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Jubiläums-Test: Standlautsprecher: Doppeltes Bässchen


Stereoplay - epaper ⋅ Ausgabe 5/2018 vom 06.04.2018

Wenn die HiFi-Fachverkäuferin fragt „Darf’s ein wenig mehr sein?“, spricht sie vermutlich von der Klipsch Forte III. Sollten Sie Dynamik in allen Facetten mögen, dann sagen Sie unbedingt „ja!“


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Bildquelle: Stereoplay, Ausgabe 5/2018

Ach, ich wusste gar nicht, dass Klipsch auch Breitbänder baut!?“ „Tun sie nicht, das ist die Rückseite der Box. Was Sie sehen, ist der pas sive 38-cm-Bass, der den vorderen unterstützt. Kommen Sie mal rum.“ „Ah, ja, ich bin ja blöd. O.K., also typisch Klipsch, Hörner und ein stattlicher Basstreiber auf der Front. So gefällt mir das.“ „Nicht wahr? Die Forte ist nicht ohne Grund der erfolgreichste Lautsprecher von ...

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... Klipsch. Das Modell gibt es seit 1985. Dies hier ist die Forte III, die dezent überarbeitet im Herbst 2017 auf den Markt kam.“ „Aha.“

„Es gab ein paar Neuerungen, letztendlich aber steht man bei Klipsch auf dem Standpunkt, dass an diesem Konzept nicht allzu groß gerüttelt werden sollte. Die Box bleibt sich sozusagen charakterlich treu.“ „Was heißt denn Neuerungen, die sieht doch total old school aus?“ „Optisch ist die Box eher traditionell, aber die Treiber sind allesamt auf dem aktuellen Stand der Technik, State of the Art sozusagen. Mittel- und Hochtöner sind aus Titanium, das neue Mitteltonhorn ist ebenfalls komplett neu und zudem patentiert; hier wurden der Frequenzumfang und die Sauberkeit der Wiedergabe verbessert. Die Bässe haben außerdem größere Schwingspulen bekommen, sie können damit nun auch mehr Hub machen.“ „Cool!“

„Neu ist auch das Anschluss-Terminal auf der Rückseite. Sie können hier Bi-Wiring betreiben, die Klemmen nehmen auch Bananenstecker auf. Ich zeige Ihnen gleich auch mal ein paar passende Kabel…Und schauen Sie sich mal das Finish an! Das furnierte MDF-Gehäuse ist mit enormem Aufwand gefertigt und linke und rechte Boxen werden genau aufeinander abgestimmt, also optisch! Die durchgehenden Seriennummern sorgen dann dafür, dass die gematchten Paare auch zusammen verkauft werden.“ „Und, sagen Sie, diese Hörner, die sorgen also für mehr Pegel?“ „Ja und nein. Also ein Horn, so müssen Sie sich das vorstellen, sorgt dafür, dass der dahinter sitzende Treiber nicht so schwer arbeiten muss. Geringere Membranbewegungen reichen für hohe Lautstärken aus und die Höhen und im Fall der Klipsch Forte III eben auch die Mitten klingen dennoch unangestrengt irgendwie. Aber auch bei kleinerem Pegel kann so ein Horn sehr dynamisch spielen, die Musik wirkt lebendiger.“ „Aha.“ „Das ist einfach Teil des Klipsch-Hörerlebnisses.“

Der mächtige 38-cm-Passiv-Bass auf der Gehäuserückseite wird vom rückwärtigen Schall des frontseitigen Basses angetrieben.


„Und was kostet dieses Hörerlebnis?“ „Das Paar kostet 4400 Euro.“ „Oha!“ „Nun ja, Sie müssen zweierlei bedenken: Zum einen bekommen Sie vier riesige Bassteiber, zwei davon mit schweren und dementsprechend teuren Magneten. Dann bekommen Sie noch zwei Mittel- und zwei Hochtöner, jeweils mit präzise gefertigtem Horn. Zum anderen werden diese Boxen nicht in Fernost zusammengebaut, sondern tatsächlich in Hope, Arkansas, in den Vereinigten Staaten. Da steckt letztendlich jede Menge Handarbeit drin. Die Gehäuse sind recht hochwertig und die ganze Box dadurch irgendwie auch ein Statement. Und ich denke schon, dass das den Preis ein Stück weit relativiert.“ „Nun ja, das stimmt wohl…“

„Und vergessen Sie nicht, das ist ein Lautsprecher mit Charakter! Schon beinahe ein Möbelstück. Das ist ja heute eine Seltenheit.“ „Aber ich bin nicht sicher, ob so was Brachiales was für meine Frau ist…“ „Also Moment, brachial finde ich hier nicht ganz passend. Aus zwei Gründen. Zum einen gibt es den Lautsprecher in vier Echtholz-Furnier-Ausführungen: Esche-Schwarz, Kirsche, Walnuss und, Distressed Ash‘, also ein grauer Eichen-Look. Da ist für jeden was dabei.

Und wenn man die Treiber nicht sehen möchte, dann macht man halt die hochwertigen Stoffbespannungen drauf, die die komplette Schallwand abdecken. Die sind schwarz, sehr dezent, außer bei der Version in Distressed Oak, da ist die Abdeckung mit heller Lammwolle bespannt – ein echter Hingucker. Wo war ich…?

Ach ja, und zweitens: Die Klipsch Forte III klingt nicht, wie sie aussieht! Da kommt nicht einfach Pressluft raus ohne Feingefühl, sondern die Forte hat durchaus klangliches Talent und bildet beispielsweise sehr räumlich ab.“ „Ach!?“ „Ja, nehmen Sie mal Platz, wir hören mal rein. Dann werden Sie schnell verstehen, wovon ich spreche. Ich spiele Ihnen mal, Mustapha‘ von Queen vor.“ „Hm, ein bisschen dünn.“

„Das ist Absicht, es wird gleich fetter.“ „Ja, Tatsache, wow! Klingt ziemlich druckvoll, aber nicht übertrieben fett, wie ich bei der Optik erwartet hätte.“ „Genau, eigentlich ist die Box nämlich eher sauber und recht neutral abgestimmt im Bass. Und im Mittel-/Hochton spielt sie lebendiger und dynamischer als konventionelle Lautsprecher.“ „Haben Sie was vom Boss?“ „Klar,, Racing in the Streets‘, das müssen Sie mal hören! Das ist wie Kino für die Ohren!“

„Wirklich, so habe ich das Stück noch nie gehört. Das ist schön weiträumig, die Abbildung ist auch recht tief, und Gefühl hat der Song auch. Sehr kräftiger Bass!“ „Was hier aber an der Aufnahme liegt, im Grunde kommt aus der Forte III vorne raus, was man hinten reinsteckt.“

„Und sie ist auch nicht zu forsch im Mittel-/Hochton. Anspringend schon, aber nicht übertrieben…“ „Zumindest hier ab etwa zwei Meter Hörabstand.“ „Ich glaub’, die nehm’ ich.“ „Eine sehr gute Wahl! Dann schauen wir doch noch eben nach einem Kabel…“