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Jetzt mal lächeln, bitte!


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Vital - epaper ⋅ Ausgabe 12/2022 vom 02.11.2022

gesundheit .schöne zähne

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Zähne gut, alles gut! Dafür können wir einiges tun

Die Mundgesundheit der Deutschen verbessert sich seit Jahren stetig

Mit einem schönen Lächeln möchten wohl alle gern durchs Leben gehen – vor allem aber mit eigenen, gesunden Zähnen alt werden. Die Voraussetzung dafür hat die Natur uns mitgegeben, schließlich ist der Zahnschmelz die härteste Substanz im Körper, sie verkraftet vieles. Was jedoch Aufklärung, Prophylaxe und eine gute Mundhygiene für möglichst langen Zahnerhalt bewirken, zeigt ein Blick in die letzte, alle fünf Jahre erhobene „Mundgesundheitsstudie“ von Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung und Bundeszahnärztekammer.

Karies und Parodontitis sind rückläufig. Good News!

Demnach haben die Deutschen immer weniger Stress mit ihren Zähnen, bei Karies und Parodontitis sind die Fallzahlen rückläufig. So gut diese Nachricht ist, so bleibt beides dennoch ein Problem. „Diese ...

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... häufigsten Erkrankungen an Zahnschmelz und Zahnhalteapparat sind die Hauptgründe dafür, dass Zahnersatz nötig ist. Nicht angelegte Zähne oder Unfälle, etwa beim Sport, wo mal ein Zahn abbricht und ausgeschlagen werden kann, fallen dagegen weniger ins Gewicht“, so Prof. Christoph Benz, Präsident der Bundeszahnärztekammer.

Ob eine Backenzahn-Ruine saniert oder ein verlorener Zahn ersetzt werden muss, dafür stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Zahnärztin und Zahnarzt beraten, was individuell die beste Lösung ist. „Generell lässt sich aber sagen, dass der Trend seit Jahren eindeutig zum festsitzenden Zahnersatz geht“, erklärt Prof. Benz. Festgeklebte Brücken und vor allem im Kiefer verankerte Implantate wackeln nicht, stören nicht beim Sprechen oder Essen und werden einfach mit den anderen Zähnen mitgeputzt: „Ästhetik spielt eine immer größere Rolle, die Zähne sollen echt und schön aussehen, was bei festem Zahnersatz sehr gut gelingt. Da blitzt keine verräterische Metallklammer wie bei der Teilprothese“, erklärt Prof. Benz.

Amalgam – umstritten und doch im Einsatz

Im Backenzahnbereich bezahlen die Kassen in der Regel nach wie vor nur Amalgamfüllungen – außer bei Kindern unter 15 Jahren, Stillenden und Schwangeren. Weil das Material wegen des Quecksilberanteils aber umstritten ist, wird es vermutlich ab 2030 nicht mehr verwendet. An den Frontzähnen übernehmen die Kassen zwar Kunststofffüllungen, aber auch nur qualitativ einfache. Deshalb bieten Zahnärzte regelmäßig Kompositfüllungen für Selbstzahler an. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich Kompositfüllungen gönnen, am besten hochwertige. Dabei wird der Kunststoff Schicht für Schicht aufgetragen, was Zeit und damit Geld (ca. 100–150 Euro pro Zahn) kostet. Durch dieses Behandlungsmethode liegt die Füllung eng am Zahn an, was bei einfacheren nicht der Fall ist.

Wir haben immer weniger Stress mit den Zähnen. Und wenn doch mal Zahnersatz nötig ist, gibt es heute gute Mater ialien

Check-up Parodontitis

Alles gut beim Zahnfleisch?

Jeder zweite Deutsche über 35 leidet unter einer leichten Parodontitis, schwere Fälle gehören in ärztliche Behandlung. Wie sieht es bei Ihnen aus? Kreuzen Sie bei jeder der neun folgenden Aussagen die am ehesten auf Sie zutreffende Antwort an.

1. Beim Zahnarzt war ich schon länger nicht, der letzte Besuch ist länger als ein Jahr her JA NEIN

2. Wenn ich ehrlich bin, putze ich meist nur einmal am Tag die Zähne (oder seltener) JA NEIN

3. Zahnfleischbluten kenne ich, das habe ich manchmal/öfter JA NEIN

4. Herzhaft in einen Apfel beißen? Mache ich besser nicht JA NEIN

5. Mir scheint, als dass manche Zähne etwas lockerer sitzen als früher JA NEIN

6. Mir wurde schon gesagt, ich hätte Mundgeruch JA NEIN

7. Ich habe/hatte kürzlich schmerzendes, entzündetes Zahnfleischbluten JA NEIN

8. An bestimmten Stellen scheint sich das Zahnfleisch zurückzuziehen JA NEIN

9. Ich musste schon mal eine Parodontalbehandlung machen lassen JA NEIN

Auflösung

• Wenn Sie alle Nein-Möglichkeiten angekreuzt haben, brauchen Sie sich um Ihr Zahnfleisch keine Sorgen zu machen.

• Haben Sie nur Punkt 1 und 2 mit Ja beantwortet, kann noch alles in Ordnung sein, machen Sie aber einen Kontrolltermin aus. Spezielle Zahncremes (z. B. „Aminomed“, in Apotheken und Drogerien) beugen vor.

• Alle anderen Ergebnisse weisen darauf hin, dass bei Ihrem Zahnfleisch etwas im Argen liegen kann. Lassen Sie sich zahnärztlich untersuchen.

• Sollten Sie Punkt 9 mit ja beantwortet haben: Einmal Parodontitispatient/-in, immer Parodontitispatient/-in), d. h., es kommt bei Ihnen noch einmal mehr auf besonders sorgfältige Zahnhygiene an.

Zahnzusatz versicherung – lohnt sie sich?

Das Angebot ist riesig, und die Preisunterschiede sind es ebenfalls. Umso wichtiger ist der Vergleich! Damit Sie einen guten Vertrag erkennen, bieten die Verbraucherzentralen individuelle Beratung mit Übersichten zu Anbietern und Leistungsmerkmalen an.

Grundsätzlich sollte der Vertrag passend zur Leistung gewählt werden. Hochwertige Angebote liegen – bezogen auf den Rechnungsbetrag – bei derzeit bis zu 95 Prozent Erstattung. Sinnvoll kann das bei sehr teurem Zahnersatz sein, aber dann sind auch die Beiträge hoch.

Achten Sie darauf, dass sich die Versicherungsleistung auf den privaten Rechnungsbetrag bezieht und nicht auf den Festzuschuss der Krankenkasse. Häufig wird dieser mit einberechnet, weshalb der Eigenanteil dann größer ausfällt.

Regelmäßige und vor allem konsequente Zahnpflege beugt vor, ebenso der Vorsorgetermin beim Zahnarzt

Wichtig zu wissen ist, dass bei einem Implantat ausreichend Kieferknochen vorhanden sein muss, damit die Halteelemente richtig festsitzen. Ist das nicht der Fall, muss er mit neuer Knochensubstanz aufwendig aufgebaut werden – nicht zuletzt ein kostentreibender Faktor. Was Zahnpatienten bei der Versorgung mit einer Brücke bedenken sollten, ist die Tatsache, dass viel gesunde Zahnsubstanz der benachbarten Zähne abgetragen wird, damit diese überkront und die Brücke eingeklebt werden kann. Hinzu kommt, dass sich unterhalb der Brücke der Kieferknochen abbauen kann und das Konstrukt instabil wird.

Bei Zahnverlust durch Parodontitis oder bei großen Lücken, in denen mehr als drei nebeneinanderliegende Zähne ersetzt werden müssen, kommen Teleskopprothesen infrage. Sie zählen zum herausnehmbaren Zahnersatz, kommen aber ohne Klammern aus, da sie wie eine Art abnehmbare Brücke aus Innen- und Überkronen bestehen, die passgenau ineinandergesteckt werden. Vorteil: Das System lässt sich gut erweitern.

Professionelle Zahnreinigung beugt Krankheiten vor

Was das verwendete Material betrifft, hat sich beim Thema Zahnersatz neben Edelmetall-Legierungen (Titan, Gold, Silber) und Komposit, einem Gemisch aus Hochleistungskunststoff und Quarz oder Glas, in den letzten Jahren Keramik etabliert. „Der Werkstoff ist super abriebfest, sehr hart, er verfärbt sich nicht und ist zudem sehr gut verträglich“, sagt Prof. Benz. Gängige Keramikwerkstoffe bestehen aus Aluminium-, Magnesium- oder Siliziumoxid. Ein noch relativ neues Hightech-Keramikmaterial ist Zirkonoxid. Es ist besonders bruchfest und belastbar, ideal geeignet für Brücken und Kronen.

Die gute Nachricht: Sowohl Karies als auch die Parodontose sind mit drei einfachen Schritten sehr gut in den Griff zu bekommen und lassen sich vor allem auch wieder verbessern“, so der Zahnmediziner. Neben der gründlichen häuslichen Mundpflege (siehe auch Kasten S. 39) gelingt das mit regelmäßigen Kontrollen bei Zahnärztin oder Zahnarzt sowie der professionellen Zahnreinigung (PZR), idealerweise zweimal jährlich. Hier werden nicht nur Zahnstein und sonstige Beläge entfernt, kritische Stellen werden frühzeitig entdeckt, denn das Gebiss und die Zahnfleischtaschen werden bei jeder Reinigung eingehend gecheckt.

ILLUSTRATION: / NASHARAGA / VALERII

Richtig putzen – so geht’s

Mit System Erst oben putzen, dann unten. Dabei gilt das KAI-Prinzip: zunächst Kauflächen, dann Außenund später Innenseiten.

Fegen! Beim kreisförmigen Putzen der Zahnreihen werden Bakterien unter das Zahnfleisch geschoben. Damit das nicht passiert, ist es besser, zu „fegen“ und die Bürste vom Zahnfleischrand zur -spitze zu bewegen.

Zwischenräume Sie sind Ankerpunkte schädlicher Keime. Zahnseide und Interdentalbürsten wischen sie weg. Einmal täglich anwenden.

Zu guter Letzt: Auf der Zunge tummeln sich besonders viele Bakterien, die durch das Reinigen mit dem Zungenschaber reduziert werden. Nach dem Zähneputzen anwenden.