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JETZT SCHLÄGT’S DREIZEHN!


video - epaper ⋅ Ausgabe 6/2018 vom 04.05.2018

Nicht neun, nicht elf, sondern sage und schreibe 13 Endstufen hat Denon in seinen neuen AV-Verstärker eingebaut. Damit schreibt das Unternehmen Geschichte.video testet den Boliden exklusiv mit Auro 3D.


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Bildquelle: video, Ausgabe 6/2018

Beim Anblick des AVCX8500H dürften selbst eingefleischte Heimkinofans ins Schwärmen geraten. Anschlüsse über Anschlüsse – selbstverständlich vergoldet – zieren die Rückseite des Verstärkers, während das gesamte Gehäuse einen massiven und potenten Eindruck macht. Die Verarbeitung ist tadellos. Doch die Anzahl der Lautsprecherbuchsen allein macht noch nicht die Besonderheit des Boliden aus. Bereits in der ...

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... Vergangenheit konnten wir das ein oder andere seltene Mal höherwertige Modelle mit zahlreichen Speaker-Terminals bewundern. Doch waren dabei allerhöchstens elf gleichzeitig aktiv. Jetzt beginnt eine neue Ära. Die beiden zusätzlichen Endstufen legen nicht nur die Grundlage für den „bloßen“ Anschluss weiterer Boxen, sondern im Fall des Denon AVC-X8500H auch für die Realisierung eines ausgewachsenen 13.2-Setups im Heimkino, wohlgemerkt ohne zusätzliche Verstärker anschließen zu müssen. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal: Nur hier kommen wir aktuell in den Genuss von Auro 3D Material in 13.1! Wir können also im Idealfall, wenn Vermieter, Nachbarn oder Mitbewohner nicht ihr Veto einlegen, bis zu sieben Boxen zuzüglich zweier Subwoofer auf horizontaler Ebene und sechs Lautsprecher an der Decke (beziehungsweise in der Höhe) gleichzeitig ansteuern. Das gab’s noch nie. Grund genug, sich Denons Flaggschiff mit allen drei immersiven Soundformaten einmal genauer anzusehen.

Vollgepackt

Fangen wir von vorne an, also beim Auspacken. Der Modellname prangt auf dem Karton und bringt den Käufer womöglich erst einmal kurz ins Stutzen. Statt der üblichen Bezeichnung AVR befindet sich ein C im Modell-Kürzel: AVC-X8500H. Wenn man sich also korrekt ausdrücken möchte, handelt es sich beim neuen Flaggschiff um einen AV-Controller und keinen AV-Receiver. Man hat sich den Einbau des obligatorischen Radio-Empfangsteils ausnahmsweise gespart, um potenzielle Störquellen zu eliminieren, heißt es seitens Sound United. Die klangliche Performance steht im Vordergrund – zumindest im europäischen Markt. In den USA nämlich wird das Modell wie gewohnt als Receiver verkauft.

Nach weiteren fünf Minuten, die man mindestens aufwenden muss, um die Logo-Flut auf der Verpackung bewusst durchzugehen, bedarf es schon ein wenig körperlichen Aufwands, um den 13-Kanäler mit knapp 24 Kilogramm Gewicht auf sein Heimkino-Rack zu stellen. An Tiefe hat das Gerät im Vergleich zum Vorgänger nämlich um mehr als zehn Zentimeter dazugewonnen. Kaum verwunderlich, schließlich musste neben zwei weiteren Endstufen, vergrößertem Trafo und massiveren Kühlrippen auch eine komplett überarbeitete Digitalsektion inklusive zwei neuer DSP-Chipsätze für die 13-Kanal Verarbeitung Platz finden. Eine detaillierte Erklärung zum Innenleben finden Sie in unserem Kasten auf Seite 9.

Wie anfangs schon erwähnt, macht die Heimkino-Zentrale auch von außen betrachtet einen ordentlichen Eindruck und punktet mit einem design-und materialtechnisch überarbeiteten Erscheinungsbild. Neu ist beispielsweise der dreiteilige Gehäuseaufbau mit separatem und verstärktem Topcover sowie einzelnen Seitenteilen. Bei den Vorgänger-Modellen kam eine einteilige Ummantelung zum Einsatz. Auffällig sind die vielen Lüftungsschlitze, die einer Überhitzung des Geräts vorbeugen. Das zweizeilige Display bekam eine Schönheitskur verpasst, bei der man sich an der NE-Stereo Geräte-Reihe orientierte. Überarbeitet wurde auch die Klappe an der Front, sie gewann um einige Millimeter Dicke dazu und darf sich einer Aluminium-Beschaffenheit erfreuen. Darunter offenbaren sich dann wie gewohnt die wichtigsten Bedienelemente, die edler anmuten als gewohnt. Kurzum: Das Plus im Gerätepreis kommt nicht nur aufgrund der inneren, sondern auch äußeren Werte zustande. Einzig die Fernbedienung blieb von den Überarbeitungen verschont. Schade eigentlich.

Bei so vielen Funktionen ist auch die Fernbedienung sehr üppig ausgestattet. Dank Beleuchtung und Display findet man sich aber gut zurecht.


Gerüstet für HDMI 2.1

Apropos Updates: Ausgabe für Ausgabe berichten wir immer wieder über den neuen, zukünftigen HDMI Standard 2.1. Doch wir müssen uns gedulden, was die 48 Gbps-Verarbeitung und weitere Features angeht. Erst für Anfang des kommenden Jahres sind erste Geräte angekündigt. Sehr ärgerlich, wenn man also 3700 Euro in die Hand nimmt und sich bereits in wenigen Monaten vor veralteter Technik wiederfindet. Daher ist es umso erfreulicher, dass die Amerikaner von einem „upgradefähigen Produktaufbau“ sprechen. Die Hardware, in diesem Fall die HDMI-Sektion, lässt sich somit entgeltlich updaten. Cool!

Bis es soweit ist, müssen wir uns mit der alten Norm zufrieden geben, die hier bei insgesamt sieben Ein-und drei Ausgängen zum Einsatz kommt. Selbstverständlich verstehen sich alle Buchsen, eingeschlossen den an der Front, auf den Kopierschutz HDCP2.2. Somit ist das Zuspiel sämtlicher Quellen mit Ultra HD Inhalten für den AVC-X8500H eine Leichtigkeit. Das gilt auch für die inzwischen umfangreichen High Dynamic Range-Formate. Sowohl die Klassiker, HDR10 und HLG für den TVund Broadcasting-Bereich als auch den dynamischen Vertreter Dolby Vision weiß das Gerät zu verarbeiten. Das belegen unsere Tests mit entsprechenden Zuspielern. Die eARC-Funktion ermöglicht schon heute die Weitergabe immersiver Soundformate wie Dolby Atmos über den Audio-Return-Channel direkt vom Fernseher. Streaming-Dienste wie Netflix oder maxdome bieten aktuell eine Auswahl an Titeln mit Dolbys 3D-Format an. Allerdings basierend auf Digital Plus, wie uns der AV-Display nach Betätigung der Info-Taste mitteilt. Mit der neuen HDMI-Norm soll das auch mit Dolby True HD als hochwertigerem Basis Codec funktionieren.

Wow – mehr geht nicht. Neben allen erdenklichen Buchsen erweist sich der USB-Power Supply Anschluss links oben als praktisch. Er beliefert z.B. den Amazon-Fire TV Stick mit Strom.


Maximales, vorgeschriebenes Decken-Layout: Dank 15-Kanalverarbeitung sieht die Endstufen-Zuweisung Varianten mit bis zu acht Height-Speakern vor.


Bei sechs angeschlossenen Deckenlautsprechern kann die Wahl auf die Dolby-typische 7.1.4 Variante fallen. Auro wird so nicht unterstützt.


Roland Krüger
Product Solutions Manager Europe, Sound United

Nachgefragt: »Im Rahmen des kombinierten Hard-/ Software Upgrades wird die Fähigkeit, HDR10+ Signale durchleiten zu können, mit Sicherheit inkludiert sein.«

USB-Inhalte spielen wir über den Eingang an der Geräte-Front zu. Da lässt sich wie gewohnt auch ein Paar Kopfhörer anschließen. Sollte die Fernbedienung streiken, klappt die manuelle Steuerung sehr gut.


Soweit das Auge reicht

Neben der HDMI-Sektion zieren noch einige weitere Anschlüsse den Rücken des Denon. Beispielsweise vier Digitaltonbuchsen (2x optisch, 2x koaxial), sieben analoge Cinch-Eingänge zuzüglich Phono-Eingang. Auch insgesamt 15 Vorverstärker-Ausgänge für beispielsweise den Einsatz aktiver Boxen finden Platz. Und für den Anschluss analoger Video-Quellen stehen (eher selten gesehene) Composite-und YUV-Eingänge bereit. Anschlusstechnisch fehlt es Denons Top-Modell wirklich an nichts.

Bester 3D-Sound

Nach dem Auspacken gehts ans Anschließen. Je nach Setup zu Hause sollte man da auch ausreichend Zeit einplanen, schließlich können das im Höchstfall 15 Boxen zuzüglich zweier Subwoofer werden. Ungeübte können Gebrauch vom Einrichtungsassistenten machen, der Schritt für Schritt durch das Procedere leitet und auch gleich noch an die Netzwerkeinbindung und den Anschluss etwaiger Bild-und Ton-Quellen denkt. Das ist schön gemacht und grafisch entsprechend aufbereitet. Für unser Auro-Setup entscheiden wir uns zum Start für eine 5.1-Basisvariante als Surround-Layer, die obligatorischen vier Height-Boxen als zweite Ebene und die für das aus Belgien stammende Format essenziellen Voice-of-God-Speaker an der Decke. Summasummarum macht das eine 10.1-Aufstellung, wie wir sie wohl auch in vielen größeren Heimkinos antreffen dürften. Letzteren Kanal können wir beispielsweise am Heigh 3 links anschließen – falls frei. Als Einmesssystem steht Audyssey MultEQ XT32 mit acht Positionen mit optionaler (kostenpflichtiger) Editor-App bereit.

Los geht’s mit der (neuen) Königsdisziplin, Auro 3D: Das Wort Klangkokon umschreibt den Raum, in den wir ab der ersten Sekunde „Ghostbusters“ oder mit Lichtmonds „Feel the Spirit“ mit allen Sinnen eintauchen, einfach perfekt. Das Zusammenspiel aller Speaker ist von Dynamik und Präzision geprägt, die überwiegend in 9.1 abgemischten Titel werden praktischerweise auf 10.1 hochgerechnet. Faszinierend sind auch entsprechende Test-Sequenzen auf der Demo-Disc. Das Auto fährt unmittelbar neben uns vorbei – so real, dass man im dunklen Heimkino fast die Hand ausstreckt, um auf Nummer sicher zu gehen. Auch wenn sich die AuroMatic als Upmixer sogar auf Stereo-Content anwenden lässt, gibt es bislang leider nur wenige Filmtitel mit Auro 3D. Ein Crossformat-Hochrechnen für Dolby Tonspuren ist möglich und klingt im Test auch überraschend gut. Erst im direkten Vergleich fallen etwas unnatürliche Hall-Effekte auf. Eine Intensität lässt sich aber manuell festlegen. Daher freuen wir uns über die sogenannte Auto-Switching Funktion. Bei maximal acht angeschlossenen und sechs zeitgleich aktiven Boxen an der Decke kann der AV-C nämlich je nach vorliegendem Tonformat zwischen den für Atmos, dts:X oder Auro 3D zuständigen Boxen-Formationen umswitchen. Surround Heights werden beispielsweise bei Atmos-Content generell nicht angesprochen. Das Gerät switcht zwischen Center Height oder VoG und Top Middle (bei Atmos) um. Die Option, zuzüglich zu sechs Deckenlautsprechern auch zwei Dolby enabled Aufsätze anzuschließen, gibt es im Menü übrigens nicht – die Maximal-Belegung an der Decke ist als so ziemlich einzige Einstellung fest vorgeschrieben.

Das unskalierte Bild in 1080i-Auflösung wirkt,was Farben und Kanten angeht, zwar etwas „schwach“, jedoch natürlicher als rechts.


Wie auch seine Vorgänger schärft der AVC-X8500H zu sehr nach und es bilden sich unnatürliche weiße Schatten hinter allen Konturen. Ein Update im Spätsommer soll Abhilfe schaffen.


Die Imagine Dragons mit Dolby Atmos haben noch nie zuvor so viel Spaß bereitet, die Konzertarena um uns herum wirkt realer denn je, jede Bass Drum geht durch Mark und Bein. Der Denon arbeitet die verschiedenen Ebenen gekonnt heraus und platziert Einzeleffekte akkurat, während der Rest wie aus einem Guss wirkt. Ergänzen wir um zwei Back Surrounds, wirkt das Zusammenspiel noch etwas lückenloser. Doch schon allein die 5.1-Performance zaubert ein weitaus räumlicheres und intensiveres Erlebnis aus unseren Boxen, als so manch 9-Endstufen AV-R mit vier Höhenkanälen.

Bei so viel Surround-Euphorie lassen wir das Thema Zweikanal-Musik aber nicht außer Acht. Bei des Denons audiophilem Talent wäre das auch eine Schande. Selten spannen bereits nur zwei Boxen das Geschehen so weit auf, dass man fast hier schon von immersivem Audio sprechen könnte. Jedes Objekt wird akkurat platziert, jeder Sänger besticht durch seinen ganz eigenen Charakter. Trotz pausierendem Sub hört sich der Bass immer noch knackig und konturiert an. Unseren Höreindruck belegen zusätzlich die im Messlabor gemessenen 177 / 269 Watt an 8/4 Ohm.

1HDMI-Sektion: An insgesamt acht HDMI-Eingängen (1x Front) schleust der Bolide 4K-/HDR-Bilder mit Kopierschutz HDCP 2.2 durch. Zur Ausgabe stehen drei Buchsen (1xeARC) zur Verfügung. Dieser Bereich soll dann (kostenpflichtig) via Hardware Update auf die neue HDMI-Version 2.1 erneuert werden können.

2Der HEOS-Chip macht´s möglich: Das Multiroom-System von Denon & Marantz lässt nicht nur sämtliche Modelle miteinander kommunizieren, sondern erleichtert den Zugriff auf allerlei Streaming-Dienste oder den DLNA-Server.

3Zwei nagelneue ADI (Analog Devices) Griffin Lite DSPs machen die Dekodierung des 13.2-Materials überhaupt erst möglich. Während der eine sich um die Dekodierung in Echtzeit kümmert, sorgt der andere für ein exaktes Post-Processing (Audyssey MultEQ-XT32, Original Surround-Modi). Jeder der beiden besteht aus acht einzelnen Digital-Analog-Wandlern, denen einfach ausgedrückt eine bestimmte Aufgabe der Signalverarbeitung zugeteilt ist.

4Für ausreichend Power sorgt der mittig angebrachte, große Ringkerntransformator, der im Höchstfall kurzzeitig unglaubliche 2,8 kWatt ausgeben kann. Er verteilt die Signale gleichmäßig an insgesamt 13 Endstufen (sieben links, sechs rechts angeordnet).

5Wenn wir im Heimkino ordentlich einheizen, geht es auch im Innern des AV-Cs heiß her. Damit er nicht überhitzt, sind entsprechende Kühlbleche eingebaut, deren Größe im Vergleich zum Vorgänger noch massiver ausfällt. Auch seitlich sowie oben kann die heiße Luft über zahlreiche Öffnungen entweichen.

6Diskreter Endstufenaufbau: Jede Endstufe sitzt auf ihrer eigenen Platine.

AUS DEM MESSLABOR

Denon AVC-X8500H
Kaum Klirr, viel Kraft: Die gemessenen 136 / 184 Watt an 8/4 Ohm im 5-Kanalbetrieb bestätigen unseren Höreindruck. Dem AVCX8500H geht so schnell nicht die Puste aus. Praktisch ist die Eco-Funktion, die den Stromverbrauch von 117 auf knapp die Hälfte reduziert.

Update für Upscaler

Wie üblich hat auch dieses Modell einen Upscaler für Nicht-UHD-Inhalte an Bord. Leider sind damit auch die Denon-typischen Überschärfungsprobleme Thema. Einzelne Stufen lassen sich nicht einstellen, wodurch bei aktivierter Video-Konvertierung unnatürliche Artefakte und auffällige Schattierungen entstehen. Roland Krüger kündigt für die nahe Zukunft ein Update im Bereich dieser Video-Verarbeitung an. Im Anschluss soll ein Abschalten der Überschärfung möglich sein. Folglich wird die Pixel-anzahl also verdoppelt, jedoch sollten die unschönen Überschärfungen ausbleiben. Wir werden dies nachträglich prüfen.

Netzwerker

Ohne ein gutes Netzwerk geht heutzutage nichts mehr. Das gilt für allerlei Lebenslagen, hier interessiert uns natürlich der technische Part, also die Verbindung zum Internet und die sich daraus ergebenden Streaming-Möglichkeiten. HEOS ist das Stichwort. Über das 2,4 oder 5 GHz Band verbinden wir den X8500H also drahtlos mit dem Netzwerk und haben so Zugriff auf zahlreiche Musik-Services wie Spotify und Amazon Music. Tune In ersetzt hier wenn man so will das fehlende UKW-Empfangsteil und kann als eigene Quelle aktiviert werden. Das praktische Umswitchen von der HEOS-auf die Controle App wollen wir an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen. Ebenso wenig die Möglichkeit der Smart Home Einbindung sämtlicher Geräte via Chrestron Connected. Sogar die Kommunikation mit Alexa soll in Kürze via Update dazukommen.

Nachgefragt: »Die Klangqualität steht ganz klar im Vordergrund und das unabhängig davon, mit wie vielen Lautsprechern man hört.«

Fazit

Aller guten Dinge sind drei-zehn! Dieser Denon lässt keine Wünsche offen. Egal, ob wir es mit unserem 13-teiligen Auro Setup aus allen Richtungen krachen lassen oder hochauflösender Musik in Stereo lauschen, der Bolide trifft den richtigen Ton. Noch dazu versteht er sich auf alle aktuellen Bild-und Tonformate und zeigt sich als echter Netzwerker. Das macht den AVC-X8500H zum Referenz-AV-Receiver, und wir vergeben zum erstenmal seit Jahren ein überragendes Testurteil. Unser Fazit: Aufrüsten! Spätestens jetzt ist die Investition in ein größeres Setup oder einen eigenen Heimkinoraum mehr als eine Überlegung wert…

TESTERGEBNISSE

DATEN UND MESSWERTE

Aller guten Dinge sind drei

In der Höhe arbeitet Auro mit zwei Ebenen, namens Height und Top. Alleinstellungsmerkmal ist dabei die direkt über dem Hörer an der Decke angebrachte Box alias „Voice of God“ oder Top Surround (TS in der Grafik). Das System ist abwärtskompatibel und passt sich somit auch kleineren Lautsprecherkonstellationen an, die Maximalausführung fürs Heimkino umfasst 13.1-Kanäle. Auf Blu-ray verbreitet ist das Format aktuell überwiegend im Musik-Bereich. Der Upmixer heißt AuroMatic. Ausführlichere Informationen zur Auro 3D-Technik lesen Sie in unserem Technik Extrem auf Seite 64.

Dolby Atmos ist im Heimkino derzeit am weitesten verbreitet. Das liegt zum einen an der Vielzahl an Filmen, die inzwischen auf (UHD-)Blu-ray oder via VoD erhältlich sind, als auch an der einfachen Installation sogenanneter Dolby Enabled Speaker. Diese kompakten Boxen werden als Aufsätze auf die Front-, Surround-oder Back-Surrounds gestellt und schicken den Klang an die Decke, von wo aus er reflektiert wird. Rechts sehen wir eine der am AVC-X8500H maximal installierbaren Atmos-Einrichtungen mit traditionellen Deckenlautsprechern. Gearbeitet wird mit Klang-Objekten, als Basis dient der Dolby Digital Plus-oder True HD-Datenstrom. Theoretisch funktioniert Atmos im Heimkino mit bis zu maximal 10 Höhenkanälen. Der Upmixer heißt Dolby Surround.

Das jüngste immersive Format dts:X ist nach Atmos am häufigsten auf UHD-Blu-ray zu finden.dts:X, basierend auf HD Master Audio, arbeitet im Heimkino aktuell mit nur bis zu vier Höhenkanälen (siehe Grafik links). Das soll sich aber in Zunkunft ändern. Der Upmixer heißt dts:NeuralX. Die Amerikaner lassen aktuell auch keine Dolby-oder Auro-Skalierung zu. Als Besonderheit bietet dts seit kurzer Zeit das sogenannte VirtualX-Verfahren an. Aufgrund entsprechender Rechen-Algorithmen kann die Illusion eines Raumklangs auch ohne Höhen-Lautsprecher erzeugt werden.


Bilder: Hersteller