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Jubiläums-Test: Lautsprecher: Die zwei Türme


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Stereoplay - epaper ⋅ Ausgabe 5/2018 vom 06.04.2018

Die Gattung XL-Monitor ist heute fast ausgestorben. Yamaha gehörte zu deren Pionieren und knüpft mit den NS-5000 an diese Konzepte an. Eine Lehrstunde und eine Zeitreise zugleich.


Stereoplay -Tests sind ja für gewöhnlich – anders als bei Autorenzeitschriften – nicht der Platz für persönliche Bekenntnisse. Doch das Gefühl des „Zu-Hause-Ankommens“, das mich beim ersten Anblick der neuen Yamaha-Superboxen beschlichen hat, kann ich nicht für mich behalten.

Das Konzept der neuen Superboxen NS-5000 kam mir bekannt vor – aus dem elterlichen Wohnzimmer anno 1981. Irgendetwas zwischen Standund Kompaktbox war ...

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Bildquelle: Stereoplay, Ausgabe 5/2018

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... damals der Goldstandard: für den Ständer zu schwer, für die Bodenaufstellung zu niedrig.

Der Bass nutzt das große Innenvolumen, um wiederum ein Reflexrohr anzutreiben. Ein trickreiches System aus gestopften Röhren verhindert Resonanzen durch stehende Wellen innerhalb des Gehäuses.

Kult und Klang

Trotz des perfekt gearbeiteten Klavierlackgehäuses – das Finish entsteht in der Yamaha-Pianofabrik – stellt sich allein aufgrund der Form ein gewisses Retro-Gefühl ein, wenn man den NS-5000 gegenübersitzt. Das hat die Tester zum Auflegen diverser High-End-Kultscheiben animiert: etwa „Tricycle“ von Flim and the BB’s. Beim ersten „Wumms“ zeigte sich, dass die Yamaha eine absolut moderne Box ist und in der Tiefe richtig zulangen kann. Im Höhenbereich kam – trotz extrem feiner Ziselierung – ein gewisses nostalgisches Gefühl auf, denn Hi-Hat und Co. servierten die NS-5000 besonders deutlich und brachten sie dem Hörer auf dem Silbertablett näher.

Die Volumina hinter Hochund Mitteltöner sind Röhren mit Verzögerungswegen.


Überhaupt schien sich das Klangbild besonders von den extremen Enden her aufzubauen: Bei Berlioz’ „Symphonie Fantastique“ (dirigiert von Yannick Nézet-Séguin) krachten die Pauken und blitzte das Blech mit beeindruckender Auflösung, aber nicht immer ganz homogener Räumlichkeit.

Am wohlsten fühlten sich die Superboxen bei Retro-Pop: Marvin Gayes „Through the Grapewine“ füllte mit sattem Groove und über allem thronender Stimme den Hörraum mit Wärme und Nostalgiegefühl.

1975: Kultlautsprecher mit Wunder-Material

Yamaha brachte der HiFi-Historie in den 1970er-Jahren nicht nur die zu Klassikern avancierten Receiver, sondern auch jede Menge Lautsprecher.
Die Krönung der Entwicklungsreihe stellte zweifellos die NS-1000 dar, das konzeptionelle Vorbild der heutigen NS-5000. Das Drei-Wege-Konstrukt mit 12-Zoll-Bass und Mittel- wie Hochtonkalotte gab es als normale und als M-Version – der Buchstabe M steht für Monitor, die beiden unterscheiden sich nur optisch.
Legenden rankten sich besonders um das in beiden Kalotten verbaute Membranmaterial Beryllium: ein Leichtmetall, dem Wunderdinge bei Auflösung und Schnelligkeit nachgesagt wurden. Das Klangideal mit extremer Analytik wies dann schon den Weg Richtung 1980er. Typisch 70er dagegen: Pegelregler für die beiden Kalotten auf der Schallwand.