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KAMERAVERGLEICH: SMARTE KNIPSEN


connect - epaper ⋅ Ausgabe 3/2019 vom 08.02.2019

Smartphone-Kameras werden immer besser und vielseitiger. Aber steigt mit der Zahl der Linsen auch die Qualität? connect stellt die aktuellen technologischen Trends vor und gibt einen Überblick über die Stärken und Schwächen der Top-Modelle.


Artikelbild für den Artikel "KAMERAVERGLEICH: SMARTE KNIPSEN" aus der Ausgabe 3/2019 von connect. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: connect, Ausgabe 3/2019

Die Kamera wird so schnell weiterentwickelt wie keine andere Smartphone-Komponente. Die Entwicklungssprünge kann man den Geräten direkt ansehen, denn die Zahl der in Smartphones verbauten Optiken wächst im Jahrestakt. 2018 waren wir bei vier angekommen, LG hat mit dem V40 aber bereits die Fünfer-Marke geknackt und man kann sicher sein, dass 2019 erste Phones mit sechs ...

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... Optiken die Oberklasse aufmischen werden.

Trend zu mehr Brennweite

Bei diesen Multi-Linsen-Smartphones lassen sich zwei Typen unterscheiden: einfache Modelle mit konstanter Brennweite und solche, die mehrere Brennweiten bieten. Der einfache Typus mit konstanter Brennweite findet sich mittlerweile sogar im Einsteigerbereich. Hier hat die zweite Optik lediglich eine unterstützende Funktion. Die von ihr gesammelten Daten werden dazu verwendet, um das vom Hauptsensor erfasste Foto zu verbessern – in der Regel handelt es sich um Abstandsinformationen, um Objekte im Vordergrund zu erfassen und einfacher vom Hintergrund zu trennen. So kann man Porträts mit einer Hintergrundunschärfe (Bokeh) simulieren, die eigentlich das Kennzeichen von Systemkameras mit teuren Wechselobjektiven sind.

Die Trennung von Vorder- und Hintergrund gelingt mit zwei Optiken besser, weil die Berechnungen einfacher sind. Mit einem leistungsstarken Prozessor und den entsprechenden Algorithmen reicht aber auch eine Optik, das zeigt vor allem Google mit den Pixeln.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass der Bokeh-Effekt bei Smartphones eine Frage der Rechenleistung ist. In niedrigeren Preisregionen kompensieren die Hersteller die fehlende Prozessorpower mit einer zweiten rudimentären Optik. Bei High-End-Modellen ist die zweite Kamera dagegen voll ausgebaut und bietet eine weitere Brennweite. Der Smartphone-typische weitwinkelige Bildausschnitt wird ergänzt von einer Zoom-Optik, die dem Fotografen ganz neue Möglichkeiten an die Hand gibt.

Renaissance der HDR-Technik

Eine große Gemeinsamkeit zeichnet alle Smartphone-Kameras über alle Preisklassen hinweg aus: Sie setzen in großem Stil auf die Bildverbesserung mittels High Dynamic Range (HDR). Dabei werden vor und nach dem Auslösen mehrere Fotos in schneller Folge geknipst und per Software zu einem Bild zusammengerechnet. Das erhöht den Kontrastumfang: Auch in besonders hellen und dunklen Bildbereichen sind so noch Details sichtbar. Die Technologie ist schon älter, sie erlebt auf dem Smartphone aber gerade einen Boom, weil die baubedingt geringe Lichtstärke der kleinen Sensoren damit kompensiert werden kann.

Mit der richtigen Kombination aus Rechenkraft und Software gelingen mit dem Smartphone unter Umständen bessere Nachtaufnahmen als mit einer dicken Systemkamera – allerdings nicht mit jedem Modell. Auf den folgenden Seiten stellen wir eine Auswahl der aktuell tonangebenden Kamera-Smartphones vor und verraten, wo ihre Stärken und Schwächen liegen.

Apple iPhone XS Max

Das Apple-Flaggschiff stellt mit 1649 Euro (512 GB) einen Preisrekord auf. Da erwartet man Top-Qualität. Die Kamera jedenfalls wird gehobenen Ansprüchen gerecht.


Huawei Mate 20 Pro

Der Überflieger von Huawei ist seit November 2018 erhältlich und bietet in jeder Hinsicht eine herausragende Ausstattung – die Kamera ist sogar einzigartig.


Google Pixel 3 XL

Bereits das Pixel 2 beeindruckte mit einer Top-Kamera, der Nachfolger kann nahtlos anschließen. Auf den Phones präsentiert sich Android so, wie Google es sich vorstellt.


Samsung Galaxy S9 Plus

Das Top-Modell der Koreaner ist bereits seit Mai 2018 im Handel und damit der älteste Vertreter in unserem Vergleich. Und der günstigste: Mit 550 Euro ist der Preis attraktiv.


Oneplus 6T

Der Newcomer aus China begeistert auch in Deutschland mit einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Bildqualität kann sich ebenfalls sehen lassen.


Brennweite und Zoom

■ Im High-End-Segment gehören zwei Brennweiten zum guten Ton, dabei wird in der Regel der Smartphone-typische Weitwinkel um einen zweifachen Zoom ergänzt. Huawei geht mit dem Mate 20 Pro einen Schritt weiter und kombiniert drei Brennweiten, die dem Fotografen noch mehr Möglichkeiten bei der Bildkomposition geben. Die Chinesen schnüren hier mit Abstand das beste Paket. Google beschreitet mit dem Pixel den entgegengesetzten Weg. Es hat nur eine Optik, aber der Digitalzoom überrascht mit einer Qualität, die an eine Zoom-Optik heranreicht. Schlusslicht ist das Oneplus 6T, das weder eine zweite Brennweite noch überlegene Software mitbringt. Mit diesem Phone hat man den geringsten Spielraum.

Ultra-Weitwinkel

Die drei Fotos wurden mit einem Mate 20 Pro geknipst. Deutlich wird, welche Spielräume drei Brennweiten eröffnen. Mit dem Ultra-Weitwinkel lassen sich große Bildausschnitte einfangen – ideal für Landschafts- oder Architekturbilder.


Moderater Weitwinkel

Hier dasselbe Motiv mit moderater Weitwinkel-Brennweite von 27 Millimetern, dem Smartphone-Standard. Dieser Bildausschnitt hat sich auch etabliert, weil die flachen Gehäuse keinen tieferen optischen Aufbau erlauben.


Tele-Brennweite (3facher Zoom)

Der dreifache Zoom stellt bereits einen Kompromiss dar, weil dafür die Sensorfläche verkleinert werden musste, was auf Kosten der Lichtempfindlichkeit geht. Bei wenig Licht empfiehlt sich der optische Zoom daher nicht.


© Danilo Guerrero

Bildqualität

Samsung Galaxy S9 Plus

Beim Gesicht rechts sind an den Rändern unterhalb des Mundes Artefakte zu sehen, die Haare links neben den Augen verschwimmen teils.


Oneplus 6T

Oneplus macht es besser. Auffällig: Die Software greift stärker ein als bei Apple, dadurch werden auch mehr Artefakte produziert.


Apple iPhone XS Max

Bei Apple wirken die Gesichter nicht so glatt und makellos wie bei Oneplus, aber die Darstellung ist näher an der Realität.


Die Messungen in unserem Fotolabor zeigen, dass alle Modelle eine starke Bildqualität liefern. Das Gesamtniveau ist hoch, was aber im Umkehrschluss nicht heißt, dass es keine Unterschiede gibt. Auffällig und ein Indiz für das hohe Entwicklungstempo im Kamerabereich: Mit dem Galaxy S9 Plus bildet das mit Abstand dienstälteste Modell in diesem Vergleich auch das qualitative Schlusslicht. Die Schwächen zeigen sich vor allem bei wenig Licht: Im Vergleich mit der Konkurrenz werden feine Strukturen in Flächen mit geringen Kontrastunterschieden nicht mehr so hochauflösend erfasst. Die besten Ergebnisse liefert das iPhone XS Max, kein anderes Smartphone produziert in den Standardeinstellungen so ausgewogene Bilder. Das Oneplus 6T präsentiert sich überraschend stark, bei wenig Licht (wir messen bei 190 Lux) liegt die Qualität gleichauf mit Apple. Googles Pixel 3 XL und Huaweis Mate 20 Pro folgen in dichtem Abstand mit einer ausgewogenen Bildqualität. Bei Google ist es für gute Resultate unabdingbar, mit aktiviertem HDR zu fotografieren.

Nachtaufnahmen

Google Pixel 3 XL

Die Darstellung ist rauscharm und scharf ohne Stativ – das schafft nur Google.


Huawei Mate 20 Pro

Huawei hellt die Szene sogar noch mehr auf, arbeitet aber auch stärker nach.


Samsung Galaxy S9+

Samsung kann nicht mithalten, feine Details werden von Störpixeln überlagert.


Oneplus 6T

Das Bildrauschen nimmt weiter zu, Farben und Kontraste verblassen.


Apple iPhone XS Max

Kein Nachtmodus, kurze Belichtungszeiten – bei Apple sieht man wenig.


Bei modernen Smartphone-Kameras gehört ein Nachtmodus mittlerweile zum guten Ton. Dabei handelt es sich im Prinzip um eine Spielart der HDR-Technologie, bei der die Bildinformationen aus Aufnahmen, die während einer Belichtungszeit von mehreren Sekunden entstehen, zu einem Foto verrechnet werden. Google und Huawei sind hier führend. Selbst wenn das Auge kaum noch etwas wahrnimmt, bilden die Phones Details scharf und atmosphärisch stimmig ab.

Die übrigen Modelle folgen erst mit Abstand, was auch daran liegt, dass Apple und Samsung auf einen Nachtmodus verzichten – entsprechend kurz sind die Belichtungszeiten, was man den Ergebnissen ansieht. Als Enttäuschung entpuppte sich Oneplus, das im Nachtmodus kaum bessere Bilder produziert als mit den Standardeinstellungen.

Bokeh / Hintergrundunschärfe

■ Ein Hintergrund, der in weicher Unschärfe verschwimmt, ist das Markenzeichen hochwertiger Kamerasysteme. Smartphones können diesen Effekt aufgrund ihrer begrenzten optischen Möglichkeiten nur digital simulieren, zumindest nach dem aktuellen Stand der Technik. Die Aufnahmen können aber durchaus beeindruckend aussehen, vor allem auf den kleinen Displays. Die Qualitätsunterschiede sind von Modell zu Modell überraschend groß, so unser Fazit nach mehreren Testreihen. Google führt das Feld an und zeigt ganz nebenbei, dass die richtige Software wichtiger ist als eine zweite Linse. Apple, Huawei und Oneplus folgen dahinter, auch mit diesen Smartphones gelingen noch brauchbare Ergebnisse. Samsung konnte dagegen nicht überzeugen: Das schon ältere Galaxy S9 Plus hatte mitunter Probleme mit der korrekten Belichtung des Hintergrundes, häufig bildeten sich an der Grenze der Bildebenen sichtbare Artefakte.

Einstellungen und Extras

Huawei Mate 20 Pro

Klassenbester: Die Möglichkeiten, die Huawei dem Fotografen an die Hand gibt, sind nicht weit von einer Systemkamera entfernt.


Google Pixel 3 XL

Besonderheit: Beim Pixel kann man RAW und HDR direkt über Icons in der Kameravorschau steuern.


Oneplus 6T

Standards: Alle Phones bieten mehr oder weniger die Möglichkeiten, die links eingeblendet werden.


Google Pixel 3 XL

Der Sprung in die Kamera-Einstellungen offenbart aber wieder eine trockene Listendarstellung. Einzig Huawei macht es besser.


Mit allen Smartphones in diesem Vergleich kann man einfach drauflosknipsen und ein gutes Ergebnis bekommen. Wer aber mehr möchte, legt Wert auf eine hohe Einstellungstiefe und ansprechende Menüführung. Das Mate 20 Pro hat hier klar die Nase vorn, kein anderes Smartphone kombiniert so viele Funktionen und Einstellungen. Samsung bleibt zurück und ärgert mit Unstimmigkeiten, etwa dass man selbst über Drittsoftware kein RAW aus der Tele-Brennweite ziehen kann. Dass Apple auf diesem Feld komplett enttäuscht, ist keine Überraschung. Sowohl von Oneplus als auch von Google hätten wir uns aber deutlich mehr erwartet. Ambitionierte Hobbyfotografen kommen nur schwer an Huawei vorbei.

Selfies

■ Bei Selbstporträts führt Google das Testfeld an, und zwar deutlich. Das liegt zum einen an der starken Bildqualität, zum anderen an der Variabilität der Bildausschnitte: Dank der Kombination aus Ultra-Weitwinkel und Standard-Brennweite hat der Fotograf die Wahl zwischen einem großen Bildausschnitt, der problemlos mehrere Personen erfasst, und einem engeren für ein einzelnes Gesicht. Apple und Samsung sind qualitativ nicht weit von Google weg, die Frontkamera bietet aber eben nur einen festen Bildausschnitt. Bei aktivierter Hintergrundunschärfe sehen die Ergebnisse bei Google am überzeugendsten aus, allerdings schafft es auch der Klassenprimus nicht immer, die Haare sauber vom Hintergrund zu trennen. Ein dickes Plus für das iPhone ist die 3-DSensorphalanx, die nicht nur die besonders sichere Gesichtsentsperrung mittels Face ID ermöglicht, sondern auch tolle Bearbeitungsmöglichkeiten für Selfies erlaubt. Das Mate 20 Pro ist zwar mit einer vergleichbaren Hardware ausgestattet, die Optionen sind aber nicht so gut umgesetzt wie bei Apple. Überhaupt sollte man sich von der hohen Pixelzahl nicht täuschen lassen, die Chinesen bewegen sich nur im Mittelfeld.

iPhone XS Max

Von „Bühnenlicht“ bis „Studiolicht“: Die Lichteffekte sind gut umgesetzt und ein Alleinstellungsmerkmal der iPhone-Kamera.


Samsung Galaxy S9+

Im Modus „Selfie-Fokus“ verschwimmt der Hintergrund in Unschärfe. Vorne klappt das bei Samsung besser als mit der Hauptkamera.


Google Pixel 3 XL

Bei Google kann man über einen Regler den Ausschnitt vergrößern, etwa um Gruppen oder einen interessanten Hintergrund einzufangen.


Interview: „Ich fotografiere nur in RAW“

Werner Lüttgens , Chefredakteur des Fachmagazins ColorFoto


Fotografiert ein Profi wie Sie überhaupt mit dem Smartphone? Ja, regelmäßig! Das Smartphone ist die ideale Ergänzung zur Systemkamera. Die Qualität hat das Niveau einer Kompaktkamera erreicht, zudem sind Smartphones vernetzt und können Fotos schnell weitergeben. Auch die Bearbeitungsmöglichkeiten sind enorm. Die Lightroom-App bietet fast die gleichen Möglichkeiten wie auf dem PC.
Wird das Smartphone immer besser?
Der Innovationsdruck, das Tempo und die finanziellen Mittel für Forschung und Entwicklung sind bei der Smartphone-Fotografie wesentlich größer als im Kamerabereich. Aktuell finde ich zwei Entwicklungen besonders spannend. Firmen wie Huawei bauen mehrere Kameras in ein Gerät und führen deren Bilder zusammen. Google ist führend, wenn es darum geht, sequenziell aufgenommene Bilder zu verrechnen, also Bildserien zu machen und daraus ein besseres Foto zu erstellen. Beide Ansätze werden sicherlich in naher Zukunft zusammengeführt.
Hat die Systemkamera noch Vorteile gegenüber dem Smartphone?
Smartphones sind gut, wenn sie eine moderate Weitwinkel-Brennweite haben. Aber schon bei einem Dreifach-Zoom müssen die Pixel kleiner werden und die Lichtstärke sinkt. Wer gern mit unterschiedlichen Brennweiten arbeitet und eine hohe Lichtstärke will, kommt um eine Systemkamera nicht herum. Auch bewegte Motive bei wenig Licht sind für Smartphones schwierig.
Sollte ein ambitionierter Fotograf RAW nutzen? Unbedingt! Ich fotografiere nur in RAW. Smartphone-JPEGs sind oft überschärft und zu stark für das kleine Display optimiert. Im RAW-Format kann ich wesentlich besser in die Signalverarbeitung eingreifen und in Lichtern oder Schatten mehr Details herausholen.
Ersetzt das Smartphone bald die Systemkamera?
Bestimmt nicht. Es wird immer Menschen geben, die mit einem Superweitwinkel- oder Tele-Objektiv fotografieren und mit Blende, Zeit und ISO arbeiten wollen – was mit einem Smartphone nur sehr eingeschränkt möglich ist. Auch ist der Vollformat-Sensor im Vergleich mit einem Smartphone-Sensor riesig und liefert fast immer die besseren Bilder. An diesen Größenverhältnissen wird sich in den nächsten Jahren nichts ändern.

Fazit

Andreas Seeger, Redakteur


Der Vergleich zeigt, dass es das ultimative Kamera-Smartphone nicht gibt. Jedes Modell hat seine Stärken und Schwächen, wobei Google und Huawei besonders viele Pluspunkte vereinen. Festhalten lässt sich außerdem, dass das Niveau bei allen Testkandidaten recht hoch ist, solange es allein um die Bildqualität geht. Nimmt man auch noch andere Parameter in den Blick, werden aber teilweise recht drastische Unterschiede deutlich. Wer generell hohe Ansprüche an eine Smartphone-Kamera stellt, wird mit einem Oneplus 6T oder Samsung S9 Plus jedenfalls nicht glücklich. Wer am liebsten Selfies schießt, ist bei Google am besten bedient. Vor die Wahl gestellt, würde ich mich für das Mate 20 Pro entscheiden, weil drei unterschiedliche Brennweiten so viele Vorteile bieten, dass sie Schwächen an anderer Stelle locker aufwiegen. Das Spiel mit der Brennweite wird mit Blick auf die Smartphone-Kamera denn auch der bestimmende Trend des Jahres 2019 sein.