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Jubi-Mobil


Reisemobil International - epaper ⋅ Ausgabe 11/2021 vom 05.10.2021

TEST & TECHNIK

EXKLUSIV von 5 EXPERTEN geprüft

Artikelbild für den Artikel "Jubi-Mobil" aus der Ausgabe 11/2021 von Reisemobil International. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

MATHIAS PIONTEK

Der Carado V337 Edition15 ist ideal für zwei Reisende. Einzelheiten stehen hier:

Auf der Straße........ ................16

Schnittzeichnung... ................18

Konkurrenten......... ................19

Technische Daten... ................20

Bewertung/Fazit.... ................21

Günstigmarken stehen besonders bei Vermietern und Familien seit Jahren hoch im Kurs, steht doch dahinter oftmals ein etablierter Hersteller, auf dessen Erfahrung der Kunde vertraut. Mitbegründer dieses Trends ist Hymer mit Carado. Und so startete 2006 im sächsischen Neustadt bei Dresden die Produktion von Reisemobilen und Caravans. Nach wenigen Jahren nahm Carado die Wohnwagen aus dem Programm, erweiterte seine Produktpalette dafür aber bei den Reisemobilen. Und so wählt der Käufer heute aus Kastenwagen, schmalen Teilintegrierten, Teilintegrierten, Integrierten und ...

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... Alkovenmobilen.

Anlässlich des Jubiläums bietet der Hersteller aktuell sämtliche seiner Kastenwagen, ausgewählte Modelle seiner Teilintegrierten und alle Integrierten auch als attraktiv ausgestattete Edition15 an. Die Alkovenmobile sind von der Aktion ausgenommen, während die drei schmalen Teilintegrierten V132, V337 und V339 zurzeit ausschließlich als Edition15 im Angebot von Carado zu finden sind.

Bei den drei schmalen Teilintegrierten enthält die Jubiläumsausgabe Dinge wie Alufelgen, Markise, Isolierung für den Abwassertank, zweite Garagentür und TV-Paket mit Sat-Anlage und Fernseher. Aber auch Fahrer- und Beifahrerairbag, Tempomat, Fahrerhausklimaanlage, Reifendrucksensoren, elektrische Trittstufe und ein eigenes Außendekor sowie eine geänderte Inneneinrichtung sind Attribute der Edition15.

DIE EXPERTEN

Männer vom Fach, die unserer Test-Redaktion hilfreich zur Seite stehen.

Götz Locher, Elektromeister Das Elektro-handwerk liegt bei Lochers in der Familie. Der Vater war Obermeister der Elektroinnung Stuttgart, er selbst jahrelang Mitglied der Meister prüfungskommission.

Alfred Kiess, Schreiner-meister Mit seinem Unternehmen hat sich Alfred K iess auf die Fertigung hochwertiger Möbel-und Einzelstücke mit edlen Intarsienarbeiten sowie auf den Innenausbau von Jachten und Luxus-Mobilen spezialisiert.

Rudi Stahl, Karosserieb aumeister Der Expertein Sachen Aufbau und Fertigungsqualität beurteilt mit seiner langjährigen Erfahrung im Karosseriebereich das optische Erscheinungsbild sowie die Kabinenanpassung der Testmobile.

Gerd Sartor, Dekra-Sach- verständiger Gerd Sartor ist Technischer B etriebsfachw irt (Kfz) sowie Kraftfahrzeug-Sachverständiger und hat sich auf Schadensfeststellung und -analyse in den Bereichen Nutzfahrzeuge und Sonder-Kfz Wohnmobile spezialisiert.

Dem Profitest stellt sich das mittlere Modell, der Carado V337 Edition15 auf Citroën Jumper mit 140-PS-Turbodiesel, Sechsgang-Schaltgetriebe und mit einem Grundpreis von 48.499 Euro.

„An der Machart des Aufbaus hat sich kaum etwas verändert. An der guten Verarbeitung auch nicht.“ Rudi Stahl, Karosseriebaumeister

Bei 6,65 Meter Außenlänge bietet der Dreieinhalbtonner zwei Einzelbetten über der Heckgarage, davor ein Bad mit integrierter Dusche, neben der Tür die Küche und vorne eine Halbdinette. Deren Sitzbank ist mit zwei Dreipunkt-Sicherheitsgurten und Kopfstützen ausgestattet, sodass der Carado V337 Edition15 vier zugelassene Sitzplätze bietet. Hinsichtlich der Schlafplätze ist das Fahrzeug aber für zwei Reisende ausgelegt.

Karosserie

An der Konstruktion der Kabine hat sich bei Carado über die Jahre nicht viel geändert: Der Hersteller montiert auf das originale Tiefrahmenchassis des Citroën Jumper eine 41 Millimeter starke Sperrholz-Sandwichplatte. Das ist nicht mehr Stand der Technik, doch kann die Bodenplatte bei entsprechender Pflege die gleiche Lebensdauer erreichen wie ihr heute gängiges Pendant aus GfK-Sandwich. Die Seitenwände fertigt Carado aus 34 Millimeter dickem Alu-Sandwich. Dach und Heckwand bestehen aus GfK-Sandwich gleicher Stärke. Als Isolierung kommt Styropor zum Einsatz, das im Falle einer Undichtigkeit Wasser aufnehmen kann.

Doch hier kommt ein Pluspunkt des Carado zum Tragen: die gewissenhafte Verarbeitung. So ist etwa die Bodenplatte sauber und üppig versiegelt. Sämtliche elektrischen Leitungen am Unterboden sind vorbildlich verlegt und geschützt. Die einfach verriegelnde und fensterlose Aufbautür, die einfachen vorgehängten Fenster sowie die Dachhauben sind ebenfalls akkurat montiert. Dass der Carado serienmäßig keine Rahmenfenster bietet, ist angesichts seines günstigen Preises nachvollziehbar. Ein Aufbautürfenster würde jedoch die Sicht für den Fahrer nach rechts hinten verbessern. Was der Hersteller aber unbedingt ändern sollte, sind die unteren Befestigungen der Kunststoff-Fender am Übergang vom Fahrerhaus zum Aufbau. Sie lassen leichte Bewegungen der Fender zu. Weil Carado zudem auf eine Dichtnaht nach vorne verzichtet, haben die Kunststoffteile beim Testwagen den Lack des Fahrerhauses auf der Fahrer- und der Beifahrerseite an jeweils einer kleinen Stelle bereits durchgescheuert. Dies blieb während des gesamten Tests jedoch der einzige Mangel am Aufbau.

„Die Qualität des Möbelbaus lässt vergessen, dass es sich um ein Einsteigermobil handelt.“ Alfred Kiess, Schreinermeister

Innenausbau

Den Innenraum ändert Carado bei seinem Jubiläumsmodell etwas ab. So freuen sich Edition15-Eigner unter anderem über eigene Polster samt Edition15- Bestickung sowie über andersfarbige Möbelklappen. Der Grundriss ist vom Serienmodell her bekannt. Die bei Verwendung des Tiefrahmenchassis ohne Doppelboden unerlässliche Stufe zum Fahrerhaus hin platziert der Hersteller knapp hinter den Vordersitzen. So ist sie stets gut einsehbar und somit keine Stolperfalle. Allerdings ist unterm Tisch der dort dadurch nicht aufgedoppelte Fußboden an kalten Tagen etwas kühler.

Was einmal mehr auffällt, ist das sehr gut konstruierte Mobiliar: Gerundete Kanten, an denen sich niemand stößt, gerundete Schließbleche in den Ober-schränken, passgenau eingesetzte Türen und Klappen, die zu ihren Rändern hin gewissenhaft abgedichtete Küchenarbeitsplatte sowie sauber entgratete, bündige Umleimer lassen einen vergessen, dass es sich beim V337 Edition15 um einen günstigen Einsteiger handelt. So punktet der Carado ganz besonders im Innenraum.

Sitzen und Schlafen

Betritt der Camper den kompakten, schmalen Teilintegrierten durch die Auf bautür, blickt er auf die Halbdinette, bestehend aus Zweier-Sitzbank, an der Seitenwand eingehängtem Tisch und den drehbaren Vordersitzen. Die Sitzbank stattet Carado mit keilförmiger Sitzfläche und vergleichsweise deutlich angeschrägter Rückenlehne aus. Dadurch sitzt man hier wesentlich besser als bei vielen Mitbewerbern. Die beiden Dreipunkt-Sicherheitsgurte und Kopfstützen machen den V337 Edition15 zum Viersitzer. In der Sitzbanktruhe baut Carado den Frischwassertank ein. Das Testfahrzeug ist mit der optionalen Gasheizung Truma Combi 6E samt CP Plus-Bedienteil statt mit der Truma Combi 4 ausgestattet.

Die drehbaren Vordersitze lassen sich in Höhe und Neigung verstellen. Tagsüber fällt dank Panorama-Dachfenster genügend Licht auf die Sitzgruppe. Abends erhellen zwei schwenkbare LED-Einbauspots und eine starke LED-Deckenleuchte das Ensemble.

„Die Elektrik ist guter Standard und abgesehen von den Kabeln im Toilettenschacht auch ordentlich verlegt.“ Götz Locher, Elektromeister

Die Einzelbetten über der Heckgarage messen 195 mal 80 sowie 200 mal 70 Zentimeter. Die zwölf Zentimeter starken Matratzen ruhen auf fest verschraubten, unterlüfteten Holzlattenrosten und bieten guten Liegekomfort. Dank Edition15 ist die Erweiterung zum Doppelbett Serie. Allerdings drückt dann beim Überrollen der eigenen Matratze deren seitliche Begrenzung ein wenig durch. Da sich die Bettroste nicht aufklappen lassen, gelangt man an die Kleiderschränke in den Fußenden nur über Schranktüren, die wegen des schmalen Gangs zwischen den Betten aber keine 90 Grad öffnen. Zwischen Bett und Küche befindet sich ein weiterer Kleiderschrank mit Ablage darüber. Die Akkuleuchte mit Fotozelle dieses Schranks ist abnehmbar und lässt sich als Taschenlampe nutzen und per Mini-USB-Kabel laden. Über den Kopfenden bilden zwei schwenkbare LED-Einbauspots die beiden einzigen elektrischen Lichtquellen im Schlafzimmer.

„Hinsichtlich der Sicherheit ist beim Carado alles im grünen Bereich.“ Gerd Sartor, Dekra-Sachverständiger

Küche und Bad

Die Küche gestaltet Carado als klassischen Block mit im Unterschrank integrierten 89-Liter-Kühlschrank. Proviant, Koch- und Essgeschirr passen mühelos in Ober- und Unterschrank. Dank der Ablagefläche des Kleiderschranks neben der Arbeitsplatte hat der Campingkoch noch mehr Platz. Der dreiflammige Herd verfügt über keine eigene Zündquelle, somit sind Streichhölzer nötig. Die integrierte Spüle ist mit neun Zentimetern sehr flach.

Das Bad gegenüber des Mittelgangs betritt der Urlauber durch eine gut schließende Tür mit integrierter schwenkbarer Duschverkleidung an der Innenseite. Zum Abbrausen entriegelt man das Waschbecken samt Spiegelwand und dreht es bis vor die Drehtoilette von Thetford. Dann die Verkleidung an der Innenseite der Badtür aufklappen – fertig ist die Duschkabine, in der auch große Camper Platz haben. Wasser und Schaum verlassen die Duschtasse durch zwei Abläufe.

Mit dem Carado V337 Edition15 erhält der Käufer ein einfaches, gut ausgestattetes, sympathisches Reisemobil.

AUF DER TESTSTRECKE

Der Carado V337 Edition15 auf Citroën Jumper tritt den Fahrtest mit serienmäßigem Tiefrahmenchassis an. An seine Lastgrenze von 3.500 Kilogramm beladen, durchfährt der schmale Teilintegrierte den doppelten Fahrspurwechsel mit 55 km/h. Das ist guter Durchschnitt. Beim 18-Meter-Slalom verhindert das wohldosiert, jedoch sehr früh eingreifende ESP bessere Werte. Und so erreicht der Carado hier nur 48 km/h, dies aber, ohne dass die Vorderachse nennenswert unterund die Hinterachse nennenswert übersteuert. Der Carado ist also sehr sicher unterwegs.

Bei der Komfortmessung leiten Vorder- und Hinterachse Fahrbahnstöße recht deutlich in den Innenraum ein. Dennoch bleibt der Innenausbau selbst auf der Test-Pflasterstrecke (Belgisch Block) überdurchschnittlich leise. Auch halten sich Windgeräusche trotz vorgehängter Fenster, wohl aber dank fehlendem Fenster in der Dachhutze angenehm zurück.

Mit dem serienmäßigen 140-PS-Turbodiesel ist der V337 Edition15 gut motorisiert, auch wenn der Citroën- Motor wegen seines ungünstigeren Drehmomentverlaufs beim Durchzug etwas hinter dem 140-PS-Fiat-Aggregat zurückbleibt. Weil der Antrieb mit Fahrzeugmasse und schmalem Aufbau wenig Mühe hat, fällt der Verbrauch an Diesel mit 10,6 l/100 km moderat aus. Dank relativ geringem Hecküberhang ist die Traktion der Vorderachse gut.

Die Sicht für den Fahrer ist nach vorne, links, rechts und links hinten gut. Für eine bessere Orientierung nach rechts hinten wäre ein Fenster in der Aufbautür wünschenswert. Die Rückfahrkamera ist Bestandteil des aufpreispflichtigen Multimedia-Pakets und liefert ein gutes Bild des rückwärtigen Verkehrsraums.

DAS INNENLEBEN AUF EINEN BLICK

DIE KONKURRENTEN

Hobby Optima Ontour Edition V65 GE

Das vergleichbare Fahrzeug von Hobby heißt Optima Ontour Edition V65 GE und basiert ebenfalls auf dem Citroën Jumper mit 140-PS-Turbodiesel. Auch er rollt serienmäßig mit vorgehängten Fenstern und fensterloser, allerdings 60 Zentimeter breiter Aufbautür zum Kunden. Doch die Bodenplatte des Aufbaus besteht aus GfK-Sandwich mit geschlossenzelligem XPS als Isolierung. Auch ist hier der Garagenboden isoliert. Die Seitenwände entstehen aus Alu-, das Dach aus GfK-Sandwich. Der höhere Grundpreis resultiert aus einer umfangreichen Serienausstattung.

Basisfahrzeug: Citroën Jumper mit originalem Tiefrahmenchassis; Turbodiesel mit 140 PS (103 kW); Sechsgang-Schaltgetriebe; Frontantrieb; Abgasnorm Euro 6d-Final Maße, Massen: zul. Gesamtmasse: 3.500 kg; Masse fahrbereit: 2.925 kg; Maße (L xBx H): 678 x 216 x 290 cm; Innenhöhe: 198 cm; Einzelbetten (L x B): 195 x 80 cm und 186 x 80 cm Basisausstattung: Heizung: Gas-Luftheizung Truma Combi 6; Kühlschrank: 133 l, Frisch-/Abwasser: 100/96 l, Gas: 2x 11 kg Grundpreis: 55.980 € www.hobby-caravan.de

Weinsberg CaraCompact 600 MEG

Der Konkurrent von Weinsberg heißt CaraCompact 600 MEG, auf dem Foto als beliebtes Sondermodell Pepper. Mit Dach aus GfK-Sandwich, Wänden aus Alu-Sandwich und Bodenplatte aus Holz-Sandwich ähnelt sein Aufbau jenem des Carado, allerdings ist seine Kabine mit 220 Zentimetern ein wenig breiter. Typisch Weinsberg: Der Einfüllstutzen für Frischwasser, der Stromanschluss, das Frostschutzventil und die Ablassventile für Frisch- und Abwassertank befinden sich gut zugänglich in einem Servicefach. Ebenfalls typisch: die gute Ausstattung.

Basisfahrzeug: Fiat Ducato mit originalem Tiefrahmenchassis; Turbodiesel mit 120 PS (88 kW); Sechsgang-Schaltgetriebe; Frontantrieb; Abgasnorm Euro 6d-Final Maße, Massen: zul. Gesamtmasse: 3.500 kg, Masse fahrbereit: 2.780 kg; Maße (L xBx H): 675 x 220 x 280 cm; Innenhöhe 200 cm; Einzelbetten (L x B): 200 x 82 cm und 200 x 82 cm Basisausstattung: Heizung: Gas-Luftheizung Truma Combi 6; Kühlschrank: 142 l, Frisch-/Abwasser: 110/95 l, Gas: 2x 11 kg Grundpreis: 58.350 € www.weinsberg.com

TECHNISCHE DATEN & LADETIPPS

HERSTELLER

Carado GmbH, Ölmühlestraße 6, 88299 Leutkirch, 07561/9097-300 www.carado.com Basisfahrzeug: Citroën Jumper 2,2 l Blue HDI mit originalem Tiefrahmenchassis; vorn: Einzelradaufhängung mit McPherson-Federbeinen; hinten: Starrachse an Längsblattfedern; Frontantrieb; Reifen vorne/hinten: 225/75 R16 CP Motor und Getriebe: Vierzylinder-Turbodiesel mit AdBlue; Hubraum: 2.179 cm 3 ; Leistung: 140 PS (103 kW) bei 3.750/min; max. Drehmoment: 350 Nm bei 1.750/min; Sechsgang-Schaltgetriebe Abgasnorm: Euro 6; WLTP; AO; PI/CI N1 III

MASSE UND MASSEN

Zul. Gesamtmasse: 3.500 kg; Masse in fahrber. Zustand: 2.736 kg; Außenmaße (L xB mit/ohne Außenspiegel x H): 665 x 269/214 x 287 cm; Radstand: 380 cm; Anhängelast gebremst/ungebremst: 2.000 kg/750 kg Karosserie: Dach und Heckwand: GfK-Sandwich 34 mm; Seitenwände: Alu-Sandwich 34 mm; Boden: Sperrholz-Sandwich 41 mm; Isolierung: EPS; Aufbautür einfach verriegelnd, ohne Fenster; mit elektrischer Trittstufe und Insektenschutzplissee; Aufbau mit vorgehängten Fenstern; Fahrerhausverglasung original Citroën, Panorama-Dachfenster über Sitzgruppe; Dachfenster und Lüfterpilz über Schlafzimmer, Dachhaube über Bad Wohnraum: Innenmaße (L (B-Säule bis Heckwand) xBx H): 436 x 200 x 195 cm; Sitzgruppenpodest 10 cm hoch; Schlafzimmerpodest 20 cm hoch; Möbel: Sperrholz/Multiplex mit Dekorfolie; solide Metallaufsteller; Schubladen mit Soft-Close

INSTALLATION

Gas-Luftheizung Truma Combi 6E unter fahrerseitigem Längsbett; Frostschutzventil Frost Control gut zugänglich in fahrerseitigem Kleiderschrank; 116-l-Frischwassertank mit Tauchpumpe frostsicher in Sitzbanktruhe; 92-l-Abwassertank unterflur und serienmäßig isoliert

Messwerte der Redaktion

LADETIPPS

Das Sondermodell Carado V337 Edition15 rollt mit nur wenigen Extras auf die Waage, die zusammen gerade mal acht Kilogramm wiegen. Mit vollem Diesel-, Frischwasser und Gasvorrat, Inventar und zwei Campern samt Gepäck an Bord bleibt bei dem 3,5-Tonner eine Restzuladung von stolzen 467 Kilogramm. Würden entsprechend der zugelassenen Sitzplätze und trotz fehlender weiterer Betten vier Urlauber verreisen, blieben immer noch beachtliche 246 Kilogramm Restzuladung. Auch bleiben beide Achsen weit von ihrem Limit entfernt. Die von Carado für 249 Euro angebotene Auflastung auf 3,65 Tonnen ist somit nicht nötig.

ELEKTRIK

Der Carado V337 Edition15 ist mit einer 230-V-Anlage (Wechselspannung AC) und einer 12-V-Anlage (Gleichspannung DC) ausgestattet. Die Einspeisung erfolgt über einen CEE-Stecker über dem rechten hinteren Radlauf. Den Sicherungsautomaten mit FI-Schutzschalter installiert Carado im beifahrerseitigen Kleiderschrank. Die Schnittstelle zum 12-V-Bordnetz bildet das Ladegerät Schaudt EBL 31 mit 18 A Ladestrom. Es befindet sich in der Fahrersitzkonsole. In der Konsole des Beifahrersitzes baut der Hersteller die AGM-Bordbatterie Varta Professional mit 95 Ah Kapazität ein. 230-V-Steckdosen: 1x Sitzgruppe, 1x Küche, 1x Kleiderschrank, 1x Heckgarage; 12-V-Steckdosen: 1x Armaturenbrett, 1x Küche; USB-Steckdosen: 3x Armaturenbrett, 1x Doppel-USB an Sitzgruppe.

WAS UNS AUFFIEL

Die Gasabsperrhähne sind sehr gut erreichbar und optisch ansprechend.

Carado verwendet hochwertige Beschläge und gerundete Schließbleche.

Guter Sitzkomfort dank keilförmigem Sitzkissen und schräger Rückenlehne.

Gewissenhaft versiegelter Unterboden mit akkurat verlegten Leitungen.

Positions- und Seitenbegrenzungsleuchten sind sinnvoll platziert.

Im Toilettenschacht mit losen Kabeln fehlt jegliche Abdichtung.

Die Kunststoff-Fender am Übergang vom Aufbau zum Fahrerhaus sollten unten besser befestigt sein: Sie können am Blech des Fahrerhauses scheuern.

TESTFAZIT

Gut und günstig, so könnte das Motto von Carado lauten. Denn die Reisemobile der Hymer-Tochter sind solide gemachte, ehrliche Fahrzeuge – und das zu einem fairen Preis. Mit der Edition15 setzt der Hersteller noch eins oben drauf: Beim Carado V337 Edition15 ist vieles an Bord, was man ansonsten bestellen würde. Zudem ist der Grundpreis von 48.499 Euro sehr attraktiv.

Der Aufbau des Teilintegrierten entspricht mit Holz-Sandwichboden nicht mehr dem Stand der Technik. Doch braucht man nur einmal schauen, wie viele Carados der ersten Stunde heute noch unterwegs sind. Das spricht für die Haltbarkeit, die der Hersteller weniger durch Materialwahl als durch gute Verarbeitung erzielt. Und den einzigen Mangel, die scheuernden Fender, kann der Hersteller ohne großen Aufwand modifizieren.

Mathias Piontek

BEWERTUNG