahre ich sehr, sehr gern Auto. Und von daher war es mir eine große Freude, die Damen durch die Gegend zu ...

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... kutschieren.

Brettern Sie auch durchs Gelände?

Ich habe schon das eine oder andere Fahrertraining absolvieren dürfen, als ich mit Land Rover zusammengearbeitet habe. Da wurden viele tolle Touren unternommen – durch die Wüste, durch argentinische Hochebenen, durch Marokko. Ich war sogar mal mit meinem Vater in Liverpool im Underground unterwegs! Der hatte mir und meiner Schwester das Autofahren übrigens schon ziemlich früh beigebracht, damals sind wir immer auf irgendwelchen Waldwegen rumgekurvt.

Sie wohnten im Odenwald, wo man sicher ein Auto brauchte, um schnell nach Darmstadt oder Frankfurt in die Disco zu kommen. Hatten Sie den Führerschein früh in der Tasche?

Ich habe ja schon mit 16 mein Elternhaus verlassen und war als Model in der Weltgeschichte unterwegs. Deshalb habe ich meinen Führerschein erst mit 23 oder 24 gemacht. Als ich mit dem Modeln aufhörte und in München wohnte, dachte ich, jetzt wird es aber doch mal Zeit.

Haben Sie ihn auf Anhieb bestanden?

Theorie ja, aber in der praktischen Prüfung bin ich durchgefallen. Ich musste zum Flughafen Riem fahren und bin die ganze Zeit auf der linken Spur geblieben, weil mir rechts zu viele Ausfahrten waren. Mein forscher Fahrstil gefiel dem Prüfer, der sich immer wilder räusperte, wohl nicht so gut. Ich muss gestehen, dass ich bis heute am liebsten auf der Überholspur fahre. (lacht)

Wie sollte Ihr ideales Auto beschaffen sein?

Geräumig. Hier in Portugal transportieren wir wahnsinnig viel zu unserem Glamping-Resort „Rêves Étoilés“. Wir müssen für die Gäste einkaufen, Essen, Kisten mit Wein und Bier, Dinge für Garten und Pool. Da kommt einiges zusammen.

Sind Autos ein Statussymbol für Sie?

Nein, waren sie nie! Ich fahre einen Range Rover Sport, den ich schon seit acht Jahren besitze, und den werde ich auch so lange fahren, bis er unter mir auseinanderbricht. (lacht) Ich finde, Autos müssen vor allem Sicherheit und Platz bieten, mehr nicht. Meine Kiste sieht ziemlich ramponiert aus, weil wir hier im Nationalpark leben, wo es keine asphaltierten Straßen gibt. Leider ist mein Auto ein Diesel. Deshalb überlegen wir schon, doch auf Hybrid oder elektrisch umzusteigen…

Mein Mann findet, dass ich zu schnell fahre – dabei habe ich auf der Straße noch nie jemanden genötigt!

Drücken Sie gern auf die Tube?

Früher war ich viel rasanter unterwegs, mittlerweile steht für mich mehr die Sicherheit im Vordergrund. Wobei mir mein Mann gern das Lenkrad aus der Hand nimmt, weil er findet, dass ich zu schnell fahre. Dabei habe ich auf der Straße noch nie jemanden genötigt! (lacht)

Sind Sie eine gute Beifahrerin?

Bin ich, aber ich musste mich erst daran gewöhnen, nicht ständig zu meckern! Am liebsten fahre ich nämlich immer noch selbst.

Navi oder Landkarte?

In meiner Model-Zeit gab’s weder Navi noch Handy, da musste ich alles von meinen Falk-Plänen oder Landkarten ablesen. Vielleicht habe ich mir deshalb einen guten Orientierungssinn angeeignet. Aber klar, heute fahre ich nach Navi. Andererseits erinnere ich mich an einen Urlaub auf Bali, als es noch kein Google Maps gab – da haben wir uns wüst verfahren und sind an den schönsten Plätzen gelandet. Diese Freiheit, dass der Weg das Ziel ist, ist etwas Wunderbares. Ich fürchte, meine Neffen wissen gar nicht mehr, wie man Landkarten liest.

Klimaanlage oder offenes Fenster?

Offenes Fenster! Klimaanlagen vertrage ich nicht. Da fange ich sofort an zu niesen und bekomme Kopfschmerzen. Wenn einem dagegen warmer Wind um die Ohren weht, das ist doch toll!

Haben Sie sich auf Portugiesisch schon ein Auto-Lieblingsschimpfwort angeeignet?

Nein, aber vielleicht sollte ich das tun, denn das könnte man hier ganz gut gebrauchen. Bislang wird einfach hart auf die Hupe gehauen!

Im Film transportieren Sie, ohne zu viel zu verraten, ein recht ungewöhnliches Gepäckstück. Wie sieht das im wahren Leben aus?

Was ich bis heute schwierig zu transportieren finde, ist meine Katze, und zwar vor allem auf dem Rückweg vom Tierarzt – da ist sie meistens wahnsinnig schlecht gelaunt und greift mir gern mit der Pfote ins Lenkrad. (lacht)

Die längste Strecke, die Sie zurückgelegt haben?

Ich denke, das war, als wir von Berlin runter nach Portugal gezogen sind. Und vor einigen Jahren in Südamerika, wo ich mit meiner besten Freundin Teil von einem riesigen Pressetross war. Den Männern haben wir damals angesehen, wie sie dachten: Hoho, die beiden Mädels! Dabei haben wir unseren Land Rover in kürzester Zeit bestens durch ein leeres Flussbett bekommen, mit untergelegten Steinen und so. Danach sind sie uns dann doch mit Respekt begegnet.

Verraten Sie uns Ihre Traumstrecken!

Gerne noch mal die wunderschöne Garden Route in Südafrika, die haben wir mit meinen Eltern erkundet. Ein Klassiker wie die Route 66 durch die USA wäre sicher auch spannend. Man lernt ein Land eben am besten kennen, wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Und mal im Auto übernachtet. Oder unter freiem Himmel. Wobei ich das schon auch spooky fand. All diese Geräusche! Am Amazonas habe ich mal eine Nacht lang kein Auge zugetan – irgendwann fingen alle an, die gruseligsten Geschichten zu erzählen. Über meiner Hängematte war zwar ein Moskitonetz aufgespannt, aber direkt über meinem Gesicht befand sich ein großes Loch, und dann hieß es immer: Da fallen die Vogelspinnen durch! (lacht)

Was hören Sie am Steuer?

Mein Vater hat mir seinen alten Mercedes vererbt, mitsamt Radiotape und vielen Kassetten. Die höre ich immer, wenn ich mit dem Benz fahre. Ich liebe die alten Songs, die mein Vater so mochte. Früher habe ich selbst auch irre viele Kassetten aufgenommen, aber die gibt es nicht mehr. Heute höre ich in der Ferne gern radioeins aus Berlin, um auf dem Laufenden zu bleiben, auch kulturell. Außerdem spielen sie den Musikstil, den ich bevorzuge: viel Singer-Songwriter wie Scott Matthew, The XX, Feist, so was. Sie haben sogar eine Autosendung „Die Sonntagsfahrer“, an der ich schon telefonisch teilgenommen habe.

Aber mit dem Empfang ist es in Portugal schwierig, oder?

Nö, dafür gibt’s doch Internetradio! (lacht)