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K-BEAUTY: für alle


feel good - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 15.05.2019

K wie Korea, dennSüdkorea ist der neue Hotspot in Sachen Schönheit. Wir verraten dir, was die fernöstliche Kosmetik so besonders macht. Und warum in einigen Pflegeprodukten – ohne Quatsch und Iiiiieeh-Alarm! – Schneckenschleim steckt


KANN gut sein, dass du – ohne es zu wissen – schon das eine oder andere Kosmetikprodukt verwendest, das ursprünglich aus Südkorea stammt: etwa BB-Cream, den praktische Mix aus Feuchtigkeitscreme und Grundierung (BB für „Beauty Balm“), das im Schwammkissen steckende Cushion-Make-up oder eine der vielen Tuchmasken, die mittlerweile für jedes Hautbedürfnis erhältlich sind. ...

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KANN gut sein, dass du – ohne es zu wissen – schon das eine oder andere Kosmetikprodukt verwendest, das ursprünglich aus Südkorea stammt: etwa BB-Cream, den praktische Mix aus Feuchtigkeitscreme und Grundierung (BB für „Beauty Balm“), das im Schwammkissen steckende Cushion-Make-up oder eine der vielen Tuchmasken, die mittlerweile für jedes Hautbedürfnis erhältlich sind.

EINE ERFOLGSGESCHICHTE, DIE DIE GANZE WELT EROBERT

2000 Kosmetikmarken soll es aktuell in Südkorea geben, die ständig neue Produkte entwickeln. Und Liebhaberinnen dafür gibt es mittlerweile in der ganzen Welt: Heute gelten – nach China und Hongkong – die USA als drittgrößter Importeur fernöstlicher Schönheitsprodukte. Und auch hierzulande ist die Welle schon angekommen: Immer öfter begegnen uns in den Beauty-Regalen auffällig bunte, häufig mit asiatischen Schriftzeichen oder niedlichen Pandabären versehene Tuben und Tiegel. Aber auch – sagen wir mal – exotische Inhaltsstoffe wie etwa Schneckenschleim oder Bienengift sind typisch für einige der südkoreanischen Bestseller (siehe „Bio-Beauty: Zurück zur Natur“). Online-Portale wie etwa lovemycosmetic.de bieten ausschließlich Produkte aus Fernost. Und in manchen Städten spezialisieren sich inzwischen sogar erste Kosmetikläden auf die innovativen Beauty-Artikel aus Südkorea – z. B. „Missha Cosmetics“ in Ingolstadt oder „Miin Korean Cosmetics“ in München.

DAS SIND DIE VIER BISLANG GRÖSSTEN K-BEAUTY-HITS:

1. Tuchmasken

DER STOFF, AUS DEM DIE SCHÖNHEIT IST

Legst du den in hochkonzentrierten Pflegesubstanzen getränkten Zellstoff aufs Gesicht, hemmt er die Verdunstung wasserbasierter Inhaltsstoffe – zugleich bildet sich darunter Wärme, die deine Poren weiten und so Wirkstoffe tiefer eindringen lässt. Nach etwa 15 Minuten kannst du die Maske abnehmen und evtl. Reste einmassieren. Da diese Pflegeanwendung immer beliebter wird, kannst du mittlerweile auch Tuchmasken für die Füße und – ganz neu – fürs Haar kaufen: Letztere werden wie eine Duschhaube über das handtuchtrockene, bei langen Strähnen zu einem Knoten zusammengezwirbelte Haar gezogen. Dann die Maske etwa für eine Minute mit den Fingern einmassieren, damit sie ihre Nährstoffe gleichmäßig abgibt. Alles rund 15 Minuten lang einwirken lassen, Reste ausspülen. Einziger Nachteil: Da jede Maske nur einmal anwendbar ist, verursachen sie viel Verpackungsmüll.

„Calm & Cool Sheet Mask with Cucumber“ von Sugu, 20 ml ca. 4 Euro


HALLYU“: DAS STECKT HINTER DER KOREA-WELLE

Dass ausgerechnet Südkorea mit so vielen Kosmetikinnovationen aufwartet, hat auch politische Gründe: Ende der 90er-Jahre gewährte allein der Internationale Währungsfonds dem Land einen Kredit von 21 Milliarden Dollar, um seine Wirtschaft nach der Asienkrise wieder aufzubauen. Das tat die Regierung, indem sie Filme, Fernsehserien und Popmusik gezielt für den Geschmack des großen Nachbarlands China produzierte, um sie dorthin zu exportieren – erfolgreichstes Beispiel: der Hit „Gangnam Style“ von Psy aus dem Jahr 2012. Das klappte so gut, dass die Kulturgüter auch Indien, den mittleren Osten und Südamerika überfluteten. Aus dieser Entwicklung heraus entstand der Name „Hallyu“, was übersetzt „koreanische Welle“ bedeutet – und deren Erfolg übertrug sich schließlich auch auf Kosmetik.

2. CUSHION-MAKE-UP

EIN KISSEN FÜR DIE KOSMETIK

Erst sieben Jahre, nachdem ein südkoreanischer Konzern die Cushion-Foundation entwickelt hatte, kam sie hier auf den Markt: Ein mit flüssiger Grundierung getränktes Schwammkissen, das auf leichten Druck mit dem dazugehörigen Applikator Farbe abgibt, die sich ganz fein verteilen lässt und so besonders natürlich wirkt. Das Produkt war so erfolgreich, dass inzwischen auch viele Lidschatten, Rouges, Lippenstifte und Eyeliner nach diesem Prinzip funktionieren.

„Colour Elixir Cushion Lipstick“ in der Farbe „Majesty Berry“, Max Factor, 9 ml ca. 9 Euro


3. BIO-BEAUTY

ZURÜCK ZUR NATUR

Trotz aller kulturellen Unterschiede haben wir doch eines mit den Südkoreanerinnen gemeinsam: ein rasant wachsendes Interesse an natürlichen Pflegeprodukten. So kommen in den fernöstlichen Kosmetika viele uns vertrauter Inhaltsstoffe wie Honig, grüner Tee, Aloe vera, Reis- oder Getreide-Extrakte zum Einsatz. Allerdings ist die südkoreanische Kosmetik auch für – um es mal vorsichtig auszudrücken – etwas gewöhnungsbedürftige Substanzen bekannt, wie etwa Schneckenschleim, der die Haut beruhigen und weich machen soll (z. B. in „Snail Bee High Content Essence“ von Benton, 60 ml ca. 26 Euro). Entscheide selbst, ob du das wirklich ausprobieren willst!

„Camellia Flower Hydrating Mist“ von SanDaWha, 80 ml ca. 19 Euro


4.FERMENTIERTE KOSMETIK

EINE NEUE ÄRA

Ursprünglich kennst du das Prinzip von probiotischen Lebensmitteln wie Sauerkraut oder Joghurt, bei deren Gärung feinste Moleküle hochkonzentrierter Vitamine und Mineralstoffe entstehen, die dein Körper besonders gut aufnehmen kann. In Beauty-Produkten setzen fermentierte Extrakte aus Hafer, Sesam oder Blütennektar zudem Antioxidantien, Aminosäuren und probiotische Nährstoffe frei, die das Allergierisiko der natürlichen Substanzen deutlich reduzieren. Gleichzeitig sterben bei dem Verfahren schädliche Bakterien und Mikroben ab, sodass die Formel ohne Konservierungsstoffe auskommt. Perfekt für empfindsame Haut!

„Nourishing Cream Mini“ von Whamisa, 5 ml ca. 7 Euro


Fotos: Adobe Stock (2); Text: Melanie Selitsanos