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KÄRNTEN: Kurven-Kultur


Alpentourer - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 28.02.2020

Wie schön, wenn man Fahrspaß mit ein wenig Geschichte kombinieren kann und auf Kurven zu spannender Kultur fährt. All dies – und noch mehr – gelingt ganz wunderbar in Kärnten.


Artikelbild für den Artikel "KÄRNTEN: Kurven-Kultur" aus der Ausgabe 2/2020 von Alpentourer. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Alpentourer, Ausgabe 2/2020

Oberhalb von Maisund Sonnenblumenfeldern thront die Burg Hochosterwitz.


Kärntens älteste Stadt heißt Friesach.


Hanna Craigher kennt sich bestens mit Schokolade aus.


Es riecht nach Schokolade. Und wo Schokolade ist, sollte es kühl sein. So ist die Schokoladenmanufaktur Craigher mitten in Friesach für mich als hitzegeplagtem Schokoladenliebhaber – draußen sind es mehr als 30 Grad – der ideale Platz für eine Pause. Hanna Craigher ...

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... empfängt mich im Showroom des Unternehmens. „Uns gibt es hier seit mehr als 100 Jahren“, erzählt die Frau, die nicht zufällig den Nachnamen des Firmengründers trägt. Der hieß Dominikus Craigher, war Hannas Urgroßvater und gründete hier 1914 eine kleine Bäckerei. „Mein Vater Dieter beschäftigte sich dann seit 1981 mit Schokolade und begann mit deren Herstellung von Hand“, sagt sie. Daran hält man bis heute fest, nur hat sich das Angebot deutlich erweitert. „Wir stellen heute bis zu 55 verschiedene Sorten her“, ergänzt Hanna und lässt mich einige davon probieren.

Neue Burg mit alten Mitteln

Friesach liegt im Norden von Kärnten und ist die älteste Stadt des Bundeslandes. Dass es auch einmal die wichtigste des Bundeslandes war – ein Handelsposten, wirtschaftliches und religiöses Zentrum mit einem eigenen Geldstück, mit dem man sogar im östlichen Ungarn bezahlen konnte – lässt sich heute noch an den zahlreichen und gut erhaltenen historischen Gebäuden erkennen. Und an der langen, immer noch intakten Stadtmauer, die von einem Wassergraben geschützt wird. Auf dem Hügel oberhalb der Stadt hebt sich die Silhouette der Burg Petersberg ab; die Burg Geiersberg ergänzt die Befestigungsanlagen.

Ein paar hundert Meter vom Stadtzentrum entfernt werden Bäume gesägt und Kalkblöcke geklopft, sowie Steine auf einen Pferdekarren geladen. Doch, doch, wir sind im 21. Jahrhundert – und auf einer Zeitreise. Was es damit auf sich hat, kann Richard Pogatschnigg erklären. „Wir haben 2009 damit begonnen, einen Wehrturm zu bauen“, erzählt der Kulturvermittler. Und das mit den Methoden mittelalterlicher Handwerker. „200 Tonnen Stein und 50 Tonnen Mörtel wurden bisher verarbeitet“, ergänzt er und läuft auf dem steilen Pfad von der Steinmetzhütte hinauf zum Hügel mit dem Wehrturm. Um bis zu zweieinhalb Meter wächst der neun mal neun Meter große Turm in jeder Saison. „Pläne gibt es keine, wir sammeln ständig neue Erfahrungen mit der Statik und den Materialien“, erzählt Richard, „das Wissen der damaligen Baumeister war in deren Kopf.“ Am Ende soll hier eine Höhenburg aus dem 13. Jahrhundert stehen, die für den Übergang vom Hochzum Spätmittelalter steht – und damit Friesachs Ruf als Mittelalterstadt festigen.

Eigentlich hatte ich in dem Städtchen nur einen kurzen Stopp geplant. Doch der hübsche Ort, die Schokoladenmanufaktur und vor allem der Burgbau hatten mich nun doch ein paar Stunden höchst informativ und unterhaltsam beschäftigt. Bis zu meiner Unterkunft am Ossiacher See ist es noch ein ganzes Stück, außerdem sind für den Nachmittag Schauer und Gewitter vorhergesagt. Trotzdem entscheide ich mich für einen kleinen Umweg. Richard hatte mir die Route durch das Metnitztal empfohlen.

In dem dünn besiedelten Tal komme ich gut voran, waldbestandene Hügel säumen rechts und links die Straße. Später werden die Glödnitz und der Teuchenbach zu meinen Begleitern – nichts Spektakuläres, einfach schön zu fahrendes Terrain, perfekt zum gemütlichen Cruisen. Ich hatte mich im Kuchler-Wirt eingebucht, einem Motorradfahrer-Hotel nur einen Katzensprung vom Ossiacher See entfernt. Bikes vor dem Haus, Bikes in der Garage, Biker bei einem Stiefelbier auf der Terrasse. Ich setze mich dazu, folge ihrem guten Beispiel. Nach einem heißen Tag braucht der Körper Flüssigkeit und Mineralien.

Mit Richard Pogatschnigg kann man durch die Zeit reisen.


Unbesiegbares Bauwerk

Regen war in der Nacht gegen mein Fenster geprasselt. Doch die Straßen sind bereits trocken, als ich die KTM Adventure nach dem Frühstück aus der Garage schiebe. Eine gemütliche Tagestour habe ich mir vorgenommen, die jedoch wieder länger dauern sollte als gedacht. Erstes Ziel ist die Burg Hochosterwitz. Eine Stunde bin ich dorthin unterwegs, zuerst am Ossiacher See entlang, über dem noch der Dunst der Nacht liegt. Schon von Weitem ist die Burg zu erkennen, die auf einem einsamen Kegel oberhalb von Mais- und Sonnenblumenfeldern thront. Je näher ich komme, desto beeindruckender wird das Bauwerk, das die obere Hälfte der Anhöhe einnimmt. Mauern ziehen an den steilen Flanken empor, Türme lugen zwischen Bäumen hervor.

Mit Methoden mittelalterlicher Handwerker wird ein neuer Wehrturm errichtet.


Der Magdalensberg bietet tolle Ausblicke.


Eine schmale, steile Straße führt zum Parkplatz am Eingang der Burg. Zum Glück gibt es einen Schrägaufzug für die 100 Höhenmeter hinauf zur eigentlichen Anlage, so komme ich um einen ersten Schweißausbruch herum. „Stolzes Schloss, vom Stein dem grauen, spähst du in die Lande weit über Felder, Wälder, Auen – Märchentraum verklungener Zeit.“ So beschreibt der Dichter Carl Graf Oberndorff das Bauwerk. Schöne Worte, die die schöne Aussicht von den Mauern hinunter ins Tal bestens wiedergeben. Der Abstieg – dieses Mal zu Fuß – durch 14 Burgtore macht klar, warum Hochosterwitz niemals eingenommen wurde: Die Feinde hätten all diese Sperren passieren müssen, während Pfeile, Pech und siedendes Öl auf ihre Häupter niederprasselten.

Beim Kumpel vom Dalai Lama

Mit dem Magdalenensberg ganz in der Nähe von Hochosterwitz nehme ich mir noch ein fahrerisches Schmankerl vor. Mit jeder Kurve wird die Aussicht besser, schnell erreiche ich den 1059 Meter hohen Gipfel, auf dem eine Wallfahrtskirche steht. Hügelland mit Feldern unter mir, im Hintergrund die Berge, deren Gipfel an der Wolkendecke kratzen. Beim Runterrollen komme ich noch an den Überresten einer spätkeltischen bis frührömischen Siedlung vorbei, die seit den 1940er-Jahren ausgegraben wird. Archäologen haben mittlerweile herausgefunden, dass dies ein wichtiger Handelsplatz war, an dem vor allem das überaus haltbare sogenannte norische Eisen neue Besitzer fand, aus dem zumeist Waffen für das römische Heer geschmiedet wurden.

Wieder fahre ich an der Burg Hochosterwitz vorbei, biege dann jedoch in das Nachbartal ab und folge von Brückl der Gürtschnitz. Hüttenberg ist mein nächstes Ziel. In dieser 1400-Einwohner-Stadt lebte man lange Zeit vom Eisenerz und dessen Verarbeitung – daher auch der Name. Bekannter als der Ort selbst ist jedoch ein berühmter Sohn der Stadt: Heinrich Harrer. Der 1912 geborene Österreicher war ein Tausendsassa. In seiner Jugend nahm er an Ski-Wettkämpfen teil, 1938 kletterte als erster mit drei anderen Bergsteigern durch die Eiger-Nordwand. Ein Jahr später nahm er an einer Expedition zum Nanga Parbat teil, geriet jedoch zu Beginn des Zweiten Weltkriegs in britische Kriegsgefangenschaft.

Seine Flucht führte ihn über mehr als 5 000 Meter hohe Pässe nach Tibet in die verbotene Stadt Lhasa. Für ihn ein Glücksfall, denn er sollte als Übersetzer und Fotograf für die tibetische Regierung Freund und Lehrer des 14. Dalai Lamas werden. Eine Freundschaft, die bis zu Harrers Tod 2006 halten würde. Das Heinrich-Harrer-Museum in Hüttenberg erinnert an das Leben des stets neugierigen Mannes, der an vielen Expeditionen auf fast allen Kontinenten teilgenommen hat.

In Hüttenberg erinnert ein Museum an den Tausendsassa Heinrich Harrer.


Aussichtsreiche Pause zwischen Glan- und Gurktal.


Auf einem buddhistischen Pilgerpfad

Zeitungsausschnitte berichten von seinen Erfolgen auf der Piste und im Fels, Schmuck und Alltagsgegenstände sowie ein nachgestellter Gebetsraum aus Tibet sind Zeugen seines dortigen Aufenthalts, über den Harrer sein erfolgreichstes Buch „Sieben Jahre in Tibet“ geschrieben hat. Durch die Felswand gegenüber des Museumsbaus verläuft ein Lingkor, ein buddhistischer Pilgerpfad, auf dem ich ein wenig ins Schwitzen komme. Doch die über zig Stufen führende Klettertour lohnt sich – vorausgesetzt, man ist zumindest ein wenig schwindelfrei.

Viel Nahrung für den Kopf, nur der Magen hat noch nichts bekommen. In einem kleinen Laden besorge ich mir Brot und Bergkäse und fahre in Richtung der Wimitzer Berge. Klingt nach mehr, als es tatsächlich ist, sind doch die höchsten – bewaldeten – Gipfel gerade einmal etwas über 1300 Meter hoch. Dafür kann man hier auf kleinen und kleinsten Straßen wunderbar mit dem Motorrad durch die Waldund Wiesenlandschaft zwischen dem Glan- und dem Gurktal wedeln. Ich finde auch eine aussichtsreiche Bank für das dringend nötige Picknick.

Unter mir liegt der mehr als 800 Jahre alte Dom zu Gurk, eines der bedeutendesten romanischen Bauwerke in Europa. Einen kurzen Mittagsschlaf später cruise ich durch das lieblich-grüne Tal, nehme wieder einen Anstieg und lasse mich dann auf den kleinen Straßen nach Westen treiben, bis mich die Hauptstraße B 98 einsammelt und zum Kuchler-Wirt leitet, wo ich mit dem Stiefelbier das gewohnte abendliche Prozedere einleite.

Alm-Auftrieb mit der 790er Adventure

Meinen letzten Tag im südlichen Kärnten hatte ich mir offengehalten und auf die Tipps des erfahrenen und ortskundigen Motorrad-Wirts gehofft. „Der Weißensee ist klasse, und wenn du schon mal in der Gegend bist, kannst du von Hermagor aus noch zur Egger Alm hinauffahren“, empfiehlt Friedl. Zurück könne ich dann über das Nassfeld und noch einen Abstecher nach Italien machen. „Das Val Raccolana ist toll zu fahren“, ergänzt er.

Blick auf den Stockenboeier Wasserfall


Den Weißensee


Eine Stunde später zweige ich vom dicht besiedelten Drautal ab und folge dem Weißenbach. Nur ein paar kleine Dörfer, ansonsten geht es durch das grüne Tal zügig voran. An einem Wasserfall lege ich einen Stopp ein, schaue zu, wie ein Drohnenpilot die Szenerie aus der Luft filmt und fotografiert, und stehe bald am Ostufer des langgestreckten, an einen Fjord erinnernden Sees. Die Gletscher der Eiszeit haben ihn bis zu 70 Meter tief ausgeschürft. „Die Forellen hier sind hervorragend“, erzählt mir ein Gast im Restaurant am See, wo auch die Ausflugsboote ablegen. Zur Idylle passt dabei gar nicht, dass 1986 Szenen für den Bond-Film „Der Hauch des Todes“ hier gedreht wurden.

Ein kurzes Stück muss ich auf der Stichstraße zurückfahren, dann geht es am lauschigen Farchensee vorbei nach Süden ins Gailtal. In Hermagor finde ich auf Anhieb den gesuchten Abzweig hinauf zur Egger Alm – und bin froh, mit der 790er Adventure ein vergleichsweise leichtes Motorrad zu haben, das trotzdem genügend Leistung hat und auch holprige Strecken verkraftet. Denn das enge, kurvenreiche Sträßlein, das vom Gailtal auf 1450 Meter hinaufführt, ist nicht gerade in bestem Zustand. Ab und an liegen nach dem Gewitter am Abend zuvor Äste und Steine auf dem Asphalt, der zudem einige Löcher und Wellen aufweist. Im dichten und damit auch dunklen Wald sind diese bisweilen schlecht zu sehen.

Fahrt hinauf zur Egger Alm.


Herrliche Kurven bietet die SP 110 in Richtung Nassfeld.


Stärkung auf der Egger Alm

Trotzdem – oder gerade deswegen – ist dieser Fahrweg ein Erlebnis. Noch dazu, als der Wald im Rückspiegel verbleibt und ich mich in einem weiten, sonnenbeschienen Hochtal wiederfinde. Die Tische vor den Hütten in dem urigen Almdorf sind gut besetzt. Man trägt bunte Mountainbike-Klamotten, Bergstiefel oder Motorradkleidung. Sprich: Die Egger Alm ist ein beliebtes Ausflugsziel, wo man sich vorzugsweise mit würzigem Bergkäse und Buttermilch stärkt. Ein Beispiel, dem ich gerne folge, bevor es vorsichtig wieder hinab ins Tal und deutlich schneller auf bestem Untergrund hinauf auf das Nassfeld geht.

Wirkliches Gebirge hatte ich in den vergangenen Tagen kaum erlebt. Jetzt, jenseits der Grenze nach Italien, ändert sich das Bild. Bis an die 2 800 Meter hoch sind die Gipfel der Julischen Alpen, in deren Schatten ich nun unterwegs bin. Die Raccolana, ein rauschender Gebirgsbach, hat sich tief in das Kalkgestein gefräst. Dörfer sind hier genauso selten zu sehen wie andere Verkehrsteilnehmer: ein einsames, gleichwohl herrlich zu fahrendes Stück Straße, das spektakulär in mehreren Serpentinen nach Sella Nevea hinaufführt. Hier hat die Einsamkeit ein Ende, fahre ich durch einen Ferienort mit Seilbahnen und besten Sportmöglichkeiten.

Auf einen Stopp verzichte ich, rolle vielmehr durch den inmitten schroffer Berge liegenden ehemaligen Bergwerksort Cave del Predil in Richtung Grenze und vertraue mich dann den österreichischen Hauptstraßen an, die an Villach vorbei zurück nach Treffen führen. Schließlich muss ich noch packen: zum einen, weil ich heute noch einmal die Unterkunft wechsele, zum anderen, weil es morgen in aller Früh nach Hause geht.

Die Sonne grüßt Motorradfahrer im Val Raccolana


INFORMATION

Zur Reisevorbereitung seien die Seiten von Kärnten Tourismus und Motorradland Kärnten empfohlen. motorrad.kaernten.at

ANREISE

Via München und Salzburg nach Bischofshofen und dann auf der Autobahn A10 oder – weitaus schöner – auf der 99er nach Spittal an der Drau oder über die Nockberge nach Villach und Klagenfurt.

CHARAKTERISTIK

Drei Tage sollten für die beschriebene Tour eingeplant werden, um alle Sehenswürdigkeiten entdecken zu können und auch einmal in einem der Kärntner Seen abzutauchen. Bis auf die Egger Alm, die alpine Fahrpraxis verlangt, sind alle Strecken auch für Anfänger gut zu bewältigen.

ÜBERNACHTUNG, ESSEN & TRINKEN

Friedl vom Hotel Kuchler hat sich auf Motorradfahrer spezialisiert und gibt gerne Tipps für schöne Touren. In der Garage sind die Bikes sicher untergebracht, Werkzeug und Hochdruckreiniger stehen zur Verfügung. Bei Bedarf kann auch Kontakt zur nächsten Werkstatt vermittelt werden. Das Essen ist deftig und reichlich. kuchler-wirt.at

Alternativ dazu kann man im modernen Hotel eduCare unterkommen. Im daran angeschlossenen Treffner Wirtshaus wird man bestens bewirtet. educare.co.at

SEHENSWERT

Das historische Städtchen Friesach mit hervorragend erhaltener Architektur ist unbedingt einen Stopp wert. Vor allem Freunde guter Schokolade sollten die Schokoladenmanufaktur Craigher besuchen und sich auch die Ausstellung anschauen. Ein Muss ist der Besuch auf der Burg-Baustelle, am besten mit Führung. friesach-tourismus.at • craigher.com • burgbau.at

Die Burg Hochosterwitz gehört zu den imposantesten Wehranlagen in Österreich. burg-hochosterwitz.com

Einblicke in das spannende Leben von Heinrich Harrer bekommt man im Museum Hüttenberg. Ein Erlebnis ist der tibetische Pilgerpfad Lingkor, der auf einer eisernen Stiege durch die gegenüberliegende Felswand führt. huettenberg.at

Die Egger Alm gehört zu den urigsten Almen in Kärnten. Hier kann man sich nicht nur mit Almkäse stärken, sondern auch übernachten. gailtaler-almkaese.at