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KAMERAS: Canon EOS 250D (ca. 540 Euro): Mit alten Tugenden zu neuen UHD-Ufern


CHIP Foto-Video - epaper ⋅ Ausgabe 7/2019 vom 05.06.2019

Die EOS 250D Canons erste Mittelklasse-DSLR mit Ultra-HD-Video. Bevor Filmer nun die Sektkorken knallen lassen, sollten sie besser das Kleingedruckte kennen.


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Bildquelle: CHIP Foto-Video, Ausgabe 7/2019

IN LABOR & PRAXIS GETESTET

Mit der EOS 250D poliert Canon das Einsteigersegment seiner Spiegelreflexkameras auf und bringt dabei das hochauflösende UHD-Videoformat mit einem praktischen Schwenk-Display zusammen. Besonderen Wert legt der Hersteller auf die Benutzerfreundlichkeit: Die DSLR soll fortgeschrittenes Fotografieren so einfach machen wie Knipsen mit dem Smartphone.

Fangen wir doch beim DSLR-typischen, wenngleich kompakten Body an: Die ...

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... Ergonomie überzeugt. Mit ihrem geringen Gewicht von rund 450 Gramm ohne angesetztes Objektiv liegt die EOS 250D dennoch gut und sicher in der Hand. Trotz der für das Gehäuse verwendeten Kunststoff-Materialien vermittelt sie einen wertigen Eindruck. Die Position der Einstellknöpfe passt, die Bedienung kommt Canon-typisch intuitiv daher – auch wenn wir ein zweites Einstellrad vermissen. Einsteiger, die sich anfangs vermehrt auf die Halbautomatiken verlassen, werden dies allerdings verschmerzen können. Praktisch ist der große 3,0-Zoll-Touchscreen mit scharfen 1,04 Millionen Bildpunkten. Die seitliche Aufhängung garantiert, dass Fotografen oder Filmer das Motiv auch in extremen Kamerapositionen immer im Blick behalten. Ein- oder Umsteiger aus der Smartphone-Fotografie dürften insbesondere die Benutzerführung der EOS 250D schätzen. Dabei bringen grafische Elemente und erklärende Texte dem Nutzer Funktionen und Einstellungen der DSLR näher.

Auf die inneren Werte kommt es an

Das Herzstück der Canon EOS 250D ist ein APS-C-Bildchip mit 24 Megapixeln Auflösung. Dieser wird beim Fokussieren über den optischen Sucher von insgesamt neun präzisen Kreuzsensoren unterstützt. Im Live View und beim Fotografieren über das Display springt der flexible Dual-Pixel-AF ein und kümmert sich um die Schärfe – inklusive praktischem Augen-AF. Der DIGIC-8-Bildprozessor sorgt letztlich für passable Werte bei der Serienbildaufnahme: Fünf Bilder pro Sekunde stemmt die EOS 250D. JPEGs schießt die Kamera ohne Begrenzung, im RAW-Format ist allerdings schon nach mageren 13 Bildern Schluss. Mit ein Grund dafür: Der Speicherkarten-Slot unterstützt lediglich den langsamen UHS-I-Standard. DSLR-typisch zeigt sich dagegen die Ausdauer: Eine Akkuladunglieferte in unserem Test rund 2.000 Bilder. Kommt statt des optischen Suchers dauerhaft das Display zum Einsatz, messen wir noch passable 650 Bilder.

Flotte Schärfe : Der Autofokus der EOS 250D findet sein Ziel erfreulich schnell und zuverlässig, sehr gut!


Eher gemischte Gefühle wecken die Videofunktionen der EOS 250D: Zunächst klingt der Umstand, dass eine DSLR in dieser Preisklasse überhaupt UHD-Videos aufzeichnen kann, sehr verlockend. Doch die Kamera hat hier mit einem deutlichen Crop, also einer Verlängerung der Brennweite zu kämpfen. Wird der digitale Bildstabilisator zugeschaltet, verstärkt sich der Effekt zusätzlich. Denn dann verdoppelt sich die Brennweite. Daraus ergibt sich ein lästiges Problem: Weitwinklige Aufnahmen erfordern so ein Objektiv mit extrem kurzer Brennweite. Full-HD-Videos mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde laden dagegen ein, mit leichten Zeitlupensequenzen zu experimentieren. Der digitale Crop macht sich bei dieser Auflösung zudem nicht ganz so deutlich bemerkbar.

Glänzen kann die EOS 250D dafür in puncto Konnektivität: Per WLAN oder Bluetooth stellt die Kamera eine Verbindung zur Canon Camera Connect App her. Die erlaubt schließlich die Fernsteuerung der DSLR; Bilder sowie Videos lassen sich so auch direkt auf das Smartphone übertragen. Die Canon EOS 250D unterstreicht damit ihren Anspruch als vielseitige Begleiterin für das Quäntchen mehr an Bildqualität.


Solide Bildqualität und angenehmes Rauschverhalten, Ausdauer

Crop bei stabilisierten UHD-Videos, Serienbildlänge in RAW

ALTERNATIVECanon EOS M50: Die DSLM punktet in erster Linie bei der Videoqualität und fällt angenehm klein aus. Preis: rund 550 Euro.

Die Canon EOS 250D im Labor und in der Praxis

Schärfe und Details: Bis einschließlich ISO 1.600 messen wir bei der Auflösung Werte jenseits der Marke von 1.900 Linienpaaren pro Bildhöhe. Angesichts eines theoretischen Maximums von 2.400 Linienpaaren eine sehr gute Leistung. Auch die Darstellung feiner Details geht in diesem Bereich vollkommen in Ordnung. Ab ISO 3.200 rutschen die Messwerte allerdings teils deutlich in den Keller. Besonders die Details sind ab ISO 6.400 – also unter Schwachlicht-Bedingungen – kaum mehr als solche zu erkennen; zu stark der Einfluss des kamerainternen Weichzeichners.

Rauschverhalten: Mit Störpixeln kommt die Canon EOS 250D vergleichsweise gut zurecht – zumindest bis zu einer Sensorempfindlichkeit von ISO 1.600. Höher als ISO 6.400 sollten Sie ohnehin nur im Notfall gehen, denn jenseits dieser Marke nimmt das Rauschen drastisch zu und alle Bildinhalte werden zunehmend grobkörnig dargestellt.

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