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JURASSIC WORLD: EIN NEUES ZEITALTER


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Blu-ray Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 3/2022 vom 03.06.2022

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Bildquelle: Blu-ray Magazin, Ausgabe 3/2022

Hilfe, die Dinos kommen! In den Achtzigern und Neunzigern schien es, als würde alles, was Steven Spielberg anfasst, zu Gold. Ob als Regisseur von „E.T.“ oder „Indiana Jones“ bzw. als Produzent von Filmreihen wie „Zurück in die Zukunft“ – all das sind Filme, die massiven Erfolg hatten und bis heute zu den besten der letzten 50 Jahre zählen. Zwischen den beiden Jahrzehnten sah es jedoch so aus, als würde Spielbergs Stern verblassen. Heute als Klassiker geltende Streifen wie „Always“ (1989) oder „Hook“ (1991) wurden von den Kritikern damals verrissen oder waren finanzielle Misserfolge. Das Comeback schaffte Spielberg schließlich 1993. „Jurassic Park“ gilt heute als revolutionär. Dass das Thema Dinosaurier Anklang bei den Studios fand, zeigt schon das Interesse an der Vorlage: Bereits vor Erscheinen des Romans 1990 hatte Spielberg mit der Rückendeckung von Universal Pictures die Rechte an der ...

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... Verfilmung für 1,5 Millionen Dollar bei Autor Michael Crichton eingekauft – plus einer halben Million Dollar, wenn Crichton sich am Drehbuch beteiligt. Die Handlung des Films hangelt sich an den Motiven der Buchvorlage entlang, mit einigen Änderungen.

Diverse Episoden werden weggelassen, Figuren anders charakterisiert oder gar nicht erst aufgenommen. So werden die Kinder Lex (Ariana Richards) und Tim (Joseph Mazzello) quasi miteinander vertauscht. Im Buch ist das Mädchen jünger. Der Techniknerd ist der Junge. John Hammond (Richard Attenborough) wird im Film weit freundlicher dargestellt. Auch sind einige Szenen aus dem Buch deutlich entschärft worden.

Dinos in der Hauptrolle

Obwohl man die Hauptrollen Stars wie Sean Connery, Nicole Kidman und Harrison Ford anbot, entschied sich Spielberg, auf damals weniger bekannte Schauspieler wie Sam Neill, Laura Dern und Jeff Goldblum zu setzen, da er die Dinosaurier ins Rampenlicht rücken wollte. Einzig Sir Richard Attenborough galt 1992 als lebende Legende. Wenn also die Dinosaurier die Stars sind, müssen sie auch überzeugend dargestellt werden – so der Ansatz von Steven Spielberg.

Wo wir wieder beim Thema revolutionär wären: Anfang der 1990er war der großflächige Einsatz von CGI-Modellen noch äußerst ungewöhnlich.

Nach wie vor dominierten die Stop-Motion-Effekte, die aber schon damals als altbacken galten.

Doch es gab eine Effektschmiede, die immer ein Stück voraus war. Das von George Lucas gegründete Studio „Industrial Light & Magic“ galt seit „Star Wars“ als Vorreiter für Neuentwicklungen.

Weniger CGI als erwartet

Um die Dinosaurier möglichst lebensecht – zumindest nach damaligem Stand – darzustellen, entwickelte Supervisor Phil Tippett eine Kombination aus Animatronic und CGI, wobei Steven Spielberg die Animatronic den Computereffekten stets vorzog – gerade mal sechs Filmminuten sind mit computeranimierten Szenen versehen.

Das mag aber auch an der damals noch unendlichen Renderzeit für ein Bild liegen. Laut Phil Tippett brauchte es sechs Stunden, um einen Frame des Tyrannosaurus Rex zu rendern. Eine Sekunde mit 24 Bildern dürfte dann mindestens sechs Tage gedauert haben. Eine Minute also fast ein Jahr … Dementsprechend lang dürfte es gedauert haben, die berühmte Szene, in der John Hammond seine Gäste im Jurassic Park begrüßt und der Brachiosaurier vom Baum frisst, zu erschaffen. Deshalb setzte man darauf, reale Puppen lebensecht zu animieren. Die meisten Dinos sind also solche Puppen, die entweder mit einem sogenannten „Dinosaur Input Device“ per Computer gesteuert wurden oder manchmal auch manuell. Was viele nicht wissen: In den Velociraptoren steckten von Zeit zu Zeit auch Menschen. Offenbar waren die Effekte so überzeugend, dass laut diversen zeitgenössischen Rezensionen die Zuschauer in den Kinos reihenweise in Ohnmacht fielen. „Jurassic Park“ spielte 1993 insgesamt 900 Millionen Dollar ein.

Durst nach Mehr

Der enorme Erfolg schrie förmlich nach einer Fortsetzung. 1997 erschien mit „Vergessene Welt“ ein direkter Nachfolger. Handlungstechnisch ist das von Michael Crichton 1995 erschienene Buch aber nur ein Gerüst. Die grundlegende Thematik ist die gleiche, genau wie die meisten Figuren und der Handlungsort – mehr aber auch nicht. Ein Grund hierfür liegt u.a. darin, dass Spielberg mit dem Drehbuchautor David Koepp und Romanautor Michael Crichton zwar nach „Jurassic Park“ ein Brainstorming über ein Sequel abhielt, Koepp und Crichton jedoch weitgehend unabhängig voneinander agierten. Erst nach Erscheinen des Romans wurde die ein oder andere Idee noch aufgegriffen. Da sich die CGI-Technik zwischen 1992 und 1997 stark weiter entwickelte, konnten nun auch Szenen aus dem ursprünglichen Roman verwendet werden.

DINO-DARSTELLUNGEN

Man könnte fast sagen, sie haben es nicht besser gewusst ... damals. Trotz der vielerseits gelobten, lebensnahen Darstellung der Dinosaurier entspricht diese nur teilweise dem heute bekannten Forschungsstand. So ist die Bezeichnung „Jurassic“ zumindest im Bezug auf die Dinos falsch, denn die meisten dieser Tiere sind Arten aus der Kreidezeit – was einen Unterschied von bis zu 100 Millionen Jahren ausmachen kann. Die Velociraptoren beispielsweise sind in den ersten zwei Filmen viel zu groß dargestellt und entsprechen eher dem nordamerikanischen Verwandten Deinonychus. Der „echte“ Velociraptor war nur etwa so groß wie ein Schäferhund.

Für „Jurassic Park III“ wurde die Größe entsprechend angepasst, da man 2001 bereits wusste, dass der „Raptor“ zumindest in Ansätzen Federn besaß. Heute ist bekannt, dass die Raptoren ein komplettes Federkleid schmückte. Die Rückkehr zur „alten“ Optik in der „Jurassic World“-Reihe wird mit der Auffüllung der Dino-DNA mit derer von modernen Reptilien erklärt.

Doch nicht nur der Velociraptor, sondern auch der Dilophosaurier aus dem ersten Teil ist wenig realistisch dargestellt. Ebenso die Brachiosaurier, welche gleichfalls deutlich zu groß abgebildet wurden.

So wäre die erste Szene am Strand aus „Vergessene Welt“ die eigentliche Eröffnungsszene vom urpsrünglichen „Jurassic Park“-Kinodebüt gewesen. Die kleinen Composognaten seien allerdings 1992 nicht mit Animatronics zu machen gewesen, erwähnte Richard Tippett einmal in einem Interview. Die Darsteller sind in Teil 2 weitgehend neu, nur wenige wurden aus „Jurassic Park“ übernommen. Neben Hauptdarsteller Jeff Goldblum greifen lediglich Ariana Richards, Joseph Mazzello und Richard Attenborough kurz ihre Rollen auf.

Das Ende der Reihe?

Vier Jahre später gab Sam Neill in „Jurassic Park III“ ein Revival seiner Rolle des Alan Grant. Doch der Weg dahin war steinig. Steven Spielberg zog sich als Regisseur zurück und Joe Johnston („Jumanji“,1995) übernahm. Das Skript war erst wenige Wochen vor Drehstart fertig. Bereits 1998 von Craig Rosenberg („The Boys“) ohne eine Beteiligung von Michael Crichton angefangen, wurde es Anfang 2000 von Peter Buchman („Eragon“) umgeschrieben. Doch auch dieses Skript wurde von Spielberg und Universal abgelehnt.

Alexander Payne und Jim Taylor schrieben das Drehbuch nun mit Buchman zusammen neu und daraus entstand schließlich „Jurassic Park III“.

Leider merkt man dieses Hin und Her dem Film an. Obwohl Sam Neill einen gewohnt zynischen Alan Grant spielt und auch Laura Dern kurz zu sehen ist, wirkt der Film alles andere als kohärent. Das Einspielergebnis spricht für sich – es war das schlechteste der Reihe.

14 Jahre Wartezeit

Ein vierter Film sollte folgen. Geplant war, dass die Dinos das Festland von Costa Rica erreichen und ein Team um Alan Grant und Ian Malcolm das Ganze untersuchen sollten. Doch der Tod von Michael Crichton 2008 brachte die Planungen vorerst zum Erliegen. Erst 2013 sollte es Neuigkeiten geben, in denen Universal Pictures Colin Treverrow als Regisseur für „Jurassic World“ bekannt gab. Mit neuer Besetzung – nur BD Wong nahm seine Rolle als Dr. Henry Wuh aus dem ersten Teil wieder auf, sollte es wieder nach Islar Nublar gehen, auf der inzwischen ein Vergnügungspark eröffnet hatte. Doch es werden mit Genversuchen äußerst aggressive Hybride geschaffen. Der sogenannte Indominus Rex – ein hochgezüchteter Hybrid – schafft es, auszubrechen und Chaos zu stiften.

Eine ganze Dinowelt

Die neue Trilogie mit Chris Pratt („Guardians Of The Galaxy“) begann stark und wurde 2018 mit „Jurassic World – Das gefallene Königreich“ fortgesetzt. Der fünfte Film markiert auch die Rückkehr von Jeff Goldblum als Ian Malcolm.

Isla Nublar steht darin kurz vor einer Naturkatastrophe und die Welt vor der Frage, ob man die Dinosaurier nun wieder aussterben lässt oder sie befreit. Doch finstere Mächte haben anderes vor und möchten die Reptilien als Waffen benutzen.

Irgendwie hatte man das Gefühl, eine Art zweites „Vergessene Welt“ zu sehen, da viele Motive hier wieder aufgegriffen wurden. Zugleich bewegte es sich unter der Regie von J. A. Bayona noch weiter in den Horror-Bereich hinein und endete mit dem Umstand, dass die Dinosaurier auf die ganze Welt losgelassen werden und damit dem Reboot-Titel „Jurassic World“ alle Ehre machen.

JURASSIC PARK

JURASSIC PARK 2

JURASSIC PARK 3

Der rote Knopf

Sie hat es tatsächlich getan! Das kleine Klon-Mädchen Maisie drückte den Knopf und befreite alle Dinosaurier, die auf ganz ähnlichem Wege entstanden wie sie, aus der Gefangenschaft.

Von nun an würden sich Dinos und Menschen den Planeten teilen müssen, zwei dominante Spezies, die auf ihre jeweilige Art sehr gefährlich sind. Die ersten Bilder davon sind schon mal sehr eindringlich: Ein Mosasaurus greift Surfer an.

Der T-Rex brüllt mit einem Zoo-Löwen um die Wette. Drei Pterodaktylen lassen sich auf einer Eiffelturm-Replik in Las Vegas nieder. Raptor Blue gründet eine eigene Familie, genauso wie Claire, Owen und Maisie nun gemeinsam eine sind.

Vier Jahre, nachdem Isla Nublar zerstört wurde, gehören Dinosaurier zum irdischen Alltag. Es wurden internationale Abkommen getroffen, die eine Vorgehensweise beim Fangen und Abtransport der vorzeitlichen Tiere präzisieren. Erneut ist es ein Labor, in dem die Kreaturen zusammengeführt werden. Biosyn ist ein Pharma-Unternehmen, das die ihnen anvertrauten Tiere auf ihren medizinischen Nutzen hin erforscht. Doch spielen sich hinter der Fassade natürlich ganz andere Szenarien ab, die nicht unbedingt das Wohl der Menschheit zum Ziel haben. Und gleichsam sorgt die kriminelle Energie der Menschen dafür, dass die Tiere auch anderweitig missbraucht werden, in illegalen Kampfarenen zum Beispiel.

Wer will noch Hähne oder Hunde gegeneinander antreten sehen, wenn inzwischen Velociraptoren und andere Carnivoren existieren, die ein wesentlich größeres Spektakel für die breite Masse bieten? Das wollen die Tierschützer Claire und Owen verhindern, weshalb sie um die ganze Welt reisen, um Dinos vor solchen Verbrechen zu schützen. Egal, ob im Polargebiet oder eine Stadt auf Malta, die beiden haben alle Hände voll zu tun. Gut, dass ihnen mit der ehemaligen Militärpilotin Kaya Watts eine äußerst fähige Begleiterin zur Seite steht, die sich in Sachen Schwarzmarkt hervorragend auskennt und dank ihres Moralkodex auch relativ verlässlich ist, solange niemand mehr Geld bietet. Derweil fällt Maisie, die inzwischen zur Teenagerin geworden ist, zuhause die Decke auf den Kopf. Aufgrund ihrer ungewöhnlichen Herkunft halten es ihre Globetrotter-Zieheltern für äußerst wichtig, dass sie vor der Allgemeinheit verborgen lebt, damit sie kein Opfer der Wissenschaft wird. Jedoch will man ja besonders in dem Alter mit Gleichaltrigen verkehren, was zu einem echten Problem wird.

JURASSIC WORLD

JURASSIC WORLD 2

Das klassische Heldentrio

Nun zeigen die Kinoplakate auch die drei Helden der alten Trilogie, die tatsächlich seit dem allerersten Film von 1993 nie wieder vollständig in einem „Jurassic Film“ zu sehen waren. Wie geraten also Alan Grant (Sam Neill), Dr. Ellie Sattler (Laura Dern) und Dr. Ian Malcom (Jeff Goldblum), die in den bisherigen Fortsetzungen nur vereinzelt auftraten, gemeinsam in die neuen Geschehnisse? Dr. Sattler hat ihr Forschungsgebiet im Bereich der Pflanzen inzwischen durch die Erforschung des Klimawandels ersetzt. Derzeit gilt ihre Aufmerksamkeit den Schwärmen riesiger Heuschrecken, die die Agrarwirtschaft in ein riesiges Loch fallen lassen. Um einen besseren Blick auf den Sachverhalt zu haben, möchte sich die ehemalige Paleobotanistin eine zweite Meinung von ihrem geschätzten, wenn auch grimmigen Paleontologen-Kollegen Dr. Grant einholen.

DER PROLOG

Wie könnte sich etwas, das vor 65 Millionen Jahren auf der Erde geschah, auf die Gegenwart auswirken? Kann eine persönliche Fede zwischen zwei Dinosauriern eine solch unglaublich lange Zeit überdauern? Der von Colin Trevorrow inszenierte und unter anderem auf Youtube einsehbare 5-Minuten-Prolog behauptet genau das. „Industrial Light & Magic“ kreierte dafür ganze sieben Dinosaurier-Spezies als CGI-Modelle, die noch nie zuvor in einem „Jurassic“-Film zu sehen waren. Der inzwischen als Hauptmarke etablierte T-Rex ist hier in einem Kampf mit dem Gigantosaurus zu sehen und wird kurz nach seiner tödlichen Niederlage von einem Moskito gestochen, der das genetische Material in sich aufnimmt. In der Gegenwart wird der „wieder erweckte“ Tyrannosaurus per Helikopter gejagt und terrorisiert ein paar Zuschauer und Zuschauerinnen eines Autokinos. Ob und wie das Zusammentreffen mit dem Erzfeind Gigantosaurus aussehen wird, das wird wohl der Film zeigen.

Für beide ist es so, als hätten sie ein gemeinsames Leben verpasst, nur weil sie sich nicht einig über die Kinderfrage werden konnten. Derweil hält Dr. Ian Malcolm eine Vorlesung bei Biosyn, dem Ort, an dem sich ihre Wege kreuzen. Bald müssen sie erkennen, was Biosyn wirklich vorhat, und setzen alles daran, das Leben auf der Erde zukünftigen Generationen zu ermöglichen.

Die Handlung folgt also zwei zunächst getrennten roten Fäden und wird zum großen Finale beider „Jurassic“-Trilogien durch die junge Maisie zusammengeführt, die der Schlüssel für die Zukunft ist. Traditionell gibt es wieder mindestens einen menschlichen und einen Dino-Antagonisten. Campbell Scott („The Amazing Spider-Man 2“) spielt dabei den skrupellosen Dodgson, während der Gigantosaurus im Bereich der Donnerechsen für ultimativen Terror sorgt. Natürlich mischt auch wieder BD Wong als zwielichtiger Gen-Wissenschaftler Henry Wu mit, dessen Motiv für sein bisheriges, unmoralisches Schaffen nun endlich offenbart werden soll. Auch Omar Sy darf seine Rolle als Raptorenflüsterer Barry Sembène aus dem ersten „Jurassic World“-Film ein weiteres Mal aufnehmen, sodass sich das Publikum von nahezu allen noch lebenden Charakteren gebührlich verabschieden darf.

Mehr Animatronics als gedacht

Für „Jurassic“-Fans wird der Abschluss übrigens auch tricktechnisch noch einmal ein echtes Fest.

Ganz im Sinne von Steven Spielberg werden diesmal wieder mehr Dino-Animatronics zu sehen sein als noch in den jüngeren Fortsetzungen. Zum ersten Mal in der Reihe wird es einen gefiederten Pyroraptor zu sehen geben – Grant hatte also recht. Als weitere lebensechte, elektronisch gesteuerte Puppen gibt es u. a. noch den Stygimoloch, den Velociraptor Blue samt Nachwuchs Beta, den Lystrosaurus, den giftspritzenden Dilophosaurus und den Gigantosaurus zu bewundern. Ob da wohl auch irgendwo der eigentliche Held bzw. die eigentliche Heldin der gesamten Reihe als Animatronic herumschleicht?

Der Tyrannosaurus Rex wird die Handlung auf jeden Fall noch einmal ordentlich rocken, das steht fest! Knapp doppelt so viele Handlungsorte wie noch in „Das gefallene Königreich“ (112 statt 56) sorgen für visuelle Abwechslung bzw. tragen die Dino-Handlung rund um die Welt. Die Filmemacher haben sich also die größte Mühe gegeben, das Kinoerlebnis für alle Fans – die jungen und die alten – so immens und so schön wie nur irgend möglich zu gestalten. Und das trotz der dazwischenfunkenden Corona-Pandemie mitten in den Dreharbeiten. Aber vielleicht wirkte es sich auch positiv auf das Schauspiel aus, dass die Darsteller während des Drehs völlig isoliert vom Rest der Welt in einem Hotel leben mussten. Nur dass die Bedrohung dort nicht mehrere Stockwerke hoch, sondern mikroskopisch klein war.

CHRISTIAN GRUBE, FALKO THEUNER

„JURASSIC PARK“ AUF BLU-RAY