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KAMERAS: IN LABOR & PRAXIS GETESTET: Der Koloss von Platz 1


CHIP Foto-Video - epaper ⋅ Ausgabe 8/2019 vom 05.07.2019

Gestatten, die neue Spitzenreiterin unserer Bestenliste: Die Panasonic Lumix FZ1000 II erobert dank starker Bildqualität, üppiger Ausstattung und eines vielseitigen Zooms Platz 1. Besser geht’s derzeit nicht – ausbaufähig wäre das ein oder andere trotzdem.


Panasonic Lumix DC-FZ1000 II (ca. 850 Euro)

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Bildquelle: CHIP Foto-Video, Ausgabe 8/2019

Mit seiner Panasonic Lumix FZ1000 II hat’s der Hersteller geschafft: Im Test zieht die Bridge-Kamera an den Sony-Konkurrentinnen vorbei und setzt sich auf Anhieb an die Spitze unserer Bestenliste. Entscheidend dabei ist die Kombination aus einem vergleichsweise großen Bildsensor und einem vielseitigen ...

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... optischen Zoom. Der 1-Zoll-Sensor mit 20 Megapixel erzielt mit bis zu 1.579 Linienpaaren pro Bildhöhe eine angenehm hohe Kantenschärfe. Mit steigender Lichtempfindlichkeit bleiben Rauschen und Detailtreue bis einschließlich ISO 1.600 im grünen Bereich. Außerdem gehen zu den Randbereichen lediglich 18 Prozent Auflösung verloren – angesichts des brennweitenstarken Objektivs mehr als beachtlich.

Denn die FZ1000 II bringt ein sehr großes 16-fach-Zoom mit, das sich mit in Kleinbild umgerechneten 25–400 mm als erstaunlich flexibel erweist. So lassen sich bildfüllende Aufnahmen von Landschaften, Tieren und Porträts realisieren, denen Fotografen dank der großen Offenblende von f/2,8–4 einen weich aufgelösten Hintergrund spendieren können. Lob kassiert des Weiteren der effektive Bildstabilisator, der selbst bei stärkeren Verwacklungen im vollen Tele das Bild angenehm ruhig hält. Der extrem schnelle Autofokus, der auch im Tele lediglich 0,23 Sekunden zum Scharfstellen benötigt, sowie die mit nur 0,88 Sekunden angenehm kurze Einschaltzeit heben die Punktzahl ebenfalls.

Ein ziemliches Schwergewicht

Das riesige Zoom bringt aber auch Nachteile mit sich: 810 Gramm sowie die Größe einer DSLR mit 18–55-mm-Objektiv verdienen die Bezeichnung Kompaktkamera kaum noch. Dafür besitzt die Lumix FZ1000 II eine üppige Ausstattung, die nur schwer zu übertreffen sein dürfte. Ein großer und mit rund 2,4 Millionen Subpixel messerscharfer OLED-Sucher sowie ein schwenkbarer und ebenfalls hochauflösender 3,0-Zoll-Touchscreen dienen zur Motivwahl und Bildkontrolle; je zwei Rändel- und Einstellräder sowie acht belegbare »Fn«-Tasten erleichtern die Bedienung.
Ultra-HD-Video mit 30 Bildern pro Sekunde und maximal 30 Minuten Cliplänge sind für den Bedarf von Hobbyfilmern mehr als ausreichend. Schade allerdings, dass Zeitlupen mit 120 Bildern pro Sekunde lediglich in 720p und nicht in Full HD auf der Speicherkarte landen. Apropos: Der einzelne SD-Kartenschacht arbeitet mit UHS-I-Tempo. Das scheint insbesondere in Verbindung mit der Serienaufnahme zu einem kleinen Nachteil zu führen. Das Tempo liegt mit 11,5 Bildern pro Sekunde zwar angenehm hoch und ist damit an sich bestens für Sport- und andere Actionaufnahmen geeignet. Andererseits gerät die FZ1000 II bereits nach nur 30 Aufnahmen ins Stottern und arbeitet die Datenmenge auf die Speicherkarte ab. Mit einer UHS-II-Unterstützung wäre hier sicherlich mehr drin gewesen.

Roh: Das RAW-Format beherrscht die Lumix ebenfalls und erlaubt gezielte Korrekturen in Lightroom und Co.


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Kantenschärfe: Der 1-Zoll-Sensor mit seinen 20 Megapixeln erzielt übers gesamte Bildfeld eine hohe Schärfe. Maximal 1.579 Linienpaare gibt’s im Zentrum, an den Rändern sinkt der Wert auf 1.291 Linienpaare. Der Verlust beträgt dabei akzeptable 18 Prozent. Im vollen Tele gehen dagegen gut 27 Prozent verloren – angesichts der langen Brennweite ein guter Wert.

Bildrauschen und Details: Die Lumix FZ1000 II hält Bildrauschen bis einschließlich ISO 1.600 im Zaum. Erst bei höherer Lichtempfindlichkeit treten in der 100-Prozent-Ansicht am Bildschirm Störpixel auf. Für eine Kompaktkamera markiert das insgesamt eine sehr gute Leistung – dem großen Bildsensor sei Dank. Ebenfalls positiv fällt das geringe Ausmaß von Weichzeichnung auf. Die Textur- und Detailtreue bleibt ebenfalls bis einschließlich ISO 1.600 im grünen Bereich. Bei Ausdrucken bis DIN-A3-Größe lässt sich auch noch ISO 6.400 ohne stark sichtbare Verluste verwenden.

Fast alles dran – eben nur fast

Wo wir gerade bei wünschenswerten Verbesserungen sind: Das Gehäuse wirkt zwar hochwertig verarbeitet, allerdings sieht das Plastikmaterial insbesondere mit Blick auf den Metalltubus des Objektivs etwas minderwertig aus. Darüber hinaus vermissen wir einen Spritzwasserschutz.

Auch die Kaufanreize für Besitzer des Vorgängermodells fallen nicht gerade üppig aus. Die wichtigsten Neuerungen stellen der Ultra-HD-Video-Modus, der verbesserte Bildstabilisator sowie die Touch-Funktion des Bildschirms dar. Ansonsten übernimmt die Lumix FZ1000 II die anderen Merkmale nahezu unverändert, das gilt auch in puncto Bildqualität. Unser Tipp daher: Wer bereits die erste FZ1000 besitzt und wenig Wert auf Video legt, kann weiterhin bei seiner Kamera bleiben. Alle anderen sind bei der Panasonic Lumix DC-FZ1000 II bestens aufgehoben.


Spitzenkamera mit starker Ausstattung und Gewichtsproblemen.


MORITZ WANKE, CHEFREDAKTEUR

+ Bildqualität, viel Ausstattung, 4K-Foto-Modi, schneller AF, klasse Sucher

-Gehäusematerial nur Plastik, SDKartenschacht mit UHS-I-Tempo

ALTERNATIVE

Panasonic Lumix FZ1000 UHD-Videoauflösung und Touchscreen fehlen, ansonsten sehr ähnlich und rund 400 Euro günstiger.