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Jobreport: Starke Vorstellung des Volvo EC480E


PROTRADER - epaper ⋅ Ausgabe 8/2019 vom 06.08.2019

Mit der Arbeit als Subunternehmer für die Betreiber von Kieswerken besetzt der Seilbaggerbetrieb Gran aus Buch am Erlbach ein zukunftsträchtiges Geschäftsfeld. Doch am Rande des für die Auftraggeber erledigten Gewinnungsbetriebs fallen auch aufwändige Vor- und Nacharbeiten an, für die leistungsfähige Hydraulikbagger die beste Wahl sind. Genau auf diesem Feld investierte der Familienbetrieb jüngst in eine neue Maschine der Marke Volvo

Artikelbild für den Artikel "Jobreport: Starke Vorstellung des Volvo EC480E" aus der Ausgabe 8/2019 von PROTRADER. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: PROTRADER, Ausgabe 8/2019

Fotos Thomas Kagerbauer

Der Volvo EC480E eignet sich mit seinem 3,50 Meter breiten Grabenraumlöffel optimal zum Abziehen der oberen Deckschicht


Haben die Gran-Hydraulikbagger ...

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... ihren Job erledigt, rücken die schweren Liebherr-Seilbagger an und beginnen mit der Kiesgewinnung


Das in Niederbayern ansässige Unternehmen Gran hat sich auf Lohnarbeiten, insbesondere für Betreiber von Kieswerken, spezialisiert. Mit eigenen Geräten übernimmt Gran an den jeweiligen Standorten seiner Auftraggeber unterschiedlichste Aufgaben rund um den Nasskiesabbau. Dazu gehört insbesondere die Erschließung von Gewinnungsfl ächen, der eigentliche Kiesabbau sowie letztlich abschließende Rekultivierungsmaßnahmen.

Schweres Gerät im Maschinenpark

Neben weitreichender Expertise im Kiesabbau charakterisiert das Unternehmen vor allem ein stattlicher Maschinenpark, der besonders auf die Bewegung größerer Volumina, von oberfl ächlichen Humusschichten, darunterliegenden Kiesablagerungen oder auch von großen Erdmassen bei Bauprojekten ausgerichtet ist. Hierzu verfügt Gran über mehrere Seilbagger mit Schürfkübeln eines Volumens von bis zu 6,5 Kubikmetern und Einsatzgewichten von 45 bis 140 Tonnen sowie Hydraulikbagger mit bis zu 50 Tonnen Einsatzgewicht und bis zu 4 Kubikmeter Schaufelvolumen. Während die Seilbagger wegen ihrer enorm großen Reichweite hauptsächlich zur Kiesgewinnung eingesetzt werden, fi nden die Hydraulikbagger aufgrund ihrer vergleichsweise kompakten Abmessungen und ihrer größeren Flexibilität vor allem bei der Erschließung von Gewinnungsfl ächen, der Bewegung größerer Erdmassen bei unterchiedlichsten Bauprojekten sowie für Rekultivierungsmaßnahmen und Verladearbeiten Verwendung. Zu letzterer Maschinenklasse zählt auch der jüngste Neuzugang des Unternehmens: ein Volvo EC480E.

Am Rande der geplanten Gewinnungsfläche schüttet der EC480E die deckende Humusschicht zu einem Damm auf


Neuanschaffung mit Volvo-Logo

Die 52 Tonnen schwere Standardausführung des Hydraulikbaggers erfuhr für die ihm zugedachte Arbeit bei Gran allerdings eine ganze Reihe einsatzspezifischer Modifikationen. So orderte Andreas Gran den Kraftprotz aus Schweden beim Volvo-Vertrieb Robert Aebi wegen der speziell über den Gewinnungsflächen lagernden, in der Regel wenig tragfähigen Böden beispielweise von vornherein mit maximal großen 900 Millimeter breiten Bodenplatten. Außerdem ließ Gran beim Anbaugerätespezialisten Rädlinger nach seinen Angaben einen gewaltigen 3,2 Kubikmeter fassenden Grabenraumlöffel mit Drehmotor fertigen, und aufgrund der stattlichen 3,7 Tonnen Eigengewicht des mit Verschleißboden ausgestatteten Qualitätslöffels wurde der EC480E am Ende in Holland im Auftrag von Volvo auch noch mit einem vier Tonnen schweren Zusatzgewicht ausgestattet. Ein Zusatzhydraulikkreis versteht sich eingedenk der erforderlichen Flexibilität der Maschine ohnehin von selbst.

Ersteinsatz im Kieswerk

Bei seinem Einsatz in Eichenkofen im Landkreis Erding konnte der Schwede erstmals zeigen, was in ihm steckt und den Beweis antreten, dass er den Erwartungen seines neuen Dienstherren gerecht wird. Hier auf dem Gelände der Firma Rohrdorfer Sand und Kies warteten auf ihn die Vorarbeiten für die Erweiterung der bestehenden 5,2 Hektar großen Kiesgrube um weitere ca. 20.000 Quadratmeter und damit die Entfernung der oberen Deckschichten über der geplanten neuen Gewinnungsfläche. Diese Humus- und Mineralbodenschichten über dem Kies, die hier zumeist nur eine geringe Schichtstärke aufweisen, müssen zuvor abgetragen werden. Eine Aufgabe, für die sich der verbaute Grabenraumlöffel mit der beachtlichen Breite von 3,5 Metern ideal eignet, weil sich mit ihm zügig eine große Fläche bearbeiten lässt.

Für den Maschinisten besteht die Herausforderung dieser Arbeit darin, den Mutterboden separat abzuheben und zu verladen, denn dieses Material wird an schliesend zum Dammbau um die neue Abbauflache herangezogen. Daraufhin gilt es, die Deckschicht uber dem Kies zu entfernen, die oft noch aus kiesdurchsetztem Mutterboden oder lehmhaltigem Material besteht. Fur den Fall anstehender machtigerer Abraumschichten kann das neue Arbeitsgerat optional auf einen zusatzlichen, ebenfalls von Radlinger gelieferten 1,9 Meter breiten und 3,8 Kubikmeter fassenden Tiefloffel wechseln. Noch variabler sich der EC480E ab Ende des Jahres dank eines weiteren, ebenfalls als Sonderanfertigung gebauten, 2,4 Meter breiten und 3,5 Kubikmeter grosen, schwenkbaren Tiefloffels seinen Aufgaben stellen konnen.

Zusammengelegte Lüfter vereinfachen beim EC480E die Wartung. Der Vorgänger EC460B hielt weit über 20.000 Stunden


Nach Freilegung der Abbauflache fur die Auskiesung vervollstandigte der Neue im Gran-Maschinenpark schlieslich mit dem Dammbau die Vorarbeiten am Standort. Der dabei aufgeschuttete Humusboden wird hier so lange liegenbleiben, bis die Grube erschopft ist und wieder verfullt wird, um am Ende den Landwirten als Ackerland zuruckgegeben zu werden. Doch zunachst schlagt hier die Stunde der schweren Gran-Seilbagger.

E steht für Effizienz

Zeit also, nach ersten Erfahrungswerten zu fragen. Andreas Gran zeigt sich furs Erste hoch zufrieden. Hier in Eichenkofen hat der EC480E seine erste Bewahrungsprobe mit Bravour bestanden. Doch noch ist es zu fruh fur eine erste Einschatzung. Das Effizienzpotenzial des Schweden, raumt der Unternehmer ein, ist nach so kurzer Zeit sicher noch nicht ausgereizt. Hier kann fur eine Optimierung namlich an unterschiedlichsten Stellschrauben gedreht werden.

So bietet der Volvo beispielsweise die Moglichkeit, fur kurze Zykluszeiten und hohe Produktivitat die Forderstrome beider Hydraulikpumpen zusammenzufuhren. Je nach Aufgabe lasst sich zudem einstellen, welchen Komponenten der Lowenanteil vom Olstrom zuteil wird: Bei Auslegerprioritat hat dieser vor allen anderen Funktionen Vorrang - eine ideale Wahl fur schnellere Hube beim Laden oder bei groser Grabtiefe. Die Einstellung Stielprioritat sorgt in erster Linie fur schnellere Zykluszeiten beim Planieren und einen besonders hohen Loffelfullgrad beim Graben. Schwenkprioritat bietet sich beim Umschlag an und dient der Steigerung der Schwenkgeschwindigkeit bei gleichzeitiger Betatigung anderer Funktionen.

2 x 376 Liter Förderleistung in der Minute lassen sich beim EC480E sehr feinfühlig an die jeweilige Arbeit anpassen


Der 283 Kilowatt/385 PS starke 6-Zylinder bringt die schwere Maschine souverän auf Trab


Eine ebenfalls sehr wichtige Funktion kommt in diesem Zusammenhang dem Betriebsartenwahlschalter zu. Mit seiner Hilfe lasst sich das Leistungsniveau fur die jeweils anstehende Arbeit vorwahlen: I steht fur Leerlauf, F fur Feinarbeiten, G fur Standardarbeiten, H fur Schwerarbeit und P fur maximale Leistung. Auch wenn die Optimaleinstellungen noch nicht gefunden sind, erweist sich die stammige Maschine bereits auf den ersten Blick als unerwartet sparsam. Dank ihres Eco-Modus zur bedarfsgerechten Steuerung der Fordermenge kommt der EC480E bei den bisher 132 geleisteten Arbeitsstunden auf einen durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch von 26,9 Liter in der Stunde. Kein schlechter Wert fur eine derart schwere und leistungsstarke Maschine!

Vollstes Vertrauen in Volvo

Mit einer Zwischenbilanz will sich Gran noch Zeit lassen. Einsatzspezifisch pendeln die Hydraulikbagger bei Gran namlich haufiger zwischen verschiedenen Gruben und anderen Einsatzorten, mal gibt es fur sie mehr zu tun, ein anderes Mal weniger. So konne es gut sein, gibt der Unternehmer zu bedenken, dass das Gerat zwei Monate steht und dann wieder auf 300 Stunden in einem Monat kommt. Unterdessen hat Gran keineswegs auf ein unbekanntes Pferd gesetzt. Schon der Vorganger des EC480E war ein Volvo, in diesem Fall mit der Typenbezeichnung EC460B. Auch diese Maschine bewahrte sich bei Gran und kam auch unterm Strich auf ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhaltnis. Der EC460B schied mit weit uber 20.000 Stunden aus dem Betriebsdienst des Unternehmens aus. Im Ubrigen fuhle er sich bei Aebi auserst gut beraten, erganzt Gran, und er schatze es, dass auf diesem Wege auch auf seinen Betrieb zugeschnittene Umbauten ab Werk moglich seien.

Weitere Investitionen sieht der Unternehmer nicht zwingend auf seinen Betrieb zukommen, allenfalls konnte es bei entsprechender Auftragsentwicklung zur Anschaffung eines weiteren Seilbaggers kommen. Nach wie vor dominierten in seinem Betrieb die Seilbaggerarbeiten.