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Jugend: EM San Giovanni: Das Ländle lässt Gold regnen


Reiterjournal - epaper ⋅ Ausgabe 9/2019 vom 23.08.2019

Was für eine Bilanz: Mit Lisa Steisslinger (Children), Jana Schrödter (Junioren) und Ann-Kathrin Lindner (U25) waren drei Dressurreiter aus Baden-Württemberg bei der Nachwuchs-EM in San Giovanni vertreten. Alle drei kamen mit Gold nach Hause. Und Schrödter schoss den Vogel ab.


Mannschaftsgold war schon der Hammer für mich, aber dann noch zwei Mal Einzelgold sind der Knaller. Jana Schrödter


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Küsschen für Der Erbe von Jana Schrödter: Das hat er sich verdient.


v. l.: Lisa Steisslinger, Jana Schrödter und Ann-Kathrin Lindner fuhren alle mit Gold nach Hause.


Foto: Csunward5 – stock.adobe.com

Enttäuscht war Jana ...

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... Schrödter aus Leipheim, als die Nominierungen für die Europameisterschaft in San Giovanni bekanntgegeben wurden. Sie war nur Reserve. Dabei hatte sie gute Leistungen abgeliefert. Aber die Junioren waren in dieser Saison bundesweit dicht beieinander. Deswegen hatte sich Schrödter auch nicht die allergrößten Hoffnungen gemacht. Zwei Wochen vor dem Championat allerdings klingelte das Telefon: Jana Schrödter durfte doch mitfahren. Sie rückte nach. Heute ist die 18-Jährige, die in diesem Jahr ihr Abitur gemacht hat, glücklicher denn je: Sie ist nun im Besitz von drei Goldmedaillen. Als Nachrückerin zur EM – und mit dem größtmöglichen Erfolg zurück ins Ländle. Wer hätte das gedacht? Jana Schrödter wuchs mit ihrem Oldenburger Dimaggio-Sohn Der Erbe unter der italienischen Sonne bei größter Hitze über sich hinaus: Drei Mal ritt die Juniorin zu einer persönlichen Bestleistung. Erst waren es über 76 Prozent, dann über 77 Prozent und in der Kür schließlich über 78 Prozent. „Es ist der Hammer“, schüttelte die junge Dame nur ungläubig den Kopf. „Ich kann es gar nicht fassen.“ Alle drei Prüfungen kämpfte der imposante Hengst mit seiner unglaublichen Bewegungsfreude mit und wurde auch zum Ende nicht müde. Fehlerfrei absolvierte Schrödter ihre Aufgaben, hochkonzentriert und stark reitend – es lief einfach wie am Schnürchen bis zum Schluss. Doch Jana Schrödter (großes Porträt auf Seite 162) sorgte nicht für den einzigen Erfolg bei der Nachwuchs-Europameisterschaft der Dressurreiter. Am Start waren aus Baden-Württemberg bei den Children Lisa Steisslinger, bei den U25-Reitern Ann-Kathrin Lindner. Und beide fuhren hochdekoriert mit Gold nach Hause. Lisa Steisslinger aus Böblingen konnte dabei auf ihre Championatserfahrung vom Vorjahr zurückgreifen – und einen obendrauf setzen. Im vergangenen Jahr gehörte sie bereits zum Children-Team, das Deutschland in Fontainebleau vertreten durfte. Damals gewann sie mit ihren Kollegen Silber auf Havanna Negra. Doch einfacher wurde es für Steisslinger deswegen nicht: Die anderen deutschen Teams hatten schon alle ihre Goldmedaillen gewonnen, waren in Feierlaune, während die Children erst danach in ihren Teamwettbewerb gingen. Da war es gar nicht so einfach, die Konzentration hochzuhalten. Und: „Die Prüfung zog sich über zwei Tage, wodurch man ständig unter Anspannung stand und Allegra und ich mussten am zweiten Tag ein gutes Ergebnis liefern.“ Das taten aber beide. Lisa Steisslinger war mit Havanna Negra zweitbeste Deutsche im Teamwettbewerb mit 73,500 Prozent. Und im Gegensatz zum Vorjahr durfte Steisslinger in diesem Jahr auch noch im Einzelfinale an den Start gehen – und zeigte erneut, dass sie mit 72,964 Prozent und Platz fünf zu den besten Nachwuchsreitern Europas gehört. „Ich bin stolz, dass meine Schwarze auch nach zwei Wochen Vorbereitung, Reise und Hitze so gut für mich gekämpft hat“, zog die 14-jährige Böblingerin Bilanz ihres Championats.

Ann-Kathrin Lindners Sunfire zeigte sich als zuverlässiger Championatspartner (o.).

Lisa Steisslingers Havanna Negra (u.) kämpfte auch unter der italienischen Sonne gut mit und verhalf ihr zu Teamgold.


Ich bin überwältigt. Ich bin stolz auf meine Schwarze. Lisa Steisslinger


Nicht weniger stolz war die Ilsfelderin Ann-Kathrin Lindner, die mit dem Württemberger Hengst Sunfire aus der Zucht und dem Besitz von Volkmar Andre ebenso Gold mit nach Hause trug. Zwar waren die beiden das Streichergebnis im Team -aber mit einer Leistung über 70 Prozent keineswegs abgeschlagen. In der Einzelkonkurrenz konnten sich die beiden sogar noch verbessern, wurden Fünfte im Einzel. „Das hat mich richtig stolz gemacht“, freute sich die Physiotherapeutin. In der Kür baute Sunfire kräftemäßig etwas ab, aber das konnte Lindner ihrem Nachwuchsstar verzeihen: „Er hat alle drei Tage sehr gut auf mich gehört und ist schon wirklich sehr zuverlässig für das Maß an Erfahrung in seinem jungen Alter.“ Für alle drei Reiter waren es aber nicht nur die Goldmedaillen, sondern die vielen Eindrücke, der Teamspirit und die unglaublichen Erfahrungen, die sie sammeln durften und die Europameisterschaft zu einem Ereignis machten, das sie nie mehr vergessen werden