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KAMERAREINIGUNG:Workshop: Frühjahrsputz für Ihre Canon: So reinigen Sie Ihre Kamera und Objekitve


CanonFoto - epaper ⋅ Ausgabe 3/2020 vom 20.03.2020

Kameras sind oft widrigen Bedingungen ausgesetzt. Zwar sind die Gehäuse meist spritzwasser- und staubgeschützt, aber eine Garantie, dass auch wirklich nichts eindringt, gibt es nicht. Und auch beim Objektivwechsel kann schnell Staub auf den Sensor gelangen. Da heißt es, das Equipment zu reinigen.


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Bildquelle: CanonFoto, Ausgabe 3/2020

Ihre Canon-Kamera ist solide gebaut, um Sie bei Abertausenden Aufnahmen ohne Probleme zu begleiten. Die Objektive sollten gar ein Leben lang halten. Wie alle technischen Geräte müssen sie, um dauerhaft zu funktionieren, gewartet werden. Dabei ist das größte Problem für Ihre Kamera der Staub, insbesondere der ...

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... Staub, der sich auf den Sensor legt. Wenn Sie das Objektiv wechseln und der Innenraum der Kamera offenliegt, können Staub oder Pollen den Sensor beschmutzen, auch durch die Reibung beweglicher Teile wie des Spiegels oder des Verschlusses können Verunreinigungen im Innern der Kamera entstehen. Ganz egal, wie sich der Staub eingeschlichen hat, das Ergebnis ist das Gleiche: kleine Flecken, die sich immer wieder an denselben Stellen in einer ganzen Reihe von Aufnahmen zeigen. Bedenkt man, dass der Sensor mitunter nur etwa so groß wie eine Briefmarke und dabei mit Millionen von Rezeptoren bestückt ist, kann man sich leicht ausmalen, wie groß die Auswirkung von nur einem einzigen Körnchen Staub ist. Auf dem Foto werden Sie entweder kleine helle Flecken erkennen oder Sie sehen tatsächlich mehr oder weniger große dunkle Staubfäden. Am leichtesten entdecken Sie Sensorstaub auf hellen Flächen im Foto wie zum Beispiel im Himmel.

Der Sensorstaub-Test

Wenn Sie sich unsicher sind, ob es sich um Staub handelt, machen Sie ein Testbild mit längerer Belichtungszeit und schwenken Sie die Kamera dabei: Ein Staubfleck wird im Gegensatz zum Motiv nicht verschwimmen. Bedenken Sie auch, dass Sie den Staub nur am Computer oder auf dem LCD-Display der Kamera erkennen können. Sollten Sie bereits bei der Aufnahme durch den Sucher Staubflecken erkennen, ist dieser oder der Spiegel im Innern beschmutzt. Zumindest wird sich dieser Staub zum Glück nicht auf die spätere Aufnahme auswirken.

Ihre Kamera nutzt ein Sensorreinigungssystem, das durch Vibration den Staub vom Chip abschüttelt, doch darauf ist nicht gänzlich Verlass. Im Übrigen wird der Staub mit dieser Methode lediglich in der Kamera – hoffentlich nicht auf dem Sensor – verteilt, nicht aber aus der Kamera entfernt.

Bei der Nachbearbeitung bieten Programme wie Photoshop und Lightroom schließlich die Möglichkeit, Staubflecken sogar über mehrere Bilder hinweg zu entfernen. Packen Sie das Problem aber besser an der Wurzel an, und sparen Sie sich die zusätzliche Bearbeitungszeit. Mit den Werkzeugen und Methoden, die wir Ihnen in diesem Beitrag vorstellen, können Sie selbst hartnäckige Staubflecken auf dem Chip entfernen. Gehen Sie dabei aber immer sehr sorgsam vor, denn Schäden, die bei unsachgemäßem Eingriff entstehen, sind nicht durch die Garantie abgedeckt. Wer ganz sicher gehen will, lässt die Sensorreinigung vom Canon-Service vornehmen (www.canon.de/pro/services/).

Sauberes Gehäuse

Bevor Sie sich an das Innere Ihrer Kamera machen, sollten Sie das Gehäuse von außen säubern. Und damit ist nicht gemeint, dass Sie einmal kurz mit dem T-Shirt über die LCD-Anzeige wischen. Pusten Sie als Erstes mit einem klei- nen Blasebalg den groben Schmutz an Einstellrädern und Knöpfen weg. Danach wischen Sie das Gehäuse mit einem Mikrofasertuch sauber. Wenn Sie in Meeresnähe mit spritzender Gischt fotografiert haben, feuchten Sie Ihr Tuch mit sauberem Wasser an, um Salzspuren zu entfernen. Den Schmutz vom Objektivbajonett entfernen Sie, indem Sie die Kamera nach unten drehen und mit einem fusselfreien Wattestäbchen über den Ring wischen. Auch die Innenseite Ihrer Gehäusekappe sollten Sie reinigen. Damit diese von vornherein sauber bleibt, stecken Sie beim Objektivwechsel die hintere Objektivkappe mit der Gehäusekappe zusammen.


SIND NUR DER SPIEGEL ODER DER SUCHER VERSCHMUTZT, WIRKT SICH DAS ZUM GLÜCK NICHT AUF DAS BILD AUS.


WIE SCHMUTZIG IST IHR SENSOR?

Staubkörner zeigen sich als unscharfe Punkte in Ihren Bildern. Wirklich gut erkennen können Sie sie aber erst in der 100%-Vergrößerung am PC.

SCHRITT FÜR SCHRITT: SO REINIGEN SIE DEN SENSOR IHRER EOS

AUTOMATISCHE REINIGUNG
1 Stellen Sie sicher, dass Ihre Batterie geladen ist. Dann wählen Sie einfach die Sensorreinigung im Menü aus und schon reinigt sich der Sensor automatisch. Wobei „Reinigung“ etwas übertrieben ist, denn der Sensor wird lediglich zum Vibrieren gebracht, um möglichen Staub abzuschütteln. Der Staub verschwindet also nicht.

MANUELLE REINIGUNG
2 Bleibt trotzdem noch Staub am Sensor haften, wählen Sie im selben Menü manuell reinigen. Dadurch klappt der Spiegel hoch und der Sensor ist zu sehen, sobald Sie das Objektiv abnehmen. In diesem Modus ist der Sensor gut erreichbar, sodass Sie ihn mit geeigneten Hilfsmitteln selbst manuell reinigen können.

STAUB WEGBLASEN
3 Die schonendste und einfachste manuelle Reinigung geschieht mit Luft. Benutzen Sie einen kleinen Blasebalg, um Staubpartikel wegzublasen. Damit der Staub nicht einfach nur an anderer Stelle in der Kamera landet, drehen Sie sie nach unten, so dass der Staub herausfallen kann. Machen Sie ein Testfoto.

DIE LETZTE STUFE
4 Ist immer noch Staub am Sensor haften geblieben, streifen Sie mit einem Sensor-Pinsel vorsichtig über den Sensor. Hilft auch das nicht, nehmen Sie Sensorreinigungsflüssigkeit und ein Wattestäbchen, und streifen Sie damit wieder über den Sensor. Seien Sie sparsam mit der Flüssigkeit. Sie darf nicht in die Kamera gelangen.

STAUB DIGITAL ENTFERNEN

SO GEHT’S: Haben Sie den Staub auf dem Sensor oder Objektiv einmal zu spät bemerkt, gibt es glücklicherweise noch digitale Lösungen zur Staubentfernung. Dabei müssen Sie nicht jeden Fussel einzeln wegstempeln, sondern können automatisierte Verfahren benutzen. Wenn Sie die Flecken mit dem Bereichsreparaturpinsel von Adobe Camera Raw (Photoshops Raw-Modul) oder Lightroom entfernen, können Sie das retuschierte Bild mit einer Reihe von Aufnahmen synchronisieren, um nicht jedes einzelne Staubkorn wegpinseln zu müssen.

Noch etwas einfacher gelingt die Retusche mit den Staublöschungsdaten Ihrer Canon. Dazu schrauben Sie ein Objektiv mit einer Brennweite von mindestens 50mm an Ihre Kamera. Richten Sie diese mit ungefähr 30 Zentimeter Abstand auf ein Blatt Papier, und fokussieren Sie auf unendlich. Wählen Sie im Menü Staublöschungsdaten aus, befolgen Sie die Hinweise, und drücken Sie den Auslöser, wenn Sie darauf hingewiesen werden. Die Kamera sammelt nun Daten über die Position von Staub und speichert diese. Zur Staubentfernung benutzen Sie die Staublöschungsdaten im Stempelwerkzeug von Canons Digital Photo Professional, und wählen Sie unter Extras das Stempelwerkzeug aus. Mit Staublöschungsdaten entfernen Sie schließlich die registrierten Flecken.

VERGESSEN SIE DAS OBJEKTIV NICHT!

Das Äußere eines Objektivs zu reinigen ist weniger kompliziert als das Reinigen des Kamerasensors, dennoch ist auch hier besondere Vorsicht geboten. Die wichtigste Regel hierbei ist, dass Sie die Linse niemals abwischen sollten, wenn Sie nicht sicher sind, ob sich harte Partikel wie etwa Sandkörner auf dem Glas befinden. Sonst könnten Sie Ihre Linse verkratzen. Benutzen Sie deshalb einen kleinen Blasebalg, und pusten Sie damit groben Schmutz vom Glas, bevor Sie mit einem Mikrofasertuch vorsichtig darüber wischen. Bei Bedarf können Sie auch speziellen Objektivreiniger benutzen. Meist reicht es aber, die Linse anzuhauchen, um sie dann mit einem Mikrofasertuch gründlich abzuwischen.

Mikrofasertücher eignen sich hervorragend, um Flecken und Fett zu entfernen. Auch LCD-Displays lassen sich damit polieren.


Mit einem speziellen Objektivreiniger können Sie sowohl Staub wegpusten als auch Fingerabdrücke und Flecken wegwischen.


Vermeiden Sie es, das hintere Glas Ihres Objektivs anzufassen. Jede Unreinheit wird in Ihren Fotos sichtbar sein. Benutzen Sie stattdessen einen kleinen Blasebalg.


Verwenden Sie einen Pinsel, um die Zwischenräume der Rädchen zu reinigen. Ein Wattestäbchen kann nützlich sein, um Flecken auf dem Sucher zu entfernen. Das Gummi reinigen Sie am besten mit einem feuchten Tuch.


Sonderbehandlung fürs Objektiv

Ähnlich viel Aufmerksamkeit wie dem Sensor (Reinigungstipps siehe linke Seite) sollten Sie auch dem Objektiv schenken. Hier sind vor allem Kratzer, die sich nicht mehr entfernen lassen, das Problem. Ein UV-Filter hilft, die Frontlinse gegen diese sowie gegen Feuchtigkeit zu schützen. Gerät doch einmal Staub auf das Frontglas, pusten Sie ihn mit einem kleinen Blasebalg weg. Auch Zoomund Fokusring sollten Sie frei von Schmutz halten. Erst wenn Sie sicher sind, dass keine harten Partikel mehr auf dem Glas sind, benutzen Sie ein Tuch. Kniffliger erweist sich das Reinigen der empfindlicheren Objektiv-Rückseite. Hier sind Tücher wegen potenzieller Kratzer tabu. Damit dieses Glas am besten erst gar nicht verschmiert, wechseln Sie Ihr Objektiv nur im Notfall in windiger oder staubiger Umgebung. Und schalten Sie die Kamera vor jedem Objektivwechsel aus: Der aktive Sensor zieht sonst den Umgebungsstaub an.

CHECK & CLEAN: KOSTENLOS

Auf einigen Fotomessen, wie der am 13. und 14. Juni 2020 stattfinden Publikumsmesse Photo+Adventure in Duisburg, wird für Messebesucher kostenlos ein sogenannter „Check & Clean“-Service angeboten. Hersteller wie Canon bieten nach vorheriger Reservierung an, Kameras kostenlos reinigen und untersuchen zu lassen. Konkret wird hier der Bildsensor gereinigt, die Firmware Ihrer Kamera geprüft, der Spiegel gesäubert und eine allgemeine Funktionalität der Kamera überprüft. Da der „Check & Clean“-Service bei Besuchern sehr beliebt ist, empfiehlt es sich, sich früh anzumelden. Weitere Informationen dazu sowie zum Messeprogramm der Photo+Adventure finden Sie unter:
www.photoadventure.eu

REINIGUNGSPRODUKTE DAMIT HALTEN SIE KAMERA & CO. SAUBER

Hier ein fettiger Fingerabdruck, dort ein wenig Staub. Schon lässt die Aufnahmeleistung nach. Im schlimmsten Fall werden die Schmutzpartikel sogar im Bild sichtbar. Die Aufnahme ist ruiniert und muss zeitaufwendig am PC nachbearbeitet werden. Um das zu vermeiden stellen wir Ihnen einige essenzielle Reinigungsprodukte vor.

BLASEBALG
1 Ein Blasebalg gehört in jede Fototasche: Verwenden Sie einen Blasebalg, z. B. um Staub und andere kleine Partikel von Ihrer Kamera oder Ihrem Objektiv zu entfernen. Hier abgebildet: Blasebalg „Dust Ex Edge“ des Herstellers Hama (Preis: 12,79 Euro).

SENSORPINSEL
2 Gegen Staub auf dem Sensor helfen Sensorpinsel, wie hier vom Hersteller VSGO (12er-Setpreis, inkl. Flüssigreiniger: 18,80 €). Für eine schlierenfreie Reinigung: einen Tropfen der Flüssigkeit verwenden und mit dem Pinsel gleichmäßig verteilen.

MIKROFASERTUCH
3 Besonders zur Objektivreinigung wird ein Mikrofasertuch verwendet – es eignet sich aber auch für das Kameradisplay. Machen Sie eine kreisförmige Bewegung, um von der Mitte der Linse bis zur Kante zu reinigen. Sparen Sie die hintere Linse aus.

LENS PEN & REINIGER
4 Hartnäckige, ölige Flecken auf der Frontlinse lassen sich mit einem LensPen (z. B. Hama Lenspen „DigiKlear“ 16,99 Euro) entfernen. Eine spezielle Samtoberfläche in flacher Dreiecksform eignet sich für schwer zugängliche Flächen, ein Pinsel entfernt den Staub.